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Thema: [TRIGGER] Seelische und Körperliche Gewalt *triggert* und sehr lang.

  1. #11
    Registriert Avatar von pecky-sue
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    Standard AW: [TRIGGER] Seelische und Körperliche Gewalt *triggert* und sehr lang.

    Hallo Chenoa_White

    Zitat Zitat von Chenoa_White Beitrag anzeigen
    Erst einmal lieben Dank für eure Antworten.
    Ich wüsste nicht, warum ich keine gute Mutter sein sollte und ich fand diesen Satz mehr als verletzend. Ich bin in etwas reingeraten, aus dem ich mich immer noch am befreien bin.
    das fände ich wirklich Klasse, wenn du dich befreist. Denn seelische und geistige und körperliche Freiheit, ist das Wertvollste was wir Menschen besitzen können. Danach kommt erst Geld und und und...

    Ich bin an einen höchst manipuliativen Menschen geraten. Ich habe eine super Job, habe mich nach meiner Ausbildung, neben den Job weiterqualifiziert, so dass ich auf eine sehr gute berufliche Laufbahn zurück blicken kann.
    Sich gedanklich darauf auszuruhen, geht nur eine Zeitlang,( nur wenn man dies als Motor zum Kraft schöpfen und Kraft umsetzen verwendet). Nur so als schöne Erinnerung, dann verliert es seine Energie.
    Schön das du es erkennst, dass du an einen höchst manipulativen Menschen geraten bist, dann weißt ja das seine Trickkiste gefüllt ist mit Masken.


    Ich bin viel gereist, kenne es geliebt zu werden und kann lieben.
    Zu dem: "viel gereist", das ist gut, dann hast du keine heimlichen Reisewünsche welche dich drängen.
    Zu dem: "Ich kenne es geliebt zu werden und kann lieben" Das ist schön was du beschreibst. Ist dir bewußt das du diese Fähigkeiten jetzt alle nochmal neu beleuchten und hinterfragen und neu erlernen mußt, nach diesen häßlichen 2 Jahren?
    Ich habe ein Haus, Unterstützung von Freunden und Familie (an die ich mich aus Scham aber nicht gewendet habe - außer einmal und dort an den falschen Freund, der mir nicht geholfen hat.)
    Was ist mit den Schulden von denen du schriebst, das waren Kleinstkredite, also kannst du das Haus behalten, oder?
    Dich an deine Familie zu wenden, wenn ihr Verhalten normal ist, ist sicher eine guter Gedanke!

    Ich konsumiere seit dem ich von der Schwangerschaft Bescheid weiß, keine schädlichen Substanzen mehr.
    Super, gut gemacht, so soll es bleiben
    Ich habe eine höhere Position, die mich noch weiter nach oben gebracht hätte im Beruf, abgelehnt um Mama zu werden. Ich werde dem Kind die besten Werte vermitteln die ich kann, ihr die größte liebe schenken und immer für sie da sein.
    Das hört sich gut an. Es umzusetzen ist wesentlich schwieriger, das weiß du sicher auch.
    Ich schreib das nicht um zu entmutigen.
    Ach ja, wenn wir unsere Hoffnungen und positiven Vorstellungen nicht hätten, und wenn nur die Hälfte davon umgesetzt würde ist das schon echt groß.
    Ohne diese positiven Gedanken und den Glauben daran, hätte ich glaube ich in meinem Leben von vornherein schon aufgegeben.


    Ich würde gerne Hilfe annehmen, mich in Therapie begeben. Aber ich versuche es eigentlich immer mit verdrängen und weiß nicht an welche Stellen ich mich wenden soll. Deswegen habe ich hier meine Geschichte offen gelegt.
    Einen Link für die Psychotherapeuten deiner Stadt, kann dir deine Krankenkasse geben. Du kannst aber auch im Internetgooglen.

    Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mich eher verurteilt von euch fühle, als das mir das hier irgendwas anderes gebracht hat.
    So sollte es sicher nicht rüber kommen.

    Es ist einfach unverständlich für User hier, wie jemand der all das, was du in deinem Eingangsbeitrag geschildert hast, erlebt hat, durchgefühlt hat, vergessen kann und noch überlegt mit diesem Mann ein Kind zu erziehen.
    Das muß dir doch klar sein, wieso manche so reagieren.
    Ein Kind, das göttlichste und verletzlichste Wesen, was man als Mensch erschaffen kann, läßt man noch nicht mal in einem Albtraum, in die Nähe solch eines Menschen.
    Dieser Mann ist brutal und völlig gestört, ich beziehe mich da auf deinen Beitrag was du schildertest.

    Ihn ist nicht zu trauen, in keiner Situation. Und wenn er noch so freundlich tut. Er hat Freude am Schmerz zufügen.
    Auch wenn er sich heulerisch und voller Selbstmitleid gibt, blende sofort die erlebten Szenarien ein. Er ist gestört und brutal und er hat Freude dabei anderen weh zu tun.
    Da kommt ein hilfloses Wesen, ein Baby, das nicht sprechen und sich nicht wehren kann, gerade richtig für ihn.

    Ich hoffe, das der Keim des Mißtrauens bei dir sehr groß ist.
    Und ich hoffe, du wirst dich hüten, ihn (den Ex) in deine Nähe und die deines Kindes zu lassen.

    Das du überhaupt so einen Satz denkst wie: "Ich habe immer die Hoffnung das er ein guter Vater sein wird". So ein Satz macht wütend und hilflos, als Leser.
    Bei aller positiven Gedankenkraft, es gibt positive und negative Seiten, aber dieser Mann tut anderen nur Negatives an.
    Und das ist kein positives Denken, das ist gedankliche naive Schönschwätzerei, damit idealisierst du ihn. Aber er ist ein brutaler, psychisch gestörter, gemeingefährlicher Mensch.

    Chenoa, stimmst du mir da zu?

    Und wenn du den von Weiten siehst, solltest du abtauchen mit deinem Kind. Bevor er die Seele deines Kindes zerstört.

    Denke immer, diese Hände sind brutal, die Stimme ist gestört und krank, diese Gesichtzüge werden sich zu einer Fratze verändern, zu einer Fratze der Brutaltät.
    Der ganze Mensch ist ein armseliges häßliches Wesen und er soll von dir und deiner Tochter fern bleiben.


    Läßt du ihn nur eine Sekunde mit deinem Kind allein ist das schon das seelische Todesurteil für dein Kind.
    Am Anfang wird er ganz freundlich sein, wie der böse Wolf im Märchen, er wittert neue Beute, neue Energie, darum wirst du das Gefühl haben er hat sich geändert. Nein, wach auf , Stopp, er hat sich nicht geändert, er verstellt sich nur.

    Laß in nicht mehr rein, wechsel das Schloß in der Türe. Nicht in die Nähe deines Kindes.
    Und wenn du es anders tust, dann kannst du dich nicht liebende verantwortungsvolle Mama nennen, denn du weißt das er krank und gestört ist.

    Eine liebende Mama macht sowas nicht.


    In deinem Text hattest du damit geliebäugelt. Darum kamen unangenehme Worte.
    Ist das verständlich für dich.
    Ohne Kind kann man sich ja würgen lassen und schlagen lassen und das so lange bis man grün und blau ist, sich seelisch erniedrigen lassen, kein Ding, wems Spaß macht. Aber in dem Moment wo ein Kind involviert ist, verschieben sich die Welten.

    Das Kind ist dein Schutzbefohlener, du trägst dafür Sorge, das ihre Seele ohne großen Schaden zu nehmen, aufwachsen kann.

    Wenn du das nicht garantieren kannst, dann überlege dir eine Lösung wo dein Kind unversehrt aufwachsen kann, das ist wahre Liebe. Verzicht aus Liebe.

    Darum finde ich, brauchst du dringend eine Therapie, damit du wieder neu begreifst, wie wirkliche Liebe aussieht und wie sie sich anfühlt. Bei dir ist ja in den letzten 2 Jahren das Gefüge von Liebe völlig verschoben worden, das macht was mit einem, Seelisch und Mental, das ist dir bewußt, nicht wahr.
    Du kannst Liebe nicht mehr erkennen, solange du denkst, er könnte ein guter Vater werden, bist du auf dem falschen Weg.

    Alles andere wäre unverantwortlich.

    Sei so gut und lies dir deinen Eingangstext nochmal durch, ich habe ihn zitiert.



    Zitat Zitat von Chenoa_White Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Ich weiß gar nicht genau wie und wo ich anfangen soll. Im Dezember 2016 habe ich jemanden kennengelernt, bei einem kneipenbesuch. Wir haben Nummern ausgetauscht und dann miteinander geschrieben. Im Dezember 2017 haben wir uns dann das erste Mal wieder getroffen. Er war das Jahr 2017 geschäftlich in der Welt unterwegs. Wir hatten aber ständig Kontakt miteinander und das war auch immer sehr schön.

    Nunja, wir haben angefangen uns regelmäßig zu sehen, waren beide Hals über Kopf verliebt und haben sehr viel Alkohol getrunken. Ich war zu dieser Zeit nicht sonderlich stabil. War viel feiern, habe ab und zu Drogen konsumiert und meine vorherige Beziehung nie richtig verarbeitet. (Ich bin eine Ehe eingegangen und dachte ich hätte meinen Herzensmensch gefunden, wurde aber aufs übelste Hintergangen... aber das führe ich hier erstmal nicht weiter aus, trägt aber bestimmt auch dazu bei.)

    Langsam aber sicher, war der Herr nur noch bei mir. Ich habe die Zeit genossen, jedoch fing er auch an, immer komischer zu werden. Redete meine Freunde schlecht und ich musste mich sogar zwischen ihm und einer Freundin entscheiden. Wobei er mir nicht wirklich die Wahl gelassen hat. Ich muss dazu sagen, das ich im Dezember und im Januar noch mit anderen Männern was hatte. (Wie gesagt, ich war nicht wirklich stabil zu der Zeit und hatte ein komisches selbstverletzendes Verhalten)

    Am Anfang schlug er mich nur beim Sex. Dadurch das wir meistens sowieso total betrunken waren, trieb mich das irgendwie in Ekstase. Ich stand auf sowas vorher nicht wirklich. Und stehe da mittlerweile auch zu 0% drauf. Als er mir die erste Backpfeife - außerhalb des Sexs - verpasste, wäre es der richtige Zeitpunkt gewesen, zu gehen. Aber es war ohne richtigen Grund und er redete mir ein, dass das ja was sexuelles war. Wir befinden uns jetzt ungefähr im Januar 2018. Mitte Februar schlug er das erste Mal auf der Autofahrt zu seiner Schwester auf mich ein. Angeblich weil ich Typen angegeiert hätte auf der Raststätte. Ich hatte die Welt nicht mehr verstanden, wir waren jedoch schon einen weiten Weg unterwegs gewesen und ich konnte überhaupt nichts damit anfangen.
    Das Wochenende schlug er auch beim Sex viel fester zu und hörte nicht auf, als ich ihn darum bat. Da nahm eigentlich alles seinen Lauf...

    Anfang März hatte er Drogen besorgt und wollte mit mir einen netten Abend verbringen. Das einzige Ziel war, das er endlich hören wollte, dass ich ihn betrogen hatte. Ich beichtete alles und flehte ihn an mir zu verzeihen.

    Ab da wurde es richtig heftig. Er drohte damit mich und meine Familie umzubringen falls ich nicht hörig bin. Er misshandelte mich jeden Tag. Sexuell musste ich ihn auch jeden Tag zur Verfügung stehen. Er misshandelte mich seelisch, sexuell und Schlug mir mindestens einmal am Tag auf den Kopf.
    Hinzu kam, das ich nirgendwo mehr hingucken durfte. Er war immer der Meinung ich würde Männern auf den Schritt gucken. Letztendlich konnte ich auf Wolken gucken und er dachte ich gucke mir Schwänze von anderen Männern an. Dafür hat er mich am liebsten geschlagen. Er hat alle meine Fotos von den Jahren 2016/2017 gelöscht.
    Ich musste mich bei Facebook, Snapchat usw. abmelden.
    Ich hatte kein eigenes Leben mehr. Auf Arbeit hatte ich zu dieser Zeit viel Fehlzeiten. Gott sei dank war ich die Jahre davor immer eine super Mitarbeiterin.
    Er hatte zu dieser Zeit kein Einkommen. Gab ich ihn nicht ‚sein‘ Geld, damit er seine Wohnung usw. bezahlen konnte gab es immer Streit. Außerdem brauchte er jeden Tag seinen 10er für Gras. Dann noch Zigaretten und regelmäßig Alkohol. Ich habe angefangen kleinst Kredite aufzunehmen, da ich keine Lust auf Streit hatte. Auch ein großer Fehler aus dem Jahr 2018.

    Ich hatte mich einem Freund anvertraut und um Hilfe gebeten. Leider verlief sich das im Sande, obwohl ich ihm alle meine Wunden per Bild geschickt hatte und meinte er solle die Polizei rufen, falls ich Montags noch bei ihm bin. Er rief die Polizei nicht, vielleicht auch, weil ich zum Täter zurückgegangen bin. Es war ca. 2 Wochen besser. Und dann fing es wieder an. Wieder konnte höchstens 36 Stunden zählen, bis der nächste Schlag auf meinen Kopf kam.
    Als mein Schädel wieder so verformt war, das ich es kaum verstecken konnte, ging ich wieder. Jedoch war er bei mir zuhause. Und meine ganze Familie wohnt dort Fußweit entfernt. Ich weiß nicht mehr womit er drohte. Aber ich ging wieder zurück. Er hörte ab diesem Zeitpunkt wirklich auf mich zu schlagen. Es war Ende Mai. Er fing nun mit heulattacken an, Panikattacken, ständige ‚anfälle‘. Er war ein psychisches Wrack. Wenn ich ihn nicht beruhigen konnte, verletzte ich mich selbst. Damit er aufhörte zu Krampfen und sich beruhigte. Das ganze ging bestimmt einen Monat so. Es war ein quälender Monat. Ich war ständig überfordert und er war völlig durchgedreht. Ich weiss bis heute nicht, ob das echt war oder nicht.
    Er wohnte weiter bei mir und irgendwie arrangierten wir uns. Ich wollte auf meinen Urlaub warten und ihn dann rausschmeißen. Er versicherte mir, sich eine Wohnung zu suchen und für mich war klar, spätesten im Sommer bin ich ihn los.

    Der Urlaub kam und meine Periode blieb aus. Wir sind schwanger. Er wollte nicht gehen, er wollte der beste Vater werden und alles wieder gut machen. Er gab sich Mühe. Aber ich konnte nicht. Plötzlich war ich diejenige die sich völlig irrsinnig verhielt. Ich schlug auf ihn ein, wenn ich mich nur ein bisschen bedroht fühlte. Ich riss mir meine eigenen Haare büschelweise aus, ich fing an mich selbst zu würgen und bat ihn immer darum einfach zu gehen. Mich endlich in Ruhe zu lassen. Aus meinem Leben zu verschwinden. Irgendwann fing er an, mir bei meinen Ausfällen den Mund zuzuhalten und manchmal dann auch die Nase. Diese Momente waren schlimm. Keine Luft zu kriegen. Er hörte erst auf, wenn er sicher war, das ich nicht weiter schreien, beißen, kratzen werde. Er hat das ca. 4 mal gemacht. Das letzte Mal an Silvester in der Badewanne. Seitdem sind wir getrennt. Im November ist er wegen einem möglichen Selbstmordversuch eingewiesen wurden. Seit letzter Woche Donnerstag ist er wieder draußen. Ich habe ihn die ganze Zeit über zur Seite gestanden. Aber ich kann nicht mehr.

    Er hat mich seelisch, finanziell ruiniert.

    Ich wache manchmal nachts auf und habe das Gefühl keine Luft zu kriegen. Ich kriege heulkrämpfe, ich bin lieber zuhause oder bei meinen Eltern. Mir fällt es mittlerweile recht schwer, meine Freundschaft aufrecht zu erhalten.
    Einfache normale Situationen sind mir plötzlich unangenehm. Weil mich mein Exfreund damals in den normalsten Situationen geschlagen hat. Ich weiß manchmal nicht wo ich hingucken soll. Andere Männer kann ich auch so gut wie nicht mehr ‚normal‘ angucken.

    Ich bin eigentlich ein recht lebensfroher Mensch gewesen. Hatte immer super soziale Kontakte... und jetzt das.

    Ich März kommt meine wunderbare Tochter. Und ich werde diesen Menschen nicht los. Ich habe immer die Hoffnung das er ein guter Vater sein wird. Aber nachdem er mir Samstag 230 Euro von meinem Konto geklaut hat, verstehe ich die Welt schon wieder nicht. Das ganze letzte Jahr war ich nicht 1x im Urlaub, habe mir irgendwas gegönnt oder ähnliches. Mein ganzes Geld ging für ihn drauf. Und jetzt bin ich gerade am renovieren, habe schon viele Sachen für die kleine gekauft usw. und er klaut mir einfach Geld. Ich finde das unfassbar.

    Ich weiss, der Beitrag war extrem lang. Ich habe mich schon so kurz wie möglich gefasst. Ich möchte einfach psychisch wieder auf die Höhe kommen. Ich möchte wieder Lebensfreude habe. Und mich voll und ganz auf das kleine Wunder in mir freuen.

    Habt ihr Tipps für mich? Sollte ich mir Hilfe holen? Was meint ihr? Kann ich das überhaupt richtig verarbeiten?

    Lieben Dank fürs lesen! Das musste jetzt endlich mal raus.
    Geändert von pecky-sue (Gestern um 02:37 Uhr)
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
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    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.
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    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, darum ist der Weg, den man geht, so wichtig.

  2. #12
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    Standard AW: [TRIGGER] Seelische und Körperliche Gewalt *triggert* und sehr lang.

    hallo chenoa,

    ich möchte dir gerne sagen, ich persönlich finde, die hoffnung, er kann ein guter vater sein, das zeigt für mich, deine mutterinstinkte sind völlig in ordnung.

    ich stelle mir eine schwangerschaft so vor, da gibt es viele ängste und sorgen, und natürlich ganz besonders in deiner situation. da wünscht man sich doch auch für sich selbst einen starken liebevollen partner an seiner seite. und eigentlich denke ich, da ist normal, dass eine mutter sich für das kind wünscht, es hat einen liebevollen vater.

    und auch wie selbstverständlich du schon entscheidungen für dich und das kind triffst, also so ganz klar, es gibt jetzt nur noch ein "wir beide". und deine aufgabe ist der schutz von diesem kind. das ist auch ein starker mutterinstinkt.

    das kleine kann sich darauf freuen, eine ganz wundervolle mutter zu bekommen. das ist meine meinung.


    ich hatte eine ganz anständige angststörung und habe da gelernt, wir sind nicht unsere gefühle. und gerade nach den erlebnissen in dieser beziehung glaube ich ist das etwas, worauf du dich auch wieder besinnen musst.

    die hoffnung und der wunsch das ist das eine, die realität das andere.

    und auch da finde ich es verständlich, du bist noch immer sehr verunsichert und da ist noch kein selbstvertrauen zu dem eigenen bauchgefühl. denn der instinkt, du wünschst dir einen guten vater für das kind ist das eine, das andere ist, dass die angst dir sagt, und er könnte dieser vater sein. er sollte dieser vater sein.

    gefühle sind gefühle. punkt. niemand hat das recht und darf dich beurteilen, verurteilen dafür, und es ist sehr wichtig, dass wir gefühle aussprechen dürfen, weil das ist eine gute chance sie zu sortieren, einzuordnen, auch andere lösungswege zu finden als die angst vorgibt.

    mein gedanke wäre, hast du an die schwangerschaftsberatung von der caritas gedacht? weil die haben häufig zu tun mit frauen, die ohne ihren partner das durchstehen müssen. die verstehen darum viele ängste und vor allem sicher gibt es eine selbsthilfegruppe und die haben adressen von therapeuten und organisationen, die das problem kennen.


    zu deinem ex noch etwas.

    das schlagen hatte nichts zu tun mit lust. so wie du erzählst jedenfalls merkt man, er hat ein kaputtes selbstbewusstsein und erniedrigt andere, um sich selbst stärker zu fühlen. seine eifersucht zeigt, wie klein er sich fühlt. man muss niemanden schlagen, weil man eifersüchtig ist. eher im gegenteil, man ist dann noch lieber, romantischer, gibt sich mehr mühe. nur wenn man sich nicht mit diesen gefühlen auseinandersetzen will und kann, dann greift man auf gewalt zurück.

    für ihn ist gewalt eine lösungsstrategie, um sein eigenes ego aufzuwerten, sich den verletzungen nicht stellen zu müssen. er wird immer wieder das anwenden und nicht nur gegen dich. so lange er das nicht versteht, ist er gefährlich für dich und das kind. ein kind ist eine große herausforderung, schnell auch mal eine überforderung und auf überforderung reagiert er mit gewalt. da kann ihm das hinterher so leid tun wie es will. er wird das immer wieder anwenden.

    das ist ein langer und harter kampf neue lösungsstrategien zu lernen. dafür braucht es unterstützung. und wenn er sich die nicht holt, so lange bist du sicherer ganz weit weg von ihm.


    ich wünsche dir trotz allem dass du die schwangerschaft auch genießen kannst, dich freuen kannst auf dein kind, ganz viel unterstützung durch deine familie und dass alles gut geht bei der geburt.
    Man denkt zu viel und tanzt zu wenig.

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