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Thema: PTBS entwickelt durch NPS/BPS Mutter (Trigger im Text!)

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard PTBS entwickelt durch NPS/BPS Mutter (Trigger im Text!)

    Hallo.

    Ich suche andere Betroffene zum Austausch.

    Meine Mutter leidet unter den beiden Persönlichkeitsstörungen "Borderline" und "Narzissmus", welche in gewissen Ausprägungen einige Gemeinsamkeiten aufweisen, also nicht immer klar voneinander abgrenzbar sind.

    (Betonung auf "in gewissen Ausprägungen", da sowohl BPS als auch NPS Syndrome sind, es können also von Patient zu Patient sehr unterschiedliche Symptome vorliegen und gerade bei BPS sind viele Betroffene eher Opfer als Täter!)


    Bei meiner Mutter herrschen Gewalt (körperliche, seelische und sexualisierte), Unterdrückung, Intrigen und intensives Schwarz-Weiß-Denken in engen Beziehungen vor.

    Genau mit diesen Punkten war ich seit meiner Geburt bis ins junge Erwachsenenalter täglich in intensivster Ausprägung konfrontiert.


    (-!- ab hier mögliche Trigger -!-)

    Nach außen drang nichts.
    Sie konnte mich in einem Moment völlig außer Kontrolle zusammenschlagen und versuchen mir die Kehle durchzuschneiden, nur um im nächsten vollkommen gelassen an die Türe zu gehen, weil spontaner Besuch da war.

    Ich wurde unter solchen Umständen weggeschlossen, gerne auch so, grundlos, weil sie zB dachte, ich hätte sie komisch angeschaut und dann einen extremen Streit mit verwirrenden, verdrehten Argumenten, denen man nichts vernünftiges entgegensetzen konnte vom Zaun brach.
    Das kam regelmäßig vor, alle paar Tage bis Wochen.

    Die längste Zeit, die ich am Stück weggesperrt war (ohne Toilette, Waschgelegenheiten, Kleidung) waren 6 Wochen.
    Die längste Zeit ohne Nahrung 2.5 Wochen.

    In der Regel waren es 2-5 Tage ohne Nahrung, ab Kindergartenalter.
    Ich bin in der Zeit oft mehr im Delirium gewesen, als wach, einerseits durch mangelnde Nahrung, andererseits teils durch Verletzungen.


    Sagen trauen hab ich mich nie was, sie hat von Anfang an versucht, mich als Autisten oder Intelligenzgemindert darzustellen, was dann auch in Kindergarten, Grundschule und einer weiterführenden Schule getestet wurde.

    Es kam nie zu besonderen Ergebnissen, trotzdem erzählte sie Bekannten, Verwandten und Lehrern diese Geschichten, was zur Folge hatte, dass ich da nie wirklich für voll genommen wurde.

    Demgegenüber standen ihre Drohungen, was passieren würde, wenn ich "ausplaudern" würde, weshalb ich kaum den Versuch gewagt hatte.

    3x war es aber trotzdem der Fall.
    Durch ihre Lügen über mich, wusste man aber nicht, ob man mich für "voll" nehmen konnte und fragte stattdessen bei ihr nach.
    Sie spielte die sensible, besorgte Mutter, stellte alles als Missverständnis dar und zuhause, hinter verschlossenen Türen gab es sie unsagbare Strafe.


    Sie hat auch ein paar mal (14, 16, 19 Lj.) versucht mich ohne mein Wissen zu prostituieren.
    Hat also Geld von einem Mann kassiert und mich ohne dass ich wusste was mich erwarten würde hingeschickt.
    Allerdings blieb es jeweils beim Versuch, da ich die Situation erkennen und flüchten konnte.

    Auch beteiligte sie sich aktiv ab sexueller Belästigung an mir oder führte sie durch und versuchte gemeinsam mit ihrem Liebhaber mich sexuell zu missbrauchen, aber ich wehrte mich jeweils stark körperlich, bis zumindest er von mir ablassen musste, damit er nicht verletzt wurde, wodurch ich ihr dann entkommen konnte.



    Das einfach mal um die Situation grob zu umreißen.

    Näher eingehen möchte ich nicht darauf.
    Aber mich interessiert, ob auch andere Menschen durch ähnliche Erlebnisse mit Eltern die von BPS und/oder NPS betroffen sind, eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt haben.
    Wie geht ihr mit dem erlebten um?
    Wie habt ihr es geschafft euch von solchen Eltern zu lösen?
    Seid ihr noch immer stark beeinträchtigt?

    Ich persönlich habe noch immer jeden Tag alles vor Augen und leide durch die PTBS Symptome seit Jahren unter starken Einschränkungen im Alltag.
    Dadurch stehe ich auch noch immer in einer gewissen Abhängigkeit zu meiner Mutter, wenngleich auch eine räumliche Trennung stattgefunden hat.
    Sprich: Ich lebe nicht bei ihr.

    Trotzdem kommen immer wieder Situationen auf, wo sie wieder das selbe missbräuchliche Verhalten an den Tag legt, dem ich unbedingt entkommen möchte.


    Der Gedanke hinter meinem Beitrag ist daher evtl aus den Erfahrungen anderer zu lernen und Tipps und Hinweise mitzunehmen.

    Vielen Dank!

  2. Psychologen Online

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  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: PTBS entwickelt durch NPS/BPS Mutter (Trigger im Text!)

    Dir ist schon bewusst, dass deine Beschreibungen Körperverletzung, schwere Körperverletzung, Freiheitsberaubung etc pp beschrieben hast und dieses alles Straftatbestände sind und daher deine PTBS nicht von der Persönlichkeitsstörung deiner Mutter verursacht wurden, sondern durch sie insgesamt?

    D.h. wenn du das alles auf die Persönlichkeitsstörung schiebst, entschuldigst du dich für die Taten deiner Mutter und das ist ein Fehler, denn deine Mutter war und ist ein erwachsener Mensch und ist für seine Taten genauso vollumfänglich verantwortlich, wie jeder andere auch. In diesem Falle hätte deine Mutter daher entsprechende Hilfe suchen müssen, denn jedem Menschen sollte klar sein, dass wenn man das mit seinem Kind macht, dann ist da etwas nicht normal.

  4. #3
    Deliverance
    Gast

    Standard AW: PTBS entwickelt durch NPS/BPS Mutter (Trigger im Text!)

    Hallo,

    Das trifft mich gerade, wie eine Mutter so schlimm mit ihrem Kind umgehen kann!

    Meine Mutter war Alkoholkrank, Magersüchtig, hatte Symptome von Schizophrenie (Psychosen, etc.), Borderline, der PTBS als Persönlichkeitstörung und dem Münchhausen- Stellvertreter- Syndrom (das bewusste Verletzten bzw unterlassen von HilfeLeistungen oder der natürlichen Entwicklungen, um Aufmerksamkeit der Umgebung zu bekommen), zB durfte mein jüngster Bruder nicht laufen lernen oder spielen, damit sie mit dem behinderten Kind überall angeben konnte.
    Was sie jetzt wirklich hatte weiß ich nicht, dass passt von ihrem Verhalten alles auf sie.

    Ich habe zum Glück nur eine PTBS...
    Ich weiß nicht, was ich dir raten kann - mir hilft die Akzeptanz.
    Es ist, wie es ist und ich kann es nicht ändern. Ich bin aber nicht mehr das kleine Kind, dass die Bedrohung und die Gewalt über sich ergehen lassen muss!
    Ich bin stark und darf mich endlich wehren- ich bin frei und entscheide, was ich anziehe, welche Frisur ich habe, was ich arbeite, wen ich liebe, ob ich ungewollt schwanger werde und wie, wo ich lebe.
    Ich kämpfe jeden Tag und jeder Tag ist Gewinn und Strafe gleichzeitig.

    Aber es ist nunmal so: ich habe die Arschkarte gezogen, aber niemand kann mich zwingen, sie zu behalten.

    Das Leben kann so schön sein. Was macht es schön für dich?

  5. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: PTBS entwickelt durch NPS/BPS Mutter (Trigger im Text!)

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Dir ist schon bewusst, dass deine Beschreibungen Körperverletzung, schwere Körperverletzung, Freiheitsberaubung etc pp beschrieben hast und dieses alles Straftatbestände sind und daher deine PTBS nicht von der Persönlichkeitsstörung deiner Mutter verursacht wurden, sondern durch sie insgesamt?

    D.h. wenn du das alles auf die Persönlichkeitsstörung schiebst, entschuldigst du dich für die Taten deiner Mutter und das ist ein Fehler, denn deine Mutter war und ist ein erwachsener Mensch und ist für seine Taten genauso vollumfänglich verantwortlich, wie jeder andere auch. In diesem Falle hätte deine Mutter daher entsprechende Hilfe suchen müssen, denn jedem Menschen sollte klar sein, dass wenn man das mit seinem Kind macht, dann ist da etwas nicht normal.
    Hallo Gast!

    Danke für den Hinweis, du hast Recht, nur weil ein Täter psychisch krank ist, sollte man nicht so tun, als habe er keine Kontrolle oder Verantwortung über sein Handeln.



    Ich versuche das mit meinen Ausführungen im EP nicht damit zu entschuldigen.
    Nur auf die Konstellation (B/NPS Mutter & PTBS Kind) hinzuweisen, da die Verhaltens- & Denkweisen von ihr eben den Störungsbildern zugrunde liegen.
    Und ich suche eben nach PTBS-Betroffenen, die aufgrund der BPS/NPS Erkrankung ihrer Eltern ähnlich geprägte Erfahrungen machen mussten, um adäquaten Austausch zu finden.


    Keine Form von Gewalt ist normal, es liegen IMMER psychische Ursachen zugrunde.
    Das bedeutet nicht, dass der Täter sich damit der Verantwortung entziehen kann oder nicht weiß, was er tut.
    Es gibt etliche andere Störungen, die unter Umständen Gewalt verursachen können, etwa Formen der Psychopathie, Schizophrenie oder Aggressionsstörungen.
    Aber alle davon Betroffenen tendieren zu bestimmten Taten und Mustern.

    So wie eben auch Menschen mit BPS/NPS zB. verstärkt zu psychischer Gewalt durch Manipulation, Intrigen ect. neigen und durch einen Mix aus Narzissmus und mangelhafter Impulskontrolle körperliche Gewalt in bestimmten Situationen häufiger zustande kommen kann.


    Wie gesagt kann man das nicht auf das Borderline-Syndrom alleine beziehen, da sich das in der Regel bei jedem Betroffenen etwas anders auswirkt und keine so extremen Gewaltbereiten Prägungen annimmt.
    NPS und BPS sind ja beides Syndrome, unterliegen also keinem Schema, das bei jedem Betroffenen gleich abläuft, sondern je nach Symptomkonstellation leiden die Betroffenen unter bestimmten Tendenzen.

    Meine Mutter tendierte (ua. verstärkt durch die narzisstische Komponente) verstärkt zu Intrigen und Gewaltformen.
    Andere Menschen mit Borderline neigen vielleicht eher zu neurotischen Symptomen, wie Rückzug und Ängsten, vollkommen ohne andere zu gefährden oder tendieren sogar zur Selbstgefährdung.
    Andere Menschen mit Narzissmus neigen vielleicht eher zur Selbstverherrlichung oder materiellen Ausbeutung.



    Aber ich denke, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der genau unter einem Elternteil mit solchen Tendenzen aufgewachsen ist und davon Schädigungen davon getragen hat.
    Mir geht es nicht darum, wer weshalb Schuld trägt, sondern um den Austausch mit anderen über die Folgen und den Umgang damit.

    Deshalb habe ich auch bereits geschrieben, ich möchte nicht näher darauf eingehen.

    Lg und danke nochmals für deinen Hinweis, der in der Tat sehr wahr ist.

  6. #5
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    Standard AW: PTBS entwickelt durch NPS/BPS Mutter (Trigger im Text!)

    Ich kann dir mangels eigener erfahrungen zwar nicht mit einem austausch dienen, aber ich bin sowohl von der TE als auch der ersten antworterin beeindruckt, wie reflektiert ihr heute auf so eine krasse situation reagieren könnt. Respekt!

    Ich denke auch, dass es hier um täterinnen geht, die zwar krank aber nicht schuldlos sind. Ich würde mich als erwachsener zu 100% abgrenzen und jeden kontakt abbrechen, weil solche alten muster nie ganz aufgebrochen werden können.

    Es wird nie eine neue beziehung mit so einer mutter mit neuem anfang geben.....chancenlos.

    Ich wünsche euch viel glück!

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