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Thema: Ich bin nur noch unzufrieden mit meinem Leben und weiß nicht wie es weiter gehen soll

  1. #1
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    Standard Ich bin nur noch unzufrieden mit meinem Leben und weiß nicht wie es weiter gehen soll

    Hallo

    Also ich wollte mich einmal an euch wenden und euch um Rat fragen, oder gerne Wissen ob ihr so etwas auch schon mal erlebt habt und was ihr gemacht habt.
    Erstmal was zu mir und meiner Geschichte:

    Ich bin männlich und 18 Jahre alt und komme aus Köln. Bis zu meinem 11 Lebensjahr war mein Leben einfach wundervoll. Wir hatten ein Haus, keine Finanziellen Sorgen und ich war einfach glücklich. Dann haben sich meine Eltern geschieden und ich zog zu meinem Vater. Nach ca. 2 Jahren zog ich dann zu meiner Mutter weil mein Vater eine Frau kennen lernte die ein sehr starkes Alkohol Problem hat. Naja bei meiner Mutter war es nicht wirklich besser. Der neue Freund von ihr ist auch ein Alkoholiker (aber das erfuhr ich erst vor 1 Jahr). Nachdem er mich ca. 3 Jahre lang nur fertig gemacht hat und teilweise geschlagen hat, habe ich Kontakt zu meinem Vater wieder aufgenommen und bin Abends bei meiner Mutter abgehauen und bin zu Ihm gezogen.

    Dort ging es mir ziemlich gut, er hatte zwar nicht viel Geld aber ich war glücklich und vertrug mich mit seiner Freundin sehr gut, außerdem hatte ich meine Freundin die immer für mich da ist. Ich machte meine Mittlere Reife (allerdings mit 60 unentschuldigten Fehlstunden die ich heute sehr bereue), ging dann auf Gymnasium um mein Abi zu machen, habe dies allerdings nach 2 Monaten abgebrochen weil ich mich auf der Schule nicht wohl fühlte. Dann habe ich ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) im Krankenhaus gemacht und es gefiel mir sehr. Nebenbei habe ich meinen Führerschein begonnen.

    Im Juli letzten Jahres kam mein Vater dann wegen einer Thrombose ins Krankenhaus und dort wurde dann festgestellt das er Lungenkrebs hat. Weniger als 2 Wochen später verstarb er dann im Krankenhaus. Da ich nicht mehr Zuhause wohnen wollte, da mich dort alles an ihn erinnert hat, zog ich zu meiner Freundin für 2 Monate. Im september begann ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger und zog dort ins Wohnheim ein.


    Ich hoffe das war jetzt nicht zu lang für euch und habt noch lust und Zeit euch mit meinen Problemen etwas zu beschaffen.


    Nun ja, zu meinen Problemen:

    Ich bin seit Monaten einfach total unzufrieden mit meinem Leben. Ich habe einfach keine Freude mehr irgend etwas zu unternehmen, mit meiner Freundin läuft es meiner Meinung nach gar nicht mehr gut ( aber das ist ein anderes Problem) und das wichtigste ich bin mit meiner Beruflichen Situation unzufrieden. Zuerst dachte ich, der Beruf wäre etwas für mich und anfangs gefiel mir ja auch sehr, da ich ein FSJ gemacht hatte, habe ich ja schon vorher Erfahrungen gesammelt. Aber ich merke von Tag zu Tag mehr das ich keine lust mehr drauf habe. Vor 2 Monaten dachte ich mir noch, ich mache die Ausbildung wenigstens zu ende und mache dann was neues (Abi und dann Architektur Studium oder Immobilienkaufmann Ausbildung). Aber mittlerweile wird mit das alles zu viel. Ich habe seit 2 Wochen schon urlaub aber muss trotzdem jeden tag daran denken das ich bald wieder arbeiten muss anstatt meinen Urlaub zu genießen.
    Ich war jetzt 6 Tage auf Mallorca und habe viel drüber nachgedacht. Ich würde gerne eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann machen ( habe schon 30 Bewerbungen abgeschickt) allerdings denke ich, ich werde durch meine Fehlstunden auf dem Abschlusszeugnis nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
    Einfach abbrechen ist für mich keine Alternative, da ich dann auch aus dem Schwestern Wohnheim raus müsste und auf der Straße stände. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll.

    Eigentlich müsste es mir ja gut gehen, ich habe einen Job mit sehr guten Zukunftsaussichten, Finanziell geht es mir gut aber trotzdem habe ich kein Spaß mehr am Leben! Das liegt jetzt aber weniger daran das mein Vater tod ist ( auch wenn er der wichtigste Mensch in meinem Leben war) sondern eher an meiner beruflichen Situation.

    Zudem habe ich einfach auf nichts mehr lust. Ich könnte einfach den ganzen Tag zuhause rum sitzen und nichts tun! Ich würde zwar gerne mehr Unternehmen aber mir fehlt einfach der Antrieb.
    Ich selber würde mich auch als leicht depressiv einschätzen. War schon bei 2 Psychologen aber mir hat das alles nicht geholfen.

    Naja im Moment fällt mir nichts mehr ein und ich hoffe es war jetzt nicht zu lang und das ihr mir etwas weiter helfen könnt

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  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: Ich bin nur noch unzufrieden mit meinem Leben und weiß nicht wie es weiter gehen

    Hallo!

    Hm, ich finde, das ist immer schwer, jemand anderem in einer Situation zu helfen, die aus mehreren Teilproblemen besteht, die man sich nicht mit ihm von Tag zu Tag angucken kann.

    Zunaechst zu deinem Vater. Mein Vater ist auch gestorben und ich war da noch etwas juenger als du. Es war ebenso wie bei deinem Vater der Krebs, nur dass mein Vater zum Abnehmen auf Kur geschickt wurde und dann die Krebsdiagnose stattdessen erfolgte. Er hat laenger durchgehalten als deiner, ein paar Jahre, aber es stand auch schon fest, dass er den Krebs nicht besiegen wird. Ich wurde dadurch traurig ohne es zu merken. Das hoert sich jetzt komisch an, aber ich hatte wirklich das Gefuehl, dass ich es ganz gut wegstecke. Da sich die Situation um mich rum aber nicht gerade rosig gestaltete (ich hatte Mobbing in der Schule und eine Mutter, mit der ich mich nicht verstand), sahen Aussenstehende, dass ich nicht mehr laechelte. Ich konnte das einfach nicht mehr. Ich hab nicht geweint, ich hab gegessen. Du musst nicht weinen, wenn du jemanden betrauerst. Man verarbeitet das ja unterschiedlich und deine gesamte Unzufriedenheit kann auch allein daher stammen, dass dein Vater weg ist, selbst wenn du es nicht spuerst. Es wird dir kein Psychologe die Patentloesung bieten koennen, denn die wollen immer direkt zum Kern und dafuer muss man bereit sein. Es waere aber vielleicht schon mal ein wichtiger Schritt, anzuerkennen, dass es unsichtbare Trauer gibt und du nicht partout an deinen Entscheidungen vielleicht zweifelst, sondern das alles ein Ausdruck von Trauer ist. Es muss nicht so sein, aber ds Erwaegen der Moeglichkeit kann Dinge auch leichter machen.

    Was deine berufliche Situation angeht, waere es ganz nuetzlich, sich einmal bewusst zu machen, wie lange du noch deine Ausbildung machen musst. Wenn du noch am Anfang bist, dann kann man ueberlegen, ob du wechselst, aber weisst du dann, ob es besser wird? Wie kommst du auf Immobilienmakler oder Architektur? Sind das so Ideen, die nicht an eine Grundleidenschaft von dir anknuepfen, mal was ins Blaue, weil die Jobbeschreibung nicht so uebel klang? Ich denke mal, wenn du neu anfangen moechtest, dann wuerde ich erst mal Abi machen und nebenbei arbeiten. Da hast du laengere Entscheidungszeit und tust was Sinnvolles. Dann solltest du es aber auch durchziehen. Nicht immer gleich aufgeben, wenn was nicht gefaellt. Mein Studium hat mir in den letzten drei Jahren nicht gefallen. Ich war aber in der Mitte und ich mochte das Fach, eben nur die Umstaende nicht. Ich hab es durchgezogen. Ich mochte nicht in die Schule damals gehen wegen Mobbing, aber ich hab denen die Zaehne zeigen wollen. Dir fehlt so ein wenig die Zielstrebigkeit, das Ziel, das fuer dich lohnend ist. Setz dir eins und wenn es nur ist, um mehr zu verdienen. Wenn du jetzt keine Motivation hast, dann zwing dich mal zu Sport. Ein paar Mal in der Woche, was Regelmaessiges. Das tut dem Koerper gut und wirkt wie ein Antidepressivum. Du wirst dich dann spueren. Ich ziehe gerade um, aber danach steht fuer mich fest, dass ich mich auf ein Fahrrad schwingen muss jeden Tag. Ich hab mir das so vorgenommen, denn sonst gehe ich vermutlich ein (habe mittelschwere Depris (diagnostiziert vom Psychologen).

    Deine Freundin...hm, ja sie soll Halt sein, aber sie kann nicht DICH ersetzen. Aufgrund meiner Depris und noch mehr Probs bin ich seit Jahren alleinstehend. Lehre aus dem Ganzen: Verlass dich auf dich selbst, sonst hilft dir keiner. Freue dich ueber Hilfeleistungen deiner Mitmenschen, sie sind nicht selbstverstaendlich. Egal, ob die mal weg ist oder nicht, du musst mit ihr reden und versuchen das anzusprechen, was dich bekuemmert. Die Probleme der Beziehung muessen auch auf den Tisch. Offenheit ist ganz wichtig. Wenn es dann nicht mehr geht, konzentrier dich auf deine Verfassung, dass die besser wird...versuch erst mal Sport...kenne da viele, denen das Erleichterung verschafft hat, obwohl es am Anfang schwer war.

  4. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: Ich bin nur noch unzufrieden mit meinem Leben und weiß nicht wie es weiter gehen

    Hey mein Lieber,

    das hört sich nicht schön an! Das mit deinem Vater tut mir unglaublich leid! Ich hoffe Du nimmst dir die Zeit, das zu verarbeiten und wenn du merkst es funktioniert nicht probier eine dritte Therapie.

    Was deine Arbeitssituation angeht und deine Unlust, kann ich dich sehr gut verstehen! Etwas zu machen, dass dich nicht erfüllt ist nie eine zufriedenstellende Situation. 30 Bewerbungen hört sich viel an, aber ist es eigentlich nicht. Wenn Du aus einem Berufsfeld in anderes wechseln möchtest, sind Personaler oft skeptisch und die Fehlstunden helfen auch nicht. Hast du nicht vielleicht jemand, der dir bei den Bewerbungen helfen kann und deine Motivation zum Jobwechsel mit dir in Worte fassen kann. Bewerbungen sind nie einfach und oft für denjenigen der sie schreibt ein großes Problem. Für dich scheint das Anschreiben und der Lebenslauf logisch, aber auch nur weil du dich kennst.
    Einen guten Satz um deine Motivation zu erklären ist nicht einfach, aber er kann dir sehr helfen. Wenn du zum Beispiel schreibst, dass du in einem sehr nette Team arbeitest und den Austausch mit den Kollegen und Patienten schätzt, dich aber dafür entschieden hast einen lang gehegten Traum zu verwirklichen und eine Laufbahn in der Immobilienbranche anstrebst wäre es vielleicht ein Anfang. Ich hatte auch eine Weile mit Personalauswahl zu tun und kann dir daher nur sagen, dass deine Motivation für einen Branchenwechsel sehr wichtig ist.

    Ich kann mir vorstellen, dass dir ein Jobwechsel glücklich macht und dass du dann auch wieder mehr Spaß am Leben hast! Bin 10 Jahre älter als Du und kann dir nur sagen, hör nie auf an deinen Träumen festzuhalten und dafür zu kämpfen auch in Zeiten, die einfach nur mies sind!

    Ich wünsch dir viel Glück und Erfolg für deine Zukunft!
    Alles Liebe
    Tim

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