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Thema: Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung???

  1. #1
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    Standard Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung???

    Hallo zusammen,

    Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin aber ich denke das es wichtig ist (für mich)andere Meinungen zu hören..

    Ich hole mal weit aus und fange einfach an..
    Ich bin in eine Pflegefamilie gekommen mit 14 weil ich mich mit meinen Eltern nicht verstand, musste dann wieder zurück zu meinen Eltern weil diese die Unterhaltskosten nicht mehr für mich tragen konnten, musste dann mit 16 in eine andere Pflegefamilie die nicht besonders schön war..dort blieb ich bis ich 18 war und kam dann in ein "Betreutes Wohnen", jetzt lebe ich alleine und möchte gern mit meinem Freund zusammen ziehen. Ich habe festgestellt das ich sehr viel Vertrauensprobleme habe und es mir so schwer fällt Menschen im allgemeinen zu vertrauen, besonders meinem Freund weil er mir sehr wichtig ist. Ich denke das ich meine Vergangenheit soweit im Griff habe und auch damit klar komme das meine Eltern mich im "Stich" gelassen haben. Sie wanderten letztes Jahr nach Kanada aus, vermute ich. Meine Mutter schrieb mir noch einen Brief in dem Fotos waren und sie schrieb..wenn du das ließt sind wir weg..es hat mich total umgehauen sowas zu lesen weil schon so viel zeit vergangen war..Ich bin eine sehr starke Person die immer versucht ehrlich zu sein und das war ich damals auch..Ich komme nach meinem Vater und er ist ein Dickkopf..er hat meine schwester und meine Mutter immer unter sich gestellt aber ich habe meine Meinung gesagt(wo ich damals dachte das es eine Meinung ist) und deswegen gerieten wir immer so aneinander. Ich habe viel Fehler gemacht damals und habe oft überreagiert aber ich wollte Freiheiten,wollte raus, wollte liebe von den Eltern und war deswegen auch kein all zu leichtes Kind.(Es fing alles an als ich 12 o. 13 war,ertänkte meine Sorgen in Alkohol und ritze mir die arme auf,was ich heute natürlich nicht mehr tue). Ich habe die Vermutung das mein Vater meine Mutter vergewaltigt hat..Sie waren damals ausgegangen als ich 9 oder so war, meine Schwester passte auf mich auf, meine Eltern kamen heim und sie waren Sturzbetrunken..ich hörte meine Mutter schrein,nach dem namen meines Vaters und ging ins Schlafzimmer..Sie lag auf dem Boden, neben ihr Erbrochenes..ich wollte ihr helfen aufzustehn aber sie war zu schwer, mein Vater lag im Bett und grinste nur,er sagte er würde das schon machen..ich ging ins Bett und hörte kurz darauf meine Mutter wieder schreien..Ich ging rüber und jetzt lag auch mein Vater auf dem Boden und übergab sich..es ging die ganze nacht so..ich schlief bei meiner Schwester und wir hatten echt angst weil wir nicht wussten was da los war. Am nächsten Tag war meine mutter in meinem Zimmer und sie weinte..Meine schwester war bei ihr,ich fragte was los sei aber sie antwortete nicht..sie hatten überall blaue flecken am körper. Ich meine sie hat es nie gesagt das er sie vergewaltigt hat aber ich habe die vermutung..Ich habe seit dem Tag panische Angst vor leuten die betrunken sind,sich übergeben vor allem und vor Vergewaltigungen..wenn ich sowas im Fernsehn sehe fühle ich immer sehr stark mit und ich frage mich ob das nur mit meiner mutter zu tun hat? ich komme damit klar das mein Vater mich geschlagen hat und das es alles so ist wie es jetzt ist, denn jetzt habe ich die kraft durch so vieles zu gehn und so viele Wege zu beschreiten aber es gibt dinge die ich aufarbeiten will und möchte auch eine therapie machen. Ich frage mich wie man vertrauen aufbauen kann? Ich liebe meinen Freund sehr und möchte ihm auch das nötige vertrauen geben aber irgendwie kann ich es nicht..Ich mache mir keine großen gedanken das er mir fremd geht oder so..es ist einfach ein Misstrauen da , das ich nicht weg kriege. Also hier die frage wie mache ich das? und wie komme ich mit den anderen sachen klar? Das ewige nach dem warum fragen bringt nichts, denn wer kann mir beantworten wo meine Eltern sind und wer kann mir sagen warum sie mir nicht gesagt haben wohin sie gehn, warum sie nicht mehr bezahlt haben..Meiner Meinung nach rennen sie vor dem weg, vor dem ich den Mut habe mich zu stellen, mir Fehler einzugestehn und mir selbst zu helfen, doch wie geht man das am besten an? Ich habe angst vor einer Therapie irgendwie weil es alles aufwühlt und ich dann nochmal durch alles durch muss aber es wird mir denke ich nichts anderes übrig bleiben..wie seht ihr das? Wie könnt ihr vertrauen?

  2. #2
    Registriert Avatar von Kaleidoskop
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    Standard AW: Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung???

    Hallo gast , Selbsterkenntnis ist ein lebenslanger Prozess , welcher vermutlich erst mit dem Tod endet . Da hast Du zumindest schon mal einen sehr guten Vorsatz gefaßt .
    Ich wohne hier in einem Mehrparteienhaus und hatte vor einigen Tagen mit Neumieter im Parterrre ein intensives Gespräch .
    er ist mit seiner 16J. Tochter eingezogen zum 1. Mai .
    Alleine hätte er die Wohnung über den Vermieter nicht bekommen .
    Er meinte gleich zu mir , daß seine Tochter in dem Heim nicht klargekommen wäre , wegen irgendwelcher Drogenprobleme .
    Und daß er " Es " nun mit Ihr zusammen versuchen wolle .
    Da habe ich allerdings auch ein wenig das Gruseln bekommen .
    Zuallererst wolle er ihr mal das Taschengeld streichen , meinte er .
    Ich habe das Mädel kurz gesehen , sehr lieb , ganz anderer Typ wie meine Tochter . Irgendwie schon sehr erwachsen , nem netten Freund . Der auf mich auch nen vernünftigen Eindruck macht . Sofern man dies als Außenstehende überhaupt beurteilen kann !
    Also was Eltern sich manchmal für Illusionen hingeben , bezüglich ihrer Allmachtsvorstellungen ! Ich staune immer nur !
    Eigentlich braucht die Tochter die Woh. alleine , der Vater ist wohl eher der Hemmschuh ihrer Entwicklung . Gesagt habe ich das natürlich nicht . Mal schauen , wie lange die das miteinander Aushalten auf 50 qm . Meine Tochter und ich wir sind ja eher die impulsiven Mitmenschen gewesen . Ich Implodiert , sie Explodiert !
    Um zu dieser Selbsterkenntnis zu gelangen , muß man allerdings erst mal einen gemeinsamen Weg miteinander zurücklegen .
    Nun bewohnt die Tochter also das Zimmer über dem Garageninnenhof , mit den Roma - und Sintiwohnwagen auf dem Wendeplatz . Über Ihr unsere Alkoholikernachbarn , welche im ersten Quartal jedes Monats so lange Saufen bis das Geld alle ist .
    Ob die Tochter mit ihrem Vater da so den guten Tausch gemacht hat , als Alternative zu staatlicher " Fürsorge " , bleibt abzuwarten .
    Ich habe dem Vater , welcher immerhin mein Alter hat " unseren " Weg damals beschrieben , aber entscheiden muß natürlich Jeder das Wohl seines Kindes selber .
    Meinen Segen haben Sie jedenfalls !
    Wie gesagt zur Selbsterkenntnis ist es nicht immer ein leichter Weg . Und manchmal geht es nicht ohne schmerzhafte Erkenntnisse und vorübergehende Selbsttäuschungen .
    In diesem Sinne hast Du Dich auf einen guten , fruchtbaren und mutigen Lebensweg begeben . Ohne Eltern , weiter so ! Liebe Grüße die " Rabenmutter "

  3. Für den Beitrag dankt: *Gast*

  4. #3
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    Standard AW: Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung???

    Hallo,

    ja....eine Therapie ist nicht einfach sondern ganz schön harte Arbeit. Die erste schwierige Hürde ist schon mal einen geeigneten Therapieplatz zu finden....einen Menschen bei dem man sich wohl fühlt und alles passt um eine Therapie zu beginnen. Und wenn ich mir deine Geschichte durchlese....du hast einiges aufzuarbeiten.

    Ich würde mir wünschen, dass du professionelle Hilfe bekommst. Ich habe hier auch aus Verzweiflung geschrieben....ganz tolle Menschen kennen gelernt....ganz viele liebe User, die mir zur Seite standen, als ich noch keinen Therapieplatz hatte, als ich einfach keinen Ausweg mehr wusste. Ich bin ganz vielen Menschen hier sehr dankbar. Allerdings habe ich erkannt, dass ich "meine Geschichte" mit meiner Therapeuthin aufarbeiten muss. Und heute bin ich dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe.

    Ich würde dir wünschen, dass du dich für eine Therapie entscheidest. Und ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg!

    LG Hilla

  5. Für den Beitrag dankt: *Gast*

  6. #4
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    Standard AW: Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung???

    Hallo Hilla,

    Klar ist es schwierig einen Therapieplatz zu finden aber ich hoffe doch das ich so einen finden werde. Verzweiflung war es jetzt nicht warum ich geschrieben habe, eher zu wissen das ich an meinen Problemen arbeiten muss. Ich dank dir für deinen Zuspruch und ich hoffe das die zeit in der ich das alles nochmal durchlebe nicht all zu schlimm wird.

    Danke nochmal

  7. #5
    celeste
    Gast

    Standard AW: Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung???

    hallo *gast*
    ich kenne das auch ,das verlassen werden + hin + hergeschubst zu werden .
    aber laß dich von deinem weg nicht abbringen ,du bist sehr mutig .+ habe den mut mit professioneller hilfe deine vergangenheit zu bewältigen . du wirst sie nie vergessen ,aber lernen damit zu leben . umso eher umso besser .
    kraft + mut für deinen weh

  8. Für den Beitrag dankt: *Gast*

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