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Thema: Verlustängste?

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Verlustängste?

    Hallo Community!

    Schon seid längerer Zeit habe ich den Verdacht, dass mein Verhalten auf Verlustängste zurückzuführen ist.
    Mir macht dies ganz schön zu schaffen, weil ich durch mein Verhalten oftmals Sachen mache, die mir einfach nicht gut tun.

    So weiß zum Beispiel mein Kopf, dass es sinnlos ist und trotzdem kann ich nicht anders, als so zu handeln, wie ich eben dann handle.

    Ein wirklich nur kleines Beispiel aus dem Leben gegriffen (leider gibt es weitaus größere):
    Ich habe zwei Kinder im Alter von 17 und 15 Jahren. Beide sind recht wohlgeraten (mein ganzer Stolz eben) und sind bereits mehr oder weniger flügge.
    Mein Problem hat bezüglich meiner Kids damit begonnen, dass ich anfing, regelrechte Panikattacken zu erleiden, als meine Große anfing, abends das Haus zu verlassen - hatte keine ruhige Minute mehr, bis sich nicht wieder der Schlüssel im Schloss umdrehte. Mittlerweile ist mein Kleiner soweit, dass natürlich auch er nicht mehr gerade um 18.00 Uhr zu Hause ist. Somit hat sich mein Problem rein diesbezüglich schon potenziert. Fährt mein großes Mädel mal über ein paar Tage weg, erschleicht mit ein weinerliches, hoffnungsloses und panikartiges Gefühl. Derzeit befindet sich mein Sohn mit einem Freund beim Camping ...... wie es mir geht, kann ich gar nicht beschreiben.
    Nicht, dass ich jetzt klammere (nein, ich bin mir dessen bewusst, dass ich das nicht machen darf), doch VERLANGE ich von jedem meiner Liebsten täglichen Kontakt, will, dass sie mich anrufen, wenn sie irgendwo angekommen sind (heißt natürlich nicht, wenn sie mal zu Kollegen fahren), will, dass sie bescheid geben, wenn sie außertürlich irgendwo hingehen etc..
    Das gleiche gilt für Partnerschaften, habe irgendwie einen verklärten Blick dahingehend (halte an Sachen fest, an die man nicht mehr festhalten sollte, weil sie einfach z.B. "Vergangenheit" sind ....... .

    Komme mir manchmal so richtig wie ein Kontrollfreak vor, der ich eigentlich gar nicht bin - bin selbst sehr freiheitsliebend.

    Mögliche Gründe: Verlust meines ersten Kindes, Verlust meiner zwei besten Freundinnen, Verlust meiner ersten großen Liebe (alle durch Tod).

    Meine Frage an euch: Kann dies sein? Was kann ich tun, ohne mich sofort in therapeutische Hilfe begeben zu müssen? Oder ist dies eher normal? Wo liegt wenn dann die Grenze (damit ich das vielleicht selbst ein bisschen ausloten kann)?

    Vielen Dank für einer "Zuhören" und mglw. kann mir der eine oder andere auch eine Rat dazu geben.

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  3. #2
    Registriert Avatar von Seelenschmerz70
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    Sachsen-Anhalt
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    Standard AW: Verlustängste?

    Hallo Gast!

    Wenn ich deinen Beitrag Lese denke ich Du sprichst von mir und meinem Leben.
    Auch ich habe 2 erwachsene Söhne die ich sehr Liebe, aber auch schon aus dem Haus sind.
    Habe meine Tochter verloren, meine Oma und vor kurzen meinen Onkel, also ich weiß was in Dir vorgeht und wie Du dich Fühlen musst.
    Auch bei mir entwickelten sich im laufe der Jahre Kontrollzwänge, aber auch eine Angststörung mit Panikattacken.
    Habe lange versucht damit alleine fertig zu werden, was mir aber nicht gelang. Es hat meinen Alltag zu sehr bestimmt und eingeschränkt, so das ich mir professionelle Hilfe suchen musste.
    Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht das Du das ohne Hilfe schaffen wirst, dafür ist es bei Dir doch schon sehr ausgeprägt.
    Konntest Du außer hier im Forum schon mal über deine Verlustängste und alles was damit zusammen hängt Reden?

    Mein Rat, vertrau Dich bitte jemanden an, alleine ist das nicht mehr zu bewerkstelligen.

    LG Seelenschmerz70
    http://www.smileyvault.com/albums/CBSA/smileyvault-cute-big-smiley-animated-036.gif
    Der Kampf ist erst zu Ende, wenn der Atem Still steht

  4. #3
    Moderator Avatar von Mittendurch
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    Standard AW: Verlustängste?

    Hallo Gast,
    auch ich habe das Gefühl, dein Leben wird sehr durch diese Angst bestimmt.
    Ich kenne dieses Gefühl auch, doch kann ich es nicht ganz vergleich, da es noch anderes gibt. Aber diese Angst jemanden zu verlieren, vor allem wenn er, sie oder es mir sehr wichtig sind, ja auch diese kenne ich und auch diese möchte ich jetzt im Rahmen einer Therapie mit angehen. Je größer die Angst - desto größer das Gefühl etwas kontrollieren zu wollen, etwas verhindern zu wollen. Ich habe das Gefühl, wenn es soweit ist, dies versuchen alles unter Kontrolle zu behalten, selbst wenn es irrational ist, dann ist es ohne professionelle Hilfe kaum wieder zu beheben.
    LG
    Mittendurch
    Wenn ich die Ruhe und den Frieden in mir finde, dann muss ich diese nicht mehr bei anderen suchen.
    Friede auf Erden, ersetzt nicht den Frieden in mir, aber ergänzt diesen.

  5. #4
    Registriert Avatar von MadWolf
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    Standard AW: Verlustängste?

    Leider muss eine Mutter nunmal aus Liebe zu ihren Kindern etwas loslassen können. Sie werden wieder zu dir zurückkommen denn du hast dich um sie gekümmert und warst gut zu ihnen. Niemand kann dir sagen ob es ihnen immer gut geht wenn sie weg sind aber würdest du sie einsperren weil du Angst um sie hast würden sie dich nicht mehr lieben können. Die Vergangenheit musst du dabei auch ruhen lassen, auch wenn du Menschen verloren hast.

    Was du liebst sollst du frei lassen, wenn es dann wieder zu dir zurückkommt gehört es für immer dir.
    Sono pazzi questi romani

  6. #5
    Registriert Avatar von Sansofee
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    Standard AW: Verlustängste?

    Hallo Gast,
    Du solltest Dir unbedingt professionelle Hilfe holen, da Du sonst Dein ganzes Leben nur von Deinen Verlustängsten kontrolliert werden wirst.Auf Dauer wird das Dich und Deine Lieben kaputt machen und es ist sehr schwer, sich alleine aus so einem Teufelskreis zu befreien! Ich habe das auch getan und seitdem kann ich mit einigen Dingen etwas besser umgehen!

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