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Thema: "Häusliche Gewalt" - Wer hatte "Erfolg" mit der Anzeige?

  1. #11
    Registriert Avatar von Vienne
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    Standard AW: "Häusliche Gewalt" - Wer hatte "Erfolg" mit der Anzeige?

    Hallo Schwiegertochter02,

    ich hatte ja auch einen ähnlichen Thread, in dem es darum ging, dass ich meinen Ex-Mann, angezeigt hatte, weil er mich immer wieder körperlich anging.

    Generell war es absolut richtig von Dir, den Weg vom Krankenhaus zur Polizei zu gehen. So wie Du erzählst, wurdest Du dort sehr gut beraten und auch ernst genommen (was leider auch nicht immer der Fall ist).

    Sehr gut finde ich auch, dass Du gefragt wurdest, ob Du weiterhin über das Verfahren informiert werden möchtest. Das gabs bei mir nicht. Ich hab nur über meine Anwältin erfahren, dass der Gute gerade mal läppische (in Anbetracht der Tatsache!) 1000 Euro berappen musste und das Verfahren eingestellt wurde.

    Wie aber Tyra richtig sagt: Das Vergehen ist jetzt registriert. Angenommen, es würde erneut passieren, dass er auffällt (ich bin jetzt aber raus aus dem Job ), dann hätte er ein richtiges Problem.

    Und ja: Allein ihm zu zeigen, dass es Grenzen gibt und der Fehler bei IHM liegt (diese Typen fühlen sich ja über alles erhaben) und das jetzt bei der Polizei gemeldet ist, ist sehr wichtig. Wichtig auch für Dich, denn Du hast was gegen ihn und FÜR DICH getan.

    Wegen der Kostenübernahme Deines Anwalts, hier wurde Dir ja schon geraten, Dich z. B. beim weißen Ring beraten zu lassen. Ich hatte bei einer ähnlichen Stelle auch mal angerufen und man war sehr freundlich zu mir. Vielleicht gehst Du das einfach mal an, die können Dir sicherlich auch weitere Fragen beantworten, weil sie da entsprechend Erfahrung haben.

    Sonst für Dich alles Gute und geh diesen Weg weiter, ich erachte ihn genauso wie die anderen hier für absolut richtig. Stehe für Dich ein und zeig denen, die Dir Unrecht tun, weiter die Zähne.

    Liebe Grüße
    Vienne

  2. #12
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    Standard AW: "Häusliche Gewalt" - Wer hatte "Erfolg" mit der Anzeige?

    Guten Morgen Schwiegertochter,
    dann hast Du wohl einen Polizisten erwischt der seinen Job sehr ernst nimmt, bzw. sehr gut geschult ist, od. eben beides.Ist es möglich das sowas, von Region, zu Region unterschiedlich gehandhabt wird? Ich finde es auf jedenfall Toll, das Du da mit einem guten Gefühl hinausgegangen bist.
    Diese Nacht bei "Domian" war eine Frau, die 11 Strafanzeigen gestellt hat und keine wurde weiterverfolgt. Sie wurde von Ihrem Partner mehrfach Krankenhausreif geschlagen, noch nicht mal im Krankenhaus ist aufgefallen woher die Verletzungen kamen.
    Vorher kam in Frau TV WDR, ein Bericht über Zwangs-Prostitution, die Zuhälter werden einfach zu weich bestraft meistens nur mit Bewährung.
    Tja unser Rechtssystem ist in solchen Dingen zu harmlos, Eigentumsdelikte werden meistens höher Bestraft hier in userem Lande. Hier ist der Gesetzgeber massiv gefordert, so schnell wie nur möglich etwas zu tun und das ohne großes TamTam, es darf einfach nicht sein das Menschen, hier Frauen so behandelt werden. Nun haben wir eine Kanzlerin, nur tut die nix!
    Plus einer, doch so tollen Familienministerin, die alleine fünf Kinder großzieht(v.Ironie), nur diese scheint sich nicht bewusst zu sein , welche Probleme doch so manch eine Frau in Old Germany hat!
    der Che.G

    hier mal der Link dazu > http://www.wdr.de/tv/frautv/archiv20...0906_2.phtml#0http://tinyurl.com/hvr4o
    Zahlen und Fakten
    Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden in Europa jedes Jahr 500.000 Frauen zur Prostitution gezwungen, die meisten davon in Deutschland. Nach Angaben des BKA arbeiten 140.000 Frauen aus Osteuropa in Deutschland. Die Zahl der illegal eingeschleusten steigt ständig. Dieser Entwicklung hinkt die Strafverfolgung hinterher. Die Verurteilungsquote liegt bei 10 %. Frauenhandel gilt heute in Täterkreisen als lukratives Geschäft mit geringem Risiko. „Frauen nach Katalog zu bestellen“, so ein Richterspruch, „ist zwar menschenunwürdig, aber nicht strafbar“.

    „Es gibt im PISA-Land Deutschland“, so der Ex-Kommissar Manfred Paulus, „doppelt so viele Prostituierte, wie Professoren. Und es gibt fünfmal so viele Freier, wie Studenten.“ Eine Mrd. Euro Umsatz wird mit dem weltweiten Frauenhandel jährlich gemacht. Hochburg der Prostitution ist Deutschland, NRW das führende Bundesland mit den meisten illegal arbeitenden Frauen. „Die Prostitution ist neben dem Waffengeschäft und der Droge das illegale Geschäft Nr.1. der internationalen Mafia. Und der Stoff, der dann weggeworfen wird, das sind die zerstörten Körper von Frauen und Kindern“, so Emma-Herausgeberin und Publizistin, Alice Schwarzer.

    http://www.wdr.de/tv/frautv/design/2...ie_verlauf.jpg


    Kritik am Prostitutionsgesetz
    Das Prostitutionsgesetz von 2002 hat den Kampf gegen Menschenhandel zunehmend erschwert. Verfolgung von Menschenhändlern ist durch die Legalisierung der Prostitution in Deutschland fast unmöglich geworden. Die Gründe: Der Tatbestand der Sittenwidrigkeit ist aus dem Prostitutionsgesetz genommen worden. Dadurch ist es den Behörden nicht mehr ohne weiteres möglich, Kontrollen und Razzien in Bordellen durchzuführen. Die Prostitution ist legal in Deutschland und gilt als ein Beruf, wie jeder andere auch. Bordellbesitzer verstecken sich hinter der Ausrede, lediglich „Zimmer zu vermieten“. Was die Frauen dahinter machen, „sei deren Sache“, heißt es im Milieu. Die Frauen werden kaum registriert, weil sie ja legal arbeiten. Dass unter den so genannten Legalen viele Illegale mit falschen Papieren arbeiten, ist für die Behörden fast unmöglich festzustellen.

    Experten sind sich einig: In Deutschland und Holland, jene Länder, in denen die Prostitution legalisiert wurde, gibt es die häufigsten Fälle von Zwangsprostitution, also Menschenhandel. Tatsache ist, dass die Förderung der Prostitution in Deutschland nicht unter Strafe steht. Strafbar macht sich nur der, wer eine Prostituierte in persönlicher oder wirtschaftlicher Abhängigkeit hält. Das nachzuweisen ist nach Gesetzeslage aber sehr schwierig, denn Razzien sind in Deutschland auf Grund der Gesetzeslage nur punktuell erfolgreich.

    Unter Freiern gelten Zwangsprostituierte oft als „normale Huren“, die ihren Beruf „freiwillig“ tun. Ein weit verbreiteter Irrtum, so die Kölner Juristin, Edda Schneider-Ratz, die diese Mädchen vertritt. Sie sagt: „Eine Frau, die sich freiwillig entschließt, der Prostitution nachzugehen, kann natürlich frei und selbst bestimmt diesem Beruf nachgehen. Eine junge Frau, die das Opfer von Zwangsprostitution, von Menschenhandel ist, ist vergewaltigt, geschlagen, eingesperrt und unter Drogen gesetzt worden. Es ist nicht einzusehen, warum in der Öffentlichkeit sehr oft beide Frauengruppen miteinander vermischt werden“, so die Anwältin.

    Alice Schwarzer hat von Anfang an davor gewarnt, die Prostitution in Deutschland zu legalisieren. Damals, zu Beginn des Jahres 2002, wurde sie für ihre ablehnende Haltung gegen das Prostitutionsgesetz kritisiert. Heute stimmen ihr Staatsanwälte, Politiker und sogar Polizisten zu. „Es ist ein Skandal“, sagt sie, „dass Prostitution in Deutschland ein Beruf, wie jeder andere auch ist“.


    http://www.wdr.de/tv/frautv/design/2004/pfeil_oben.gif
    Wer seine Augen nicht gebraucht um zu sehen - der wird sie brauchen um zu weinen!!!

    Die Hälfte aller Fehler entsteht dadurch, dass wir denken, wo wir fühlen sollten, und dass wir fühlen sollten wo wir denken!!!
    John Churton Collins

    http://www.rose-soll-leben.de

    "Alles was du in deinem Leben und Dasein, einmal an Ungerechtigkeiten, Lügen, Betrug, Kälte und Unwissenheit anderen Menschen zugefügt hast, kommt wieder zu dir zurück in sieben Jahren." - Unbekannten Ursprungs

  3. #13
    Tyra
    Gast

    Standard AW: "Häusliche Gewalt" - Wer hatte "Erfolg" mit der Anzeige?

    Hi,

    du kannst zum Amtsgericht und dir dort einen Beratungsschein ausstellen lassen, womit der Anwalt dich nix, außer ne Grundgebühr von einigen Euros (10,- glaube ich) kostet.

    Viennes Tip mit dem Weissen Ring ist auch gut..per Anruf können dir dir nähere Ratschläge geben..die wissens auch genauer als ich.

    Zu Milbes sachlichem Beitrag muss ich sagen: stimmt leider dass die Strafverfolgung immer noch zu mild ausfällt. Aber hier verhält es sich folgendermaßen: viele denken: bringt ja eh nix mit Anzeige und es ist schwer das nachzuweisen..also mach ich lieber nix dagegen...und solange das so ist wird das Rechtssystem auch nix ändern. Je mehr Menschen Gewalttaten melden je mehr sich da trotz Nachweisschwierigkeiten durchsetzen desto zwingender wird die Notwendigkeit die Strafverfolgung zu optimieren. Jeder kann also seinen Beitrag dazu leisten indem er, wenn er Gewaltopfer ist das auch meldet Strafanträge stellt bis das System daran erstickt...dann wird auch das Strafmass ggf. raufgesetzt...denn der Beobachtung gemäß reagiert das Rechtssystem ja immer so, dass wenn zu viele Delikte auftauchen das Strafmaß heraufgesetzt wird..also Mädels/Jungs: ran und meldet mal immer schön!
    Das ist die allgemeine Seite...daneben ist ne Anzeige ne wichtige psychologische Abgrenzungskiste für Gewaltopfer wie vienne es ja beschrieben hatte.

    Ächtung von Gewalt passiert nur wenn man selber mitächtet, wenn der Einzelne sagt: will ich nicht, mach ich nicht mit! Und das öffentlich über die gängigen Rechtswege.

    Chez Beitrag über Frauenversklavung ist auch erschreckend..daher predige ich ja auch immer: Frauen weg vom Klischee Menschen zweiter Klasse zu sein...es liegt an jeder Einzelnen ihren Wert selber zu bestimmen und ihre persönlichen Grenzen zu setzen. Ich persönlich habe kein Problem damit..es ist an sich einfacher als man denkt. Wer als Frau allerdings glaubt, dass man als Frau schwach und minderwertig ist und immer das machen soll was andere von einem wollen..ist im Eimer..bzw. landet ggf im Bordell. Schliesslich sind Menschen auch nur Tiere, und Prostitution ist big business an dem einige wenige viel verdienen und viele viel knechten müssen...aber irgendwo sind wir hier vom Thema abgekommen...passt aber in Hinsicht auf Ansicht der Frau über sich selber...indem sie sich oft als minderwertig ansieht, nicht wert ihr Recht vor Gericht zu erstreiten, nicht wert Gewalttäter anzuklagen etc..

    Apropos Menschen sind Tiere...natürlich unterliegt der Mensch auch solchen Verhaltensweisen wie Konflikte vermeiden, wegschauen können..es gibt auch so was wie Selektion..d.h. Schwache oder unschlaue Mädels, die es nicht raffen und anstatt von schlechten Kerlen wegzulaufen immer wieder zurückgehen und sich immer wieder verhauen, manchmal töten lassen, die werden halt auch vom ersten Ansatz her wenig beachtet. Wer selber keine Selbstachtung zeigt der erhält auch von anderen keine Achtung...so ist leider die Reihenfolge..nur wer seinen Wert selber kennt, darauf beharrt und verteidigt, der kriegt auch Hilfe. Das zur Erklärung zu dem Fall mit der Frau die 11X angezeigt hatte...was allerdings ein echter Skandal ist..und gut wäre es wenn die Frau es nun endlich rafft und all diejenigen Beamten die da versagt haben vor den Kadi zerrt und satten Schadensersatz verlangt. Die haben in ihrem Job versagt sie zu schützen und sollten dafür bezahlen....allerdings hat das Püppi natürlich auch auf gewisse Weise versagt, indem sie anstatt sich zu schützen und diesen Kerl zu meiden wie die Pest,in ein Frauenhaus abzutauchen etc. anscheinend zum erneuten Dresche kriegen wieder zurückgegangen ist? Menno Totalausfall in SAchen SElbstwertgefühl und auch Selbstschutzinstinkt..harte Sache das.
    Mal abgesehen davon dass ich einen Kerl, der es wagen würde mich körperlich anzugreifen bereits nach dem ersten Schlag bis zum Mars getreten hätte..würde ein Beamter, der mich und mein Feilchen nicht ernst nehmen und ne Anzeige aufnehmen würde mittlerweile am Nordpol Dienst schieben dürfen..Während meiner Erkrankung vor einigen Jahren in der Zeit in der ich "ganz unten" war für ca. 2 Jahre, in der ich auch Sozialhilfe bezogen hatte, habe ich amtliche Schludereien auch am eigenen Leib erlebt..in dieser Zeit so ca. 8 Widersprüche, 3 Verwaltungsklagen und mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden eingereicht..alle mit Erfolg...aber unterm Strich schon erschreckend, wie schlecht das Ganze manchmal funktioniert....was aber wie ich festgestellt hatte auch ne gewisse Funktion hatte, die Ämter sparen oft dadurch Ressourcen ein, indem sie Einzelnen zunächst ihre Rechte versagen...allerdings nicht bei mir..da mussten die draufzahlen.... Hier muss der Einzelne halt auch immer wieder Ellenbogen zeigen, damit er sich durchboxt. Und wenn das auch mehr tun würden, also der Einzelne mehr auf sein Recht besteht und es sich für die Ämter oder Polizisten etc. nicht mehr lohnt dass sie sich erst querstellen, dann würde sich da auch was tun und besser oder anders geschultes Personal eingesetzt...
    Individualrecht ist in Deutschland ohnehin nicht so dolle wie z.B in den U.S.A wo man zivilrechtlich wesentlich höhere Schmerzensgeldsummen erreichen kann etc. Aber nach einer Gewalterfahrung ist v.a. auch der Gestus der Gegenwehr durch ein Verfahren schon sehr wichtig wie ich finde.

    Also Mädels oder Jungs: wer euch krumm kommt und euch weh tut, der sollte aktenkundig werden...wir höchste Zeit da mal so richtig Theater zu machen, das sich auf diesem Sektor was tut.

    Gruß
    Tyra
    Geändert von Tyra (14.09.2006 um 12:17 Uhr)

  4. #14
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    Standard AW: "Häusliche Gewalt" - Wer hatte "Erfolg" mit der Anzeige?

    Hallo!
    Gestern müßte er die Vorladung im Briefkasten gehabt haben, aber das Haus blieb ruhig. Vielleicht war sie auch einfach noch nicht da, ich bin sehr beunruhigt und habe gestern entschlossen, mich in therapeutische Hilfe zu begeben, auch um die letzten sieben Jahr irgendwie zu verarbeiten und an meinem Denken noch ein wenig zu ändern.
    Für viele hier ist ein Faustschlag wohl schon fast "lächerlich", bei dem, was sie schon alles durchgemacht haben, aber ich bin kurz vorm Durchdrehen. Ich traue mich nicht mehr raus, ich bin froh, wenn ich die Ortschaft verlasse und trotzdem drehe ich mich ständig rum und denke, es lauert mir jemand auf...

    Gestern erfuhr ich dann auch noch, daß meine Schwiegereltern überall, wirklich überall, sogar unter unseren Freunden, rumerzählen, daß ich sie geschlagen hätte, das ist für mich gestern der absolute Gipfel gewesen und man sieht wieder, was Freunde sind und was nicht!
    Keiner hat sich bei mir oder meinem Mann gemeldet, um nachzufragen, was da ist, es haben einfach alle geglaubt.
    Mein Mann hat dann die ersten abgeklappert, hat die Sache richtig gestellt und natürlich waren die Gesichter absolut fassungslos! Und da wären wir wieder bei dem Punkt, wenn man nach außen die heile Welt spielt. Natürlich haben es meine Schwiegereltern jetzt leicht, überall böses zu erzählen, ich habe ja nie ein Wort nach außen gelassen, keiner kennt die Situation, wie sie wirklich war!

    Ich kann an diesem Punkt nur raten, wem so etwas passiert, und auch schon, wenn es noch gar nicht um Gewalt geht, jeden informieren, und immer mit offenen Karten spielen, nie etwas verschönern etc.

    Nun ja, ich bin froh, daß ich hier immer wieder Zuflucht finde und tröstende und helfende Worte.

    Jetzt werde ich mich wieder aufraffen und den weiteren Weg "planen". Ich habe nur noch ein Ziel, raus hier und den beiden das Leben auf jede erdenkliche Art und Weise schwer zu machen! Ich hoffe, ich finde genug Kraft!

  5. #15
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    Standard AW: "Häusliche Gewalt" - Wer hatte "Erfolg" mit der Anzeige?

    Zitat Zitat von Schwiegertochter02 Beitrag anzeigen
    Für viele hier ist ein Faustschlag wohl schon fast "lächerlich", bei dem, was sie schon alles durchgemacht haben, aber ich bin kurz vorm Durchdrehen. Ich traue mich nicht mehr raus, ich bin froh, wenn ich die Ortschaft verlasse und trotzdem drehe ich mich ständig rum und denke, es lauert mir jemand auf...
    ...
    Ich kann an diesem Punkt nur raten, wem so etwas passiert, und auch schon, wenn es noch gar nicht um Gewalt geht, jeden informieren, und immer mit offenen Karten spielen, nie etwas verschönern etc.
    ...
    Ich habe nur noch ein Ziel, raus hier und den beiden das Leben auf jede erdenkliche Art und Weise schwer zu machen! Ich hoffe, ich finde genug Kraft!
    Liebe Schwiegertochter,
    zunächst eines: Dir hat man Unrecht und auch sehr weh getan. Vergleiche Deine Situation nicht mit der anderen oder empfinde sie als nichtig! Das genau ist eines der Probleme, weshalb so viele Menschen dieses Leid jahrelang ertragen. Es tut Dir sehr weh und es ist unrecht! Sie haben Dich sogar schon soweit, dass Du ständig Angst hast. Habe damals denselben Fehler gemacht und mich quasi daheim verbarrikadiert. Das ist ganz falsch, Du musst raus, Du musst dem die Stirn bieten und vor allem, tue Dir was Gutes. Geh mit Freundinnen weg, lenke Dich ab. Rede offen mit ihnen (ja, sehr gut - nur so geht das, stehe zu Dir und Du wirst nicht enttäuscht - wie sollten sie auch anders wissen, was los ist).

    Hast Du schon über psychologische Hilfe nachgedacht? Mir hat das sehr geholfen.

    Zu Deiner letzten Aussage habe ich noch eine Anmerkung. Warum willst Du ihnen das Leben schwermachen? Es sollte Dein Ziel sein, für Dich zu kämpfen. Kämpfe für das Positive und eine schöne Zukunft. So ist das auch für Dich viel leichter zu realisieren. Auch ich hatte mal eine ähnliche Einstellung, mir hat aber jemand den Kopf gewaschen und ich musste zugeben, dass er Recht hat. Alles, was Du und Dein Mann jetzt macht, Ihr tut es für EUCH.

    OK? Alles Gute, viel Glück.

    Vienne

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