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Thema: Ich steh mir selbst im Weg

  1. #1
    DiezweiHerzen
    Gast

    Standard Ich steh mir selbst im Weg

    Hallo,

    seit ich hier im Forum bin habe ich überlegt, wie ich meine Probleme schildern soll, ohne aus guten Gründen zuviel persönliches preis zu geben.. Ok, Existenzängste ist sicher ein treffendes Thema, doch geht es nicht tiefgehend genug.
    So hab ich folgendes Gedicht gefunden was wirklich ALLES umfasst.
    Aber es ist sooooviiiel..dass es mir Angst bereitet und Hoffnung nimmt...



    Ich steh´ mir selbst im Weg


    Manchmal möchte ich zu mir selber sagen „Hey, geh doch einfach mal an die Seite und lass Dich vorbei!“ Wenn das so einfach wär…..

    Manchmal möchte ich Dir Dinge sagen, die mir auf der Seele, auf dem Herzen brennen, aber ich trau mich nicht, weil ich Angst habe, dann zuviel von mir preiszugeben und somit verletzbar zu sein.

    Manchmal möchte ich Dinge von Dir hören, die ich im ersten Moment genießen würde, aber vor denen ich im nächsten Moment Angst haben werde.

    Manchmal möchte ich, dass Du mich lieber als lieb hast, aber schon wenn ich nur diesen Gedanken habe, renne ich genau davor weg.

    Manchmal möchte ich mich in Deine Arme fallen lassen und wissen, dass sie mich auffangen. Doch im nächsten Moment ist das zuviel Nähe für mich und ich drehe mich um und gehe.

    Manchmal möchte ich geliebt werden… mich dran erinnern, wie schön dieses Gefühl sein kann. Doch dann bekomme ich Angst, weil Liebe bei mir meist schmerzvoll endete und ich baue die Mauer um mich herum noch ein Stück höher.

    Manchmal wünsche ich mir einen Partner in meinem Leben, der mit mir die schönen und nicht so schönen Dinge des Alltags teilt. Doch bevor ich diesen Wunsch zu ende gedacht habe, bekomme ich Angst und verwerfe ihn wieder.

    Manchmal wünsche ich mir, dass Du noch vertrauter zu mir bist. Dass ich an Deinem Blick erkennen kann, was Du gerade denkst. Aber dazu müsstest Du in meiner Nähe sein und allein dieser Gedanke lässt mich erschauern.

    Manchmal glaube ich, ich wär soviel freier, wenn ich zu mir selber sagen könnte „Hey, geh doch einfach mal an die Seite und lass Dich vorbei!“

    Vielleicht musst erst DU es mir sagen, um mir zu zeigen, wo mein Weg ist?

    Oder muss ich Dich erst auf der Straße meines Lebens verlieren, um zu wissen, dass es der richtige Weg gewesen wäre….?


    großes Dankeschön an.....© Andrea Koßmann, 18.03.2005
    Geändert von DiezweiHerzen (03.08.2011 um 23:47 Uhr)

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  3. #2
    Registriert Avatar von Zebaothling
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    Standard AW: Ich steh mir selbst im Weg

    Angst ist ein schlechter Wegbegleiter, wenn man sich selbst erforschen will.

    Verletzlichkeit ist positiv , sie zeigt , daß man erkennt wer man wirklich ist, obwohl man sie als negativ empfindet .

    Der Mut zu sich selbst, verblaßt vor der Resignation des Mißerfolgs .

    Aber die Ängste in die Hand und in den Mund genommen eröffnen neue Türen und Wege in das eigene selbst , ein guter Anfang , das Gedicht , denke ich .

  4. Für den Beitrag danken: Bandit2105

  5. #3
    DiezweiHerzen
    Gast

    Standard AW: Ich steh mir selbst im Weg

    Zitat Zitat von Zebaothling Beitrag anzeigen
    Angst ist ein schlechter Wegbegleiter, wenn man sich selbst erforschen will.

    Verletzlichkeit ist positiv , sie zeigt , daß man erkennt wer man wirklich ist, obwohl man sie als negativ empfindet .


    Sicher, da hast Du sehr recht, aber (und das k..... mich schon wieder an das ABER..grr..) es fehlt das Selbstvertrauen irgendwie. Außerdem gebe ich mir einerseits viel Schuld für vieles was passiert ist, andererseits sag ich wieder " Ne ne, das bist nicht nur du alleine gewesen, die Ursache für dein Handeln liegt woanders...es ist wie ein Labyrinth wo ich nicht mehr rauskomme, mich im Kreis drehe und drehe und drehe - mist schwarzweißdenken, weiß dass vieles aus der Kind-bzw. jugendzeit herrührt..)

    Der Mut zu sich selbst, verblaßt vor der Resignation des Mißerfolgs .
    Aber was tun, wenn "man" sich psychisch wie angekettet fühlt ? Außedem hab ich das Gefühl nicht ehrlich zu mir selber zu sein. Habe mal über diese ICH-ES und ÜBERICH gelesen - demzufolge siegt zZt. keine Ahnung warum das ES (Lebenserhaltungstriebe etc.)) dauernd , wahrscheinlich, weil ich viiiel zulange angepasst gelebt hab :-(
    Und jetzt fehlen Kraft und Mut etwas umsetzen zu können, wobei ich nicht mehr weiß, was zuerst davon ausgewählt werden muss...:-((


    Aber die Ängste in die Hand und in den Mund genommen eröffnen neue Türen und Wege in das eigene selbst , ein guter Anfang , das Gedicht , denke ich .
    Ich klammere mich einfach an dem was ( übewiegend beziehungstechnisch) ich habe zZT. teils aus Gefühlsgründen, aus Beschützerdenken heraus und ja...toll..aus finanziellen Gründen (finde ich schon wieder voll schh...an mir, sorry) - und das gibt eben wieder ein zuätzliches psychisches Gefängnis ab.

    Was ich überwiegend am Tag mache ist der Mist PC (überwiegend hier), auch wenn - nein gerade weil ich mich hier wohlfühle, gute und liebe Freunde gefunden habe und, auch wenn das alles recht "künstlich", fiktiv ist (nicht falsch verstehn; selbst hier sicher ich mich wieder ab aus der Gefahr heraus mich vielleicht verteidigen zu müssen ) und keinesfalls den realen Kontakt aufwiegt - im Gegenteil ! Bin ich dann aus Ablenkungsgründen draußen in der Stadt oder im Wald spazieren, hab ich schon wieder Sehnsucht nach zuhause und Erschöpfungzustände treten wieder massiv ein. Aber zuhause ? Wo ist das ?? Ich weiß es nicht mehr ?? Und dabei kann mir zZt. meine Therapeutin irgendwie auch nicht helfen :-(
    Ich lasse irgendwie alles nur noch laufen und laufen.....keine Kraft mehr...nur dort wo ich WIRKLICH DRINGEND was unternehmen muss mache ich auch was.
    Die Frage ist dann immer wieder: Zuerst mit der beruflichen Orientierung anfangen, ABER (ggrr..) die Beziehungsprobleme sind viel wichtiger ( war immer so bei mir, sonst geht beruflich wieder garnichts..)

    sorry für den langen Text bzw. danke für Eure Geduld beim Lesen :-(( bin schon wieder richtig erschöpft vom Schreiben her....puuhh..

    würde mich echt freuen von Euch Impulse zu bekommen

    Geändert von DiezweiHerzen (04.08.2011 um 22:27 Uhr)

  6. #4
    Registriert Avatar von ComaDivine
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    Standard AW: Ich steh mir selbst im Weg

    du schreibst von deiner therapeutin
    du bist also wegen diesem deinen "zustand" in therapie?
    gabs eine diagnose? ( die womöglich richtung bournout, depression ging?)
    - existenzängste und nicht in der lage, finite entscheidungen zu treffen gehen damit hand in hand... dieses sich selbst als rumeiernd empfinden und damit immer unglücklicher werden, dieses spiralartiger tiefer ziehen, diese starke schwäche, die sich auch körperlich bemerkbar macht....
    wie lange oder wie aktuell gehts dir so, oder sind das lebensbegleitende, immer wieder kehrende phasen, sprich episoden......

    nun, mehr fragen als antworten......

    etwas gutes hat es, sich selber im weg zu stehen: man nimmt sich noch wahr......


    sy__ hab dein eingangsthema gerade erst gelesen, mea culpa.....
    zitat:
    ................zumal ich mich selber als recht labil beschreibe... Zweitens leide ich seit Anfang dieses bzw. Ende letzten Jahres an Depressionen und Angststörungen. Klinkaufenthalt (selbst eingewiesen) ist schon vorüber. ..........................
    Geändert von ComaDivine (05.08.2011 um 01:27 Uhr) Grund: von hinten aufgerollt........
    Ich habe noch nie in meinem Leben einen Sarkasmus vorgetäuscht.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



    Der Lohn für Anpassung ist, daß alle dich mögen außer dir selbst.
    (Rita Mae Brown)

    Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.
    (Luther Burbank, amerikan. Biologe, 1849-1926)

  7. Für den Beitrag dankt:

  8. #5
    Registriert Avatar von schnatti
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    Standard AW: Ich steh mir selbst im Weg

    Zitat Zitat von deepblack Beitrag anzeigen

    Die Frage ist dann immer wieder: Zuerst mit der beruflichen Orientierung anfangen, ABER (ggrr..) die Beziehungsprobleme sind viel wichtiger ( war immer so bei mir, sonst geht beruflich wieder garnichts..)
    Ist es nicht erst einmal an der Zeit zu dir selber eine Beziehung aufzubauen, bevor du die bei anderen suchst und wie abhängig machst du dich, wenn das berufliche nur dann geht.

    Du gehst raus, unternimmst Spaziergänge, auch wenn du sagst, dass es dich Kraft kostet, aber du tust es. Super. Du schreibst hier, obwohl ds dich Kraft kostet. Toll.

    Schon auf dem Weg zu dir selber aufgebrochen?
    Bei allem was uns passiert, welchen Nutzen ziehe ich daraus für mein weiteres Leben?

    Bist du Glücklich? Ja - dann mach weiter so. Nein - Willst du glücklich sein? Nein - dann mach weiter so. Ja - ändere etwas! :-)

  9. Für den Beitrag dankt:

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