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Thema: Eventuell trigger: Provokation und Gewalt

  1. #1
    Registriert Avatar von grisou
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    Standard Eventuell trigger: Provokation und Gewalt

    Es kommen wieder diese Träume hoch.

    Meinem vater war das wichtig. Mich hart zu machen. Mir stärke zu geben. Wehrhaft.

    Und er hatte irgendwie seinen spaß daran. Wie menschen. Die die scharfe hunde aufeinander hetzen.

    Er hat irgendwelche kinder auf mich gehetzt. Sie gezwungen. Mich provoziert haben sie. Er hat zugeschaut. Spaß daran gehabt wie sie mich verprügelt haben.

    Zurückschlagen ist nicht so meins.

    Dazu gezwungen hat er mich immer wieder.

    Manchmal träume ich das. Ich höre diese geräusche. Den schmerz der kinder fühle ich. Ich sehe das blut.

    Ich kann kaum atmen. Ich fühle mich wie dreck. So die kontrolle verlieren. Da ist so viel schuld.

    Ich will keines von diesen Kindern verletzen. Nur ich tue es immer wieder. Es tut unglaublich weh.

    Es ist mal eine Weile besser gewesen mit den Träumen. Weil ich die tableten nehme die sollen die angst lösen. Nur diese schuld kommt hoch. Immer wieder. Und ich denke. Ist nur fair weil ich all diese schmerzen habe.
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  2. #2
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    Standard AW: Eventuell trigger: Provokation und Gewalt

    Lieber Nicclas,

    Du warst ein Kind. Du wurdest instrumentalisiert, missbraucht. Da ist kein Raum für persönliche Schuld. Mitgefühl mit den anderen Kindern, die ebenso instrumentalisiert wurden - hier aber besonders Mitgefühl mit Dir, das ist es, was angebracht ist. Ich bin bei Dir.... bitte rede nicht von Deiner Schuld... denn die ist nirgendwo zu erkennen.

    Alles Gute, Nordrheiner


  3. #3
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    Standard AW: Eventuell trigger: Provokation und Gewalt

    Hi Du,
    du bist verprügelt worden und wurdest dann gezwunge dich zu wehren. Wahrscheinlich hast du viel mehr Schmerz erhalten als du verteilt hast.

    Und keines der Kinder wird da ernsthaft verletzt worden sein. Wahrscheinlich bist du der einzige der diese Dinge erinnert.
    Hast du schon mal versucht / darüber nachgedacht dich mit Tai-Chi, Aikido oder ähnlichem zu beschäftigen ?

    Ein guter Freund von mir hat wirklich gute Erfahrungen damit gemacht sich körperlich zu erleben und einige Erinnerungen wurden so in den richtigen Kontext gerückt.

    In keinster Weise möchte ich sagen, da diese Erfahrungen nicht schlimm waren. Aber Schuld trifft dich dort keine

  4. Für den Beitrag danken: grisou, ~scum~

  5. #4
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    Standard AW: Eventuell trigger: Provokation und Gewalt

    Ja. Du hast schuldgefühle. Aber ist da auch schuld?

    Ich verstehe, dass die Erinnerungen schmerzen. Sehr.

    Vielleicht bist du aber heute kraftvoll genug, nicht nur einzelne bilder und Geräusche zu betrachten, sondern die komplexe Situation von allen Seiten anzusehen? Mit den Gefühlen und Beschränkungen aller beteiligter? Vielleicht kommen die Erinnerungen, weil du heute über den Gedanken "ich hab mich provozieren lassen, ich habe kindern wehgetan, also bin ich schuld." hinausgehen kannst? Und den unendlichen Schmerz und die Hilflosigkeit und die Wut und was da sonst noch alles ist, des manipulierten und benutzten Nicclas zu sehen?

    Das ist ein schmerzhafter weg. Selbstanklage ist oft weniger schmerzhaft. Deswegen konzentrieren sich ja so viele auf das schuldgefühl. das oft nur den darunter liegenden ungeheuren Schmerz verdeckt.

    Aber du hast Mut. Und bist kraftvoll. Nicht in dem sinne wie dein Adoptivvater dich wollte. Sondern in Menschenliebe und selbstreflektion. Humor und Ehrlichkeit zu dir selbst.
    Geändert von bird on the wire (14.04.2016 um 09:30 Uhr)

  6. Für den Beitrag dankt: grisou

  7. #5
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    Standard AW: Eventuell trigger: Provokation und Gewalt

    Danke für die unterstützung. Das von außen hören ist immer gut. Wichtig für mich. Gefühle und gedanken wieder überein bringen.

    Der kopf weiß da ist keine schuld.

    Der mann ist ein psychopath. Ganz offiziell mit Gutachten. Das war wichtig für mich damals. Ich kann das alles besser einordnen. Weil das ist einfach nicht meine welt.

    Er ist im Gefängnis auch mit anschließender sicherheitsverwahrung. Bin da auch froh. Er hat immer weniger zugriff auf mein leben. Mit der anwältin als betreuerin ist es noch mal ein stück ruhiger geworden. Da bin ich sehr dankbar.

    Vielleicht kann ich mich nur langsam auseinander setzen mit diesem thema. Es kommt immer wieder hoch. Dann beginnen die träume.

    Der selbsthass. Der wunsch nach strafe. Das ist vorbei. Auch dieses gefühl. Ich weiß nicht wer ich bin. Was alles in mir ist. Ich habe das denke ich akzeptiert. Dass in menschen immer beides ist. Dass man den guten wolf füttern soll damit er stark wird.

    Vielleicht ist jetzt mein selbstbild wieder durcheinander.

    Auf der einen seite Menschen die diese Sanftheit wahrnehmen in mir. Die mir das spiegeln. Ungewohnt ist das für mich. Irgendwie verboten. Na ja klar. Eine seite die durfte ich als kind nie zeigen.

    Gleichzeitig spüre ich wie der hass. Die negative Energie mich immer noch anspricht. Das so leicht in mir nach oben holt. Klar. Ich halte mich fern. Ich füttere den wolf nicht.

    Ich habe so viel hass erlebt. Wie er Menschen zerstört. Wie es einen zerfrisst.

    Hass ist nicht meins. Er ist unsinnig. Nur im Moment fühle ich viel wut. Ich weiß nicht. Wie nah ist das am hass? Zerstört es auf die gleiche weise?

    Es ist alles so schwierig gerade. So durcheinander. Alles in der veränderung.

    Ich glaube das schuldgefühl. Das ist auch viel Angst. Weil ich weiß was in mir steckt.

    Wenn da genug druck ist. Da bricht was in einem. Es ist dann so ein gutes gefühl. Man kann den schmerz weiter geben. Das ist es das tut weh.

    Mein ex-thera. Er hat damals gesagt es kostet viel kraft sich dieser dunklen seite zu stellen. So wie du sagst bird. Das ist so schmerzhaft. Und viele menschen tun das darum nicht. Sich selbst verzeihen. Das ist sehr schwer.
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  8. Für den Beitrag dankt: Chris

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