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Thema: sexueller missbrauch

  1. #6
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    Standard AW: sexueller missbrauch

    bei der Polizei bzw. Kripo gibt es mittlerweile auf Sexualdelikte spezialisierte Beamten und Beamtinnen. Auf eine normale Polizeiwache würde ich also erst gar nicht gehen...aber das können sicher die Leute von der Opferberatung oder ein Anwalt besser erklären und in die Wege leiten.

    Ich würde hier einen Schritt nach dem anderen machen und zunächst Hilfe und Unterstützung in einer Beratung suchen.
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  2. #7
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    Standard AW: sexueller missbrauch

    Zuerst mal danke für eure zahlreichen Beiträge.

    Zitat Zitat von Grosmo Beitrag anzeigen

    Ich will dir bestimmt keine angst machen, aber es gibt solche schweine die dann das Opfer als Lügner darstellen, witze drüber ziehen und und und.
    was du hier ansprichst ist mein größtes Problem..
    Ich habe 2 Personen von diesem Erlebnis erzählt, nicht in allen Details natürlich, aber soweit, dass man eigentlich hätte verstehen sollen was passiert ist. Eine von diesen Personen hat mich sogar unmittelbar nach dem Geschehen gesehen, heulend unter der Dusche wo ich mich etliche Stunden nicht beruhigen konnte.. trotzdem hat mich nicht eine von diesen Personen ernst genommen, sie haben es zwar immer wieder miterlebt, dass ich nervliche zusammenbrüche hatte, konnten aber genauso wenig wie ich damit umgehen u haben nach einer zeit an meiner "Geschichte" gezweifelt.
    Man muss dazu sagen, dass die ganze Situation für mich noch erschwert wurde, einerseits, weil die Person, die mir das angetan hat, in einer Chefposition mir gegenüber war und ich mind. 10 stunden am tag mit ihm zusammenarbeiten musste. dieser umstand hat dazu geführt, dass ich in den ersten wochen nicht wirklich realisiert hatte, was eig passiert ist, bzw ich es einfach nicht wahr haben wollte, vor allem weil sich unser arbeitsverhältnis trotz des vorfalls nicht sonderlich verändert hatte.
    Das Ereignis, dass mich dann letzendlich dazu gebracht hat endlich zu realisieren was er mir angetan hat, war, dass die möglichkeit einer schwangerschaft bestand. Das hat mich dann letzendlich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. nervliche zusammenbrüche waren dann natürlich an der tagesordnung und das arbeitsverhältnis hat sich drastisch verschlechtert. Er hat seine Chefposition mir gegenüber natürlich ausgenutzt, hat mich immer wieder vor den anderen als schlechte mitarbeiterin hingestellt, wobei ich mit gutem gewissen sagen kann, dass meine Arbeit nie unter meiner meist sehr schrecklichen Situation gelitten hat. Ich weiß zwar bis heute nicht, woher ich die kraft genommen habe, aber ich bin stolz darauf, dass ich das so gut geschafft habe.
    Aber um zum Thema zurückzukommen: ich befand mich also in der Situation mit 18 nach einem Gewaltakt möglicherweise auch noch schwanger zu sein und mich jeden tag von der person, die mir das angetan hatte herumkommandieren u demütigen zu lassen. Nach einiger Zeit hatte es sich dann auch herumgesprochen, dass ich vielleicht schwanger bin; ich musste mich immer wieder übergeben und man konnte einfach sehen, dass es mir von tag zu tag schlechter ging. Schwangerschaftstest waren nicht sehr hilfreich, da sie jeden tag ein anderes ergebnis zeigten, was natürlich meinen Zustand noch verschlimmerte. (Es hat sich zum Glück nach ein paar monaten herausgestellt, dass all diese Reaktionen meines Körpers anscheinend nur Schockzeichen waren, ich war zum Glück nicht schwanger.) Als die Person, die Ursache von dem ganzen Schlamassel war, mitbekommen hat, dass ich vielleicht ein kind erwarte, hat das schließlich zu einem "Gespräch" zwischen uns geführt. Und, um jetzt endlich zu dem Zitat von Grosmo zu kommen, hat er mich natürlich für verrückt erklärt und mich als Lügnerin dargestellt. Es war schon ein Schock für mich, dass er gar keine Einsicht hatte, sondern wirklich sich darauf beruht hat, dass die Nacht von uns beiden gewollt war.
    Mittlerweile gelte ich unter meinen ehemaligen Arbeitskollegen als durchgeknallt und sehr fantasievoll, mein ehemaliger chef hat natürlich alle gegen mich aufgehetzt, sodass ich bei einer anzeige nicht die geringste chance hätte. und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich keine anzeige machen will, ich will das ganze nur schrittweise verarbeiten u in einem Forum darüber zu schreiben ist schon mal ein guter anfang

    danke nochmal für eure unterstützung!

  3. #8
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    Standard AW: sexueller missbrauch

    Hallo,

    du solltest dich nicht durch solche unrealistischen Horrormärchen und schief gelaufenen Einzelfälle (wahrscheinlich von Opfern die allein zur falschen Stelle getrabt sind etc.) entmutigen lassen Larali. Unter dem Schutz eines Psychologen und wenn du mit einem Anwalt direkt zur richtigen Kripostelle gehst um Anzeige zu erstatten ist die Wahrscheinlichkeit bei der Kripo oder vor Gericht schlecht behandelt zu werden gleich null.

    Das allerwichtigste ist dass du allein dich wichtig und ernst genug nimmst...alles andere ergibt sich dann meist von alleine. Es ist scheissegal wie andere reagieren...wichtig ist dass du dir glaubst und zu dir stehst und dich nicht davon abbringen läßt Gerechtigkeit für ein Verbrechen an dir ein zu fordern.
    So viel Mut muss man im Leben schon haben, sonst wird man immer wieder Opfer und kommt von der Opferhaltung nicht los.
    Opferhaltung ist: nicht an sich selbst glauben, denken, dass alles was man macht schiefgeht..also ein negatives selbstbild, passives Dulden, Schweigen, aushalten bis zum gehtnichtmehr, sich nicht wehren, nicht kämpfen. Diese Haltung kann man per Therapie und kontinuierlicher Arbeit an sich selbst überwinden und muss man auch überwinden um in dieser Welt klar zu kommen.

    Ich rate dir nochmal sehr ernsthaft, dass du die Sache viel ernster nehmen solltest und dir fachkundige Hilfe suchen solltest. Alleine kannst du das nicht intensiv genug verarbeiten...auch dieses Forum kann dir bei einer richtigen professionellen Verarbeitung wenig helfen.

    Selbstverständlich ist der Täter nicht so verrückt dir oder anderen ggü seine Schuld ein zu geschehen....eine Vergewaltigung ist strafbar und wer gibt sowas freiwillig zu? Warum wunderst du dich also über seine Reaktion?? Er will sich schützen und tut es..aber was ist mit dir?? Du stehst dem nach wie vor inaktiv und wehrlos gegenüber? Nicht gut! Unter psychologischer Betreuung könnte ein Psychologe sehr leicht bei dir ein Trauma feststellen und dir das auch fürs Gericht attestieren..damit hättest du nachträglich einen Beweis.
    Ich würde also nicht vorschnell aufgeben und einen Straftäter einfach so davonkommen lassen. Wenn du das tust erniedrigst du dich wieder und immer wieder....das wird deine Psyche auf Dauer nicht aushalten, daher würde ich zumindest so schnell wie möglich psychologische Hilfe suchen und annehmen.

    Wende dich also umgehend an eine Gewaltopferberatungsstelle (Weißer Ring oder Frauenberatungsstellen vor Ort od.ä) und erkundige dich nach therapeutischer Hilfe. Das wäre ein guter nächster Schritt, in meinen Augen ein überlebensnotwendiger Schritt für dich.

    Höre also auf die selbst die Chancen ab zu graben und fang an dir neue Chancen zu erarbeiten! Taktisch vorgehen...Hilfe annehmen und die Sache durchziehen.
    Wer aufhört zu werden, hört auf zu sein

  4. Für den Beitrag dankt:

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