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Thema: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

  1. #26
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    @Mega

    Erst denken&recherchieren, dann schreiben.

    "Eine Verfassungsbeschwerde kann grundsätzlich von jedem in Deutschland lebenden Menschen erhoben werden, der sich in seinen Grundrechten selbst, gegenwärtig und unmittelbar verletzt fühlt. Es genügt also nicht, dass ein Beschwerdeführer sich über irgendein Unrecht ärgert: Er muss in seinen eigenen Grundrechten verletzt sein und er muss selbst, gegenwärtig und unmittelbar verletzt sein."

    Es ist bereits beschrieben worden.

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  3. #27
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Zitat Zitat von Mega Beitrag anzeigen
    Hallo ich kenne mich nicht aus mit dem Problem. Ich hatte andere Probleme in der Therapie.

    Aber es gehen Gerüchte um über ein Kammermitglied auch im Vorsitz der Kammer und er entscheidet über Beschwerden anderer, er würde sowas wie Festhaltetherapie mit Jugendlichen machen.

    Ich frage mich ob man genötigt ist als jugendlicher durch die Eltern oder Gerichte zu so einer Therapie zu gehen. (ok es gibt auch Abhängigkeit, psychisch, kein Gefühl für eigene Grenzen, Zweifel die man glaubt es würde was mit einem nicht stimmen, kann ich auch verstehen, eine Erklärung wäre trotzdem hilfreich!)
    Ich denke wenn würde eine Verfassungsbeschwerde helfen. Festhalten, selbst wenn ich das Ausmaß der Folgen garnicht am eigenen Leib kenne, ist für mich eindeutig Grenzüberschreitung. Ein Therapeut hat einem Menschen der was durchgemacht hat eher zu helfen für seine Grenzen EINZUTRETEN und sich zu schützen, statt selbst Grenzen zu überschreiten. Also finde ich allein den Klang des Wortes Festhaltetherapie eine Zumutung für die ich körperlich jederzeit gewalttätig werden würde.

    Es würde mir helfen wenn jemand beschreiben könnte was das ist. Denn ich erwäge da eine Verfassungsbeschwerde dass sowas verboten wird. Ist das denn durch gesetzliche Krankenkassen anerkannt? Kann man jugendliche dazu nötigen sowas zu erleben? Das der Therapeut die Grenzen eines Menschen nicht respektieren muss? Das widerspricht doch jeglichen Ethikrichtlinien....

    Als Opfer hat man erst mal wenig Möglichkeiten sich zur Wehr zu setzen. Meist wird mit dem "Festhalten" bei kleinen Kindern begonnen, denen nicht wirklich klar ist, was da eigentlich mit ihnen passiert. Ich denke, dass vielen Gewaltopfern, trotz großen Leides, erst mal nicht klar ist, dass es "nicht normal" ist, was mit ihnen angestellt wird.
    Meines Wissens nach ist es eher die Ausnahme, dass Opfer schon "so alt" sind, wie in diesem Fall.
    Triggerwarnung!!!
    Festhaltetherapien sollen gestörten Kindern helfen. Aber womöglich haben sie üble Folgen: Im Griff der Eltern | Berliner Zeitung
    Aber selbst mit 12 Jahren... ich denke nicht, dass man in der Lage ist wirklich zu realisieren, was vor sich geht, geschweige denn Hilfe zu suchen und noch viel weniger zu finden.
    Bei mir selbst war ca. mit 10 Jahren Schluss mit dem Festhalten (nach zweifelhaft vertrauenswürdigen Aussagen meiner Mutter). Ich hatte die ganze Geschichte gründlich verdrängt, erst mit 16 17 fing es langsam an mir wieder bewusst zu werden und mir dämmerte, woher so manche Probleme kamen. Das war ein längerer Prozess und wie bei vielen Gewaltopfern war die Sache auch bei mir mit enormen Schamgefühlen verbunden. Dazu kommt, dass dieses Festhalten so eine Merkwürdigkeit ist, von der kaum jemand gehört hat oder kaum jemand gehört haben will. Die Reaktionen meines familiären Umfeldes und auch die von vielen Psychologen waren eine Katastrophe. Ich wurde als die "Gestörte" und Schuldige an der Situation hingestellt und beinah in den Selbstmord getrieben.

    Die große Frage ist, wie man da rechtlich ansetzen will und wen man belangen kann; zudem wenn man als traumatisierter Mensch entsprechend lückenhafte Erinnerungen hat.

    Tatsache ist, dass diese "Therapien" weiterhin fröhlich vermarktet werden und stetig neue Opfer produzieren. Es gibt viele Menschen, die, aus welchen perversen Gründen auch immer (nicht zuletzt finanziell...), ein großes Interesse daran haben das weiterzuführen.
    Auch Kirche und insbesondere die Diakonie stecken in der Sache drin. (In meinem und in diesem Fall: Triggerwarnung!!! Autistische Kinder in Düsseldorf misshandelt: Prozess - Panorama - Süddeutsche.de )

    Ich bin froh, dass der oben genannte Fall es zumindest ein bisschen in die Öffentlichkeit geschafft hat. "Leider" (ich denke ihr versteht, wie ich das meine) ist die Festhalte"therapie" nicht das zentrale Thema und geht neben den anderen ekelhaften Misshandlungen durch die sogenannten Erzieher völlig unter.
    Geändert von Nõvana (16.07.2017 um 17:37 Uhr)

  4. Für den Beitrag dankt: Oli1990

  5. #28
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Marie und Novana, ich hoffe ihr lest das. Bin durch eine Internetrecherche auf diesen Thread gestoßen. Ich selbst habe diese Gewalttherapie in den 1990ern auch "genießen" dürfen. Sobald ich nach den Regeln dieses Forums dafür freigeschaltet bin, schreib ich euch ne Privatnachricht.

    Kurz ein paar Anmerkungen zu manchen Debattenbeiträgen hier:

    Die Tortur, die Marie, Novana, ich und viele andere Kinder durchmachen mussten, ist nicht etwa der "Missbrauch eines an sich guten Konzepts", sondern der Missbrauch IST das Konzept. In den zahlreichen Büchern von Jirina Prekop kann man das nachlesen und auch die Videosequenzen der Gewaltszenen, die man sich auf youtube reinziehen kann, belegen das eindeutig. Wer noch zweifelt: Nach Prekop soll der Widerstand des Kindes erzwungen werden, falls es sich das Festhalten gefallen lässt. Kitzeln bei gleichzeitiger körperlicher Bewegungsunfähigkeit ist eine Variante davon. Prekop warnt auch ausdrücklich davor, dass manche Kinder sich frühzeitig ergeben könnten. Auf solche "Fluchtstrategien" sollen Eltern nicht hereinfallen, sondern sicher stellen, dass die Kapitulation "echt" ist. Erst dann darf die Festhalte-Session beendet werden.

    Dass es Menschen gibt, denen Festhalten wirklich hilft, bestreite ich nicht. Die entscheidende Frage ist die nach der Einvernehmlichkeit. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob zwei Erwachsene sich frei für's gegenseitige Festhalten entscheiden oder ob ein Mensch, dazu noch ein Kind, gegen seinen Willen und gegen seinen erbitterten Widerstand unter Ängsten, Qualen und zum Teil Atemnot über Stunden fixiert wird, bis es körperlich völlig erschöpft und der Wille gebrochen ist.

    Ob eine Verfassungsbeschwere Erfolg verspricht oder nicht, wäre von juristischen Fachleuten zu prüfen. Eins ist klar: Der Spuk muss ein Ende haben.

  6. #29
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Bei 6 Seiten hab ich doch mehr erwartet... Ich weis nicht, ob ich froh oder genervt darüber sein soll.
    Vollkommen egal erstmal.
    Es grüßt der (gerade übermäßig wippende) Kanner.
    Ich bin erstmal gnadenlos ehrlich, verzeiht den evtl aggressiven Ton
    und bitte nur lesen, wenn man selbst stabil genug ist!


    Das und vieles andere kenne ich zur Genüge, aber DAS war wirklich die absolute Hölle!
    Mittlerweile bin ich kein kleiner Junge mehr, sondern groß und stark.
    Allerdings habe ich bis heute, ein nicht unerhebliches Problem damit, wenn gerade Fremde mich anfassen...
    Die bisher schlimmste Situation war mit einem recht überheblichen Beamten, der meinte mich einfach mal von hinten an der Schulter zu packen. Nun ich groß und stark, kann man sich meine Reaktion dazu denken ... und das große Aufgebot danach dürfte klar sein. Nur hat mich das in dem Moment kein Stück gejuckt, weil ich eben einfach zu sehr aus dieser Zeit geprägt bin. In dem Moment verteidige ich meine persönliche Freiheit, mit aller Macht und jeden Preis!
    Ein Mitbewohner hatte in meiner Heimzeit mal im wahrsten Sinne des Wortes "fliegen gelernt", aber da meinten selbst die Betreuer er sei selbst schuld gewesen....
    Meine Familie darf mich auch nicht anrühren.
    Bei Freunden, naja, bin ich bloß gnädig.
    Wenn man aber bedenkt, das meine letzte "therapeutische Erfahrung" in dieser Art, weit über 15 Jahre zurück liegt und ich gerade schwitze wie eine Sau , kann man sich auch denken welche nachhaltigen Folgen dies hatte.

    Mir platzt ja schon der Arsch,wenn mich jemand beim wippen oder wackeln stören will, aber dann sage ich aus dass man es bitte unterlassen möchte.
    Und ich sage meist auch, das ich dann und wann eben nicht angefasst werden möchte.
    Es ist eine klare Ansage, die gilt gerade im eigenen Interesse zu respektieren.
    Ansonsten... Pech gehabt.

    So extrem wie mein Handeln damals gewesen sein mag, so groß war auch meine Verzweiflung.
    Ich hatte so viel versucht,diesem Dasein ein Ende zu bereiten.
    Die Erinnerung belastet zwar, doch ist diese gleichermaßen ein Antrieb. Denn von alleine, wird sich nichts an den Umständen ändern.


    Den einzigen Unterschied den ich tatsächlich mache, ist bei Kindern,meinen Tieren und einem evtl mal vorhandenem Partner. Aber auch nur, weil ich zu denen dann auch eine ganz andere emotionale Bindung habe.
    Und ich kuschel auch total gerne und gerade unter diesem Umstand, wähle ich dann auch meine Partner.


    Man meint zwar, das man nicht zu allem studiert haben muss - dennoch merke ich immer wieder dass es eben doch recht förderlich sein kann.


    3 Fakten
    - Erwachsene (gesunde) Menschen, können frei für sich entscheiden
    - Behinderte & Kinder sind oftmals ihren Vormündern hilflos ausgeliefert
    - Therapeuten sind gesunde Menschen und können damit überhaupt nicht erahnen, welche Tragweite ihr Handeln hat.

    Gerade beruflich, appelliere ich immer wieder an die Eltern, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu respektieren.
    Nur weil vieles angepriesen wird, das Kind vieles mit macht - bedeutet dies noch lange nicht dass es auch gut ist.
    Es gilt zwar immer den jeweiligen Einzelfall zu unterscheiden,doch nur die Wenigsten sind wirklich qualifiziert genug.
    Und man darf "Entspannt" nicht mit "Erschöpft" & "Resignation" verwechseln !


    Nur leider kann man dagegen kaum angehen, weil es eben so viele Befürworter gibt. Es werden auch Studien verlangt, doch das würde bedeuten dass Kinder wiederum wissentlich leiden müssten.
    Die Menschen haben so einen furchtbar begrenzten Horizont... man verkennt einfach die Tragweite dieser Handlungen!
    Und noch schlimmer ist, diese Perversion kennt wirklich keinerlei Grenzen.

    Dennoch spielt es überhaupt keine Rolle, wie die Leute es nun nennen möchten ,in welcher Intensität dies ausüben oder wie lange der Dreck geht.
    Es ist und bleibt, eine dominante Gewaltausübung.
    Die Bedürfnisse des Kindes gilt es zu respektieren und die eigen Ansichten sind völlig irrelevant.
    Wo kommen wir denn hin, wenn wir mal begreifen würden das Menschen verschieden sind....

    Im Übrigen, es gibt kein "bisschen autistisch" und Autismus verschwindet auch nicht wenn man älter wird.
    Man bleibt bleibt autistisch - lernt jedoch damit zu leben.


    Und das schöne an Kinder ist doch , dass sie dich nehmen wie du bist und dich nicht mit aller Macht ändern wollen,nur weil man selbst anderer Ansichten ist.
    ____________________________

    Euch sollte doch schon auffallen , wie stark sich die Aussagen von Anwendern und Betroffenen unterscheiden.
    Autismus-Epilepsie-Schizophrenie-Leukämie & man hat Mitleid mit mir...
    Doch ich schlief mit den Wölfen,jagte mit den Katzen,sang mit den Vögeln,rannte mit den Pferden,
    ich leuchte in der Nacht & male mit dem Wind - "Mein Leben ist schön"

  7. Für den Beitrag danken: Fadeaway, grisou, Silan

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