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Thema: Von Sinn, ein Opfer zu sein

  1. #1
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    Standard Von Sinn, ein Opfer zu sein

    Opfer zu sein, ist nicht schön, egal in welcher Form. Aber meiner Meinung
    nach muss es Opfer geben, damit wir lernen, dass Menschen unter uns
    leben, die es nicht gut mit uns meinen, also ein gesundes Misstrauen ent-
    wickeln.
    Von daher ist ein behütetes Zuhause nicht immer von Vorteil, weil man zu naiv auf wächst oder man wird zu sehr unterdrückt, darf sich nicht ent-
    falten.
    Opfer haben die Aufgabe, ihre Peiniger aufzudecken und nicht zu schweigen.
    Wer hat noch was dazu zu sagen?


    Miss Maple

  2. #2
    Tyra
    Gast

    Standard AW: Von Sinn, ein Opfer zu sein

    man ist ja nicht für immer Opfer..wichtig ist es den Schritt zu tun um NICHT mehr ein Opfer zu sein.
    Menschen sind ja zum Glück entwicklungsfähig und mein Respekt gilt den Opfern, die entwicklungsbereit sind und auch bereit keine Mühen zu scheuen wegzukommen vom Opferhabitus.

    Ich denke nicht, dass es generell einen Sinn für irgendwas gibt...es sei denn man erschafft ihn. Es macht wenig Sinn Opfer zu sein aber durchaus Sinn kein Opfer mehr sein zu wollen und zuzusehen das auch hinzukriegen.

    Ich sehe das auch wie du dass es wichtig ist, dass Opfer ihre Peiniger aufdecken sollten und halt nicht schweigen sollten. Schweigsamkeit und Duldsamkeit ist ja Opferverhalten und zwar selbstgefährdendes Opferverhalten. DAmit schützt ja das Opfer eher den Täter als sich selber und Selbstschutz sollte IMMER im Leben an erster STelle stehen.
    Das ist das was ich aus meiner eher wenig behüteten, sondern eher harten Kindheit so mitgenommen habe. Ich hab halt gelernt für meine Entfaltung zu kämpfen...daher kann ich sagen: die damals erlebte Gewalt hatte nicht nur negative Effekte. Einen allgemeinen Sinn hatte diese Gewalt aber nie...wohl einen auf den Täter bezogenen Sinn, ne gewisse Funktion mich als weibliches Wesen unterzubuttern und zu ner willigen Sklavin zu machen od.ä. Sobald man diesen auf den Vorteil dese Täters bezogenen Sinn jedoch erkannt hat, wird es Zeit zu handeln....dagegen zu handeln, für sich zu handeln.

    Wenn es einen Sinn des Lebens geben sollte, dann in meinen Augen den, dass man lernt für sich selber in die Bresche zu schlagen, sich gegen Unrecht zur Wehr zu setzen. Passivität zieht keine großartige Leistung oder Lebensqualität nach sich. Um im Leben voranzukommen ist es schon wichtig aktiv zu werden, sein eigenes Leben selber und selbstbewusster zu bestimmen, sich nicht einfach so treiben lassen und immer andere über sich bestimmen lassen.

    Tyra
    Geändert von Tyra (22.04.2007 um 12:42 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Von Sinn, ein Opfer zu sein

    hi,
    ich gebe dir teilweise recht! opfer muss es geben! aber dann frage ich mich natürlich auch, warum sind es so oft die schwachen in der gesellschaft die geschützt werden müssen? ich rede von unseren kindern die noch keine stimme haben und sich nicht zur wehr setzen können? ich würde immerwieder opfersein, wenn ich nur einem kind die last und den schmerz einer gewalttat abnehmen könnte! ich weiss wovon ich rede! es ist schlimmer etwas derartiges als kind zu erleben als später im erwachsenenleben! grüsse aus berlin

  4. #4
    Tyra
    Gast

    Standard AW: Von Sinn, ein Opfer zu sein

    also nee...Opfer sollte es eher nicht geben und als Zielsetzung einer Gesellschaft sollte es eher selbstbewusstere und kampfgeschulte (also allgemein nicht nur Kampfsportmäßig) Frauen geben, die nicht so leicht Opfer werden. Und Kinder als die Schwächsten unserer Gesellschaft auch besser geschützt werden durch wesentlich härtere Strafen für Gewalttäter zum Beispiel.

    Liebe Hope deine Haltung und Mitleid in allen Ehren, aber anderen Opfern die Opferlast abnehmen zu wollen ist devot und auch selbstgefährdend!! Sone Art Jesussyndrom der Menschheit die Last von den Schultern nehmen zu wollen. Du bist jedoch nur ein Mensch und es ist nicht dein Job dein Leben für andere aufzuopfern!!
    Klar sollte man Mitgefühl haben und auch ggf Hilfe geben..aber nicht derart dass man sich dabei aufopfert...das hilft weder einem Opfer noch einem selber.
    Die Menschen sind eh oft stärker als man glaubt...wenn man ihnen also nur Mitleid entgegenbringt bauscht man so manches Unglück oft nur noch mehr auf und stilisiert Leid zu etwas hoch, das ist keine gute Tendenz. Ne gute Hilfe für Menschen ist es oft auch dass man eher kein Mitleid zeigt, was diese nur beschämt, sondern sachliches Mitgefühl, was nicht ausschließt sich auch mal zusammen hinzusetzen, zu erzählen und zusammen zu heulen über das erlebte Leid..aber darüberhinaus sollte da noch was kommen. Man sollte hier nicht bei Mitleid stehenbleiben und in der Denkhaltung...achja...wir leiden so, da kann man nix machen und ändern...so leiden wir halt. Nach der Heulerei sollte die Wut und auch der Mut zu handeln kommen, damit man gezielt gegen neues Leid vorgeht.
    Man kann nicht immer alles Leid vermeiden im Leben aber schon ne Menge tun um so einiges an Leid zu verhindern.

    In Leid steckt null Sinn....aber es macht Sinn sich aktiv gegen Leid zur Wehr zu setzen und davon wegzukommen. WEnn man erniedrigt und geschlagen wurde halt aufzustehen und sich das nicht bieten zu lassen.

    Mir ist es auch als Kind passiert Leid zu erfahren, Opfer zu sein, aber ab der Pubertät war Schluss damit und das war gut so, ein wichtiger Lernschritt in meinem Leben.
    Geändert von Tyra (22.04.2007 um 13:04 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Von Sinn, ein Opfer zu sein

    Hallo Miss Maple,

    ich bin auch ein Opfer, ein Opfer das Gewalt erfahren hat und man könnte auch sagen, dass ich ein Behördenopfer bin.
    Du hast recht, man sollte schon seine Peiniger aufdecken.Meine Erfahrungen sind dabei aber eher negativ, denn dieser Weg ist verdammt hart.Leider hören die meisten nicht zu, man hat das Gefühl sich für jedes und alles, rechtfertigen zu müssen.Solange ich brav das tue, was andere von mir erwarten, ist alles in Ordnung, aber wehe, ich habe eine andere Meinung, besonders bei Ämtern dann ist es sehr, sehr schwierig.
    Manchmal, denke ich daran einfach aufzugeben, halt klein beizugeben.
    Ich weiß manchmal einfach nicht mehr was richtig und falsch ist.
    Mein Elternhaus ist gar nicht behütet gewesen,ich musste schon immer für alles kämpfen, nichts ist mir in den Schoß gefallen.

    Mir wäre es lieber gewesen, kein Opfer zu sein.Denn es hat tiefe Narben hinterlassen.Ich denke jedoch nicht daran aufzugeben, das bin ich mir einfach schuldig.
    Viele Grüße von der Hoffnungslosen

  6. Für den Beitrag dankt: Vindobona

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