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Thema: ...was jetzt?

  1. #1
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    Standard ...was jetzt?

    Irgendwie ist mir vor kurzem erstmals aufgefallen wie besch*** mein Leben aktuell ist und ich hab mal über die Vergangenheit nachgedacht, da ist wohl einiges schief gelaufen. Habe immer alles sofort verdrängt/ ausgeblendet und immer so getan als ob alles in bester Ordnung wäre das fällt mir gerade so extrem schwer

    Was würdet ihr mir empfehlen? Ich bin übrigens ein Mann..

    Es fing damit an dass mein Vater meine Mutter recht lange misshandelt und mehrfach vergewaltigt hat, und ich bin rausgekommen, sie hat nicht abgetrieben sondern ist in ein Frauenhaus und hat mich abgegeben. War eine Zeit lang im Heim und bin in einer Pflegefamilie untergekommen. Meine Mutter hat mich eigentlich immer ignoriert

    Pflegemutter hat mich misshandelt, mal eine Gehirnerschütterung, mal eine Platzwunde, Blutergüsse, habe teilweise auch geblutet das klingt jetzt ernster als es war, sind keine bleibenden Schäden geblieben

    Pflegevater hat mich total unter Kontrolle gehabt, und immer gezwungen exakt das zu tun was er wollte, auch geschlagen aber nur mit der flachen Hand und auch nur mit "Grund" also nicht aus dem Affekt raus, als ich so 10-12 war hat er mich öfter mal gezwungen mich auszuziehen und überall angefasst und Zunge in den Mund gesteckt. Teils auch draußen mir in die Hose gefasst und länger drin geblieben, damals habe ich nicht viel drüber nachgedacht

    Mein einer Bruder hat mich immer verprügelt wenn er mich gesehen hat also bin ich ihm so gut es ging aus dem Weg gegangen, er hat mich nie gemocht. Meinen anderen Bruder hat er auch ziemlich mies behandelt

    Mein anderer Bruder hat irgendwann auch angefangen sich an mir abzureagieren, irgendwann hatte ich keine Kraft mehr und die Hemmschwelle ist immer weiter gesunken da hat er angefangen mich zu vergewaltigen über ein paar Monate hinweg und hat mich eigentlich wie sein Eigentum behandelt, echt üble Zeit damals.

    Ich habe nach außen immer so getan als ob alles gut wäre deshalb glaube ich dass es keiner mitbekommen hat, denke aber auch dass es keinen gejuckt hätte. Aktuell komme ich nicht mehr so gut damit klar, man kann natürlich sagen wer sich so behandeln lässt ist selber schuld, das ist auch alles schon lange Zeit her aber ich denke mittlerweile meine Mutter hätte einfach abtreiben sollen

    Ich liege nur noch zu Hause rum und hab so das Gefühl als ob mir irgendwas die Brust zusammendrücken würde. Ich würde das Gefühl gerne loswerden aber weiß nicht wie

    Hab mich die letzten Jahre voll auf meinen Beruf & Karriere konzentriert und bin ziemlich erfolgreich, aber mein Leben ist total sinnlos. Wenn ich mich jetzt umbringen würde dann wäre das auch nur die Bestätigung dafür was für ein ultimatives Opfer ich eigentlich bin. Also das scheidet aktuell noch aus, aber irgendwann wird es wohl darauf hinauslaufen wenn ich nichts tue. Nur bringe ich aktuell gar nichts mehr zustande

  2. Für den Beitrag danken: pecky-sue, Überraschung

  3. #2
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    Standard AW: ...was jetzt?

    Geh zum Hausarzt, sag ihm dass du depressiv bist. Er soll dir Therapie verschreiben bzw. Überweisung zum Psychiater veranlassen. Du darfst dir auf keinen Fall was antun! Das sind die Menschen, die dich so schlecht behandelt haben, nicht wert. Du kannst gesund werden und glücklich, kann aber noch eine Weile dauern. In der Zwischenzeit google mal "Emotional Freedom Technique", das kann eine gute Überbrückung sein bist du einen Therapieplatz bekommst.
    * * * * * * * * * *

    Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

    Bibel, Römer 10,9

    * * * * * * * * * *

    Gottes Heilsplan: https://bible.org/node/3625

    Wie deine Seele gerettet wird: https://www.youtube.com/watch?v=tRUXtc0nlFQ

  4. #3
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    Standard AW: ...was jetzt?

    Danke für die Antwort... Also ich war schon beim Psychiater wegen Depressionen und er hat mir ein Medikament verschrieben. Habe nur gemeint, ich hätte wenig Antrieb und würde mich grundlos hin und wieder schlecht fühlen
    Einen Hausarzt habe ich nicht... Schaffe es auch nicht das irgendwo in irgendeiner Form anzusprechen, denn es ist nunmal keine "Krankheit" in dem Sinne sondern eher ein persönliches Problem das ich habe. Hatte mir mal vorgenommen ihn drauf anzusprechen, rausgekommen ist dann nur ein "alles bestens", ich kanns halt nicht

    War auch mal in einer psychotherapeutischen Sprechstunde habe das da aber auch nicht wirklich angesprochen, nicht mal im Ansatz, da kam gleich ein "oh, das tut mir aber leid für sie" als ich noch ganz allgemein war. Raus kam dann, ich soll eine analytische Psychotherapie machen, wegen Depressionen und sozialer Phobie aber es kam auch raus, dass es hier bei mir in der Gegend niemanden gibt der mich behandeln kann (egal ob privat oder über die Kasse), also kann ich das auch vergessen. Auch die Termin Service Stelle kann niemanden vermitteln

    Eigentlich wollte ich mich an Weihnachten umbringen war zumindest mein Plan die letzten Monate über aber ich habe es nicht fertig gebracht, habe zwar eine schmerzlose Methode aber es ist schon schlimm zu begreifen dass es dann wirklich für immer aus wäre. Ich bin jetzt auch schon im mittleren Alter, also bald 30 Jahre alt ich muss das Problem jetzt entweder irgendwie lösen oder eben die Konsequenzen ziehen

    Manchmal denke ich dass eigentlich gar nicht viel fehlen würde damit ich "weiterleben" könnte aber ich weiß trotzdem nicht was ich tun muss um mich besser zu fühlen wie gesagt. Keine Therapieplätze frei. Medikamente nehme ich bereits. Drogen schon seit längerem nicht mehr, auch kein Alkohol, Zigaretten, etc. Körperlich bin ich gesund.. Vom Bildungsgrad / Studium her könnte ich extrem gute Jobs machen, aber ich habe ein Problem mit Konfliktsituationen, denke teils sogar in irgendwelchen Meetings mein Gegenüber könnte gleich aufstehen um den Tisch rumkommen und mir ein paar verpassen.

    Keine Ahnung. Denke ich werde mir eine Frist von vier Wochen setzen und wenn sich bis dahin nichts getan hat dann weiß ich was zu tun ist, ich hab eigentlich keine Alternative mehr. Und will hier jetzt auch nicht nur rumjammern, sorry. Diese Emotional Freedom Technique werde ich mir mal anschauen

  5. #4
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    Standard AW: ...was jetzt?

    Guten Morgen Anonym,
    Du hast wirklich Schlimmes erlebt, deine Geschichte berührt mich sehr und ich fühle mit dir.
    Wo in aller Welt wohnst du denn, das es so schwierig ist eine Psychotherapie zu finden. Meine Therapie ist eine Tiefenpsychologische Psychotherapie. Und die Therapeutin ist klasse.
    Vielleicht mußt du eine größere Entfernung von 30 km in Betracht ziehen.

    Mein Hausarzt kennt auch keine großartigen Details. Und meiner Therapeutin habe ich mal Stichpunktartig aufgeschrieben was mir alles geschehen ist. Eigentlich nur wer, keine Details. Ich hätte es nicht sprechen können.
    Sie macht eine gute Therapie, sie hat einige meiner Ängste gut mit mir durchgearbeitet und gemindert.
    Ich habe ihr gesagt, ich kann die Ängste nicht vollständig loslassen, weil diese mich auch beschützen. Darum haben wir daran gearbeitet, das sie sich vermindern und mich nicht so stark im Alltag behindern.

    Mein Hauptaugenmerk sind die Formulierung meiner eigenen positiven Suggestionen. Das mache ich schon seit 30 Jahren. Habe ich in einer Klinik gelernt und weiter für mich ausgebaut sozusagen.
    Mein Alltag beinhaltet mindestens 2-3 mal täglich positive Suggestionen. Wobei ich variere zwischen Kurzformeln und wenn ich mehr Zeit habe zu einer halbstündigen Entspannungszeit immer mit denselben positiven Formeln.

    Dies empfinde ich sehr heilsam, weil auch immer wieder dieselben Schrecklichkeiten in meinem Leben geschahen und sich verfestigt haben, helfen mir die wiederkehrenden selbigen positiven Suggestionen. Sie löschen sozusagen das negative Programm jeden Tag neu, das bei mir im Inneren abläuft. Das gibt mir Kontinuität. Tag ein Tag aus, da bekommt der Satz "immer dasselbe, wie langweilig" eine ganz andere Bedeutung.
    Ich habe gelernt zu unterscheiden, das jenes Dasselbe mir gut tut, und anderes Dasselbe nicht gut tut und unterbrochen werden darf.
    Mein Fokus ist darauf gerichtet das ich alles Gute bewußt mache und das negative registriere, aber diesem weniger Bedeutung zumesse.

    Das hatte ich alles damals vor 30 Jahren in einer Klinik gelernt und weiter für mich ausgebaut. Und es hat mich weit gebracht. 30 lange Jahre. Damals war ich 20j.

    Bis du einen passenden Therapeuten findest, möchte ich dich ermutigen dich selbst positiv zu begleiten.
    Es gibt viele Youtube videos und natürlich auch Bücher darüber.

    Du kannst auch zu einer Beratungsstelle deiner Stadt gehen bzw. anrufen und einen Termin ausmachen. Diese Gespräche können als Überbrückung dienen, bis du einen Psychotherapeuten gefunden hast.


    Du hast soviel geschafft in deinem Leben, Blick zurück und sei stolz auf dich selbst. Schau mal genau hin, soviel Positives, welches sich da geformt hat. Anerkenne dies bitte.


    Sollte mein Beitrag für dich brauchbare Informationen beinhalten freue ich mich.

    Liebe Grüße Pecky
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
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    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.
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    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, darum ist der Weg, den man geht, so wichtig.
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    Eine Kunst des Lebens ist es, die Perspektive einzunehmen, um das Glas als Halbvoll zu betrachten.

  6. Für den Beitrag dankt: Überraschung

  7. #5
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    Standard AW: ...was jetzt?

    Zitat Zitat von Anonym Beitrag anzeigen
    Danke für die Antwort... Also ich war schon beim Psychiater wegen Depressionen und er hat mir ein Medikament verschrieben. Habe nur gemeint, ich hätte wenig Antrieb und würde mich grundlos hin und wieder schlecht fühlen
    Einen Hausarzt habe ich nicht... Schaffe es auch nicht das irgendwo in irgendeiner Form anzusprechen, denn es ist nunmal keine "Krankheit" in dem Sinne sondern eher ein persönliches Problem das ich habe. Hatte mir mal vorgenommen ihn drauf anzusprechen, rausgekommen ist dann nur ein "alles bestens", ich kanns halt nicht

    War auch mal in einer psychotherapeutischen Sprechstunde habe das da aber auch nicht wirklich angesprochen, nicht mal im Ansatz, da kam gleich ein "oh, das tut mir aber leid für sie" als ich noch ganz allgemein war. Raus kam dann, ich soll eine analytische Psychotherapie machen, wegen Depressionen und sozialer Phobie aber es kam auch raus, dass es hier bei mir in der Gegend niemanden gibt der mich behandeln kann (egal ob privat oder über die Kasse), also kann ich das auch vergessen. Auch die Termin Service Stelle kann niemanden vermitteln

    Eigentlich wollte ich mich an Weihnachten umbringen war zumindest mein Plan die letzten Monate über aber ich habe es nicht fertig gebracht, habe zwar eine schmerzlose Methode aber es ist schon schlimm zu begreifen dass es dann wirklich für immer aus wäre. Ich bin jetzt auch schon im mittleren Alter, also bald 30 Jahre alt ich muss das Problem jetzt entweder irgendwie lösen oder eben die Konsequenzen ziehen

    Manchmal denke ich dass eigentlich gar nicht viel fehlen würde damit ich "weiterleben" könnte aber ich weiß trotzdem nicht was ich tun muss um mich besser zu fühlen wie gesagt. Keine Therapieplätze frei. Medikamente nehme ich bereits. Drogen schon seit längerem nicht mehr, auch kein Alkohol, Zigaretten, etc. Körperlich bin ich gesund.. Vom Bildungsgrad / Studium her könnte ich extrem gute Jobs machen, aber ich habe ein Problem mit Konfliktsituationen, denke teils sogar in irgendwelchen Meetings mein Gegenüber könnte gleich aufstehen um den Tisch rumkommen und mir ein paar verpassen.

    Keine Ahnung. Denke ich werde mir eine Frist von vier Wochen setzen und wenn sich bis dahin nichts getan hat dann weiß ich was zu tun ist, ich hab eigentlich keine Alternative mehr. Und will hier jetzt auch nicht nur rumjammern, sorry. Diese Emotional Freedom Technique werde ich mir mal anschauen
    Hallo Anonym( )


    (Ich habe leider gerade nicht so viel Zeit, deshalb erst einmal der erste Teil meiner Antwort:
    )

    du solltest dir aufjedenfall psychologische Hilfe holen. Und das kann nicht sein, dass nur weil bei dir in der Nähe kein Therapeut ist und die Warteliste zu lang ist, du dich umbringen willst, ohne es überhaupt versucht haben, dass es dir besser geht! Das kannst du doch gar nicht wollen?
    Also da du scheinbar in einer ländlichen Region selbst, solltest du einfach alle Praxen der nächst größeren Stadt telefonisch abklappern. Bei wie vielen hast du das denn eigentlich schon probiert?
    Ich bin mir SICHER dass dir eine Therapie zu viel mehr Lebensqualität verhelfen wird, das heist du wirst deine „Tiefs“ nicht mehr so spüren.

    Achja und als ich deinen Therad gelesen hab, er der erste Gedanke: der ist doch kein Opfertyp; nicht also jener Typus Mensch gehört, die Selbstmord begehen. Du scheinst eher der Kämpfertyp zu sein, der alles aktiv angeht (und damit sicherlich auch meist Erfolg hat).
    Du solltest also wirklich deine Problematik in einer Therapie aufarbeiten, Kämpfe dagegen an und ich bin mir sicher, du schaffst das.

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