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Thema: Kindesmissbrauch - Wenn Mütter nichts mitbekommen (wollen) TRIGGER

  1. #41
    Registriert Avatar von pecky-sue
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    Standard AW: Kindesmissbrauch - Wenn Mütter nichts mitbekommen (wollen) TRIGGER

    Ja, Deliverance
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
    <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3
    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.

  2. Für den Beitrag dankt: Deliverance


  3. #42
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    Standard AW: Kindesmissbrauch - Wenn Mütter nichts mitbekommen (wollen) TRIGGER

    @ pecky-sue: Nein, ich sehe meinen Neffen nicht in Gefahr. Er ist ein fröhlicher, aufgeweckter Wirbelwind, der durchaus seinen eigenen Dickschädel hat und bei dem das Wort NEIN zum festen Wortschatz gehört Er zeigt deutlich, wenn ihm was nicht passt. Was nicht heißt, dass er ein kleiner Tyrann ist. Er hat feste Regeln und Alltagsrituale und bekommt seine Grenzen gesetzt, aber ohne Angst und Gewalt. Ich finde es gut, dass er das so ausleben und sich austesten kann und nicht dafür fertig gemacht oder unterdrückt wird. Wie bei mir damals.

    An meinen Neffen denke ich, da er vieles verändert und unser Leben bereichert hat. Ich habe zuvor noch nie so für ein Kind empfunden.
    Ich ziehe Parallelen zu mir als Kind und dem Kleinen. Ich war ganz anders als er. Verschüchtert, in sich gekehrt, in Traumwelten flüchtend. Es ist so schön, dass es bei ihm so anders ist. Ich achte seine Grenzen und bemühe mich, auf seine Bedürfnisse einzugehen. Auch stärke ich ihm den Rücken.
    Am Anfang hörte er von Oma (nicht meine Mutter; meine Eltern sind verstorben) so Sachen, wie: "Gib der Tante mal einen Kuss." Aber da habe ich immer gesagt, dass man ihn nicht dazu zwingen soll, wenn er es nicht will. Er kommt von selber auf einen zu und das ist das schönste Gefühl. Wenn er mir in die Arme fällt, mir ein kleines Küsschen gibt oder meine Hand nimmt, einfach, weil er mich lieb hat.
    Dann macht man sich halt manchmal Gedanken, wie man einem so kleinen Wesen, das beschützt und geliebt werden sollte, Leid zufügen kann, ob in physischer, psychischer oder sexueller Form. Ich würde für ihn durch die schlimmste Hölle gehen, um ihm Leid zu ersparen.

    @ Deliverance: Du hast vollkommen recht, dieses Thema ist sehr facettenreich. Es gibt nicht nur schwarz und weiß.
    Die in Punkt 3 genannten Fälle machen fassungslos und sind mit gesundem Menschenverstand nicht nachzuvollziehen Nicht zu ertragen. Ich weiß echt nicht, wer da von den beiden "Elternteilen" verabscheuungswürdiger ist. Das ist der ultimative Hochverrat am Kind.
    So ein schockierender Fall wird auch im Buch "Vergiftete Kindheit - Elterliche Macht und ihre Folgen" von Susan Forward beschrieben: Die Mutter bestimmte Zeit und Ort und hielt manchmal sogar den Kopf der Tochter im Schoß, während der Vater sich an dem Kind verging. Damit sie ihre Ruhe hatte, hat sie ihr Kind aufs übelste verraten.
    So eine kranke Welt, die armen Kleinen

  4. #43
    Registriert Avatar von herz ohne herz
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    Standard AW: Kindesmissbrauch - Wenn Mütter nichts mitbekommen (wollen) TRIGGER

    Hallo,

    da fällt mir doch spontan der folgend (Eltern)Spruch ein:
    Eine Ohrfeige hat noch nie geschadet

    Wenn auf Elternebene so agiert wird - ein blauer Fleck hier oder dort - na und.
    Dazu gesellen sich prügelnde Lehrer.

    Und unsere politischen Vorbilder (ehrenwertes Haus) Frau N. und in die Fresse hauen ist doch legitim.

    Aber wir haben ja dazugelernt:
    Heute nennt sich das Mobbing.

    Meine Mutter hat in ihrer gnadenlosen Dummheit nicht kapiert was mir angetan wurde.
    Verbesserte Rezeptur!
    Aber für wen wurde nicht gesagt.

    Ein Nein ist ein Nein.
    Aber 1967 wusste ich das nicht.

  5. #44
    Registriert Avatar von malou.
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    Standard AW: Kindesmissbrauch - Wenn Mütter nichts mitbekommen (wollen) TRIGGER

    Zitat Zitat von Deliverance Beitrag anzeigen
    (Triggerwarnung!)

    Hallo,

    ich habe leider keine Zeit, mir alle Beiträge gründlich durch zu lesen, möchte aber trotzdem meine Meinung da lassen.

    Also ich habe erfahren, dass es da ganz unterschiedliche Sachen gibt, die das Thema ausmachen. Alle Aspekte beziehen sich natürlich auch auf andere Angehörige und Bezugspersonen, da im Eröffnungsbeitrag aber auf die Mütter verwiesen wurde, beziehe ich mich beim Schreiben darauf.

    Es gibt da verschiedene Situationen:

    1. Die Mütter, für die sexueller Missbrauch normal ist.
    Das sind Frauen, die meist seit früher Kindheit schwer sexuell missbraucht worden sind und die das als völlig normal und natürlich kennen gelernt haben.
    "Sex zwischen Kindern & Erwachsenen gehört dazu - da muss das Kind jetzt durch!" - die Frauen wissen nicht, wie sie sich selbst und ihre Kinder schützen können.
    Wozu auch, es bringt ja nichts - vor dem Missbrauch gibt es kein Entkommen. <- diese Denkweise gibt es in verschiedenen Abstufungen. Besonders in manchen Kulturen ist diese Denkweise gängig.

    2. Die Mütter, die es nicht sehen wollen.
    Alle Hinweise werden ignoriert. Zum einen ist es ekelhaft - solche Dinge macht mein Partner mit mir und mit meinem Kind? "Bin ich nicht gut genug? Reiche ich nicht? Das kann nicht sein - sowas macht "Er" doch nicht! Sonst geht er mit dem Kind gut um, ist ein toller Vater. Vermutlich bilde ich mir das ein. Ich bin paranoid, mit mir stimmt etwas nicht!"
    Täter manipulieren nicht nur das Opfer, sondern auch die Umgebung. "Ja, die Anna hatte schon immer eine wilde Phantasie - Schatz, letzte Woche hat sie aus Versehen mein Pornoheft gefunden, unter dem Schrank, es tut mir leid!
    Das arme Kind ist jetzt total verwirrt. Was hat sie gesagt, was hab ich gemacht? Traust du mir sowas zu? Mit dir stimmt doch etwas nicht!!"

    3. Die Mütter, die froh sind, dass sie selbst verschont werden oder selbst Vergnügen dabei haben.
    Zwei Mitpatientinnen in der Psychatrie berichteten mir mal, dass sie seit dem Grundschulalter von ihren Vätern vergewaltigt wurden. Die Mütter bemerkten dies, sahen dabei zu und reagierten mit Kommentaren ala "Du Schlampe klaust mir meinen Mann!" (Das Mädchen war 7), "Na, hat dir das gefallen, du kleine Hure?" oder "Das geschieht dir Recht, weil...!". Das steht wohl für sich selbst. Krank.

    4. Die perfekten Opfer - oft suchen sich Täter gezielt Frauen, die aufgrund von einem niedrigen IQ, kaum vorhandenen Selbstbewusstsein, einer Art von Schutzlosigkeit (z.B. finanzielle Not, psychische Erkrankung, Obdachlosigkeit, etc.) nichts gegen ihren Mann sagen werden. Diese Frauen sind nicht böse, sie sind nur nicht in der Lage, für sich selbst und ihre Kinder einzustehen und begreifen oft das Ausmaß nicht, was da vor sich geht.
    So einen Fall hatten wir im Frauenhaus.
    Die Mutter war sehr bildungsfern und begriff nicht, dass der Vater ihrer beiden Kinder (7 Monate und 5 Jahre) für schlimme Dinge tat. Das lag einfach außerhalb ihres Horizontes.
    In dem schlimmen Fall haben mehrere Institutionen versagt, die Kinder mussten bleiben.

    5. Die Mütter, die es nicht sehen (dann aber trotzdem handeln!)

    Sexueller Missbrauch geht nicht unbedingt mit Vergewaltigungen einher, daher müssen auch nicht unbedingt Verletzungen im Intimbereich auftreten. Und falls doch, hat der Täter meistens eine gute Erklärung für verändertes Verhalten oder für bestimmte Verletzungen, z.B. hat das Kind bei sich selbst Doktor gespielt und Gegenstände eingeführt. Entweder übernimmt der Täter intensiver die Körperpflege (und schafft dadurch neue Missbrauchsituationen) oder setzt das Kind unter Druck, zu Lügen.
    Die Kinder müssen sich oft Dinge wie "Wenn du das erzählst, kommst du ins Gefängnis, du machst etwas Schlimmes mit mir/dann kommt Papa ins Gefängnis und Mama wird traurig, du zerstörst unsere Familie/dann bringe ich Mama um und du musst für immer alleine bei mir bleiben!".
    Natürlich schüchtert das Kinder ein, sie glauben das ja. Besonders schlimm wird es, wenn sie gezwungen werden, Handlungen an anderen Kindern auszuführen, dann sind sie selbst auch "böse" und trauen sich noch weniger, etwas zu sagen.
    Also Missbrauch nicht direkt zu bemerken, muss nichts mit Naivität oder fehlender Liebe zu tun haben, im Gegenteil.

    In der Kita stelle ich beim Wickeln auch oft fest, dass Kinder ganz schnell wund werden - morgens ist noch alles gut und nach dem ersten Geschäft ist für 3 Stunden alles rot und wund, in einem Zeitraum, in dem nichts passiert sein kann. Kinder klagen oft über Wehwehchen und erzählen manchmal auch abgefahrenes Zeug.
    Da ist es schwer, zu differenzieren, was davon ein Hinweis sein kann.


    Missbrauch innerhalb der Familie geschieht nicht von heute auf morgen.
    Da wird sich Vertrauen erschlichen, die Sicht auf das Kind wird verändert, Misstrauen gesät, bestimmte Situationen ausgenutzt.
    Die Täter gehen strategisch klug vor, es fängt meist mit harmlosen "Spielen" an, Grenzen werden ausgetestet und erweitert, die Opfer unter Druck gesetzt.
    Meist kommen ganz viele Faktoren zusammen, die das ganze ermöglichen.
    Kinder & Jugendliche durchlaufen statistisch gesehen 7-12 Anlaufstellen (7-12!!!), bevor sie überhaupt Gehör finden, Ernst genommen werden und dann im besten Fall noch Hilfe finden.
    (Ich habe das mal bei einer Fortbildung gesagt bekommen, sicher über die Zahl bin ich mir grad allerdings nicht)

    Allerdings müsste auch prophylaktisch vermehrt gegen Pädophilie vorgegangen werden, indem mehr Therapien - und Beratungsstellen eingerichtet werden und das Thema gesellschaftlich mehr an Akzeptanz gewinnt.
    Das meine ich insofern, dass Pädophile kranke Menschen sind und wenn sie wirklich Hilfe möchten, um Kindern nichts anzutun, diese genauso verdient haben wie ein Alkoholiker seinen Entzug.
    Ja, es ist teuer, aber es ist in meinen Augen so, dass jedes unversehrtes Kind unbezahlbar ist.


    Ihr merkt, dass Thema ist vielschichtig und facettenreich, so schlimm es auch ist.
    Es würde mich ja einmal interessieren, was meine Mutter davon ist/war.

    Es ist einfach zu paradox.

  6. #45
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    Standard AW: Kindesmissbrauch - Wenn Mütter nichts mitbekommen (wollen) TRIGGER

    Zitat Zitat von malou. Beitrag anzeigen
    Es würde mich ja einmal interessieren, was meine Mutter davon ist/war.

    Es ist einfach zu paradox.
    Schwer zu sagen, man kann den Leuten nicht in den Kopf gucken. Wer weiß, was deiner Mutter angetan oder was sie gesehen hat, vielleicht war sie auch "einfach so" durchgeknallt.

    Manche Menschen kombinieren die Punkte auch, meine Liste ist auch unvollständig.

    Was denkst du denn?

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