Hi!
Ich habe jahrelang arge Probleme gehabt, die zum Teil überwunden sind, weshalb ich mehr auf Menschen zugehe. Allerdings stimmt es mit der Kommunikation mit ihnen nicht so ganz, was auch sehr viel mit meiner Kindheit und Jugend zu tun hat.

Ich war früher ein Mobbingopfer und hatte dazu noch eine psychisch kranke Mutter, mit der ich allein lebte. Ich ging also in die Schule und wurde dort wegen allem rund gemacht, was ich so nicht mitbrachte. Das waren Markenklamotten vor allem aber auch Äusserlichkeiten sowie sonstige Kleinigkeiten, auf die ich von meiner Mutter in keinster Weise drauf vorbereitet worden war.

ich wollte meine Mutter nicht bedrängen wegen der Markenklamotten, weil die doch echt ne Stange Geld kosten und ich es nicht einsah, nur etwas zu tragen, damit mich andere mögen. Bei allem wie z.B. ner Bein- und Achselhaarrasur, die mir beide das Leben in meiner Klasse arg erleichtert hätten, blockte meine Mutter ab. Meine Haare waren ständig kaputt, weil meine Mutter mir Dauerwellen aufzwang und das Spitzenschneiden verbot. Ansonsten wirkte sie auf jedermann recht komisch und machte mir auch noch die letzte Chance zunichte, irgendwie mit meinen Klassenkameraden ins Reine zu kommen. Ich war dazu noch im Sportverein recht häufig aber eben trotzdem dick und es waren meist ältere Herren dort, so dass ich nicht wirklich Freundschaften schließen konnte. Mann lachte mich ab und an schon wegen der Figur aus. Mein Leben im Sportverein und auch meine Musik waren somit die einzige Freizeit, die ich hatte, aber auch oft Pflichttermine. Mal normale Freundschaften mit Mädchen meines Alters waren nicht drin und ich hatte somit als Ansprechpartnerin nur meine Mutter, war oft auch zuhause, weil ich für die anderen uninteressant war. Ich kommunizierte also nie, selbst meiner Mutter wich ich aus, weil es einfach nichts zu sagen gab. Sie führte ein Leben, das durch den Haushalt bestimmt wurde und tat sonst nichts, hatte also keine Hobbys und Freunde, weshalb ich dann von ihr für alles zu Rate gezogen wurde.

Irgendwie wurde die Situation immer schlimmer. Ihre Krankheit eskalierte und ich sah mich mit noch mehr Problemen konfrontiert. Diese Probleme verhinderten ziemlich häufig, dass ich unbekümmert sein konnte und nur einfach leben und mit anderen im Kontakt sein. Alles drehte sich nur um mich und die Probleme, die ich lösen musste. Momentan nehmen die Probleme ab, sind aber noch nicht ganz gelöst, so daß ich noch nicht aufatmen kann. Dennoch möchte ich nun Kontakt zu anderen und diesen etwas besser gestalten.

Ich weiß nur nicht genau, wie ich das machen soll, ohne meinen Anteil am Erzählten nicht zu groß werden zu lassen. Ich weiß nicht immer, was ich sie fragen soll und wie sie was von einer Unterhaltung mit mir haben könnten. Es ist schon so, dass mich viele mögen jetzt, aber ich hab trotzdem Angst gerade meine neuen Kontakte zu verlieren und muss mich immer so sehr anstrengen, mich auch für ihr Leben zu interessieren. Ich fühle mich manchmal immer noch wie eine Katze, die ihren eignen Schwanz jagt, weil sie denkt, er ist ne Maus...alles dreht sich voll um mich, mich, mich...ich hab auch ne narzistische Störung diagnostiziert bekommen und denke nicht, dass ich anders werden kann. Ich hab einfach so krassen Redebedarf und irgendwie auch das Gefühl, die anderen hätten eine vollentwickelte Persönlichkeit und materiell alles. Alles scheint mir so geordnet bei denen im wahrsten Sinne des Wortes...ich hab sogar Probleme irgendwas ordentlich zu halten, wenn es auch nur mein Zimmer ist...