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Thema: Vor einer Gruppe (Kollegen) über seine Gefühle reden

  1. #1
    Registriert Avatar von Gretchen Wieners
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    Standard Vor einer Gruppe (Kollegen) über seine Gefühle reden

    hi forum,
    ich habe folgende sorge: auf arbeit muss/sollte ich eigentlich mal, am besten demnächst bzw. das nächste mal wenn ich dort bin, vor allen kollegen was zu meinen gefühlen auf arbeit sagen. und das unangemeldet.
    also nich im rahmen eines regelmäßig stattfindenen gruppengespräch wo man mit sowas rechnen könnte sondern einfach so.
    die konkrete situation wäre, ich komme rein um 8.00 wie immer, warte dann bis 9.00 oder 10.00 bis alle da sind und sage dann (wir sind immer ca. 10-15 personen) " so leute jetzt mal alle herhören, ich habe euch was zu sagen". und dann muss ich ihnen sagen, dass ich mich schlecht fühle auf arbeit derzeit, weil ich mich alleine und ausgeschlossen von ihnen fühle, ich fühle mich ziemlich ungewollt. und dass sie mir bitte mehr das gefühl vermitteln sollen ich sei ihnen wichtig/sie würden mich schätzen. beispielsweise dadurch, dass sie mich beim spaß miteinbeziehen, dass sie mich auch mal von sich aus grüßen oder anlächeln, dass sie mich in der hofpause miteinbeziehen und nicht entweder am rand herumstehen lassen oder nicht antworten wenn ich von mir aus mal was sage usw.

    das müsste ich ungefähr so sagen. aber mir fällt das sehr sehr sehr schwer. auch, weil ich es nicht gleich sagen kann wohl. ich fange ja schon um 8.00 an, sollte es aber frühestens so ab 9.00 eher 10.00 sagen, weil davor noch nich alle da sind. also ich glaube das wäre sinniger oder? dan kriegt es auch jeder mit. bloß so lange warten is auch immer doof, da steigt der druck in mir noch mehr.
    außerdem is es ja auch ein thema, was nich so einfach is bzw. eine bitte, die nich so einfach zu verlangen is, weil das ja sehr von sympathie und antipathie abhängig is. (ich denke), ich weiß auch warum mich die kollegen so und so sehen und meiner meinung nach beruht das alles auf einem großen missverständnis bzw. einfach darauf dass alles sehr blöd verlaufen is, also meine bisherige zeit dort.
    naja, trotzdem ist das alles sehr schwer für mich und ich weiß nich ob ich so mutig sein werde.

    habt ihr ratschläge für mich wie ich mich überwinden kann? wie ich sowas vll besser anfangen/einfädeln kann? wie ich es besser sagen kann? könnt ihr mich verstehen?

    danke schonmal für eure antworten
    Wer sich nicht anpasst und pariert, der bleibt alleine und krepiert.

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  3. #2
    Schmetterlingsflattern
    Gast

    Standard AW: Vor einer Gruppe (Kollegen) über seine Gefühle reden

    hallo
    also das würde mir auch schwer fallen.verstehe dich da voll.
    willst du das machen oder musst du?

    vielleicht hilft es dir es aufzuschreiben und vorher nochmal zu lesen oder in der hand zu halten während du sprichst...oder hast du gelegenheit es vor ein,zwei personen zu "üben"? wär sowas was ich machen würde.
    und mir vorher sagen, ich möchte das tun,weils mir wichtig ist. halt so als eigene verstärkung.

    hast du keine gelegenheit nochmal irgendwo nen kaffe zu trinken oder so, in der zeit wo alle so eintrudeln?..dan hättest du nicht solch krasse wartezeit.

  4. Für den Beitrag dankt: Gretchen Wieners

  5. #3
    cornflake
    Gast

    Standard AW: Vor einer Gruppe (Kollegen) über seine Gefühle reden

    Guten Morgen,

    oh je, ich kann Dich so gut verstehen! Ich hatte auch einmal so eine Arbeitsstelle. Dort war ich ebf. irgendwie ein Aussenseiter. Damals bin ich sogar in die Stadt gezogen. Zum Schluss habe ich mich mit Antidepressiva zur Arbeit geschleppt.
    Irgendwie hat es nicht geklappt und ich bin da auch nicht in das Team gekommen.

    Die Idee es anzusprechen finde ich sehr gut! Ich hoffe nur, sie sind Dir wohlgesinnt!

    Wenn Du dort neu bist, dann würde ich mir an Deiner Stelle einfach noch Zeit geben. Falls die Situation schon länger belastend ist, würde ich vlt. stillschweigend ein paar Alternativbewerbungen rausschicken.

    Das Arbeitsklima ist so wichtig für die ganze Arbeitssituation!

    Später hatte ich eine andere Arbeitsstelle und dann hat mir auch die Arbeit sehr viel Spass gemacht!

    Vlt. ist es aber nur die Unsicherheit auf beiden Seiten. Ich gebe Dir recht, wenn sich etwas ändern soll, dann sollte man es vorsichtig ansprechen!

    Ich wünsch Dir viel Glück!

    lg

  6. Für den Beitrag dankt: Gretchen Wieners

  7. #4
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    Standard AW: Vor einer Gruppe (Kollegen) über seine Gefühle reden

    hi schmetterlingsflattern,

    also ich will es machen, muss es aber fast, also von mir selber aus. weil ich sonst nicht mehr auf arbeit gehen werde.
    hmm, also üben denk ich kann ich es vor niemandem. aufschreiben kann ich es natrl. mal. und für mich selber durchspielen.
    eigentlich hab ich auch keine gelegenheit mehr nen kaffee zu trinken also höchstens halt im raum wo wir arbeiten, wo ich sowieso sitzen würde. ob mit oder ohne kaffee macht das aber keinen unterschied für mich. ich könnte es auch gleich sagen. das wird ja sowieso auch weiter rumerzählt. aber ich würde es schon gerne allen lieber direkt sagen. oder ich sags zweimal, einmal um 8.00 und einmal um 10.00? der vorteil dabei wäre, dass ich es einmal nur vor ein paar leuten sagen muss und dann für die große ansage vor allen schon geübt wäre und es ein paar schon wissen würden?
    Wer sich nicht anpasst und pariert, der bleibt alleine und krepiert.

  8. #5
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    Standard AW: Vor einer Gruppe (Kollegen) über seine Gefühle reden

    Hallo Gretchen,

    Deine Gefühle sind verständlich - keine Frage!

    Jedoch solltest Du bei der Formulierung achtsam sein!

    "Hey Leute, alle mal her hören!" Klingt sehr bestimmend - kann falsch (aggressiv) rüber kommen.

    Wenn Du sagst, Du fühlst Dich schlecht und ziemlich alleine, ist das ok.


    Ungewollt, Ihnen nicht wichtig, sie schätzen Dich nicht, beziehen Dich bei ihren Späßen und in der Hofpause nicht mit ein, sie grüßen Dich nicht, sie lächeln Dich nicht an, sie lassen Dich am Rande stehen und antworten einfach nicht, wenn Du etwas sagst

    All das wird vermutlich als massiver Vorwurf verstanden, welcher alles nur noch schlimmer machen würde.

    Daher ist es wichtig, grundsätzlich nur von DIR und von Deinen Gefühlen zu sprechen!(!)

    Ich würde das Thema ankündigen, etwa:
    "Ich möchte Euch nach der Pause (oder so...) gerne etwas sagen, was mir wichtig ist!"

    Und

    DU fühlst Dich in der Gruppe nicht angekommen, hast inzwischen schon das Gefühl, dass Du nicht dazu gehörst, würdest gerne dazu gehören und mitlachen - nicht immer am Rande stehen.

    Frag auch ruhig, ob Du etwas anders machen kannst, ob Du abweisend unhöflich oder verletzend wirkst...vielleicht nehmen Deine Kollegen Dich ganz anders wahr, als Du vermutest?!
    Aggressiv, oberflächlich oder allgemein "schlecht drauf" wirkt man sehr schnell auf andere, wenn man einen entsprechenden Gesichtsausdruck hat - was ja durchaus sein kann, weil Du Dich ausgeschlossen fühlst!
    Sag offen, dass Du die Gruppe magst und gerne zur Arbeit kommst - das finde ich wichtig!

    Wichtig auch:

    Mache Dir klar, DU willst etwas von den Anderen!

    Bringe Dein Anliegen möglichst freundlich und mit einem Lächeln rüber, jedoch nicht übertrieben freundlich oder zuckersüß...

    Ich finde es gut, dass Du etwas ändern möchtest!

    Viel Erfolg Gretchen - und berichte mal!!
    ♥ Liebe Grüße CE ♥

    bis 12/2012 blaueTomate


    Krise ist ein produktiver Zustand - man muss ihr "nur" den Beigeschmack der Katastrophe nehmen
    (Max Frisch)

    Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

  9. Für den Beitrag dankt: Gretchen Wieners

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