Seite 6 von 6 ErsteErste ... 56
Ergebnis 26 bis 30 von 30

Thema: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

  1. #26
    Registriert Avatar von AutisticWulf
    Registriert seit
    03.01.2018
    Ort
    NRW
    Beiträge
    24
    Danke gesagt
    7
    Dank erhalten:   18

    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Bei 6 Seiten hab ich doch mehr erwartet... Ich weis nicht, ob ich froh oder genervt darüber sein soll.
    Vollkommen egal erstmal.
    Es grüßt der (gerade übermäßig wippende) Kanner.
    Ich bin erstmal gnadenlos ehrlich, verzeiht den evtl aggressiven Ton
    und bitte nur lesen, wenn man selbst stabil genug ist!


    Das und vieles andere kenne ich zur Genüge, aber DAS war wirklich die absolute Hölle!
    Mittlerweile bin ich kein kleiner Junge mehr, sondern groß und stark.
    Allerdings habe ich bis heute, ein nicht unerhebliches Problem damit, wenn gerade Fremde mich anfassen...
    Die bisher schlimmste Situation war mit einem recht überheblichen Beamten, der meinte mich einfach mal von hinten an der Schulter zu packen. Nun ich groß und stark, kann man sich meine Reaktion dazu denken ... und das große Aufgebot danach dürfte klar sein. Nur hat mich das in dem Moment kein Stück gejuckt, weil ich eben einfach zu sehr aus dieser Zeit geprägt bin. In dem Moment verteidige ich meine persönliche Freiheit, mit aller Macht und jeden Preis!
    Ein Mitbewohner hatte in meiner Heimzeit mal im wahrsten Sinne des Wortes "fliegen gelernt", aber da meinten selbst die Betreuer er sei selbst schuld gewesen....
    Meine Familie darf mich auch nicht anrühren.
    Bei Freunden, naja, bin ich bloß gnädig.
    Wenn man aber bedenkt, das meine letzte "therapeutische Erfahrung" in dieser Art, weit über 15 Jahre zurück liegt und ich gerade schwitze wie eine Sau , kann man sich auch denken welche nachhaltigen Folgen dies hatte.

    Mir platzt ja schon der Arsch,wenn mich jemand beim wippen oder wackeln stören will, aber dann sage ich aus dass man es bitte unterlassen möchte.
    Und ich sage meist auch, das ich dann und wann eben nicht angefasst werden möchte.
    Es ist eine klare Ansage, die gilt gerade im eigenen Interesse zu respektieren.
    Ansonsten... Pech gehabt.

    So extrem wie mein Handeln damals gewesen sein mag, so groß war auch meine Verzweiflung.
    Ich hatte so viel versucht,diesem Dasein ein Ende zu bereiten.
    Die Erinnerung belastet zwar, doch ist diese gleichermaßen ein Antrieb. Denn von alleine, wird sich nichts an den Umständen ändern.


    Den einzigen Unterschied den ich tatsächlich mache, ist bei Kindern,meinen Tieren und einem evtl mal vorhandenem Partner. Aber auch nur, weil ich zu denen dann auch eine ganz andere emotionale Bindung habe.
    Und ich kuschel auch total gerne und gerade unter diesem Umstand, wähle ich dann auch meine Partner.


    Man meint zwar, das man nicht zu allem studiert haben muss - dennoch merke ich immer wieder dass es eben doch recht förderlich sein kann.


    3 Fakten
    - Erwachsene (gesunde) Menschen, können frei für sich entscheiden
    - Behinderte & Kinder sind oftmals ihren Vormündern hilflos ausgeliefert
    - Therapeuten sind gesunde Menschen und können damit überhaupt nicht erahnen, welche Tragweite ihr Handeln hat.

    Gerade beruflich, appelliere ich immer wieder an die Eltern, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu respektieren.
    Nur weil vieles angepriesen wird, das Kind vieles mit macht - bedeutet dies noch lange nicht dass es auch gut ist.
    Es gilt zwar immer den jeweiligen Einzelfall zu unterscheiden,doch nur die Wenigsten sind wirklich qualifiziert genug.
    Und man darf "Entspannt" nicht mit "Erschöpft" & "Resignation" verwechseln !


    Nur leider kann man dagegen kaum angehen, weil es eben so viele Befürworter gibt. Es werden auch Studien verlangt, doch das würde bedeuten dass Kinder wiederum wissentlich leiden müssten.
    Die Menschen haben so einen furchtbar begrenzten Horizont... man verkennt einfach die Tragweite dieser Handlungen!
    Und noch schlimmer ist, diese Perversion kennt wirklich keinerlei Grenzen.

    Dennoch spielt es überhaupt keine Rolle, wie die Leute es nun nennen möchten ,in welcher Intensität dies ausüben oder wie lange der Dreck geht.
    Es ist und bleibt, eine dominante Gewaltausübung.
    Die Bedürfnisse des Kindes gilt es zu respektieren und die eigen Ansichten sind völlig irrelevant.
    Wo kommen wir denn hin, wenn wir mal begreifen würden das Menschen verschieden sind....

    Im Übrigen, es gibt kein "bisschen autistisch" und Autismus verschwindet auch nicht wenn man älter wird.
    Man bleibt bleibt autistisch - lernt jedoch damit zu leben.


    Und das schöne an Kinder ist doch , dass sie dich nehmen wie du bist und dich nicht mit aller Macht ändern wollen,nur weil man selbst anderer Ansichten ist.
    ____________________________

    Euch sollte doch schon auffallen , wie stark sich die Aussagen von Anwendern und Betroffenen unterscheiden.
    Lauf nicht mehr ganz rund, benehm mich wie ein Hund.
    Ich nehm's mit Humor.... Es ist ein Hirntumor.

  2. Für den Beitrag danken: Fadeaway, grisou, Silan, ~scum~

  3. #27
    Registriert
    Registriert seit
    21.02.2019
    Beiträge
    4
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten: 1

    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Hallo zusammen.
    Auch ich habe diese "Therapie" erleben müssen und bin nun auch auf der Suche nach gleichgesinnten. Irgendwer, der mich versteht, mit dem ich darüber sprechen kann.
    Ich würde mich über eine Nachricht freuen..

  4. #28
    Registriert
    Registriert seit
    10.10.2018
    Beiträge
    37
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten:   14

    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Ich finde ja bereits jede unerwünschte Umarmung grenzt bereits an eine übergriffige Handlung, aber ein Kind gegen seinen Willen längere Zeit festzuhalten ist in meinen Augen eine strafbare Handlung. Dass ein Kind sich dabei hilflos und unwohl fühlen muss ist doch eigentlich nur logisch. Ich kann beim besten Willen auch nicht erahnen welchen therapeutischen Effekt man damit erreichen möchte. Einen positiven Effekt auf die Psyche des Kindes kann es jedenfalls nicht geben. Es kann natürlich vorkommen dass man einzelne Kinder in Ausnahmefällen gegen ihren Willen festhalten muss um sie vor sich selbst zu schützen, aber das darf nur situationsbedingt sein und ist auch niemals die Lösung für das Problem das dann hinter dieser Situation stehen muss. Ich würde betroffenen dazu raten Strafanzeige gegen derartige Therapeuten zu stellen, denn nur weil man etwas als Therapie bezeichnet ist es noch lange nicht legal!

  5. Für den Beitrag dankt: Lostsouls

  6. #29
    Registriert
    Registriert seit
    25.12.2018
    Beiträge
    350
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten:   47

    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Hey
    Obwohl ich nur dem Anfang berichtet habe, möchte ich kurz was dazu schreiben.

    Uns hat man in der Ausbildung auch von dieser "Therapie" erzählt und wir haben darüber einen Film gesehen. Es wurde nicht kritisch berichtet und nicht kommentiert, nicht diskutiert. Es blieb als Option stehen, hier könnte man eine Weiterbildung machen.

    In der Praxis ist mir das könnte Konzept nicht begegnet. Mein Eindruck war damals, dass ich das befremdlich fand und nie angewendet hätte, denn ich hatte nicht verstanden, was daran gut sein soll, über den Willen des Kindes "rüber zu gehen".

    Den Kindern der Halt, aber das liegt daran, dass sie irgendwo "aufbewahrt" werden, ohne das zu bekommen, was sie brauchen. Die Menschen sind nicht in der Lage, ihnen das zu geben. Im Gegenteil, sie machen das Kind verrückt, weil sie selbst keinen Halt haben und weil das Kind keine Resonanz bekommt.

    Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern darin in Bezug auf mein Geschwister gesprochen haben. Später hat es dann Ritalin bekommen, wurde also innerlich gefesselt.

    Therapeutisch werden Kinder bei Entwicklungsverzögerungen auch über den Körper gefördert, aber sehr selbstbestimmt.
    Wenn das nicht ausreicht, liegt es in Deutschland an den Eltern (nicht genügend Zuwendung) oder an einer fehlenden Passung in der Schule (hochbegabtes Kind oder Behinderung). Dann sind die Lehrer am Zug, die jedoch keine Therapeuten sind und sich daher nicht zuständig fühlen.

    LG

  7. #30
    Registriert
    Registriert seit
    03.09.2012
    Beiträge
    8.859
    Danke gesagt
    672
    Dank erhalten:   4.672

    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Zitat Zitat von Nõvana Beitrag anzeigen
    !ACHTUNG TRIGGERWARNUNG!
    Wer sich gar nichts darunter vorstellen kann, möge sich doch bei Youtube das Video mit dem Titel "Stop násilí na dětech" anschauen; die erste Minute ist schon recht aussagekräftig.
    Zur Info: Die Frau liegt mit ihrem vollen Körpergewicht auf dem Kind und versucht es bis zur völligen Bewegungslosigkeit zu fixieren. Die Prozedur zieht sich über mehrere Stunden, bis das Kind sich vor Erschöpfung nicht mehr wehren kann. Sie soll dazu dienen den Willen zu brechen.
    Hab gestern ein Buch gelesen, das thematisch voll dazu paßt, obwohl die "Opfer" ganz anderer Art sind: von Monty Roberts (dem "Pferdeflüsterer") das Buch "Shy Boy", der darin von der eigenen Mißhandlung - und der der Pferde - durch den brutalen Vater erzählt - und wie seine eigene sanfte Methode, mit Pferden umzugehen, sich auch auf Gewaltopfer sowie -Täter auswirkte. Lesenswert!

Ähnliche Themen

  1. Opfer
    Von Gast im Forum Gewalt
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 14.11.2013, 10:01
  2. Ein Mal Opfer - immer Opfer?
    Von Fehly im Forum Studium
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 17.09.2013, 13:31
  3. einmal Opfer immer Opfer !?
    Von wüstensand im Forum Ich
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 17.10.2012, 14:20
  4. Opfer !?!
    Von celeste im Forum Gewalt
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 05.10.2010, 12:44

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •