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Thema: Zivilcourage in der Praxis?

  1. #6
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    Standard AW: Zivilcourage in der Praxis?

    Hmm, ich hab nochmal nachgedacht.
    Versuchen wir das ganze mal völlig pragmatsich zu betrachten aus der Sicht des Opfers.
    Man beobachtet alleine einen gewalttätigen Menschen, der sich an einem Opfer vergeht. Folgende Möglichkeiten:
    Man rennt schnell weg und macht gar nichts. Sind wir uns glaub ich einig, ist die schlechteste Lösung.
    Nächste Möglichkeit:
    Man macht das, was ich vorgeschlagen hatte, wegrennen und die Polizei rufen. Da hast du mit deinen Zweifeln völlig recht, besteht für das Opfer die Gefahr, dass bei Eintreffen der Polizei für die Frau schon alles zu spät ist und der Täter über alle Berge.
    Dritte Möglichkeit:
    Man ruft nicht die Polizei und stellt sich dem Täter. Dabei besteht die Gefahr, dass der Täter stärker ist, Waffen hat usw. was der Frau auch nicht sonderlich hilft.
    Neuer Vorschlag:
    Man rennt um die Ecke, ruft die Polizei, geht danach zurück und droht dem Täter damit, dass die Polizei unterwegs ist.

  2. #7
    EuFrank
    Gast

    Standard AW: Zivilcourage in der Praxis?

    Hallo Lutz!

    Auf solche Situationen bereitet man sich am besten schon vor, bevor sie eintreten. Denn dann kann man eventuell nicht mehr lange nachdenken.

    Zunächst einmal sollte man immer sein Handy dabei haben.

    Bei solchen Typen, die die Züge eines wilden Tiers tragen, ist es am besten, wenn man sie auch als solche behandelt (freilaufender Tiger unterwegs). Also: Anruf bei der Polizei in sicherem Abstand. Bei direkter Einmischung ist eventuell die Verletzungsgefahr zu groß. Nach dem Anruf kann man sich ja eventuell noch mal einmischen (mit dem sicheren Gefühl, dass Hilfe bald kommt). Körperliche Fitness ist auch nicht schlecht. Außerdem gibt es ja noch diverse "Geräte", die man zum Selbstschutz mit sich führen kann.

    Weglaufen ist in meinen Augen eine durchaus bedenkenswerte Alternative - würde man bei einem Tiger ja eventuell auch machen.

    Psychologisch gesehen ist es besonders wichtig, ruhig zu bleiben. Bloß nicht die Nerven verlieren - auch wenn es schwer fällt in so einer Situation. Vielleicht strahlt die Ruhe auch positiv auf den Aggressor aus.

  3. #8
    EuFrank
    Gast

    Standard AW: Zivilcourage in der Praxis?

    Hallo eskarina55!

    Zitat Zitat von eskarina55 Beitrag anzeigen
    ...Ich versteh nicht, warum so viele Leute Hemmungen haben einfach mal die Polizei zu rufen...Zivilcourage bedeutet für mich, dass man einfach mal die Augen offen hält für seine Umwelt, die Bereitschaft, sich überall einzumischen, nicht weg sehen, nicht denken, naja da wird schon nichts sein. Es ist nicht feige, sich aus Gewaltsituationen raus zu halten, aber es ist feige, Ungereimtheiten zu ignorieren...
    Sehe ich ähnlich.

    Das wichtigste ist wohl, dass man eine Haltung, eine Meinung zu diesen Dingen wie Gewalt hat. Viele haben meines Erachtens noch keine wirkliche Stellung in diesen Dingen eingenommen ("Och ein bischen Gewalt ist doch normal" etc.). Diese unentschiedene Haltung zeigt sich ja sogar bei vielen Opfern.

  4. #9
    Registriert Avatar von Felicitas
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    Standard AW: Zivilcourage in der Praxis?

    Hi,

    ich finds keine Schande wegzulaufen, empfinde es aber als Schande wegzuschauen.
    Auch ist es keine Schande diese komischen Wesen in grün zu rufen, denn wozu sind die bitteschön da?
    Selbstbewusstes Auftreten kann jemanden schon einschüchtern, wenn man eingreifen möchte... nur es gibt viele wenn und abers und keinem ist geholfen wenn der Helfer erstochen auf dem Boden liegt.
    Eine Drohung aus sicherer Entfernung "Ich habe die Polizei angerufen" und dann die Beine in die Hand nehmen, ist nicht unbedingt unklug. Ich würde es nur nicht "drauf" anlegen selbst verletzt zu werden, hätte wohl auch zu viel Angst.
    Eine annahme man sei körperlich überlegen, kann ins Auge gehen.
    Aber selbst Jugendliche/Kinder können sonst etwas in ihren Taschen versteckt haben und zu 5. auch einen körperlich Überlegenen ziemlich übel zurichten.
    Laut "Hilfe" "Feuer" oder sonst was schreien, damit ein paar Leute aufmerksam werden, wäre noch eine alternative. Kaum ein Täter liebt Zuschauer.

    LG

    Feli
    Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit.

    Der Klügere gibt solange nach bis er der Dumme ist..

  5. #10
    STAN*
    Gast

    Standard AW: Zivilcourage in der Praxis?

    Vielleicht lohnt sich auch mal ein Blick auf diese Website:

    http://www.praeventionsrat.stadt-fra....de/index2.htm

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