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Thema: Ich stehe mir selbst im Weg, finde keinen Arbeitsplatz !!

  1. #1
    Annemie1990
    Gast

    Standard Ich stehe mir selbst im Weg, finde keinen Arbeitsplatz !!

    Hallo Ihr Lieben,

    Kurz zur meiner Person ich bin 24 Jahre Alt und habe letztes Jahr meine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen, diese erfolgte im Rahmen einer "Reha" Ausbildung, über die Agentur für Arbeit. Seit ich denken kann, war ich schon immer schüchtern, extrem zurückhaltend, ebend bloß nicht auffallen. Die kleinsten Dinge bereiten mir bis heute noch schwierigkeiten, da geht schon damit los das ich mit meinem Partner aufs Volksfest gehe, und z.b. ein Eis kaufen soll, oder ein Brötchen beim Bäcker. Ich lebe schon seit ich 18 bin nicht mehr zuhause, bin von Brandenburg nach Nürnberg gezogen wegen der Ausbildung und der besseren Lebensqualität und auch wegen der Liebe.

    Mein eigentlich und momentan sehr tiefgreifendes Problem besteht darin, das ich seit dem Abschluss meiner Lehre, keinen Job mehr gefunden habe. Ich habe mich danach noch weitergebildet zur Buchhaltungsfachkraft, dieses berufliche Weiterbildung lief 8 Monate. Ich habe das Gefühl vor dem nichts zustehen, seelisch kann ich mich zu nichts mehr aufraffen, habe Panik ans Telefon zu gehen und wenn ich dann mal eine Einladung zum Gespräch erhalte, kann ich Tage lang nicht schlafen bin extrem nervös. Es läuft immer gleich ab, dadurch das ich kein Selbstwertgefühl habe und ich auch denke nie erfahren zu haben wie es sich anfühlt eines zuhaben, kann ich weder locker noch überzeugend bei einem Vorstellungsgespräch wirken. Die größte qual ist das ich bei nervösität und unter Menschen allgemein sehr stark das schwitzen anfange es ist wirklich extrem unangenehm. Aber ich habe bereits einiges probiert, medizinisch und auch im bereich der Homöopatie, nichts konnte festgestellt werden. Jetzt bin ich an einem Punkt wo ich mir auch nichts mehr zutraue, ich weiß nicht was zu mir passt, den eigentlich, ich nenne es jetzt beim Namen, hasse ich meinen erlernten Beruf. Ich mag es nicht im Büro zu hocken und immer und immer wieder die selben unsinnigen oberflächlichen Menschen zu sehen, das sind die Erfahrungen die ich bereits sammeln konnte, ich möchte nicht das sich jetzt jemand angegriffen fühlt. Meine Zukunft kommt mir vor wie ein trümmer haufen, ich handle völlig entgegengesetzt meine Natur, eigentlich bin ich eher ein Kreativer Mensch, der gern in der Natur ist. Jetzt stehe ich davor ALG 2 zu beantragen, nie hätte ich gedacht das dies passiert, und schäme mich auch dafür, obwohl ich es natürlich nicht muss. Seit Jahren fehlt mir jede spur von selbst Akzeptanz, die Hoffnung das es sich bessert je älter man wird, habe ich bereits aufgegeben. Ich schäme mich für mein Aussehen, für meine Stimme, im grund sogar dafür das ich existiere. Das klingt so völlig klischeehaft und überzogen, allerdings finde ich keine anderen Worte dafür. Hinzu kommt noch je länger ich Arbeitslos bin je unsicherer werde ich. Ich habe habe jetzt 2 gespräche im Call-Center für mich eine absolute qual, kurz nach Ende meiner Lehre habe ich mir das mal angesehen, und hatte damals beschlossen das ich dies niemals tun werde, weil es einfach nichts für mich ist. Jetzt sehe ich keinen anderen Ausweg mehr, weil ich anscheinend nur im Call-Center einen Job finde. Am 3. Oktober habe ich ein Erstgespräch bei einem Psychologen, allein dort hinzugehen kostet mich meine ganze Kraft und überwindung. Mein ganzes Leben zerbricht, an meiner Persönlichkeit, daran das ich eher Introvertiert und ruhig bin. Und Tatsache ist doch, dass in unsere Geselltschaft für solche Menschen wenig Platz ist, es sind doch die Extrovertierten und die Menschen die sich Verkaufen können, die jenigen die Fuß in unserem Selektiven System finden. Momentan fühle ich mich ausgegrenzt und völlig unnormal, mein Partner unterstützt mich und spricht mir Mut und Geduld zu. Vom Gefühl her ist es aber so, das ich Glaube das die Geselltschaft mich bereits ausgesondert hat. Seit Mai 2013 habe ich 304 Bewerbungen geschrieben, das ist der Stand von Heute, und sie mehrmals Professionel überprüfen lassen, und jedesmal ist es entweder mein "ich" oder die fehlende Berufserfahrung die mir im Weg steht.

    Geht es jemand ähnlich wie mir?

    Wie geht ihr mit Arbeitslosigkeit um?

    Würde mich sehr über Antworten freuen.

    Bis dahin

    Liebe Grüße

    Mary

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  3. #2
    Registriert Avatar von Werner
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    Standard AW: Ich stehe mir selbst im Weg, finde keinen Arbeitsplatz !!

    Hallo Mary,
    mir scheint dass ein Teil deines Unwohlseins darin
    besteht, dass du alle deine Probleme in eine Suppe
    rührst und miteinander in Verbindung bringst. Und
    ich denke auch nicht, dass sich alles auf einen Schlag
    lösen würde, wenn du eine Stelle bekämst.

    Mehr als dich bewerben, weiterbilden und die Augen
    offenhalten kannst du in Sachen Arbeit nun mal nicht
    tun - hier würde ich an deiner Stelle einfach die Ar-
    beitssuche als deine "Arbeit" sehen und dafür täglich
    6-8 Stunden aufwenden.

    Dein Selbstbewusstsein könntest du mit Hilfe des
    Therapeuten angehen.

    Und deine körperlichen Probleme mit einem guten
    Arzt. Starkes Schwitzen könnte z.B. von Zinkmangel
    herrühren (wissen viele Leute nicht, ich kenne aber
    Beispiele, die Hinweise in der Fachliteratur bestätigen).
    Infos zu Zinkmangel gibt es hier: zinkmangel-suizid
    - auch ein Teil deiner "Verzweiflung" könnte davon
    herrühren, das geht manchmal bis zu Suizidgedanken,
    kann aber recht einfach ausgeglichen werden.

    Was deine "Natur" betrifft: das finde ich spannend.
    Wann hast du denn zum letzten Mal "nach deiner
    Natur" gelebt oder machst du heute noch etwas in
    dieser Richtung? Rein sachlich gesehen bist du ja
    maximal 40 Stunden pro Woche arbeitslos, die rest-
    lichen 128 stehen dir frei zur Verfügung

    Gruß, Werner

  4. #3
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    Standard AW: Ich stehe mir selbst im Weg, finde keinen Arbeitsplatz !!

    Liebe Mary,

    bitte hänge nicht deine komplette Hoffnung in den Therapeuten, denn du hast erstmal nur ein Erstgespräch. Das heisst, es wird analysiert was genau dich belastet und wie man dir in punkto Therapie helfen kann.

    Bis du dann aber eine Therapie beginnen kannst, wird noch ein bißchen Zeit ins Land ziehen.

    Da ich einer fast identitischen Situation gewesen bin, kann ich sehr gut nachvollziehen wie es dir geht.

    Ich hatte Vorstellungsgespräche die mich zum Teil sehr verängstigt haben. Man stellt sich die schlimmsten Dinge vor, bishin zu Katastrophengedanken. Danach war ich immer mächtig stolz auf mich, wenn ich ein Gespräch halbwegs souverän über die Bühne bekommen hatte. Auf den Stolz folgte aber sofort die Ernüchterung, wenn nichts gefruchtet hat. Ich habe mir schwere Selbstvorwürfe gemacht, mein Selbstbewusstsein sank in den Keller.

    Wenn man aber mal ganz pragmatisch an die Sache rangeht, wird man sehen, dass diese Bewerbungsverfahren fast nie etwas mit dir persönlich zutun haben. Es liegt fast immer an fehlenden Qualifikationen, bzw. es gab einen Bewerber, der evtl. alle Qualifikationen mitgebracht hat. Oder er war bereits bekannt mit einem aus der Personalabteilung. Oder die Stelle war bereits intern vergeben, was gerade im öffentlichen Dienst recht häufig vorkommt. Die Ausschreibung der Stelle und die Gespräche müssen aber trotzdem gemacht werden, rein der Form halber. Es gibt viele Gründe warum sie dich nicht genommen haben. Aber zu 99% hat es nichts mit deiner Persönlichkeit zutun. Und selbst wenn... will man in einer Firma arbeiten, die persönlich eigentlich gar nicht zu einem passt?

    Was das Call-Center anbetrifft... da würde ich auch die Finger von lassen. Sicher es gibt bestimmt auch CC die vernünftig geführt werden und ohne immensen Druck arbeiten, aber das ist die Ausnahme. Solange man nicht vom Amt gezwungen wird, diese Stelle anzunehmen, würde ich davon Abstand nehmen.

    Was würde dich denn, auch abseits deines erlernten Berufes, interessieren? Was machst du gerne in deiner Freizeit?
    Evtl. kann man da ansetzen, wenn du schon nicht in deinen erlernten Beruf etwas findest. (Und wie ich rausgehört habe, gefällt dir das ja auch gar nicht)

    Ich weiß wie schwierig die Sitation ist. Man ist abhängig von der Willkür des Amtes und abhängig von den Personalabteilungen, das macht einem ganz fiese Angst. Dieser Kontrollverlust über ein selbstbestimmtes Leben kann einen krank machen. Deswegen musst du in dieser Zeit ganz besonders auf dich achten.

    Gibt es evtl. in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe an die man sich wenden könnte?

  5. Für den Beitrag dankt: Mathea

  6. #4
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    Standard AW: Ich stehe mir selbst im Weg, finde keinen Arbeitsplatz !!

    Hallo liebe Annemarie!
    Dein Beitrag zeigt schon mal das du deine Herausforderung erkannt hast!


    1.Erstmal zum oberen Text, du bist WEDER schüchter oder WEDER noch zurückhaltend, das wurde dir nur in der Kindheit erzählt! Alle deine verschiedenen Charaktere hast du in dir, du musst Sie nur rauslassen!! Du kreierst dein eigenes Leben, auch zum Positiven!


    2.Glaube an die positiven Dinge, wie z.B hey cool ein Anruf zu einem neuen Gespräch.....jetzt hab ich wieder die Chance mein Leben auf die nächste Ebene zu bringen.
    Sollten sich negative Gedanken einschleichen, einfach nicht ernst nehmen und sich denken: "Das ist nur meine Katze die mit mir schimpft" )


    3.Du bist gut so wie du bist, nichts und niemand kann dich besser oder schlechter machen! Alles hat seit Jahrmillionen klappen müssen damit du heute hier bist, z.B wäre einer unserer Vorfahren vor 500 000 Jahren beim Jagen umgeknickt, wären du und ich heute nicht hier!
    Du bist schon perfekt so wie du bist!


    4.All das passiert solange bis du endlich aufwachst! Das Leben will dich auf den richtigen Weg bringen!


    Wenn noch fragen offen sich bitte gerne stellen, stehe gerne zur Verfügung!
    Mit besten Grüßen

  7. Für den Beitrag dankt: ResistanceD

  8. #5
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    Standard AW: Ich stehe mir selbst im Weg, finde keinen Arbeitsplatz !!

    Zitat Zitat von NextLevelCoach Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Annemarie!
    Du bist gut so wie du bist, nichts und niemand kann dich besser oder schlechter machen! Alles hat seit Jahrmillionen klappen müssen damit du heute hier bist, z.B wäre einer unserer Vorfahren vor 500 000 Jahren beim Jagen umgeknickt, wären du und ich heute nicht hier!
    Du bist schon perfekt so wie du bist!
    Mit besten Grüßen
    Ein schöner Ansatz! Gefällt mir!

  9. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, NextLevelCoach

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