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Thema: Austauschjahr+Selbstwertprobleme

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Austauschjahr+Selbstwertprobleme

    Hallo! Ich bin hier durch Suche endlich mal auf ein Forum gekommen, wo ich mir eine gute Antwort erwarten könnte. Ich will gleich mal mit meinem Problem anfangen.
    Seit einem Jahr habe ich schon geplant für ein halbes Jahr ins Auslands zugehen. Wollte eigendlich nach Amerika, hab zwar gewusst es kann Probleme geben (Heimweh,Famillie usw.) aber jetzt bin ich in Kanada und alles anders als gedacht. Bin in einer größeren Stadt, aber ich wusste echt garnicht, dass das hier alles so anders ist als jeder von seinen Schulaustausch erzählt. Also jeden den ich hier kenne hat ne supi Familie, nur meine macht nix mit mir. Sind zwar nett aber naja. Ich bleib' hier auch nurnoch 9 Wochen dann ist das Ganze schonwieder aus: Nichtmal einen Schooldance oder irgendwas spannendes gab es! Ich habe hier nur 2 deutsche (!) Freundinnen, die hab ich zwar richtig gerne und ich weiß das der Kontakt sehr sehr lange wenn nicht für immer halten wird, hätte aber gern mehr gehabt oder NATÜRLICH englische. Hier gibts soooooooo viele Deutsche!!! Hab immer probiert Abstand zu halten. Aber alle anderen sind viel beliebter als ich geworden, man muss aber auch sagen dass die einfach die Vorteile gehabt haben, in guten Klassen zu sein oder einfach Glück gehabt zu haben. Trotzdem. Sind die ganze Zeit auf Partys, kennen coole Leute, erleben hier viel. Was man eben als Jugendlicher so macht. Sie sind so wie sie sind, sind beliebt, sind lustig - Ich bin eigendlich total offen spontan und wahnsinnig lustig! Aber sobald ich in der Schule bin (auch zuhause) und vorallem in der Neuen, kann ich einfach nichtmehr so sein wie ich bin! Aufeinmal bin ich schüchtern weiß nicht was ich sagen soll, bin langweilig und unlustig- Und ich kann das einfach überhaupt nicht steuern!!! Ich weiß dann garnichtmehr was ich tun soll. Außerdem sind mir alle so gekünstelt und eingebildet irgendwie, obwohl ich eig. nicht urteile. Ich finde eben (so wie Kanadier/Amerikaner eben sind) dass auch die hier richtig oberflächlich sind, zwar nett, aber desinteressiert. Allerdings muss ich sagen, mir fällt es auch so schwer auf Jungs zuzugehen, ich glaube das liegt daran, dass ich übelste Auseinandersetzungen mit meinem Vater hatte/habe und ich keinen Bruder habe.

    Naja, ich weiß das war jetzt ziemlich uninteressant. Aber seit ich hier bin hab ich solche Selbstprobleme! Ich komm mir so vor, als ob ich einfach garkeine Freunde hätte, obwohl ich ja weiß dass ich zuhause ein paar habe, zwar nicht massig viele, aber gute! Aber ich komm mir einfach so vor als ob ich hier sooo wahnsinnig versagt hätte. Ich habe nichts erlebt in Sinne von Party's usw. Jetzt hab ich wiedermal (!) so eine richtige Selbstzweifelphase: Hab Angst dass ich meine Jugend zu wenig ausnutze, mal ne Midlifecrisis oder sowas bekomme, ich denke immer viel zu negativ (und es ist so schwer das zu ändern)!
    Wenn ich nachhause komme erwartet sich jeder dass es toll war, dass ich perfekt englisch kann (obwohl's mir so vorkommt als ob sich mein englisch NULL verbessert hätte, einfach garnicht!!!! Und das find ich richtig peinlich), ich was mit einem Typen hatte usw. (Obwohl mir das selber ja nichtmal so wichtig ist.) Gibt es irgendwas Positives was ich aus diesem Austausch ziehen kann?

    Danke fürs Lesen. Ich wollte das mal loswerden. Bitte kommt jetzt nicht mit "Oh, teenieprobleme!" Ich mein's wirklich ernst, ich war immer ein bisschen eine Versagerin, jetzt hätte ich mal die Chance gehabt besser zu sein.

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  3. #2
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    Dank erhalten: 1

    Standard AW: Austauschjahr+Selbstwertprobleme

    Hey du!
    Ich glaube, das was du dir klar machen musst, ist dass du nicht immer was BESONDERES erleben musst oder BESSER sein muss. Genieß was du hast. Denk nicht daran, dass du irgendwas nicht ausnutzt, solange es dir nicht danach ist, verpasst du nichts. Alles was sich für dich im Moment gut anfühlt ist richtig und ausreichend. Nur weil andere Party machen, heißt das nicht, dass du das musst.
    Vielleicht gehtst du für dich in dich und schaust dir deinen Aufenthalt in Kanada genauer an. Auch ich konnte oft im Nachhinein erst erkennen, was mir meine Auslandszeit gebracht hat. Und aus meiner Sicht stimmt das Vorurteil Kanadiern gegenüber nicht. Ich habe sie als besonders offen empfunden und durchaus tiefsinnig, sie sind allen Kulturen gegenüber offen und interessiert. Allerdings war ich auch nicht in einer großen Stadt. Mein Tipp für deine verbleibenden Wochen: schnapp dir deine 2 Freundinnen (auch wenn deutsch) und schau dir so viel wie möglich an. Kanada ist ein einzigartiges Land und hat sooo viel zu bieten. Tipp 2: kijiji.ca -location aussuchen und Sportparner oder so finden, oder einfach Freunde. Macht auch für wenige Wochen Sinn =)

    LERNE ZU GENIEßEN

    Liebe Grüße
    Kelly

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