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Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Jeder Tag raubt mir die Kraft.

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Jeder Tag raubt mir die Kraft.

    Ich kann mich eigentlich nicht beklagen; ich hatte ein gutes Leben.
    Eltern, die zwar nicht unbedingt da waren, aber darauf achteten, dass ich nicht verhungere und sich um meine Schulbilung kümmerten. In der Schule wurde ich zwar manchmal gehänselt, aber immerhin konnte ich dort lernen und mich sogar ein Stück weit zu Hause fühlen. Irgendwie war ich auch oft das 'hässliche Entlein', doch es hätte mich schlimmer treffen können. Vielleicht hatte ich sogar etwas wie Freunde, ein paar wenige. Die meisten davon waren nicht 'die richtigen', aber dennoch: Ich hatte Freunde. Und nun habe ich es sogar geschafft auf ein Gymnasium zu wechseln, um mein Abitur doch noch zu machen.
    Dennoch fühle ich mich nutzlos, dumm, einsam - immernoch wie das kleine, introvertierte und irgendwie auch traurige 8jährige Mädchen, dass ich früher einmal war. Jeder Tag raubt mir ein bisschen die Kraft. Und dann, Nachts, sobald ich zu müde bin um meine Emotionen vollständig zu kontrollieren, fühle ich mich niedergeschlagen (tatsächlich oft beinahe depressiv). Weine, bade in Selbstmitleid, starre ins Leere, lebe wieder in der Vergangenheit. Ich habe oft Angst irgendwann die Kontrolle über mich zu verlieren und zusammenzubrechen. - Irgendwann einfach nicht mehr zu können..
    Ich verbringe bis heute viel Zeit damit zurückzusehen auf alles was schief gelaufen ist und damit, mich zu fragen wie es hätte sein können. Auch wenn mir bewusst ist, dass niemand die Vergangenheit zurückbringen kann, sehne ich mich nach nichts mehr als nach einer zweiten Chance.
    Diese ganzen Verluste und Problem, wenn man es überhaupt so nennen kann, haben mir gezeigt wie tief ich verletzt werden kann und daraus wurde eine meiner größten Ängste geboren. Ich habe soziale Ängste.
    Ein Beispiel:
    Ich simse einer Freundin, da wir uns Morgen zum Joggen treffen wollen. Sie hat anscheinend ihr Handy ausgeschaltet und antwortet nicht sofort, sondern schreibt erst Abends zurück. In der Zwischenzeit male ich mir aus, sie würde mich nun hassen, da ich ihr "auf die Nerven gehen" würde o.Ä.
    Dieser Gedanke über das 'alleine gelassen werden' hat sich wirklich in mein Gehirn eingegraben.

    Ich wollte schon lange über das hier alles sprechen/schreiben, doch bisher kam ich mir jedesmal einfach nur schäbig vor, wenn ich es versucht habe. Ich denke immer, dass es Menschen gibt die den Rat anderer dringender bräuchten..

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  3. #2
    Kuraiko
    Gast

    Standard AW: Jeder Tag raubt mir die Kraft.

    Ich kann dir leider keinen Rat geben ich habe aber ähnliche probleme ich klammer mich auch ständig an die vergangenheit und weine viel vorallem abends.Du sollst wissen das du nich alleine bist und ja ich denke mir auch immer es gibt menschen dennen es schlechter geht aber das hilft uns ja auch nich wenn wir uns leer und ausgebrannt fühlen dann is es nunmal so.

  4. #3
    Nickel
    Gast

    Standard AW: Jeder Tag raubt mir die Kraft.

    Hallo Gast,

    bitte bitte hol dir Hilfe! Du wirst keinem Therapeuten auf die Nerven gehen. Es ist sein Job, er hilft Dir gern.
    Du bist grade an einem Scheideweg:

    Entweder du machst so weiter, dann wirst du wirklich depressiv. Kann sich in Psychsosomatischen Beschwerden äußern, dort ist die Möglichkeit unendlich - aber es wird sich auch auf deinen Körper niederschlagen. Und irgendwann, wenn es ganz schlimm ist, wirst du auf Möglichkeit 3 zurückgreifen müssen, da du sonst zugrunde gehst oder dein Körper die somatischen Beschwerden so hoch fährt, daß du auf deine psyche hören mußt.

    Oder du verdrängst, was dein Inneres grade anscheinend nicht zuläßt. Und dann solltest du auch darauf hören - Verdrängungen können einen auch unbewußt sehr sehr zu schaffen machen (glaub mir, da weiß ich wovon ich spreche *g*) und später quasi "aufbrechen" und dich in einem Moment wo du deine Stärke woanders brauchst eventuell ausnocken.

    Oder du bearbeitest es: Du verarbeitest es, mit professioneller Hilfe. Tu das für dich... du brauchst jetzt Hilfe, die sollst du auch bekommen. Es gibt einen ganzen Batzen Menschen die so gerne anderen helfen,d aß sie es zu ihrem Beruf gemacht haben. Nutz das, tu das, fordere es für dich ein, du brauchst es.
    Und rede dir nicht ein, daß deine Kindheit ja "eigentlich ganz gut war weil du was zu essen hattest" ... seelische Vernachlässigung ist viel viel schlimmer als mal nen Klaps auf den Po oder nur Nudeln zu essen haben. Du hast tiefe Verletzungen davongetragen, das sieht man daran daß du dir schäbig vorkommst nur weil du allein darüber reden möchtest... Mensch das ist dein Recht und sehr wichtig für dich. Sorge für dich selbst und hol dir Hilfe, ja?
    (Würde mir beim Hausarzt mal nen Tip geben lassen... weiß aber nicht obs noch bessere Wege gibt.)

    Alles Gute, sei stark und tu was für dich.

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