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Thema: Schwere Depressionen - Einsamkeit - Existenzzweifel

  1. #1
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    Standard Schwere Depressionen - Einsamkeit - Existenzzweifel

    Hallöchen liebe Leute,

    Ich bin Apple-chan, grade neu hier, und wollte auch sogleich einmal damit anfangen, warum ich überhaupt hier bin. Es geht mir nämlich seit bereits vielen Jahren mehr als schlecht. Probleme über Probleme häufen sich, und bereits etwas kleines wie ein heruntergefallenes Toast, erscheint mir mittlerweile wie der Verlust eines Haustiers.

    Um einmal von vorne anzufangen: Ich bin mittlerweile 15 Jahre alt, fast 16, und weiblich. Mir ist bewusst, das viele Leute denken, dass es mir aufgrund meines Alters garnicht so schlecht gehen kann. Dass ich nur Aufmerksamkeit suchen würde, alles nur schauspielere, und aus einer Mücke einen Elefanten mache. Ich muss vorweg sagen: Mir ist nichts derart traumatisierendes geschehen, dass es mir deswegen so schlecht ginge. Aber trotzdem heisst das ja nicht, dass ich nicht trotzdem total fertig und depressiv sein kann. Denn letzteres bin ich definitiv, das weiß ich. Mein momentan größtes Problem, was wohl aber viele zu haben scheinen, ist meine Einsamkeit.

    Es fing bereits früh an, im Kindergarten. Es ist wie ein Fluch könnte man sagen, aber ich wurde bereits immer gemieden. Im Kindergarten hatte ich wenige Freunde, war auch da immer die Außenseiterin auch wenn ich bis dato, meiner Meinung nach, ein eigentlich ziemlich normales Mädchen war. Ein wenig aufgedreht und hibbelig vielleicht, aber naja. Ist ja nichts besonderes. In unserer alten Wohnung fing es dann damit an, dass die Mädchen mit denen ich spielen wollte, mich immer nur verarscht haben. Ich war damals...schlagmichtot...vier oder fünf? Um ein Beispiel zu nennen: Wir hatten Verstecken gespielt, und ich war dran mit suchen. Die Mädchen haben sich alle in ihren Häusern versteckt, und mir aus den Fenstern heraus die Zunge gezeigt und sich über mich lustig gemacht. Daraufhin bin ich wortlos selbst nach Hause gegangen und hab...glaube ich...dann auch geweint. Verständlich oder? Ich habe es nie wirklich verstanden, denn ich habe auch nie irgendjemandem etwas getan. Später bekam ich einen Freund, nennen wir ihn 'M.' M war einer dieser Schlägertypen. Um die Zweit war ich auch so ca. im Alter zwischen fünf und sechs. Er hat mich ständig geschlagen, mich gegen Mauern geschubst, mich beleidigt und mich geärgert. Aber ich wollte die Freundschaft partout nicht beenden, denn es war die einzige die ich hatte. Egal wie krank es war, weil er mich nur gepiesakt hat, ich bin bei ihm geblieben. Bis wir irgendwann weggezogen sind, und der Kontakt aprupt abbrach. Auch in der Grundschule wurde es nicht besser.
    Zugegeben: An meinem ersten Tag sah ich nicht wirklich freundlich aus. Ich hatte schlechte Laune, mochte das Kleid nicht welches ich anhatte, und wollte auch so nicht in die Schule. Aber das ist ja nunmal keine Frage, ob ich hingehe oder nicht. Die Klasse hat mich gemieden, wenn sie sich nicht grade über mich lustig gemacht und mich geärgert hat. Die Mädchen haben sich in den Pausen einen Dreck um mich geschert, und erst ein oder zweimal mit mir gespielt, als ich meiner damaligen Klassenlehrerin gesagt hatte, dass ich ziemlich alleine war und spielen wollte. Aber diese Lehrerin war nicht grade das Gelbe vom Ei, im Gegenteil. Ich hatte mehr das Gefühl, alle anderen Lehrer hätten sowas wie 'Angst' vor ihr. Sie war schon teilweise ein echter Drachen. Und dessen Eltern sich nicht bei ihr eingeschleimt haben, mit Blumen und Pralinen (Das ist kein Witz.), der hat das auch deutlich zu spüren bekommen. Wie ich eben. Irgendwann lernte ich dann ein Mädchen kennen, mit dem ich mich endlich anfreundete. Zu meinen Nachteil leider, denn später hab ich rausgefunden das sie mein halbes Zimmer leergeräumt hatte, ohne das ich es bemerkt habe. Erst als ihre Eltern mit ungelogen, sieben oder acht Tüten voll mit meinem Zeugs vor unseren Türen standen, kam es endlich raus, und ich brach den Kontakt ab. Ich muss bis hierhin sagen: Ich habe noch nie eine Freundschaft beendet. Das bringe ich einfach nicht übers Herz.
    Später als wir wieder umgezogen sind, wurde es besser. Ich lernte ein Mädchen kennen, meine damalige Nachbarin, mit der ich mich super anfreundete, einen Jungen mit dem ich gut klar kam, und später zog auch noch ein anderes Mädchen dort hin, mit dem ich echt gut klar kam. Meine heutige...nunja...sie nennt sich meine 'beste Freundin' aber dazu später. (*bemerkt grade wie lang es wird* Tut mir wirklich leid, wenn euch das zu viel wird...) Meine Nachbarin zog weg, der Kontakt verflüchtigte sich, brach ebenfalls ab. Und irgendwie kam dann alles nach und nach.
    Mein Übergang zur Realschule folgte, ich kam mit super Noten dorthin. Nur zwein und ein oder zwei Drein auf dem Zeugnis. Super. Ich fand auch erst augenscheinlichen Anschluss in meiner neuen Klasse. Aber wieder Fehlanzeige. Die 'Klassenzicke' fing damit an mich zu mobben. Ich bin ein unglaublich naiver und leichtgläubiger Mensch. Obwohl...ich glaube 'gutmütig' trifft es eher, denn ich weiß ja schließlich wie naiv und wann ich es bin. Ich traf mich sogar einige Male mit dieser Klassenzicke. In der Hoffnung das Mobbing wurde aufhören, aber das tat es nicht. Meine einzigen 'Freunde' S&A, waren nicht immer die nettesten zu mir. Vorallem S. Ich hing unglaublich an ihr erzählte ihr alles, und vertraute ihr fast blind. Mir hing soviel an der Freundschaft, das glaubt ihr nicht. Aber fast jeden Morgen den ich sie begrüßte, kam lediglich soetwas wie ein 'Verpiss dich!' o.Ä. Als die Zicke die Schule verließ, war ich zwar froh, aber das Mobbing hörte nicht gänzlich auf. Es wanderte mehr in die Richtung 'Dissen'. Es hörte also nicht gänzlich auf, besserte sich nur. Ich kann wirklich keinem sagen, warum ich immer nur die Außenseiterin bin. Auch wenn es mich heute nicht mehr viel wundert.
    In der siebten Klasse fing es dann an, meine Noten sackten ab, ich weigerte mich mehrmals zur Schule zu gehen. Schlussendlich blieb ich sitzen und musste wiederholen. Meine neue Klasse war nicht gut. Sie war definitiv besser als die alte, viel besser, aber nicht gut. Ich fand wieder Anschluss zu zwei Mädchen, mit denen ich heute noch, auch wenn meiner Meinung nur oberflächlichen, Kontakt pflege. Lange Rede, kurzer Sinn: Mein Selbstbewusstsein war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr vorhanden, die schlechten Gedanken wurden immer mehr, und in der achten Klasse blieb ich erneut sitzen, diesmal wegen Mathe. Ab der siebten Klasse entwickelte ich aber einen eigenen Style, einen etwas auffälligen, welcher nicht grade auf positive Resonanz stieß. Er geht mehr in die Richtung 'Emo' (Nein, ich bin keiner.). Mittlerweile kann ich damit aber umgehen, ein paar Blicke zu kassieren oder ein paar Sprüche, solange sie sich ausschließlich auf meine Kleidung beziehen. Um zurückzukommen: Die neue Klasse brachte es einfach nicht. Die Leute sind zwar relativ nett, ich habe gegen niemanden so wirklich etwas, aber ich habe bisher noch keine Freunde gefunden. Und bin bald schon in der 9. Ich habe nichts gegen die Klasse, aber ich fühle mich dort einfach nicht wohl, kann es aber wegen meiner eigenen Dummheit nicht mehr ändern. S fing an mich zu ... sagen wir ignorieren. Es ist heute noch so, und obwohl sie es weiß und meint sie würde es nicht tun, tut sie es dennoch. Ich stehe neben ihr und kann mich genausogut auch einfach auf die nächstbeste Bank setzen, es macht keinen Unterschied.

    Um von der Schule mal weiter weg zu kommen. Ich rutsche immer tiefer. Meine Gedanken bestehen fast ausschließlich aus Todeswünschen, Trauer, Verzweiflung und Selbsthass. Man hat mir immer wieder gesagt das ich hässlich sei, wodurch sich ein extremer Minderwertigkeitskomplex bei mir gebildet hat. Ich kann nicht in den Spiegel schaun, ohne mich hässlich zu finden. Ihr könnt mich fragen was ihr wollt, ich finde an jedem meiner Körperteile, und sein es nur die Wimpern, etwas auszusetzen. Dazu bin ich noch extrem verschüchtert. Ich traue mich nicht mit Fremden zu reden, weiß nie was ich sagen soll, und antworte meist knapp. Das liegt daran, das ich mich nicht traue etwas zu sagen. Ich habe Angst es könnte etwas falsches sein. In der neuen Klasse werde ich zwar nicht fertig gemacht, dafür aber mehr oder weniger ignoriert. Und das nicht nur dort, sondern eigentlich überall. Ich fühle mich wie nichts. Mein Selbstbewusstsein ist Minus 0. Ich erkenne mich selbst nicht wieder. In manchen Momenten bin ich aufgedreht und happy, dann würde ich gerne etwas mit Freunden unternehmen, bis mir einfällt das ich dafür niemanden habe. Meine 'Beste Freundin' ist so super, das sie mich an meinem Geburtstag vergisst und für ihren Exfreund versetzt, mich nie anruft oder sich meldet, mich zu ihrem B-Day ebenfalls nicht einlädt und sich null, aber wirklich null für mich interessiert. Alle meine 'Freunde' fangen an mich zu meiden (Und das bilde ich mir definitiv nicht ein) und entfernen sich von mir. Hinzu kommt noch, das ich einfach keinen Freund finde. Einfach gesagt, ich weiß. Aber kein Junge guckt mich auch nur mit dem Arsch an. Wirklich keiner. Wenn dann nur abfällig. Ich darf mir immer wieder dumme Sprüche anhören und wie man sich über mich lustig macht. Wenn mich jemals wirklich jemand nach etwas wie einem Date fragen würde, würde ich wahrscheinlich ablehnen, weil ich ihm nicht traun würde, und denken würde er verarscht mich. Ich war noch nie verliebt. Soetwas wie Liebe habe ich auch noch nie gespührt, auch wenn sich das komisch anhören mag.
    Es macht mich einfach nur fertig, ständig zwischen verliebten Pärchen zu sein, und dann alleine da zu stehen. Der 'Hätte mich auch gewundert wenns anders gewesen wäre' - Blick wenn ich sage das ich Single bin. Wirklich, ich verstehe es einfach nicht. Jetzt habe ich auch Angst mich zu verlieben. Ich habe Angst vor allem. Wenn mich jemand berührt ohne das ich es will, vorallem wenn es Jungs sind, und sei es nur ein Streifen, zucke ich zusammen und fühle mich unwohl. Ich traue niemandem mehr, mein Selbstwertgefühl ist dahin. Und das ist auch noch nicht alles.
    Hinzu kommen meine Eltern, mit denen ich reden kann wie ich lustig bin. Meinen Dad kann man in die Tonne kloppen, und meine Mutter richtet alles so, dass die Schuld auf mich fällt. Was man übrigens immer tut. Ich wäre froh, wenn man wenigstens einmal den Anderen die Schuld geben würde. Sorry, aber ist eben so. Mein Dad hat mich früher auch oft geschlagen, wenn wir uns gestritten haben. Aber ich habe mich immer gewehrt, auch wenn diese Versuche echt lächerlich waren. Jetzt streiten wir uns nur noch. Aber er macht sich immer über mich lustig, und provoziert mich bis ich ausraste. Ich bin nämlich ein sehr reizbarer und aggressiver Mensch. Auch wenn ich eigentlich sogar verdammt hilfsbereit bin. ZU hilfsbereit. Mittlerweile hasse ich meinen Vater. Wirklich, ich hasse ihn. Alles was er sagt und tut, egal was es ist, es macht mich wütend und rasend. Es bringt mich innerlich zum brodeln, und ich will ihm auch keine zweite Chance mehr geben.
    Noch weiter, kann ich Enttäuschungen nicht mehr aushalten. Ich werde sooft enttäuscht, und wenn es nur heisst "Du bekommst die und die Jacke" und ich krieg sie dann nicht. Denn dann häuft sich das, und hinterher sind es dann eine Jacke, ein Buch, Kekse und kA, ein neues Duschgel. Ist ja egal. Es häuft sich und macht mich traurig, weil man es mir versprochen hat.
    Meine Gedanken werden immer schlimmer. Ich drifte in meine eigene Welt ab, lebe nur noch in meinem Kopf, und bekomme desöftern soetwas ähnliches wie "Blackouts", in denen ich kurz nicht mitbekomme was um mich herum passiert. Ich bin unglaublich vergesslich, und kann mich kaum noch konzentrieren. Außerdem habe ich mich bereits Lehrern, Freunden und Eltern anvertraut. Bei einem Psychologen war und bin ich nun wieder. (Am Mittwoch ist mein zweiter Termin.) Und wenn all das geholfen hätte, würde ich nun nicht hier schreiben. Meine Verzweiflung nach 'gesehen werden' und 'ich will das jemand sieht das es mir schlecht geht' gehen soweit, das ich mich aufgekratzt habe, sodass Narben geblieben sind. An meinem Gewicht hängen geblieben bin, und einen Tag weder gegessen noch getrunken habe. (Niemandem zu empfehlen, der nächste Tag ist die Hölle, und ich werde es garantiert nie wieder tun!) Ich finde mich mit 44 kg bei einer Größe von geschätzten 1.52 zu dick, und egal was man sagt, man kann meine Meinung nicht ändern. Ich habe sogar versucht mich mit einer Schere zu ritzen, obwohl ich ritzen bisher immer verabscheut habe, habe es aber nicht geschafft da ich Schmerzen überhaupt nicht aushalten kann. Ich habe mehr als große Angst vor Schmerzen. Das ist zuweil wohl auch der einzige Grund, warum ich überhaupt noch lebe. Ich glaube niemandem mehr, der etwas Gutes über oder zu mir zu sagen hat. Ich kann es einfach nicht. Mittlerweile fangen sogar gelegentliche leichte Kopfschmerzen an, und Alpträume. Desöftern träume ich von Zombies (Was für mich keinerlei Sinn ergibt, da ich keinen Bezug zu ihnen habe). Ihr müsst wissen, so lächerlich es klingt, ich bin sehr abergläubisch, und glaube an Geister, Dämonen, Aliens, Vampire etc. Für viele vielleicht einfach nur dämlich, aber ich glaube wirklich daran. Und genau das macht mir zu schaffen. Seit einigen Tagen kann ich Nachts nicht richtig einschlafen, weil ich Angst habe und mich beobachtet fühle. Ich denke das mich jede Sekunde etwas packt. Nachts kommen auch oft alle Gedanken hoch und ich fange an zu weinen. Alles typische Merkmale einer Depression.
    Ferner finde ich fragwürdige (und vielleicht sogar kranke?) Vorlieben meiner selbst, die ich bei nachfrage gerne preisgebe. (Wird hier sonst nur noch länger.)
    Ich würde mich gerne mit anderen treffen, aber ich traue mich nicht. Nichts macht mir mehr Spaß, und das ist kein Witz. Ich habe an absolut allem die Lust verloren, und sollte sich wirklich mal etwas finden was mir Spaß macht, währt das nicht sehr lange. Eigentlich will ich mich auch garnicht mehr mit anderen treffen, ich will nurnoch weg. Mir ist einfach nur absolut alles egal geworden, ich wäre bereit alles aufzugeben, dürfte ich gehen, und ich weiß, das dieses Denken nicht richtig ist, aber ich kann, und will es irgendwo auch nicht abstellen, da ein Teil von mir dieses Denken für richtig hält. Das ist auch eines meiner Probleme. Ich weiß das 90 % meines Denkens falsch sind, ich mir vieles vielleicht auch nur selbst einrede, aber ich kann es nicht ändern. Und bevor mir jemand mit sowas wie "Geh in einen Verein etc." kommt: Lasst es. Ich habe es versucht, ich kann mich nicht dazu aufraffen. Momentan bin ich einfach zu...nichts. Ich bin nichts, ich kann nichts tun, ich bin lustlos, faul, und kann mich zu überhaupt nichts selbst zwingen. Freiwillig tu ich mittlerweile schonmal garnichts mehr. Ich bin soweit, das mich ein einziges falsch gewähltes Wort erschüttert und mich tief traurig macht und fast zum heulen bringt. Ich fühle mich einfach nur so unwichtig und nutzlos. Mein einziges ist Hobby ist der Computer und das Internet, weil ich hier wenigstens ein oder zwei Leute habe, mit denen ich mich noch unterhalten kann ohne das sie sich einfach wegdrehen. Jede Nacht wünsche ich mir wen zum kuschlen. Allgemein mal wen der mich in den Arm nimmt. Eine Freundin habe ich ja noch, die mir helfen will, aber ich kann ihr einfach nicht vertrauen. Nachdem ich ihr gesagt hatte wie sehr es mich verletzt, das keiner meiner Freunde sich mehr bei mir meldet, hat sie selbiges über zwei Wochen nicht mehr bei mir getan. Und das sitzt noch tief. Ich habe einfach Angst, das wenn ich mich ihr zu sehr anvertraue und mich an sie hänge, sie mich genauso verlässt wie alle anderen. Natürlich mag man dann sagen "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Sie wird dich schon nicht im Stich lassen". Aber das sagte ich mir bei allen anderen vorher auch. Und was ist wenn ich mich zu sehr an sie hänge und sie mich hinterher ebenfalls fallen lässt? Vielleicht habe ich dann keine Angst mehr mich zu sehr zu verletzen. Und bitte, niemand soll mir jetzt sagen "Irgendwann wird alles besser", weil mich alle Worte die in diese Richtung gehen, wirklich wütend machen. Es tut mir leid, aber ich habe es einfach zu oft gehört und gebessert hat sie nie etwas, im Gegenteil. Meine Hoffnung ist leer, mein dagegen Ankämpfen auch, das einzige was mich am Leben hält ist die Angst. Und ein schöner Grund zum Leben ist das nicht. Zu meinen Freunden und Mitmenschen bin ich auch nicht unbedingt unfreundlich. Ich helfe wann immer ich kann, lächle Menschen oft an (und es macht mich immer wieder traurig wenn sie mich nur ausdruckslos oder verwirrt anstarren), halte anderen die Tür auf und verteidige meine Freunde verbal IMMER. Mitunter bin ich zugegeben etwas merkwürdig. Mein Humor ist seltsam, ich bin in der Klasse sehr ruhig, schüchtern und traue mich selten was zu sagen, und wenn ich dann mal was sage, habe ich das Gefühl das es komisch rüberkommt, und mich alle entgeistert anstarrten nur um mich dann schnell wieder zu ignorieren. Ich weil nichteinmal recht, warum ich das hier schreibe. Ob ich Hilfe will? Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob mir jemand von euch noch ernsthaft helfen kann. Bei meinen festgefahreren Gedanken, brauche ich wohl wirklich meine Psychologin.
    Was mich an mir selbst mehr als nur stört, ist meine Oberflächlichkeit. Man mag es kaum glauben. Niemand weiß es, aber ich achte sehr aufs äußere, auch wenn ich mich selbst hässlich finde. Ich sage es nie, zeige es auch nie, aber ich fühle mich in der Gegenwart von meiner Meinung nach 'hübschen' Menschen wohler. Das hasse ich selbst, und ich will auch garnicht so oberflächlich sein, kann es aber nicht ändern. Das einzige WAS ich tun kann, ist es zu verstecken und nicht zu zeigen, was mir auch sehr gut gelingt. Ich will niemanden verletzen.
    Am meisten hoffe ich eigentlich, das mir jemand seine Vermutungen nennen kann was noch nicht mit mir stimmt. Irgendwas muss ja falsch sein. Falls noch Fragen bestehen: Stellt sie!
    Ich freue mich natürlich auch über jegliche Tipps für Hilfe oder alles was in die Richtung einer Besserung nur ansatzweise gehen könnte. Bemerkt nur bitte: Ich bin ein Sportmuffel, werde mich dazu also kaum aufraffen können. Und ich habe eigentlich niemanden mit dem ich etwas machen könnte, auch wenn ich das verdammt gerne würde. Ich wollte schon oft mal Fahrrad fahren oder spazieren gehen, wusste aber nicht wohin und mit wem.
    Ich merke grade, ich rede hier sehr durcheinander. Und sehr, sehr viel. Deswegen entschuldige ich mich vielmals, falls es euch zu viel, zu wirr oder zu lächerlich erscheint. Für mich sind diese Probleme sehr schlimm und sie lasten schwer. Und eine Frage drängt sich immer öfter auf: Wer bin ich eigentlich und wozu bin ich hier wenn mich keiner zu brauchen scheint? (Ich weiß schon jetzt, ich habe irgendetwas vergessen was mir später wieder einfällt...)

    Ich freue mich über alles was ihr mir zu sagen habt, seien es Tipps, Ratschläge oder einfach nur Meinungen,
    Liebste Grüße
    Eure Apple-chan ♥

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  3. #2
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    Standard AW: Schwere Depressionen - Einsamkeit - Existenzzweifel

    Hallo und herzlich Willkommen,
    das Äußere ist nicht nur Oberfläche, sondern ist zugleich auch (nonverbale) Äußerung. Sich also schön zu machen ist von daher in etwa vergleichbar mit dem Bemühen gut zu reden oder zu schreiben. Sich eben gut auszudrücken und seine innere Ideenwelt nach außen zu tragen. Und wie es beim gesprochenen Wort Schwätzer gibt, die sich zwar auszudrücken verstehen, aber nichts zu sagen haben, so gibt es auch im Äußeren lediglich Hübsche, denen jede weitere Tiefe fehlt. Und nur das wäre oberflächlich...

    liebe Grüße
    marut

  4. #3
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    Standard AW: Schwere Depressionen - Einsamkeit - Existenzzweifel

    hi,
    interessante Geschichte.
    ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen,
    wenn du etwas erwartest, egal was, zB dass jemand zurück lächelt, dann setzt du eine Messlatte, einen Wunsch an. Nicht dass jemand nicht zurück lächelt macht dich fertig, sondern dass du es erwartest, und es nicht passiert.
    Wenn es nicht ist, lass es so sein. Du hast keinen Einfluss darauf.

    Je höher der Wunsch oder die Erwartung ist, die nicht eintrifft, desto tiefer ist der Fall auf den Boden der Tatsache.
    Erwartest du nichts, kann dich auch nichts enttäuschen. Natürlich werden die Wünsche immer wieder in deinem Kopf auftauchen, lass es egal sein. Bau dir vlt so eine Mentalität auf, dass du dir selbst genügst und nicht auf äußere Situationen angewiesen bist. Das kann ein paar Jahre dauern bis man sich die Einstellung verinnerlicht hat, aber je öfter man es schafft, desto mehr fließt es ins Unterbewusstsein ein und setzt sich fest. Das gibt dir dann die Gelassenheit die du brauchst.

    Vergiss alles was du willst und ersetze es durch kleine Ziele, Schrittweise.
    Wenn ein Amateur auf die Idee kommt, von 0 auf 100 Gitarrenprofi zu werden, wird ihn die Tatsache schwer runterziehen und er wird die Freude daran nciht finden können, also wird er es nie schaffen. Wenn er beginnt zu üben und sich zum Ziel macht, einen Akkord spielen zu können, prägt sich ein Erfolgserlebnis ein. Diese Erlebnisse brauchen wir um die Freude daran zu erhalten, sonst hätte man keinen Grund weiterzumachen. Mach dir solche Ziele, egal wie klein.
    ..und erwarte nicht, dass etwas sofort hilft, das ist eine jahrelange Prozedur. und wenn du es nur im Hinterkopf behältst, vielleicht ist es irgendwann nützlich.

    Ich würde dir Eckhart Tolle empfehlen, hier ist eines seiner Videos:
    Eckhart Tolle Schmerzkörper 1 - YouTube
    Geändert von Sean2 (07.05.2013 um 00:44 Uhr)
    "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." (Václav Havel)

    Youtube: Zeitgeist Moving Forward Deutsch

  5. #4
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    Standard AW: Schwere Depressionen - Einsamkeit - Existenzzweifel

    Hey apple-chan,

    tja was soll man zu deiner Geschichte nur schreiben? Mir ist wirklich vieles eingefallen, zu vielen verschiedenen Sachen die du ansprichst. Und du nimmst auch vieles vorweg. Du hast recht, das Leben ist nicht fair. Du hast auch das Recht depressiv zu sein und den Tod als eine Option zu sehen. Das versuchen bei dir auszureden ist schwachsinn, da hast du auch Recht. Das sind die Fakten. Ich denke, es ist so... du wurdest in deinem Leben mit wahnsinnig viel negativem konfrontiert. Vielleicht, oder sogar bestimmt gab es auch schöne Momente, aber dein Weg war immer wieder geprägt von negativer Scheisse. Ich kenne das Gefühl, wenn man glaubt so viele Probleme und Baustellen zu haben, dass es einem über den Kopf wächst und man gar keinen Sinn darin sieht, auch nur einen Bruchteil dieser Probleme anzugehen.

    Aber irgendwann habe ich mir auch mal gedacht, dass ich eigentlich nichts zu verlieren habe. Und nicht nur, wegen den ganzen negativen Dingen. Nein, kein Mensch auf der Welt hat etwas zu verlieren. Du bist ein Individuum, du darfst frei entscheiden welchen Weg du gehen möchtest und du bist niemanden, wirklich niemandem Rechenschaft schuldig. Du bist ziemlich weit unten, ok. Aber das heißt nicht, das du kein Recht hast frei zu leben. Es ist schwer und klingt blöd, aber du kannst jeden Tag neu anfangen. Und egal wie beschissen der Tag davor war, es gibt immer eine neue Chance. Oft habe ich mich auch schon gefragt, was mich darin hindert Suizid zu begehen. Und es ist vorallem die Angst, die du auch ansprichst. Ich habe zwar Angst vor dem Leben, den Herausforderungen, den Konsequenzen falscher Entscheidungen, vor dem ganzen negativen Kram. Ich habe aber auch genauso Angst vor dem Tod. Der Frage was danach ist, Angst vor den Schmerzen, wann der Zeitpunkt sein wird und so weiter. Ich habe Angst vor dem Sterben und genauso habe ich Angst zu leben.

    Was kann ich dir für einen Ratschlag geben? Ich, jemand der auch keine Ahnung hat wie das Leben funktioniert. Bevor du dich umbringst, mach das was du schon immer machen wolltest. Guck dir was schönes an. Mach das, was dir Freude bereitet. Du hast das Recht dazu und bist niemandem etwas schuldig. Wenn du nichts machen magst, mach nichts, das ist ok. Wenn du etwas machen magst, dann mache es. Und mach weiter, bist du nicht mehr kannst.
    He said you wanna know the truth, son?
    I'll tell you the truth,
    your soul's gonna burn in the lake of fire!

    (Iron Maiden - Can I Play With Madness)

    There's no wrong or right, but i'm sure there's good and bad.
    The questions linger overhead.
    No matter how cold the winter, there's a springtime ahead.
    I'm thumbing my way back to heaven.

    (Pearl Jam - Thumbing My Way)

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