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Thema: Freund von K.O Tropfen und Vergewaltigung erzählen

  1. #1
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    Standard Freund von K.O Tropfen und Vergewaltigung erzählen

    Hallo, mein Name ist Lena und ich bin 20 Jahre alt. Ich bin vor 2 Monaten von meiner 10 Monatigen Backpacker Reise durch Südamerika wiedergekommen. Während meiner Reise habe ich auch Couchsurfing benutzt und einer Person vertraut, der ich nicht hätte vertrauen sollen. Er hat mir K.O. Tropfen oder ein anderes Betäubungsmittel verabreicht. Ich kann mich an nicht viel erinnern, aber er hat mich in dieser Nacht vergewaltigt ... ich habe das erst alles viel zu spät realisiert und Polizei hätte an dem Ort an dem ich war eh nichts genutzt, aber das soll nicht das Thema sein. Mir ist das im November passiert und ich dachte eigentlich ich würde damit klarkommen. Ich hab nicht mehr daran gedacht und es so gut wie möglich verdrängt. Vor ein paar Wochen hatte ich aber einen Horrortrip von Haschbrownies und ich habe die ganze Situation nochmal durchlebt und war währenddessen wie gelähmt. Danach ging es mir ziemlich schlecht, aber es wurde wieder besser. Doch letzte Woche auf einem Failiengeburtstag war ich dann so betrunken, dass ich wohl einen hysterischen Heulanfall bekam und kaum mehr zu beruhigen war. Ein Kommentar eines Verwandten hat unfreiwillig einen Flashback ausgelöst schätze ich. Hatte ein blackout am nächsten tag, kann mich an nicht viel erinnern. Am Tag danach war mir der Vorfall dann wieder so präsent, wie seit Monaten nicht mehr und ich habe diesen ganzen Schmerz in mir gespürt. Denn seit mir das passiert ist habe ich nicht geweint oder so, ich habe mich so dagegen gewehrt, es war als wäre es einer anderen Person passiert. Dann ist mir mit einem Mal so vieles klar geworden, denn seit meiner Rückkehr sind einige Dinge passiert, die ich mir vor letzter Woche noch nicht zusammenreimen konnte. Ich habe Schlafstörungen, teilweise Angsttäume und rede auch im Schlaf, das habe ich früher nicht getan. Wenn ich Drogen konsumiere kommen flashbacks, ich habe irgendwie den Drang mich selbst zu 'zerstören', manchmal schlage ich ich selbst, merke das erst gar nicht... wenn es mir bewusst wird was ich da mache höre ich auch auf. Ich vertraue eigentlich niemandem mehr und Fremden schon gar nicht. Und oft bin ich entweder super euphorisch oder tief traurig , aber es gibt selten noch diese normal Zustände. Ich habe das Gefühl ständig etwas tun zu müssen, um mit meinen Gedanken nicht allein zu sein.
    Ich kann über den Vorfall nicht richtig sprechen oder so und habe mich auch nur meiner besten Freundin anvertraut. Meine Familie weiß nichts und sonst auch niemand.
    Ich versuche das ganze in Form von Kunst zu verarbeiten, da ich schon immer gemalt oder gezeichnet habe und ähnliches und seit letzter Woche steht für ich auch fest erstmal kein Alkohol oder andere Drogen für mich, bis ich mehr damit klar komme. Denn wenn mein Unterbewusstsein angeregt wird kommt das alles wieder hoch. Habe es sogar gestern geschaft darüber zu schreiben und mir einzugestehen, was mir da passiert ist. Und das dieser Teil eben jetzt zu mir gehört. Das hier ist zwar ein anonymes Forum, aber selbst das ist schon ein Fortschritt für mich. Ich muss das alles akzeptieren undso, das weiß ich. Ich brauche nur Zeit und Geduld. Mein eigentliches Problem ist mein Freund. Ich kenne ihn noch aus der Schule und wir hatten letztes Jahr vor meiner Abreise schon mal was miteinander, aber nichts Ernstes und sind jetzt, seit ca 1 1/2 Monaten zusammen. Er weiß von alledem nichts, jedoch hat er schonmal mitbekommen dass es mir manchmal nicht sonderlich gut geht, oder dass ich nachts rede etc...ich vertraue ihm wie niemandem sonst und fühle mich auch eigentlich sicher bei ihm, Nähe und Sex etc. sind kein Problem für mich. Aber ich weiß einfach nicht, ob und wie ich ihm das sagen soll. Ich weiß es wäre fairer es ihm zu sagen, aber ich habe Angst, dass er damit nicht umgehen kann. Dass er mich als Opfer sieht, mich nicht mehr berühren kann oder Angst hat mit mir zu schlafen. Er ist da ohnehin schon sehr zaghaft und wir sind beide generell eher unerfahren. Es ist meine erste Beziehung, denn ich hatte auch schon vor diesem Vorfall große Probleme mit Vertrauen undso. Ich bin zum ersten mal richtig verliebt und auch glücklich in meinem Leben, doch seit mir das was mir passiert ist wieder so präsent ist, weiß ich nicht ob ich es doch sagen soll. Ich will nicht, dass sich danach alles ändert.

    Wäre dankbar für Tipps oder Erfahrungen. Würdet ihr es wissen wollen, wenn das jemand noch nicht ganz verarbeitet hat und ihr die Wahl hättet?
    LG,
    Lena

  2. #2
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    Standard AW: Freund von K.O Tropfen und Vergewaltigung erzählen

    Warum sollte er es wissen? Mit wem Du Sex hattest, wie viele es waren und was abging ist erst einmal deine Sache. Oft kommen Partner mit der Anzahl schon nicht zurecht. Wenn Du es nicht erzählst ist das völlig ok.

  3. #3
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    Standard AW: Freund von K.O Tropfen und Vergewaltigung erzählen

    mein ratschlag an dich, und wohl auch der einzige, der dir wirklich helfen würde : suche dir ganz dringend einen guten therapeuten um das schreckliche erlebte zu verarbeiten - es wird sonst dein GANZES weiteres leben massiv beeinträchtigen.

  4. Für den Beitrag dankt: ~scum~

  5. #4
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    Standard AW: Freund von K.O Tropfen und Vergewaltigung erzählen

    Zitat Zitat von Alopecia Beitrag anzeigen
    mein ratschlag an dich, und wohl auch der einzige, der dir wirklich helfen würde : suche dir ganz dringend einen guten therapeuten um das schreckliche erlebte zu verarbeiten - es wird sonst dein GANZES weiteres leben massiv beeinträchtigen.
    Dem schließe ich mich an
    Und möchte dich bitten, nichts zu übereilen, mit dem Erzählen darüber. Meist reagieren Beziehungspartner nicht so positiv, wie man sich das hoffnungsvoll wünscht. Es wird zwischen euch stehen.Selbst wenn er mitfühlend reagiert, heißt das gar nichts.
    Wenn du ihm einfach so begegnest wie du im Moment grade bist, mit dieser Last des Erlebten im Stillen, halt einfach du, ist das erst mal ausreichend. Du kennst ihn ja erst eineinhalb Monate.
    Wichtiger ist die von Alopecia angesprochene Therapie, dort kannst du herausfinden, was es mit dir macht wenn du mit jemanden Außenstehenden darüber sprichst.

    Halt dich tapfer.
    Viele Grüße Pecky
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
    <3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3
    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.
    <3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3
    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, darum ist der Weg, den man geht, so wichtig.
    <3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3
    Eine Kunst des Lebens ist es, die Perspektive einzunehmen, um das Glas als Halbvoll zu betrachten.

  6. #5
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    Standard AW: Freund von K.O Tropfen und Vergewaltigung erzählen

    Zitat Zitat von Anemone131999 Beitrag anzeigen
    Hallo, mein Name ist Lena und ich bin 20 Jahre alt. Ich bin vor 2 Monaten von meiner 10 Monatigen Backpacker Reise durch Südamerika wiedergekommen.

    Während meiner Reise habe ich auch Couchsurfing benutzt und einer Person vertraut, der ich nicht hätte vertrauen sollen. Er hat mir K.O. Tropfen oder ein anderes Betäubungsmittel verabreicht.
    Ich kann mich an nicht viel erinnern, aber er hat mich in dieser Nacht vergewaltigt ... ich habe das erst alles viel zu spät realisiert und Polizei hätte an dem Ort, an dem ich war, eh nichts genutzt, aber das soll nicht das Thema sein.

    Mir ist das im November passiert und ich dachte eigentlich, ich würde damit klarkommen. Ich habe nicht mehr daran gedacht und es so gut wie möglich verdrängt.
    Vor ein paar Wochen hatte ich aber einen Horrortrip von Haschbrownies und ich habe die ganze Situation nochmal durchlebt und war währenddessen wie gelähmt.

    Danach ging es mir ziemlich schlecht, aber es wurde wieder besser. Doch letzte Woche auf einem Familiengeburtstag war ich dann so betrunken, dass ich wohl einen hysterischen Heulanfall bekam und kaum mehr zu beruhigen war.
    Ein Kommentar eines Verwandten hat unfreiwillig einen Flashback ausgelöst, schätze ich.

    Hatte ein Blackout am nächsten Tag, kann mich an nicht viel erinnern. Am Tag danach war mir der Vorfall dann wieder so präsent, wie seit Monaten nicht mehr und ich habe diesen ganzen Schmerz in mir gespürt.
    Denn seit mir das passiert ist, habe ich nicht geweint oder so, ich habe mich so dagegen gewehrt, es war, als wäre es einer anderen Person passiert.
    Dann ist mir mit einem Mal so vieles klar geworden, denn seit meiner Rückkehr sind einige Dinge passiert, die ich mir vor letzter Woche noch nicht zusammenreimen konnte.

    Ich habe Schlafstörungen, teilweise Angstträume und rede auch im Schlaf, das habe ich früher nicht getan.
    Wenn ich Drogen konsumiere kommen Flashbacks, ich habe irgendwie den Drang mich selbst zu 'zerstören', manchmal schlage ich mich selbst, merke das erst gar nicht... wenn es mir bewusst wird, was ich da mache, höre ich auch auf.

    Ich vertraue eigentlich niemandem mehr und Fremden schon gar nicht.
    Und oft bin ich entweder super euphorisch oder tief traurig, aber es gibt selten noch diese normal Zustände. Ich habe das Gefühl ständig etwas tun zu müssen, um mit meinen Gedanken nicht allein zu sein.

    Ich kann über den Vorfall nicht richtig sprechen oder so und habe mich auch nur meiner besten Freundin anvertraut. Meine Familie weiß nichts und sonst auch niemand.
    Ich versuche das ganze in Form von Kunst zu verarbeiten, da ich schon immer gemalt oder gezeichnet habe und ähnliches und seit letzter Woche steht für ich auch fest erstmal kein Alkohol oder andere Drogen für mich, bis ich mehr damit klar komme.
    Denn, wenn mein Unterbewusstsein angeregt wird, kommt das alles wieder hoch.
    Habe es sogar gestern geschafft darüber zu schreiben und mir einzugestehen, was mir da passiert ist.
    Und das dieser Teil eben jetzt zu mir gehört.

    Das hier ist zwar ein anonymes Forum, aber selbst das ist schon ein Fortschritt für mich.
    Ich muss das alles akzeptieren und so, das weiß ich.
    Ich brauche nur Zeit und Geduld.

    Mein eigentliches Problem ist mein Freund.
    Ich kenne ihn noch aus der Schule und wir hatten letztes Jahr vor meiner Abreise schon mal was miteinander, aber nichts Ernstes und sind jetzt, seit ca 1 1/2 Monaten zusammen.
    Er weiß von alledem nichts, jedoch hat er schonmal mitbekommen, dass es mir manchmal nicht sonderlich gut geht, oder dass ich nachts rede etc...

    Ich vertraue ihm wie niemandem sonst und fühle mich auch eigentlich sicher bei ihm, Nähe und Sex etc. sind kein Problem für mich. Aber ich weiß einfach nicht, ob und wie ich ihm das sagen soll.
    Ich weiß es wäre fairer es ihm zu sagen, aber ich habe Angst, dass er damit nicht umgehen kann.
    Dass er mich als Opfer sieht, mich nicht mehr berühren kann oder Angst hat mit mir zu schlafen.
    Er ist da ohnehin schon sehr zaghaft und wir sind beide generell eher unerfahren.

    Es ist meine erste Beziehung, denn ich hatte auch schon vor diesem Vorfall große Probleme mit Vertrauen und so.
    Ich bin zum ersten Mal richtig verliebt und auch glücklich in meinem Leben, doch seit mir das, was mir passiert ist, wieder so präsent ist, weiß ich nicht, ob ich es doch sagen soll.
    Ich will nicht, dass sich danach alles ändert.

    Wäre dankbar für Tipps oder Erfahrungen. Würdet ihr es wissen wollen, wenn das jemand noch nicht ganz verarbeitet hat und ihr die Wahl hättet?
    LG,
    Lena
    Zitat Zitat von Catley Beitrag anzeigen
    Wieder dieser Endlosthread am Stück. Ich kapituliere.
    Hallo Catley ich habe es für dich mit Absätzen versehen damit du es besser lesen kannst. Hilft dir das?


    Ich hoffe, dass Anemone nichts dagegen hat.
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
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    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.
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    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, darum ist der Weg, den man geht, so wichtig.
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    Eine Kunst des Lebens ist es, die Perspektive einzunehmen, um das Glas als Halbvoll zu betrachten.

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