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Thema: Depressionen, Depressionen, Depressionen - und es scheint keinen Ausweg zu geben!

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Depressionen, Depressionen, Depressionen - und es scheint keinen Ausweg zu geben!

    Hallo, liebe Community.
    Ich bin eine junge Frau von 18 Jahren und habe das Gefühl, dass mein Leben wie ein Kartenhaus zerfällt. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht zu Anfang... mein Vater hat damals meine Mutter ständig geschlagen und es kam dann irgendwann auch zur Trennung. Ich erinnere mich an die Situationen, als wäre es erst gestern gewesen. Wie meine Mutter in der Küche auf dem Boden lag und er immer und immer wieder auf sie einschlug. Ich stand mit meiner Decke im Türrahmen und habe geschrien, dass er aufhören soll, aber er hat einfach nicht auf mich gehört. Und da war ich vielleicht gerade mal vier Jahre alt gewesen. Ich kann diese Zeit nicht loslassen und wenn ich daran denke, (was ich verdränge - und mittlerweile kann ich das verdammt gut) fühle ich mich so verzweifelt. Genau wie damals. Diese Vergangenheit liegt 6 Jahre zurück, aber ich kann das alles nicht loslassen. Mit elf, als wir neu in die Gegend gezogen sind, war ich feindselig gegenüber meinem ganzen Umfeld. Meine Mutter hat mich dann zu einem Psychologen gebracht, aber dort habe ich nur geweint und ich konnte und wollte einfach nicht mit irgendjemandem über das Erlebte reden. Das kann ich bis heute nicht. Ich kann darüber schreiben, aber reden... das ist für mich unmöglich.
    Ich war total schlecht in der Schule, hab dann aber irgendwann die Kurve gekratzt und einen guten Realabschluss hingelegt. Dann war ich auf einer kaufmännischen Schule, habe diese aber letzte Woche abgebrochen, weil ich schon seit längerem weiß, dass die Richtung nichts für mich ist. Die Schule hat mich seelisch wirklich stark belastet, deshalb wollte ich mir diese vier Monate Auszeit gönnen, um mich von dieser Depression irgendwie zu befreien. Und es ist ja nicht so, dass ich nichts anderes in der Hand habe. Ich werde mein Fachabi in der Richtung Sozial- und Gesundheitswesen machen. Mein einjähriges Praktikum, das ich dafür nebenher machen muss, beginnt schon am 01.08. und darauf freue ich mich auch. Es ist nur so, wir beziehen Arbeitslosengeld II und die Arge verlangt jetzt von mir, dass ich mir einen Teilzeitjob suche oder für sie einen 1 Euro Job ausübe. Das belastet mich nur noch mehr.
    Ich habe die Schule abgebrochen, weil ich depressiv bin; Existenz- und Zukunftsängste habe, mich total nutzlos fühle. Und jetzt belasten die mich noch mit so einem Mist. Ab und an drängen sich mir Selbstmordgedanken in den Kopf, aber verdammt, ich bin nicht dumm. Ich würde mich nicht umbringen wollen. Ich fürchte mich vor der Dunkelheit und bin vielleicht sogar ein wenig paranoid. Ich fühle mich einsam und das Gefühl ist so schrecklich. Wenn ich meiner Mutter sage, dass ich mich einsam fühle, ist sie böse mit mir und sagt, dass ich doch sie und meinen Bruder hätte. Aber wir haben keinen Familienzusammenhalt mehr. Jeder macht sein Ding. Wir sprechen kaum miteinander, höchstens am Tisch beim Essen. Meine Mutter bekomme ich in letzter Zeit oft dazu, dass sie sich mit mir einen Film anschaut... darüber bin ich auch froh, aber an meiner Gefühlslage ändert sich nichts. Zumindest nichts, was von Dauer wäre.
    Als ich vor einer Woche noch zur Schule ging, habe ich mich lustlos gefühlt. Schwach. Zu nichts fähig. Daran hat sich in sieben Tagen nichts geändert und ich denke nicht, dass ich die Arbeit lange durchhalten werde. Mir fehlt die Motivation. Ich würde mich am liebsten den ganzen Tag in meinem Zimmer verschanzen und nur noch schlafen. Ich fühle mich ausgelaugt und ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Ich komme mir vor, als wäre das Leben sinnlos. Als wäre meine Existenz sinnlos. Ich habe große Angst davor, dass sich an diesem Zustand nichts ändern wird und ich bei meinem Fachabi versagen werde, weil es mir so schlecht geht. Phasenweise geht es mir gut, es ist nicht so, dass ich ständig finster durch die Gegend blicke und nicht lachen kann. Aber sobald ich an meine Ängste und an das Leben an sich denke, falle ich in ein tiefes Loch der Verzweiflung. Ich... ich weiß nicht, was ich tun soll.

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  3. #2
    BBomb
    Gast

    Standard AW: Depressionen, Depressionen, Depressionen - und es scheint keinen Ausweg zu geben!

    Hey, ich bin 20 Jahre alt und auch depressiv. Diese extreme Phase, die du da beschreibst, war bei mir auch vor ca. 1/2 Jahren..mittlerweile hat es sich aber schon verbessert. Die "schwarzen Tage" mit den dunklen, pessimistischen Gedanken, wurden mit der Zeit immer weniger.
    Ich kann gut nachvollziehen, dass dich deine Vergangenheit belastet, tut meine auch hinsichtlich meiner Eltern. Und auch die aktuelle Situation zeigt, dass sie dich ja nicht unberührt lässt. Du fühlst dich einsam, weil jeder in der Familie sein eigenes Ding macht und auch das kann ich gut nachempfinden, weil es hier bei mir genauso ist. An den Tagen, wo ich zu Pessimismus neige..denke ich darüber intensiv nach und dann fängt der Teufelskreis an. Erst: "Ich habe keine richtige Familie, alle machen ihr eigenes Ding => Ich fühl mich einsam. ; Freunde...habe zwar ein paar Freunde, aber auch diese habe ihre eigenen Probleme und machen auch irgendwie ihr eignes Ding => fühle mich noch einsamer. und so geht dass dann weiter und weiter, bis hin, dass ich an alles negative denke, was mir widerfahren ist und nun in meinen Gedanken sich erneut abspielt und werde letztendlich: traurig, wütend, lustlos..und empfinde alles als sinnlos."
    Ich hab jahrelang überlegt, ob ich mir Hilfe suchen soll. Ich hatte mit Freunden darüber gesprochen, mit meiner Familie..war alles "ok"..aber irgendwie hat's mir auch nicht geholfen, weil ich das Gefühl hatte, dass keiner mich richtig verstand - keiner das richtig nachempfinden könnte und mir so Tipps wie "Du musst einfach an dich selber glauben" und so Sprüche "Ach, du schaffst das schon", einfach nicht halfen. Der Kampf gegen sich selber, ist wohl mit der schwerste
    An den Tagen, an denen es "ok" war, dachte ich selber irgendwann..bzw. redete mir ein "ach komm, andere haben auch Probleme und meistern das alleine, du machst das jetzt auch. Zwing dich einfach und irgendwann wird alles gut." Doch in den Momenten, wo es mir schlecht ging, hatte ich das Gefühl, einfach "machtlos" zu sein. Hilflos mir und meinen ekeligen Gefühlen ausgeliefert.
    Irgendwann entschloss ich mich dann einfach, einem Arzt anzuvertrauen, da ich auch Ängste entwickelte. Ich ging zu meiner Hausärztin und berichtete ihr davon. Und damit begann alles, ich wartete letztendlich auf meine Krankenkasse, dass sie mir die psychotherapeutische Hilfe genehmigte und als es dann so weit war (dauert alles etwas ) suchte ich mir selber eine Psychotherapeutin. (Dieser Prozess zog sich einerseits wegen der Krankenkasse und dann letztendlich dem hin und herschicken der Bewilligung..aber auch wegen mir, weil ich hin und wieder alles schmeißen wollte und dachte "ach so psychologische Hilfe bringt doch auch nichts!".
    Nun bin ich seit ca. 5 Monaten in psychotherapeutischer Behandlung und kann das Gegenteil behaupten.
    Ich hatte anfangs angst, dass ich einfach jemanden gegenübersitzen würde und sie von mir verlangt zu erzählen und ich nicht weiß, was ich erzählen soll. Aber so war es nicht. Ich bekam ersteinmal einen Bogen, wo persönliche Frage - über mich, Familie etc. drinstanden und dann fing es ganz langsam an, dass wir uns meiner Problematik näherten.
    Freunde, Familie etc. können dir gutgemeinte Tipps geben..aber die helfen nicht immer, besonders nicht, wenn man ein psychisches Problem hat. Die Tipps die ich in Therapie bekomme kann man gut umsetzten und man merkt auch, dass sie wirklich was bewirken. Ich führe nun sozusagen den Kampf gegen mich - meine Ekelgefühle mit Hilfe professionellen Strategien. Ist wirklich gut

    Du meintest, du kannst darüber schreiben, aber irgendwie nicht darüber reden. Vielleicht sagst du das dann der Psychotherapeutin und ihr fangt ersteinmal an, dass du ihr das aufschreibst. (Sie/Er ist auf deiner Seite und wird auf so Bitten deinerseits eingehen.)
    Hab keine angst, den Schritt zu einer Therapie zu machen..denn du kannst nichts verlieren, du kannst nur gewinnen!

    Ich wünsche dir viel Erfolg!

    Hallo, liebe Community.
    Ich bin eine junge Frau von 18 Jahren und habe das Gefühl, dass mein Leben wie ein Kartenhaus zerfällt. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht zu Anfang... mein Vater hat damals meine Mutter ständig geschlagen und es kam dann irgendwann auch zur Trennung. Ich erinnere mich an die Situationen, als wäre es erst gestern gewesen. Wie meine Mutter in der Küche auf dem Boden lag und er immer und immer wieder auf sie einschlug. Ich stand mit meiner Decke im Türrahmen und habe geschrien, dass er aufhören soll, aber er hat einfach nicht auf mich gehört. Und da war ich vielleicht gerade mal vier Jahre alt gewesen. Ich kann diese Zeit nicht loslassen und wenn ich daran denke, (was ich verdränge - und mittlerweile kann ich das verdammt gut) fühle ich mich so verzweifelt. Genau wie damals. Diese Vergangenheit liegt 6 Jahre zurück, aber ich kann das alles nicht loslassen. Mit elf, als wir neu in die Gegend gezogen sind, war ich feindselig gegenüber meinem ganzen Umfeld. Meine Mutter hat mich dann zu einem Psychologen gebracht, aber dort habe ich nur geweint und ich konnte und wollte einfach nicht mit irgendjemandem über das Erlebte reden. Das kann ich bis heute nicht. Ich kann darüber schreiben, aber reden... das ist für mich unmöglich.
    Ich war total schlecht in der Schule, hab dann aber irgendwann die Kurve gekratzt und einen guten Realabschluss hingelegt. Dann war ich auf einer kaufmännischen Schule, habe diese aber letzte Woche abgebrochen, weil ich schon seit längerem weiß, dass die Richtung nichts für mich ist. Die Schule hat mich seelisch wirklich stark belastet, deshalb wollte ich mir diese vier Monate Auszeit gönnen, um mich von dieser Depression irgendwie zu befreien. Und es ist ja nicht so, dass ich nichts anderes in der Hand habe. Ich werde mein Fachabi in der Richtung Sozial- und Gesundheitswesen machen. Mein einjähriges Praktikum, das ich dafür nebenher machen muss, beginnt schon am 01.08. und darauf freue ich mich auch. Es ist nur so, wir beziehen Arbeitslosengeld II und die Arge verlangt jetzt von mir, dass ich mir einen Teilzeitjob suche oder für sie einen 1 Euro Job ausübe. Das belastet mich nur noch mehr.
    Ich habe die Schule abgebrochen, weil ich depressiv bin; Existenz- und Zukunftsängste habe, mich total nutzlos fühle. Und jetzt belasten die mich noch mit so einem Mist. Ab und an drängen sich mir Selbstmordgedanken in den Kopf, aber verdammt, ich bin nicht dumm. Ich würde mich nicht umbringen wollen. Ich fürchte mich vor der Dunkelheit und bin vielleicht sogar ein wenig paranoid. Ich fühle mich einsam und das Gefühl ist so schrecklich. Wenn ich meiner Mutter sage, dass ich mich einsam fühle, ist sie böse mit mir und sagt, dass ich doch sie und meinen Bruder hätte. Aber wir haben keinen Familienzusammenhalt mehr. Jeder macht sein Ding. Wir sprechen kaum miteinander, höchstens am Tisch beim Essen. Meine Mutter bekomme ich in letzter Zeit oft dazu, dass sie sich mit mir einen Film anschaut... darüber bin ich auch froh, aber an meiner Gefühlslage ändert sich nichts. Zumindest nichts, was von Dauer wäre.
    Als ich vor einer Woche noch zur Schule ging, habe ich mich lustlos gefühlt. Schwach. Zu nichts fähig. Daran hat sich in sieben Tagen nichts geändert und ich denke nicht, dass ich die Arbeit lange durchhalten werde. Mir fehlt die Motivation. Ich würde mich am liebsten den ganzen Tag in meinem Zimmer verschanzen und nur noch schlafen. Ich fühle mich ausgelaugt und ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Ich komme mir vor, als wäre das Leben sinnlos. Als wäre meine Existenz sinnlos. Ich habe große Angst davor, dass sich an diesem Zustand nichts ändern wird und ich bei meinem Fachabi versagen werde, weil es mir so schlecht geht. Phasenweise geht es mir gut, es ist nicht so, dass ich ständig finster durch die Gegend blicke und nicht lachen kann. Aber sobald ich an meine Ängste und an das Leben an sich denke, falle ich in ein tiefes Loch der Verzweiflung. Ich... ich weiß nicht, was ich tun soll.

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