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Thema: Ich war doch noch so jung - Dürfen Kinder das tun?

  1. #1
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    Standard Ich war doch noch so jung - Dürfen Kinder das tun?

    Hallo liebe Leute!

    Also im Grunde genommen weiß ich gar nicht recht wo ich anfangen soll, denn sovieles in mir ist einfach nur noch ein Chaos und selbst geordnete Worte fallen mir so schwer und das wo ich doch noch mein ganzes junges Leben noch vor mir habe. Ja soviel postives Denken ist wohl in den letzten Wochen und Monaten zu einer Seltenheit geworden, denn meine Probleme haben überhand genommen und mir mein Leben genommen das ich einmal führte und so vermisse. Ich möchte mich zuvor kurz vorstellen um selbst bei mir eine Hemmgrenze zu überschreiten. Mein Name ist David und ich bin 22 Jahre alt ,was so ja zu den Fakten und Daten genügen sollte, viel wichtiger ist das was man an mir so schätzt, bzw. geschätzt hat, bevor ich mich verändert habe. Viele in meinem Umfeld beneiden mich förmlich um mein Leben und meine Einstellung dazu, doch ist vieles oder gar alles nicht mehr so wie es einmal war und viele Jahre habe ich mich wohl vor etwas versteckt, hinter einer Fassade, die nun zerbröckelt ist. Es ist so schwer darüber zu schreiben oder zu sprechen und das doch wo ich so gerne über alles spreche und dies auch zu Papiere trage. Viele hier haben soviele nervenzerende Probleme, wo ich oft denke, ist das wirklich alles so schlimm oder machst Du dir es einfach nur schwer und wartest sehnsüchtig auf Mitleid!
    Ich fange mal ganz von vorne an um mich an diese Situation hier, die ich ja selbst herbeigeführt habe ,gewohnt habe.
    Es begann alles während meiner Schulzeit, ich bin eben 14 Jahre alt geworden und wurde hatte einige schöne Jahre voller Spaß am Leben hinter mir. Zielstrebig und in jungen Jahren schon erfolgsgerichtet, ging ich zur Schule und hatte dort und auch zuhause alles was man sich als Kind gewünscht hätte. Eine wunderbare Familie und Freunde waren mir das wichtigste und nichts und niemand konnte mich daran hindern diese zu lieben. Doch kam es doch anders und mit einem Schlag war alles vorbei, eine Ende wie ich es mir schlimmer nicht vorgestellt hätte. Der Tag an dem alles anders wurde und ich begann mich abwärts zu arbeiten war kurz nach einem sehr schönen Wochenende, wie ich es so wohl nicht mehr erleben sollte. Ich fuhr an diesem Tag mit meinem neuen Rad zur Schule und freute mich auf ein Wiedersehen mit all den wichtigen Menschen, doch zuvor traf ich meine Täter, ja man liest hier schon richtig, ich traf meine Peiniger, die mich zerstört haben. Es waren einige Abgänger der Abschlussklasse, die einmal mehr den Lehrern wie so üblich an vielen Schulen, einen letzten Streich spielen wollten. Früh Morgens schon standen einige schwankend vor den Türen und wussten sich kaum noch zu helfen. Hätte man das nicht schon verhindern können, doch warum Vorwürfe denen machen, die nichts dafür können. Als ich mich auf den Weg zur Klasse machte, traf ich sie erneut und diesmal wurde ich auch einmal mehr in den letzten Wochen angesprochen und ich würde heute sogar sagen mehr als nur eindeutig angegraben, was man sich auf den ersten Blick ja nur sehr schwer vorstellen kann. Ich dachte mir nicht viel bei, als ich einfach an ihnen vorbei ging und mir noch einer von den Dreien zurief, Dich kriegen wir auch noch aber ich wusste ja nicht welche Bedeutung diese Worte auf mein weiteres Leben haben sollten. Wer konnte ahnen was geschehen musste, wo ich doch von ein paar nassen Klamotten ausging, die von Wasserbomben getroffen worden wären und nicht vor dem was man mir angetan hat. Der Schultag neigte sich dem Ende zu und wir verliesen alle das Schulgebäude und nicht wie üblich ging ich mit einigen Freunden gemeinsam nach Hause, sondern alleine mit meinem Rad, was ich einem kranken Freund zuhause einmal vorstellen wollte. Ich fuhr also los und folgte einem kleinen Waldweg, den ich zwar kannte bisher aber immer gut gemieden hatte. Als ich schon wieder das Ende des Weges erkennen konnte, nahe eines See`s, standen plötzlich drei Kerle auf dem Weg und ich weiß heute nicht mehr was mir durch den Kopf ging und warum ich nicht einfach kehrt gemacht habe. Doch ich tat es nicht und so musste es geschehen was hätte nicht passieren dürfen. Als ich mich ihnen näherte hoffte ich so sehr ich würde rasch an ihnen einfach vorbei fahren, doch da habe ich mich wohl getäuscht. Sie stellten sich mir in den Weg, so das ich gezwungen war anzuhalten. Warum habe ich das trotz meiner Ängste und Befürchtungen getan? Fragne über Fragen und Selbstvorwürfe wo ich doch weiß, das ich die geringste Schuld an all dem trage.
    Einer von den Dreien sagte lautstark zu mir ich solle sofort vom Fahrrad steigen, da er einmal fahren wolle, doch tat er dies nie sondern warf mich nach mehrmaliger Ansprache, die ich offenbar nur im Unterbewusstsein gehört hatte, von meinem Fahrrad. Sie lachten als ich in eine Pfütze fiel! Sie standen plötzlich alle um mich herum und redeten wirres Zeug, so laut und so schnell das ich eine Warnung daraus hätte gar nicht erkennen können, sonst wäre ich gelaufen, so schnell wie mich meine Beine eben getragen hätten. Plötzlich war es still und einer kam zu mir runter und sagte mir ins Ohr, er bräuchte jetzt ein wenig Spaß und dabei wäre ich wohl eine Hauptfigur in seinem kleinen Film. Bevor ich realisieren konnte, was um mich herum geschah, hielten mich die anderen beiden, wie abgesprochen fest. Ich trat um mich und schon hatte ich eine Ohrfeige und noch eine und ich glaube es kam noch eine, doch diese konnte ich abfangen, als ich mich losriss. Vielleicht hätte ich das nicht tun sollen! Jeztz waren sie einfach nur noch sauer und ich wusste, jetzt würden Sie mich verprügeln und bei Gott, hätten sie es doch nur getan und mir das alles erspart was sie mir angetan haben. Sie hielten mich jetzt noch fester am Boden und nun zog einer der beiden meine Hose aus und schmiss sie mit samt meinen Schulsachen in den See. Gut ich dachte mir, jetzt wusste ich, was die angetrunken Idioten wollten und jetzt würden Sie mich in nassen Klamotten einfach so nach Hause schicken, doch das traf so nie ein. sie zogen mich weiter aus und schleppten mich ein wenig weiter in den Wald. Nun standen Sie vor mir und ich zusammengekauert auf dem feuchten Waldboden, fast regungslos. Als ich wieder nicht auf einige Worte reagierte, trat mir einer in den Magen, ob es nun fest war oder nicht, kann ich so nicht mehr sagen, doch waren es keine wirklichen Schmerzen, denn die kamen erst als sie mich wieder festhielten und nun einer von ihnen vor mir stand. Ich schaute nicht hoch und doch wusste ich, das er grinste und das taten auch die anderen. Es sagte, komm mach schon dann wird es nicht lange dauern und schon öffnete er seine Hose und zog diese weit herunter. Als er mich nun zwang ihn Oral zu befriedigen, schaute ich ihm während er es wohl genoss ins Gesicht um es mir einzuprägen. Wielange das ging weiß ich nicht mehr, doch sollte dies nur der Anfang sein und so wechselten sich die Drei ab und jedesmal musste ich mich fast übergeben doch ich tat es nicht aus Angst, sie würden mir etwas antun. Also machte ich alles was sie wollten ohne einen Gesichtsausdruck zu verlieren. Als sie sich Stück für Stück meine Seele und meinen Körper holten, brach ich fast zusammen doch das wollten sie wohl nicht wahrhaben. Sie traten und schlugen mich und liesen mich Dreck fressen. Jetzt wo ich mich kaum noch wehren konnte, packten Sie mich und vergewaltigen mich. Ich konnte nichts sehen und auch nichts mehr spüren, denn mein Gesicht wurde mit einem Fuß in den nassen Boden gedrückt. Als sie nach langen Minuten endlich von mir liesen, sackte ich zusammen und wachte erst später wieder auf. Völlig ohne Anhaltspunkt stand ich auf und holte meine Kleidungstücke sowie mein Rad, das nun auch im See lag. Erschöpft und doch ziemlich ruhig kam ich zuhause an, wo man mich nur fragte, warum ich den überalle blaue Flecken hatte und was den passiert sei. Naja ich habe nur gesagt, ich sei bei einem Radrennen ziemlich übel gestürzt. Als ich mich dann mehrfach geduscht hatte, ging ich auch gleich ohne Abendbrot zu Bett und war am nächsten Tag dann natürlich auch für die Welt da drausen krank. Das hielt dann gute zwei Wochen an, bis mich meine Mutter fragte, warum ich denn nun wirklich nicht zur Schule gehen möchte, denn sie nahm mir den kranken Kerl nicht mehr ab. Natürlich sagte ich ihr nichst und lies meine Nummer einfach so weiterlaufen. Ich ging wieder zur Schule und lies mir nichst anmerken, denn man sagt mir auch nach, das ich ein verdammt guter Schauspieler sei und so ist es auch nie jemandem aufgefallen, das es mir schlecht ging.
    Ihr werdet euch sicher fragen, was ich getan habe und ich kann nur sagen, das ich nichts getan habe und keinen von denen hat bis heute eine Anzeige erhalten.
    Vor einem Jahr kam alles wieder hoch, als meine Freundin mit der ich nun schon über sechs Jahre zusammen war, ein kleines Verhältnis anfing. Was sie nicht wusste war, das ihr neuer Arbeitskollege mein Peiniger war. Woher sollte Sie das auch wissen, ich hatte es ihr nie gesagt. Als alles rauskam, musste ich es ihr sagen und Sie war mehr als nur geschockt und völlig am Boden zerstört. In meiner Trauer und meiner Wut sagte ich einmal zu ihr, das nach all dem was ich mit ihr und für sie getan habe, der Schmerz den sie mir zugefügt hatte, größer ist als der körperliche Schmerz den man mir damals zufügte. Seidem habe ich so gut wie alles verloren. Meinen Job habe ich aufgegeben, mein Fernstudium habe ich abgebrochen, meine finanziell gut geordneten Verhältnisse habe ich bis aufs äußerste ausgereizt, meine Familie verloren und ebenso all meine Freunde, ich habe mich von Grund auf verändert und habe Angst vor dem weiteren Leben und auch vor mir selbst, da ich keine Achtung mehr vor mir selbst habe. Wir sind noch immer zusammen aber der Eckel und der Schmerz sind so groß, das es mir schwerfällt Sie zu lieben und so zu nehmen, wie ich das all die Jahre voller Vertrauen getan habe. Wir haben es seitdem so schwer in jeder Hinsicht und das wo wir und doch so lieben. Sie ist das einzige was mir geblieben ist und auch das wichtigste, doch bin ich in Trauer und Selbstmitleid versunken und ich habe keine Kraft mehr, weder für mich noch für unsere Beziehung und wünsche mir den langen Schlaf mehr als das Leben! So vieles gibt es noch zu sagen und sovieles ist noch im Hintergrund was man wissen müsste, um zu erfahren warum ich so am Ende bin. Denn ich bin ein Kämpfer, doch diesen Kampf habe ich schon vor Jahren verloren.
    Bitte entschuldigt aber ich muss hier erstmal Schluss machen, denn mir wird gerade ganz schwarz vor Augen und meine Tränen wollen einfach nicht mehr trocknen. Sollte ich wieder Kraft finden, dann werde ich versuchen mehr zu schreiben. Danke das Ihr es gelesen habt und mir vielleicht sogar eine Antwort geschenkt habt.

    Mfg
    David

  2. #2
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    Standard AW: Ich war doch noch so jung - Dürfen Kinder das tun?

    Hi David,

    Ich muß Dir leider sagen, daß Du aus Deiner Verzweiflung nicht mehr allein rauskommst, denn diese Schweine haben Dich gebrochen. Um Deiner selbst willen nimm Hilfe von außen an. Der erste Weg sollte Dich zum weißen Ring führen, die können Dir auch einen für Dein Problem passenden Therapeuten benennen.
    Außerdem würde ich an Deiner Stelle diese Kerle anzeigen. Du wirst zwar dabei alles noch einmal durchleben, es wird sehr schwer werden, aber nur so hastDu eine kleine Chance einen Neuanfang, machen zu können. Bitte glaub mir das,(die Vergewaltigung ist noch nicht verjährt!!!)
    Ich weiß wovon ich rede.
    Man kann viele furchtbare Erlebnisse über Jahre, sogar Jahrzehnte verdrängen, so wie Du es ja bereits getan hast. Vielleicht erkrankt man, an irgendwelchen Sachen ohne das ein Arzt eine Ursache finden kann. Doch dann irgendwann kommt alles in geballter Ladung wieder hoch und dann kann es unter Umständen zu spät sein.

    Ich habe Deinen Post entnommen, daß Du streckenweise an Deiner eigenen
    Handlungsweise während der Vergewaltigung zweifelst. DU BIST VÖLLIG UN-
    SCHULDIG!!! Versuche das zu verinnerlichen und bitte nimm Hilfe an.
    Du bist noch so jung und hast Dein Leben vor Dir, laß Dir helfen!

    LG Caro

  3. #3
    Günter
    Gast

    Standard AW: Ich war doch noch so jung - Dürfen Kinder das tun?

    Hallo David

    Mit Bestürzung habe ich Deine Geschichte gelesen. Sie hat mich insgeheim an die vielen kleinen Wunden erinnert, die ich in meinem Leben davontragen mußte.

    Wenn ich mir das Leben wie eine Landschaft vorstelle, dann hinterlassen diese Verletzungen schroffe Felsen oder kleine Wüsten in einem ansonsten blühenden Tal.

    Deine Verletzung war außerordentlich tief. Sie hat einen ganzen Sumpf hinterlassen. Natürlich kannst Du Dein Leben damit verbringen, indem Du diesen Sumpf ignorierst und darauf achtest, niemals in dessen Nähe zu geraten. Das kann auch gutgehen.

    Aber darauf hast Du nicht immer Einfluß. Irgendein Erlebnis kann Dich in diesen Sumpf ziehen und Du scheinst ihm genauso ausgeliefert zu sein, wie in der Vergangenheit. Dass Dich ausgerechnet Deine Partnerin dorthin geführt hat, ist natürlich sehr unglücklich. Ein dummer Zufall, der sie jetzt mit Deiner Vergangenheit verbindet.

    Ich kann Dir auch nur raten, Dir Hilfe zu suchen. Deine Verletzung war sehr tief. So etwas läßt sich nur schwer verarbeiten. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich mit 14 Jahren war - ich wäre nicht in der Lage gewesen, das überhaupt zu verarbeiten. Es wäre ein Albtraum für mich gewesen.

    Heute steckst Du in diesem Sumpf. Indem Du mit anderen Menschen darüber sprichst und darüber reflektierst, wird es Dir gelingen, das Erlebnis nach und nach in Dein Leben einzubauen. Ein Sumpf wird es immer bleiben. Aber Du kannst ihn so weit trocken legen, dass Du wieder Boden unter den Füßen spürst, wenn Du hinein gerätst.

    Und hier im Forum zu schreiben ist ein Schritt dahin.

    Günter

  4. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Ich war doch noch so jung - Dürfen Kinder das tun?

    Lieber David

    Es ist wirklich sehr traurig zu hören wozu Kinder heutzutage alles fähig sind. Es ist für mich fast unvorstellbar. Mein Rat ist: hol dir Hilfe, und zeige die Schweine an. Nur so wirst du irgendwann Ruhe haben, und es kommt dir nicht ständig der schreckliche Gedanke an den einen Tag der dir ellengroße Risse in die Seele geschnitten hat. Ich weiß aus eigenen Erfarungen das man etwas abschließen muss, bevor man die Augen öffnen kann für andere neue Sachen. Die Sache mit deiner Vergewaltigung ist noch nicht abgeschlossen. Vorallem schau dir ma im Fernsehen an wieviele Kinder vergewaltigt werden. Deine drei Peiniger laufen frei rum... wer weiß zu was sie heute fähig sind. Einige würden meinen es wäre sogar deine Pflicht dies zur Anzeige zu bringen.... aber ich kann es mir durchaus auch sehr unangenehm vorstellen...

    Ich habe wirklich auch so einiges durchlebt aber bisher hat mich nichts erschüttert. Ich wusste immer das ich ein schönes Leben will. Heute habe ich fast erreicht was ich mir wünshce. Unabhängig sein.

    Sei Stark! Gib dein Leben nicht auf, wir haben fast dasselbe Alter ich kann mir vorstellen das es schrecklich ist und hart und gemein und fies aber schau nach vorn. Auch wenn du kein Kontakt hast zu Familie Freunde etc... Es sind trotzallem Menschen die dich lieben. Du bist nicht alleine merk dir das.

    lg

    y

  5. #5
    Tyra
    Gast

    Standard AW: Ich war doch noch so jung - Dürfen Kinder das tun?

    Hallo David,

    so wie ich das sehe hast du zwei Alternativen: entweder gewinnen die die dir das angetan haben und haben immer noch so viel Macht über dich und dein Leben, dass sie es zerstören können, oder du stehst auf und fängst an für dich zu kämpfen um dir dein Leben zurückzuholen. Kampfmittel: Traumatherapie...Du bist was nunmal Fakt ist und auch niemals zu verdrängen ist ein Gewaltopfer geworden und das muss verarbeitet werden.
    Verdrängung schafft nur weitere Probleme und oft psychische Erkrankung..irgendwie ist das so, wie ein erlebter Schmerz, der sich innerlich als eiterndes Geschwür manifestiert und immer wieder aufbricht...In einer Traumatherapie geht man an die Wurzel des Übels und sieht zu, dass du Wege findest besser mit der SAche umzugehen.
    Ich denke ein grosser Knackpunkt ist dein Selbstbewusstsein und auch Selbstwertgefühl an denen du kontinuierlich arbeiten solltest. Man kann das wie ich aus eigener Erfahrung weiss und ich denke auch du kannst das schaffen.
    Der Mensch ist ein enorm widerstandsfähiges und v.a. lernfähiges Wesen...leider aber blockieren sich viele Menschen durch ungünstige Denkhaltungen, falsche Ansichten über sich und die Welt oft selber. Und wichtig ist dann diese inneren Blockaden abzubauen um einen lebensfähigen bzw. nach erlebtem Trauma einen überlebensfähigen Menschen zu entwickeln....um sich selber zu einem solchen zu entwicklen. Ich selber habe diesen Weg hinter mir und bin heute ein selbstbewusster und auch kampffähiger Mensch, der wieder Spass am Leben hat und auch Erfolg in so ziemlich allen Lebensbereichen. Ich sehe absolut keinen Grund, warum du nicht auch dahin kommen könntest.
    WEnn dich nur düstere Gedanken oder Schwermut plagen ist zu bedenken, dass du ggf ein eine handfeste Depression geraten bist...das ist ein biochemisches Ungleichgewicht dessen Ursachen erstmal zweitrangig sind, denn zunächst ist eine psychiatrisch-medikamentöse Behandlung vonnöten, die dich erstmal wieder gedanklich aus dem Keller rausholt. Natürlich sollte man dann auf lange Sicht an die Auslöser und Ursachen ran mittels psychologischer Therapie = eine Traumatherapie, die den inneren seelischen GEschwür-Gammelkram in dir mal ordentlich ausmistet und dich davon befreit.
    Was dich befallen hat...man sieht es ja deutlich an deiner thread-Überschrift ist diese "schiefe" Opfer-Logik/Denkhaltung....du schämst dich -für was, für das sich andere = die Täter zu schämen haben!-machst dir selber Schuldvorwürfe -für etwas, an dem allein andere = die Täter Schuld haben! Fakt ist: du hast keine Schuld an der Tat, die einzig und allein diese quersozialen Typen an dir begangen haben. Nur die allein sind verantwortlich für ihr Tun und somit auch schuldig an dieser Untat. Ihre Verfehlung war sowohl eine sitttliche als auch rechtliche Grenzübertretung, die an sich auch als solche behandelt und bestraft werden sollte. Die Antwort auf deine Frage lautet also: NEIN Sie dürfen so was nicht tun. Es waren ja übrigens auch keine Kinder mehr...sondern wohl eher Jugendliche..Die meisten Menschen vergessen, dass der Mensch in seiner Reinkultur ein Raubtier ist und dass sowas wie Moral oder ein vernünftiges Sozialverhalten ein verdammtes Stück Arbeit ist und nur eine fragile Schicht über unserem evolutionären Erbe und einer Geschichte von Aggression, Krieg und Gewalt. Zu denken, dass Jugendliche zu solchen Taten nicht fähig sind, ist naive Wunschvorstellung..denn FAkt ist, dass gerade Jugendliche ihre Grenzen austesten wollen und die Kriminalitätsrate ja auch nicht umsonst grad im Alter zwischen 14 und 25 jahren (v.a. männliche Jugendliche und junge Erwachsene) enorm hoch ist. Jede Gesellschaft geht anders mit diesem Faktum um..in Afrika gibt es Ethnien, die aus Sicherheitsgründen Jungs in der Pubertät aus der dörflichen Gemeinschaft ausschliessen um sie in Erziehungscamps streng zu erziehen...keine schlecht Idee wie ich angesichts der geschilderten Geschichte hier finde...Nun aber o.k. hierzulande streunt der Standard-Jugendliche ja höchst unsozialisiert durch die Gegend-->Eltern oft am arbeiten oder arbeitslos und vorm Ferseher hockend, Schulen vermitteln null Soziale Intelligenz, sondern nur Lehrinhalte, und wer macht denn da noch die ErziehungsARBEIT? Dazu noch ein Schuss Gewalt aus den Medien, PC-Spiele, hohe Arbeitslosenquote...Frust aufgrund eingeschränkter Zukunftsaussichten schwupps: und schon hat man da nen hochexplosiven Cocktail aus unerzogenen und frust-aggressiven Jugendlichen...mich wundert, dass nicht noch viel mehr passiert!
    Die Tat hier war reines Machtspiel durch sexuelle Unterwerfung. Rudel kreist Einzelopfer ein und weidet sich an seiner Übermacht und unterwirft das Opfer durch sexuelle Gewalt...ne echt feige und widerwärtige Sache! Solche Jugendlichen die vollkommen ungestraft mit so was durchkommen können immer wieder eskalieren...die gehören weg von der Öffentlichkeit bzw. sollte ihre Tat zumindest öffentlich sein, damit der Rest der Gesellschaft seine Pappenheimer und Soziophaten kennt...das schützt auch andere! Die Täter müssen klar erkennen dass sie zu weit gegangen sind und das können sie halt nur, indem sie es deutlich durch Anzeige z.B gesagt kriegen!
    Die Bestrafung der Täter ist übrigens auch für dich lieber Leganus ein wichtiger Verarbeitungs- und Abgrenzungsschritt...aber meist sind Gewalt-Opfer erst mithilfe einer Therapie dazu in der Lage, damit diese innere Konfusion = schiefe Ofperlogik wie ich das bezeichne erstmal geradegebogen wird und eine normale Sichtweise wieder ne Chance hat. Ich hoffe du gibst dir ne Chance dazu und hast genügend Mitleid dir selbst ggü, damit du anfängst dir aktiv selber zu helfen und das GAnze so zu verarbeiten, dass es dich nicht immer wieder umhauen kann, also noch zu viel Macht über dein Leben hat. Schweigen und Verdrängen bringt dir nix, sondern nur den Tätern...
    Daher hab bitte den Mut dir helfen zu lassen. Der Weg hier ins Forum war ja schon ein sehr guter Auftakt...du wirst sehen oder bereits gesehen haben: du bist nicht allein und es gibt viele Menschen mit ähnlichen Schicksalen. Jedes dieser Schicksale hat individuelle Grundzüge aber im Grunde läuft es doch oft auf das Gleiche hinaus: die Opfer schweigen viel zu lange, versuchen zu verdrängen, was so gut wie nie hinhaut und gehen auch nicht selten an dem erlebten Trauma kaputt. Ich finde das ist ne total verkehrte Welt, wo die Opfer quasi ewig Opfer bleiben und leiden, während viel zu viele Täter unbestraft davonkommen und ein unbedarftes Leben führen...und v.a. dadurch dass die Opfer so lange leiden haben die viel zu viel und zu lange Macht über ihre Opfer. Deshalb: steh auf, schmeiss deinen Opferhabitus in die Ecke und fange an aktiv für dich zu kämpfen...indem du zunächst professionelle Hilfe suchst und dich dort auch wieder etwas aufrichten lässt! Tu das für dich und dein Leben! Ich denke du schaffst das.

    Gruss
    Tyra

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