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Thema: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

  1. #11
    Registriert Avatar von weidebirke
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Ja, das was ich jetzt auch unter dem Therapie-Begriff gelesen habe, ist nicht das, wovon ich schrieb. Ich kenne es nur so wie ich (und auch trampelzwerg) beschrieb, als Intervention und auch nur dann, wenn es passt, keinesfalls im Liegen oder stundenlang.

    Allerdings nicht nur bei Autisten, sondern auch bei Kindern ohne Diagnose, wenn sie sich gar nicht mehr einkriegen. Da fängt das Schlagen und Toben aber nicht erst nach dem Festhalten an....

    Ich habe das selbst zweimal angewandt, nach ein paar Minuten heulte das Kind nur noch herzerweichend, konnte sich dann beruhigen und dann konnten wir darüber sprechen, was passiert war.

    Ich halte so etwas auch nur bei kleinen Kindern für sinnvoll. Für die ist eine solche Begrenzung durchaus noch sehr tröstlich (ähnlich Wickelkonzepte bei Neugeborenen und Babies).

    Das scheint nun wirklich nichts mit dem zu tun haben, wovon hier die Rede ist. Diese Therapie unter Zwang und über Stunden, mittels Einsatz von Körperkraft ist Missbrauch vom Feinsten.
    Wer die Welt verändern will, gehe zuerst durchs eigene Haus.

  2. Für den Beitrag dankt: Silan

  3. #12
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Psychotherapie: Aspekte der Festhalte-Therapie in der Kinderheilkunde - Paracelsus Magazin - Naturheilkunde, Psychologie, Tierheilkunde und Wellness

    Hier steht drin, wie so eine Therapie abläuft- von einer Befürworterin erzählt. Jedem Normalo läufts da klat den Rücken runter.
    Auf jeden Fall ist das was anderes als die Intervention.

  4. Für den Beitrag danken: Fadeaway

  5. #13
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Ja... Mal wieder muss ich Vio Recht geben.

    Ich habe nämlich gestern auch gegoogelt, weil ich noch nie davon gelesen hatte... und ich war auch entsetzt.

    Ich war vor allen Dingen darüber entsetzt, wie ein Mensch auf die Idee kommt, ein Kind so dermassen zu (zer)brechen und das auch noch gutheisst und als Therapiemöglichkeit von "schwierigen" (alle (!) Kinder sind irgendwann einmal schwierig) anbietet.

    Das erinnerte mich an die "schwarze Pädagogik" und ich dachte, die wäre vor 20 Jahren längst vorbei gewesen...

    Nun weiss ich, dass es eben nicht so ist.

    Gerade eben weiss ich nicht, ob ich lieber kotzen oder heulen soll. Und ich dachte, die Menschen wären schon weiter...

    @TE: Danke dafür, dass Du uns informiert hast. Davon wissen noch viel zu wenige.
    "Fange jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich."
    - Lucius Annaeus Seneca - (4 v. Chr. - 65 n. Chr.)

    Es gibt Menschen, um die sollte man einen möglichst grossen Bogen machen. Am besten über mehrere Kontinente. (Ich)

    Wer sich nicht um seinen Körper kümmert, dem verkümmert der Körper. (Ich)

    bin ja auch nur ein Schaf...

  6. Für den Beitrag danken: Oli1990, Violetta Valerie, _cloudy_

  7. #14
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Zitat Zitat von weidebirke Beitrag anzeigen
    Ja, das was ich jetzt auch unter dem Therapie-Begriff gelesen habe, ist nicht das, wovon ich schrieb. Ich kenne es nur so wie ich (und auch trampelzwerg) beschrieb, als Intervention und auch nur dann, wenn es passt, keinesfalls im Liegen oder stundenlang.

    Allerdings nicht nur bei Autisten, sondern auch bei Kindern ohne Diagnose, wenn sie sich gar nicht mehr einkriegen. Da fängt das Schlagen und Toben aber nicht erst nach dem Festhalten an....

    Ich habe das selbst zweimal angewandt, nach ein paar Minuten heulte das Kind nur noch herzerweichend, konnte sich dann beruhigen und dann konnten wir darüber sprechen, was passiert war.

    Ich halte so etwas auch nur bei kleinen Kindern für sinnvoll. Für die ist eine solche Begrenzung durchaus noch sehr tröstlich (ähnlich Wickelkonzepte bei Neugeborenen und Babies).

    Das scheint nun wirklich nichts mit dem zu tun haben, wovon hier die Rede ist. Diese Therapie unter Zwang und über Stunden, mittels Einsatz von Körperkraft ist Missbrauch vom Feinsten.
    Aha, noch so eine Verfechterin des hobbypsychologischen Konzepts?

    Bei mir wurde diese Festhaltetherapie auch so durchgeführt mit dem Resultat, dass mir niemand zugehört hatte und auch niemand ernst nahm, weil ich schlicht und ergreifend antrainiert bekommen habe, wenn ich ausraste, dann wird zwar geredet aber nicht wirklich zugehört und schon gar nicht das eigentliche Problem angegangen.

    Ich würde dir daher empfehlen, verzichte in Zukunft darauf, auch weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es eben solche hobbypsychologischen Experten sind, die dann laut schreien:

    Ich zeige dich an!

    Das Resultat bei mir war bisher .... solche Hobbypsychologen schießen sich ins sprichwörtliche eigene Knie, denn ich weiß um das Problem, weise darauf hin, dass ich Probleme damit habe meine Wut zu kontrollieren, aus eben jenem Grund, und dann sind die es die trotz ihrer vermeintlichen psychologischen Vorkenntnisse Ahnung haben eine Anzeige von der Staatsanwaltschaft bekommen, weil sie mich schlicht und ergreifend dann als Waffe benutzen und das auch zu gerne tun, sowie Versicherungsbetrug gehen wollen.

    Das alles ist das Resultat von solchen Festhaltetherapien und darüber denkt man nicht nach, wenn man diesem Konzept folgt.

    Selbst bei Autisten würde ich niemals diesen Zwang ausüben, denn es gibt seit 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention und seit dem heißt es nicht mehr, dass sich Menschen mit Behinderungen der Gesellschaft anpassen müssen, sondern vielmehr:

    Die Gesellschaft muss sich den Menschen mit Behinderungen anpassen!

  8. #15
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    Standard AW: Suche Opfer der sog. Festhaltetherapie

    Ich habe es erlebt.

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