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Thema: freiwillig in die jugendpsychiatrie

  1. #1
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    Standard freiwillig in die jugendpsychiatrie

    hallo. ich möchte mich freiwillig in die jugendpsychiatrie einweisen lassen. ich habe oft angstzustände, fühle mich beobachtet (fast schon paranoid), denke ständig daran mich umzubringen und ich meine, ich bin teilweise schizophren. ich sehe keinen sinn mehr, ich habe nichts und niemanden was mich hält geschweigedenn mir kraft gibt. wenn ich draußen irgendwelche menschen sehe, stelle ich mir vor, wie ich diese umbringe. was ist das? ich habe nichts gegen diese leute, sie sind fremd, ich weiß nichts von ihnen, woher kommt dann dieser hass? ich bin so irre ...
    ich fühle mich IMMER müde, kann jedoch nicht schlafen. ich bin schlapp und mir tut alles weh. sport mache ich regelmäßig, daran kann es nicht liegen. ich fühle mich so einsam... wenn ich meine augen schließe sehe ich tote menschen. verwest, verbrannt, erfroren, verstümmelt etc. ich war wegen meiner psyche jetzt genau ein jahr nicht in der schule. ich habe schulangst. ich habe hass auf die kinder in der schule. ich werde dort wahnsinnig, jeder schreit rum, jeder ist laut. ich kann das nicht.
    jedes mal wenn ich auf den zug warte, überlege ich mir, ob ich mich nicht gleich davor werfe. ich will nicht mehr auf so einer kalten und grausamen welt leben. warum sind die meisten menschen so rücksichtslos und intolerant? ich habe nichts was mir freude bereitet. ich WILL, dass es mir schlecht geht. wenn ich mich für einen moment gut fühle, habe ich das gefühl, dass ich es nicht verdient habe und bin sofort wieder bedrückt. wenn ich nachts draußen bin, wünschte ich, dass irgendjemand kommt und mich umbringt.
    meine mutter hat paranoide schizophrenie, sie sieht nicht ein, dass sie krank ist und lässt sich nicht behandeln. ihr wisst ja sicher, wie man da drauf ist. sie wirft mir ständig dinge vor, meint alle sind gegen sie (sogar ich), beschimpft mich, macht mich runter, meinte, wenn ich tot bin, hätte sie keine sorgen und probleme mehr. meine restliche familie will nichts von mir wissen, mein vater wünscht mir den tod, jedoch ohne gründe...naja, obwohl, meine familie meint, dass ich an der scheidung und an der erkrankung (schizophrenie) meiner mutter schuld wäre.
    vor ca einem jahr habe ich einen jungen kennengelernt, er hat mich zum lachen gebracht, war immer für mich da, hat mir zugehört und mir gute ratschläge gegeben. er war all das, was ich immer wollte. er war mein licht in der dunkelheit. er war mein leben. er war so besonders, so wie mein seelenverwandter. doch am 3. dezember 2012 hat er sich das leben genommen. ich werde damit nicht fertig, ich kann es einfach nicht verkraften. er soll zurück kommen, ich brauche ihn so sehr. ich will zu ihm. ich will weg von dieser welt und in seine warmen arme ... ich habe angefangen zu kiffen und ab und zu andere dinge zu nehmen, damit ich alles vergessen kann. ich weiß nicht mehr was ich machen soll. ich will endlich sterben... ich weiß, das ist eigentlich erbärmlich von mir. ich bin jung, kann nicht behaupten, dass das leben scheiße ist, da ich davon noch nicht viel kenne, aber ich kann das nicht mehr. ich bin so schwach. ich will nicht mehr. ich will eine normale mutter. eine familie. echte freunde. ich befinde mich jetzt ca 1 1/2 jahre in dieser lage, egal was ich getan habe, es wurde nicht besser. ob ich es verdrängt oder darüber nachgedacht habe. nichts hat geholfen. ich war sogar beim psychologen, er hat es nicht ernst genommen. wofür lohnt es sich zu leben? wenn du einen früheren zug nehmen könntest, würdest du es auch tun. spiel ein spiel, bau dir ganz viel auf, streng dich an und LÖSCH es. so ist es im leben auch. ich weiß nicht, wofür ich kämpfen soll. alles was mir freude bereitet hat und mir kraft gegeben hat, wurde mir genommen.


    "either let me fly, or give me death let my soul rest, take my breath, if I don't fly I'ma die anyway, I'ma live on but I'll be gone any day " genauso denke ich... was soll ich nur tun?

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  3. #2
    depressedcat
    Gast

    Standard AW: freiwillig in die jugendpsychiatrie

    Hey.. Ich hab mir deine geschichte durchgelesen und ziemlich viele parallelen zwischen uns gefunden, bei mir sieht es aehnlich aus. Aber hier geht es nun erstmal um dich
    Du kannst zum jugendamt gehen, denen deine geschcichte erzaehlen und die werden dir helfen. Wenn du das gefuehl hast, dass du nichtmehr unter kontrolle hast, bzgl deiner "wut" oder "vorstellungen", was du mit den menschen machen koenntest oder auf wenn du gar nichtmehr weiter weisst kannst du beim sozial psychatrischen notdienst oder auch unter dem "normalen" notruf anrufen, die werden dir helfen und auch langfristige hilfe fuer dich in die wege leiten koennen.
    Ansonsten kannst du auch zu deinem hausarzt gehen und ihm sagen dass du dringend hilfe brauchst. Wichtig ist nur, dass du etwas tust, denn so kann es nicht weiter gehen und das weisst du ja selber auch!

    Ich wuensche dir ganz viel glueck und drueck dir die daumen, du schaffst das, musst es nur in angriff nehmen!

  4. #3
    GabrieleF
    Gast

    Standard AW: freiwillig in die jugendpsychiatrie

    Hallo,

    da der Eintrag mittlerweile lang zurück liegt, weiß ich leider nicht um deinen aktuellen Gefühlszustand. Bei meiner Tochter wurde vor einigen Jahren eine leichte Form der Schizoprhenie festgestellt. Sie verhielt sich ähnlich wie du und sagte mir auch das sie die Menschen am liebsten umbringen würde - egal ob fremd oder bekannt. Wir versuchten es erst mit dem Jugendamt, doch bei psychischen Erkrankungen können die Ämter auch nur auf Kliniken verweisen. Unsere Tochter musste also in eine Klinik - sollte aber möglichst nahe bei uns sein(Ruhrgebiet). Im Münsterland gibt es eine Kinder- und Jugendpsychatrie, die Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie in NRW | klinik-walstedde.de, welche unserer Tochter sehr gut gefallen hat. Sie war dort für etwa 11 Wochen in Behandlung und sie konnte, bis auf das Heimweh und die fehlenden Freunde, nur positives berichten. Vielleicht tat es ihr gut, Menschen in ihrem Alter kennen zu lernen, die das selbe Schicksal teilen.

    Die Symptome werden zwar, auch mit Medikamenten, nie vershwinden. Jedoch konnten wir es dank der Klinik sehr gut minimieren. Sie steht auch noch mit sehr vielen anderen Patienten in Kontakt und kann sich täglich mit anderen Betroffenen austauschen.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Hoffnung machen und aufzeigen, dass es nach der Talfahrt wieder bergauf geht.

    MFG

    Gabriele

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