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Thema: Auf dem Weg zum Wahnsinn?

  1. #1
    GastBB
    Gast

    Standard Auf dem Weg zum Wahnsinn?

    Ich hab kein Zeitgefühl mehr. Ich hab irgendwie gar kein Gefühl mehr bzw. kann kaum beschreiben, was ich empfinde. Ich fühle mich leer und mir kommt alles unreal vor. So, als wenn ich nur eine Hülle wäre. Was ist das? Wann hat das angefangen? Wie fühlt sich "normal" an?
    Ich habe irgendwie keine wirklichen Ziele mehr. Mir scheint alles egal zu sein und auch alles, was ich tue, emfpinde ich als "nicht richtig". Mir ist langweilig und ich fühle mich zerstreut..einfach total verwirrt, weil ich nichts mehr weiß.
    Ich bin 21. Habe Freunde, einen Freund, Familie, studiere im 4ten Semester, arbeite auch noch etwas nebenbei und gehe auch ins Fitnessstudio. Aber irgendwie berührt mich nichts. Ab und zu kommen winzige Augenblicke, in denen ich Zuneigung oder etwas ähnliches in mir spüre.. aber ansonsten habe ich immer das Gefühl, dass mir etwas fehlt und vor allem, dass ich wahnsinnig werde. Es fällt mir einfach total schwer zu beschreiben. Uni hat vor ca. 3 Wochen wieder angefangen und in den Semesterferien ging es mir wohl einigermaßen gut. Jedenfalls hatte ich da noch extreme Probleme zu Hause. Mittlerweile vegetiere ich irgendwie so vor mich hin, fühle mich, als wenn ich in einer Glaskapsel wäre und die anderen Menschen alle ganz weit von mir entfernt sind. Ich hab das Gefühl, dumm zu sein..über nichts mehr reden zu können. Mich im Kreis zu drehen.
    Was ist das?

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  3. #2
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    Ort
    nähe Mainz
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    Standard AW: Auf dem Weg zum Wahnsinn?

    Hallo,

    so wie Du es beschreibst, würde ich ganz vorsichtig vermuten das Du unter "schwermut" anders eventuell an Depressionen leidest.

    LG

  4. #3
    Pierre-Adrian
    Gast

    Standard AW: Auf dem Weg zum Wahnsinn?

    Koennte auch eine Art Selbstschutz Deines Koerpers sein, damit Du den ganzen Streß
    durchstehst.
    Entspannung, Erholung, Tapetenwechsel fuer ein paar Wochen; und Dir waehrenddessen ein anderes Lebensmodell (abseits von zuhause?!) fuer Dich,
    zusammen mit Deinem "Inneren",
    ueberlegen -
    das koennte positiv wirken,
    (und) Dein "zugeschuettetes" Gefuehl freilegen helfen.
    Geändert von Pierre-Adrian (03.05.2013 um 18:17 Uhr)

  5. #4
    GastBB
    Gast

    Standard AW: Auf dem Weg zum Wahnsinn?

    Ja, ich leide wohl in gewisser Weise auch an Depressionen. Jedenfalls befinde ich mich seit ca. 5 Monaten in psychotherapeutischer Behandlung und die Diagnose von meiner Psychotherapeutin lautet Depressionen auf Grund meiner Eltern.
    In den Semesterferien ging es mir aber einigermaßen gut. Seit April hat die Uni aber wieder angefangen und ich fühle mich einfach überfordert. Hab das Gefühl, dass im Moment für mich alles zu anstrengend ist. Aber ich kann dem auch nicht entfliehen. Ich versuch mal aufzulisten, was mir alles zu schaffen macht:

    1. keine Eltern da, die mich unterstützen. Wohne bei Vater, der paranoide Persönlichkeitsstörungen aufweist (sagt meine Psychotherapeutin) Mutter interessiert sich nicht für mich, leidet auch unter Depressionen (sie war mal beim Psychologen - welcher Depressionen diagnostiziert hat, aber sie hat schnell aufgegeben und geht nicht mehr zur Therapie).

    2. Oma und Opa wohnen zwar nebenan, aber Oma ist eher unselbstständig und ist nicht in der Lage, all das zu Verstehen, was ich ihr versuche zu erklären (Gefühle etc.) + ist abhängig von Opa. Und Opa ist oft sehr konservativ, bestimmerisch und meinem Vater in gewisser Weise auch ähnlich. Oftmals gefühlslos und kann auch ziemlich gut mit Worten verletzten und sich niemals entschuldigen. Finanzielle Unterstützung bekomme ich von ihnen schon, wenn ich danach frage, aber Opa möchte dann auch oft über mein Leben bestimmen (wofür ich das Geld ausgebe etc.) und das wiederrum ist eher konservativ, weil er z.B. sagt "du musst für ein Haus sparen, wir haben früher auch gespart und somit unser Haus selber bauen können".

    3. Freunde hab ich hier nur wenige. Und die haben selber Probleme, bzw. mit ein paar kann ich auch über all das nicht sprechen, weil sie nicht in der Lage sind, es zu verstehen. Beste Freundin wohnt am anderen Ende von Deutschland, ist dahin gezogen (Studium) und hat ebenfalls eher depressive Züge.

    4. Hab seit ca. 2 Monaten einen Freund, aber kann ihn wenn nur am Wochenende sehen, weil er fast 2h von mir entfernt wohnt. Er tut mir gut, wenn ich bei ihm bin (zu mir kann er kaum, weil mein Vater es verbietet). Aber anderseits ist es schon ein Aufwand, ihn zu sehen.

    5. Mein Studium. Muss viel vorbereiten, nachbereiten und am besten auch noch in den Vorlesungen/Seminaren sein. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich das nicht auf die Reihe bekomme.
    Außerdem mache ich vom 27.08-03.12.2013 ein Auslandspraktikum und muss dafür ganz viel vorbereiten (Sprachtest absolvieren, fürs Stipendium bewerben und und und)

    6. Gesundheitliche Probleme:
    - habe eine nachgewiesene Fruktoseintoleranz
    - wahrscheinlich nun auch noch Gluten (wurde per Bluttest diagnostiziert, aber gibt noch nicht 100%ige Sicherheit. Für diese muss ich ersteinmal noch bald eine Dünndarmbiopsie machen.)
    d.h. zur Zeit muss ich mir mein Essen selber kochen + mir zusammensuchen/heraussuchen, was man als Fruktoseintolerante verträgt und und selbst das gibt noch keine Sicherheit, dass ich nicht doch ständig mit Magenproblemen zu kämpfen habe.
    - außerdem bin ich fast dauerhaft müde und kann mich nicht konzentrieren, was sich dann auch negativ auf Uni etc. aufwirkt.

    7. Ich muss zu Hause die Wohnung sauber machen. Müll raus bringen. Mein Zimmer sauber halten. Für mich selber kochen und alles abwaschen, auch die Sachen von den anderen (Papa, seine Freundin, Bruder). Wenn ich das nicht mache schimpft mein Vater mit mir und macht mich nieder. "Ich sei egoistisch, werde nie selbstständig sein können, werde später kein gutes Leben führen etc."

    8. Mein kleiner Bruder, der nun 17 ist, ist Spielsüchtig. Und ich schaff es nicht, mich um ihn zu kümmern und fühle mich schuldig.

    9. Ich möchte 2014 ausziehen. Mein Vater will freiwillig mich nicht unterstützen. Bafög könnte ich bekommen, werde ich dann auch beantragen. Aber die ganze Organisation mit den Ämtern und dann auch noch Wohnung suchen etc...ich hab das Gefühl, dem nicht gewachsen zu sein.

    10. Ich habe einen Nebenjob. Der ist an sich gut, von den Arbeitszeiten her + der Bezahlung (Hausaufgabenbetreuung von Kindern), aber all die Dinge die ich aufgezählt hab, summieren sich und ich hab das Gefühl bald zu explodieren.

    Ich kann nicht mehr! (ich bin übrigens 21 und weiblich)

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