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Thema: Meine Geschichte

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Meine Geschichte

    Hallo zusammen

    Ich liege gerade im Bett und kann nicht schlafen aufgrund meines Drogenkonsums obwohl ich morgen früh raus muss. Wie es hierzu kommen konnte möchte ich mal jemanden erzählen, vielleicht hilft es.
    Mit 15 bin ich mit meinem Freund zusammengekommen. Es war eine unbeschreiblich große Liebe. Gegenseitig.
    Bis es dann anfing. Erst schrie er mich an vor Eifersucht. Beleidigte mich. Im Nachhinein gab es natürlich große Entschuldigungen und Besserungsschwüre. Besser wurde es aber nicht. Es ging so weiter. Er wurde immer ausfälliger. Immer ekliger mit seinen Worten. Er sperrte mich ein. Er drohte mir. Er erpresste mich. Bis er dann zum ersten Mal seine Hand gegen mich erhob. Ich wusste damals ich muss mich trennen. Aber wie? Ich hatte Angst wegen all seinen Drohungen und andererseits hoffte ich doch noch dass er sich ändert, seine Versprechen einhält denn es gab auch unbeschreiblich schöne Tage.
    Es wurde jedoch nur noch schlimmer. Er schlug öfter zu. Er zwang mich häufig zu kommen. Es war alles ein Zwang.
    Letztes Jahr habe ich dann geschafft ihm klar zu machen, dass es vorbei ist. Nach 4 Jahren. Er kämpfte ein paar Monate um mich. Und dann fing der Horror erst richtig an. Schlagen war an der Tagesordnung. Er bespuckte mich, demütigte mich. Nahm mir meine Freiheit. Er brüllte nur noch schlimme Sachen, sowas hätte ich mir selber nie ausmalen können! Zwei Gehirnerschütterung, unzählbare Hämatome, kahle Stellen am Kopf nichts hielt ihn ab auf mich loszugehen. Was habe ich ihm getan denke ich immer dass er mich so behandelt? Wie sehr muss er mich hassen verabscheuen? Doch jedes Mal beteuerte er mir seine unendliche Liebe, er wisse es nicht besser.
    Ich weinte Nächte lang als er mich bei sich festhielt, es schürte nur seinen Zorn.
    Er ist im Grunde ein armer Kerl. Ein Drogenabhängiger, der von seiner Familie gehasst wird. Niemanden hat nur mich.
    Und ich habe auch niemanden.
    Seit dem letzten Jahr nehme ich auch Drogen. Er hat mich darangeführt. Ich wollte damit nie was zu tun haben und jetzt? Ich nehme Kokain. Ich weiß nicht ob ich abhängig bin. Ich rede mir ein ich bin es nicht aber wer weiß.
    Heute und gestern hat er mich wieder geschlagen. Dabei hat er meine Jacke zerrissen. Später dann saßen wir zusammen und nahmen koks zusammen. Er soll jetzt für immer aus sein. So Sagt er es. Denn ich bin auch ausgerastet habe schlimme Dinge gesagt. Es tut mir leid aber was bringt es mich zu entschuldigen?
    Er hat es soweit getrieben.
    Jetzt liege ich also im Bett und kann nicht schlafen. Ich hasse es. Ich fühle mich alleine. Ich kriege nichts mehr auf die Reihe. Wer bin ich eigentlich? Ich habe mich so verändert zum negativen. Ich schäme mich.
    Was soll ich tun?

  2. #2
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    Standard AW: Meine Geschichte

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Was soll ich tun?
    Ab ins Frauenhaus! Weg da. Auf dich wartet ein schönes Leben mit Liebe , Freude usw. Aber nicht mit ihm. Er bringt dir nur den Tod.

  3. #3
    Archeo
    Gast

    Standard AW: Meine Geschichte

    Hallo Gast

    es gibt bestimmt auch in deinem Ort verschiedene Drogenberatungsstellen, an die du dich wenden kannst.

    Wenn du nicht weißt, wo du anfangen kannst, zu suchen, dann schaue hier rein:

    Hilfsangebote und Beratungsstellen

    Dein gewalttätiger Freund mag eventuell im Grunde seines Herzens ein netter Kerl sein, dem schlimmes passiert ist und der deswegen im Drogensumpf steckt. Dies rechtfertigt aber nicht, dass er dich da mit hineingezogen hat.

    Überhaupt nicht in Ordnung sind seine Gewaltausbrüche dir gegenüber! Egal, wie es jemandem geht, was jemand erlebt hat, wie jemand aufgewachsen ist, es rechtfertigt niemals Gewalt gegen andere Menschen! Schon gar nicht gegen einen Menschen, den er eigentlich lieben sollte.

    Wenn du auch hier nicht weißt, wie du von ihm loskommen kannst, dann beraten dich sehr nette Menschen beim Weißen Ring:

    https://www.weisser-ring.de/internet/

    Unter der Nummer 116 006 haben die ein kostenfreies Notfalltelefon, wo du dich melden kannst, wenn du Hilfe brauchst.

    In jedem Fall wünsche ich dir, dass du schnell aus dem Sumpf, in den dich dein Freund gezogen hat, herauskommst. Mit 15 Jahren bist du noch so jung und dir stehen so viele Wege offen, dein Leben zu gestalten. Wirf diese Möglichkeiten nicht weg für ein Leben mit Drogen und Gewalt.

  4. Für den Beitrag danken:

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