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Thema: Angst vor Blickkontakt

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Angst vor Blickkontakt

    Hi,

    mein Problem ist vielleicht ein bisschen lächerlich, aber ich habe wirklich große Schwierigkeiten damit, wenn mich jemand anguckt.
    Wenn jemand was erzählt und ich ihn angucke ist das gar kein Problem, aber sobald der Redner dann auf mich aufmerksam wird, schweift mein Blick sofort wieder ab. Meist weiß ich dann nicht einmal was der gerade erzählt hat, weil ich dann über ganz andere Dinge nachdenke. Bestes Beispiel waren Dozenten / Lehrer, wenn die mir dann ne Frage stellten und ich so perplex war und die Frage nicht mehr wusste...

    Doch am schlimmsten ist es für mich in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an Bahnhöfen etc. Ich kann dort wirklich nur die ganze Zeit irgendwo in die Luft oder auf den Boden starren und sobald ich das Gefühl kriege, dass mich jemand anguckt/wahrnimmt...weil man in einer vollen Bahn ja auch nirgends sonst hingucken kann...dann fangen meine Augen irgendwie an so ganz wenig zu tränen und ich krieg schon innerlich Panik und denke nur daran, wann ich endlich aussteigen kann.

    Genauso ist es, wenn ich irgendwo langgehe...ich laufe schnell und hektisch..ich komme, wenn ich draußen bin bestimmt total gestresst und unsymphatisch rüber, weil ich dann auch ziemlich rücksichtslos bin und das nicht mal gewollt. Und wenn ich dann ausversehen jemanden in den Hacken trete, weil die immer so langsam laufen, dann kann ich mich auch nicht entschuldigen. MIr ist das so extrem unangenehm und ich denke mir nur die ganze zeit oh gott...blos weg hier. Auch wenns mir Leid tut.
    Mir ist auch aufgefallen, dass ich draußen immer einen trockenen/klebrigen Mund kriege und meine Stimme total im Arsch ist, was mir die Sache nicht wirklich erleichtert und wenn mich jemand anguckt, gucke ich konsequent ein bisschen angestrengt in die andere Richtung..immer dorthin wo niemand steht.
    Die Stunde Hin- und Rückfahrt zu meiner Arbeit bedeutet für mich einfach nur Stress. Ich höre schon nebenbei Musik, aber so wirklich beruhigen tut das nicht. Und seltsamer Weise fragen mich auch ständig welche nach dem Zug, wo sie hinmüssen etc. Da wirke ich schon so abweisend und um mich herum stehen etliche andere Personen und trotzdem sprechen die genau mich an und ich laber dann auch nur irgendeinen Mist, weil ich so überfordert damit bin.

    Ich weiß wirklich nicht was ich dagegen tun soll...früher war das doch auch nicht so. Ich würde vermutlich auch nen Verletzten am Boden liegen lassen und so tun, als wenn ich nichts gemerkt hätte, weil mir das so schwer fällt. Zuhause denke ich dann darüber nach und bereue alles und das nur, weil ich so asozial bin oder was das auch immer ist. Und ich lebe in ner Großsstadt, wo ich täglich diesen Situationen ausgesetzt bin.

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  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: Angst vor Blickkontakt

    Hallo,

    ich pendle seit einiger Zeit täglich mit dem Zug und kann dir zumindest für diese Situation sagen, dass es völlig normal ist, im Zug den Blicken anderer auszuweichen. Die meisten Leute auf meiner Fahrt hantieren deshalb entweder mit ihrem Mobiltelefon oder lesen Zeitung, damit ihr Blick nicht im Raum umherschweift und sie niemanden zufällig anstarren. Mir persönlich ist das Zugfahren – im Vergleich zum Bus oder dem Flugzeug – auch sehr unangenehm, wenn ich kein "Material" habe, auf das ich mich fokussieren kann.

    Nimmst du Medikamente, z.B. Stimulanzien ein?

  4. #3
    seele28
    Gast

    Standard AW: Angst vor Blickkontakt

    Ich kenne das Problem auch so ähnlich. Mir hilft laute Musik, so nehme ich auch keinen wahr, der mich irgendwie anspricht. Mich tun eigentlich nur selten Leuten ansprechen, wenn die sehen ich höre Musik. Und wenn mich dann doch jemand anspricht, dann tu ich entweder so als höre ich ihn nicht(was ja nicht schwer fällt, wenn man Musik hört) oder an guten Tagen, gebe ich dann auch eine Antwort. Was auch sehr gut hilft, ist zusätzlich noch eine Sonnenbrille auf zu haben. Mir ist es eigentlich recht egal was andere davon halten. Ich ziehe die immer an, egal ob im Sommer oder im Winter. Auch in der Straßenbahn. Ich mache das aus den Gründen, da ich mich drunter geschützer fühle, und keiner sieht sieht wenn es mir schlecht geht, ich weinen muss oder weg dissoziiere. Ich hasse es auch wenn mich jemand anstarrt. Und zu ablenkung nehme ich manchmal auch noch was mit zum lesen oder ich denke nach oder bin in meiner Welt. So bekomme ich meistens nichts mit von meinen Mitmenschen. Also mir hilft das sehr, gerade auch die Musik. So nerven mich auch die wenigsten dann. Vielleicht hilft dir das weiter.

    Lg Seele28

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