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Thema: Ohne Gedanken - Die Geschichte einer Betroffenen *t*

  1. #1
    Gast-
    Gast

    Standard Ohne Gedanken - Die Geschichte einer Betroffenen *t*

    Sie sitzt da,
    die Gedanken ziehn mal wieder vorüber.
    Keine Tränen -nicht heute.
    Die Augen werden feucht,
    trotzig wischt sie sie weg.
    Trotzig sitzt sie noch da,
    als die Panikattacke kommt.
    Die Wellen sie erfassen,
    auf den eisamen Strand spülen,
    sie gegen Felsen schmettern.
    Sie kämpft, kämpft ums Leben.
    Kommt wieder zum stehn.
    Erinnerungen flammen auf.
    Sie geht raus - spazieren.
    Atmet die frische Luft.
    Sein heißer Atmen.
    Sein Schweiß.
    Igitt.
    sie übergibt sich ins Gestrüpp.
    Begegnet einigen Menschen.
    Sie sieht schlecht aus,
    mit ihren roten Augen,
    blass um die Nasenspitze.
    Sie wird kurz angeschaut
    sie senkt ihren Blick.
    Und geht weiter.
    Die Arme voller roter Striemen,
    Blut tropft auf den Waldboden,
    und sie kann ihn riechen,
    ihn sehen,
    seine blonden Locken,
    sein schmales Gesicht.
    Sie läuft schneller,
    als würde sie verfolgt,
    sie hetzt durch den Wald.
    Wären die Erinnerungen hinter ihr,
    vielleicht könnte sie sie abschütteln,
    aber die Erinnerungen sind IN ihr.
    Sie wirft den Kopf gegen einen Baum.
    Raus- raus- raus!
    Er ist in ihr.
    Sie krümmt sich vor Schmerzen.
    Bitte, lass mich gehn.
    Und der Boden wird von Tränen getränkt.
    Ein Mann mit Hund begegnet ihr.
    Sie keucht, als sie ihn näher kommen sieht.
    Er schaut sie an
    ihre knallroten Arme,
    die Beule am Kopf,
    die Tränen in den Augen.
    "Ist alles ok?"
    Ja. Sie geht weiter, bestimmt.
    Bevor sie nach der nächsten Ecke,
    wieder zusammenbricht.

  2. #2
    MagicSun
    Gast

    Standard AW: Ohne Gedanken - Die Geschichte einer Betroffenen *t*

    keine Berührung mehr,
    kein Suchen kein finden nur sich winden,
    keine Nähe, keinen Schritt zu weit,
    dann alles schreit.

    Vergessen wollen, nicht können,
    nur weg rennen.
    Wohin - ohne Ziel - alles zu viel,
    brauch ein Ventil.

    Nacht in der Seele, Nacht auf der Haut,
    nichts mehr vertraut.
    Das ICH verloren ,
    unter ihm erfroren.

    Sehnsucht nach Wärme,
    Suche nach Gefühl - bitte kein Schritt zuviel.
    Kälte kehrt zurück im Nahen Augenblick

    Ein Kreis ohne Ende - Schrei nach Wende
    Flucht in sich - verlorenes Ich.

    Kampf gegen Schatten,
    Kräfte ermatten.

    Mein ICH sagt mir, verliere nicht auch noch hier.

    Akzeptanz der Erinnerung - kein kampf mehr gegen mich
    - zurück zum eigenen ICH.

  3. #3
    Gast-
    Gast

    Standard AW: Ohne Gedanken - Die Geschichte einer Betroffenen *t*

    Doch eine Antwort. -Danke-

    Wo mag es sich verstecken?
    Das Ich ist verschwunden.
    Es gibt nur noch das ER.
    ER - seine Berührungen.
    ER - seine Küsse.
    ER - über mir.
    Wo ist das ich?
    Liegt unter ihm.
    Windet sich.
    Versucht zu schrein.
    Wimmert.
    Hofft.
    Betet.

    Ist eigentlich kein Ich mehr.
    Nur noch irgendwas.
    Leere Hülle
    unter ihm.

    Immer wieder.
    Verzweifelte Schreie
    mitten in der Nacht.
    Verhallende Schreie
    bevor sie begannen.
    Echoloses Gewimmer
    in einer endlosen Schlucht.

    Wird es je aufhören?
    Erst wenn man hängt?
    Erst wenn man T. nahm?
    Erst wenn der Körper ganz schlaff wär?
    NEIN.
    Keine Möglichkeit.
    Lass sie nicht gewinnen.

    ER über mir.
    Stoß ihn weg.
    ER - seine Hände.
    Reiß sie weg.
    ER - in mir.
    Schmeiß ihn runter.

    Es ist dein Geist.
    Mach was du willst.
    Aber mach ihn fertig!
    Du leidest schon viel zulange...

  4. #4
    MagicSun
    Gast

    Standard AW: Ohne Gedanken - Die Geschichte einer Betroffenen *t*

    es gibt immer eine Antwort

    ein Gedicht aus meinem Tagebuch - es trägt den Titel "Reise ins Ich"

    ........meine Reise ins ich,
    ich kenn mich nicht

    ich schau mich um,
    Worte so stumm

    Blicke so leer,
    ich will nicht mehr

    Licht über Schatten,
    Kräfte ermatten

    Raus aus mir,
    doch ich bleibe hier

    Fallen so tief,
    Hoffnung schlief

    Tränen so still,
    niemand sehe will

    Fragen so heiss,
    niemand Antwort weiss

    Wege ohen Ende,
    nur kalte Wände

    Ängste geboren,
    Träume verloren

    Niemals Ruhe, niemals Stille,
    quälender Wille

    Nie zu Hause,
    Suche ohne Pause

    Nie am Ziel,
    Steine so viel

    ankommen ohne zu gehen,
    Zeit - bleib, still Stehen

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