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Thema: dringend Formulierungshilfe benötigt

  1. #1
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    Standard dringend Formulierungshilfe benötigt

    Hallo,
    ich veröffentliche meine Anfrage jetzt mal hier. Sollte diese im falschen Bereich gelandet sein, bitte ich den Moderator um entsprechen Verschiebung. Dafür schon mal danke.
    Zum eigentlichen Thema.
    Ich versuche gerade eines meiner Familienmitglieder in seiner OEG (Opferentschädigung) -Angelegenheit zu unterstützen. Aufgrund der Komplexität der gesamten Angelegenheit ist allerdings schnell eine Grenze erreicht die es zwingend erscheinen lässt um Unterstützung zu bitten.
    Um hier nicht Uferlos zu werden versuche ich das ganze so kurz wie möglich zu halten.
    OEG Antrag beim zuständigen Träger gestellt. Hintergrund sind rechtswidrige tätliche Angriffe gegen die betreffende Person in einem Zeitraum von sage und schreibe 10 Jahren in der Kindheit.
    Grundlage des Antrages ist die Härtefallreglung nach §10 a OEG.
    Alle Angriffe sind rechtssicher nachgewiesen und werden vom Träger auch nicht in Abrede gestellt. Zeugenaussagen und entsprechende Dokumentation liegt vor.
    Der Träger hat nun ein Gutachten erstellen lassen. Gutachter war in diesem Fall ein hauseigener Mediziner. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

    Ber Bescheid wurde nun zugestellt nach fast 2 jahren Bearbeitungsdauer. Antrag abgelehnt da nur ein GDS von 40% vorliegt. Nach § 10A muß eine GDS von wenigstens 50% vorliegen.
    Nun...in dem Gutachten des hauseigenen Mediziners werden viele Faktoren des Antragstellers schlichtweg übergangen bzw. gar nicht erst berücksichtigt.
    So wird entgegen der wissenschaftlichen Lehre das vorhandensein einer PTBS bzw. der daraus resultierenden Traumafolgen schliecht negiert.

    Eine Rechtsanwältin ist beauftragt den Widerspruch zu bearbeiten......aber...

    Aufgrund der komplexen Sachlage ist diese schlichtweg überfordert hier aus dem medizinischen, sowie aus dem sozialen Darlegungen den Widerspruch qualitativ hinreichend zu begründen.

    Wir sind also selbst gefordert durch Recherche und Eigenstudium hier dazu beizutragen fundiertes Material zu beschaffen, um diesen Widerspruch zu formulieren.

    Hat jemand von euch eine Idee....an wen wir uns noch wenden können? Wir würden jemanden benötigen der rechtssicher medizinische Zusammenhänge erkennen und ableiten kann. Rhetorisch gut geschult...sozusagen....

    Das ganze Verfahren hat wirklich Geschmäckle. Hier wird versucht um jeden Preis berechtigte Ansprüche klein zu halten....

    Wer kann sich vorstellen das bei der Dauer und Intensität eines solchen Leidensweges (10 jahre Gewaltanwendung incl. Tötungsversuche durch den Vater) lediglich eine "leichte psychiatrische Erkrankung" entstanden ist?

    Ich nicht.Danke schon mal für das Interesse hier mitzulesen.

    lg

  2. #2
    Meli-2009
    Gast

    Standard AW: dringend Formulierungshilfe benötigt

    Hi, ich würde dir dringend empfehlen, den Artikel "Kein Recht für Opfer?" zu lesen, den du im Internet als pdf finden kannst... ein Gutachten nach Aktenlage ist sowieso nicht zulässig als alleinige Grundlage für eine Beurteilung, auch dazu -zum Recht auf persönliche Begutachtung - kannst du im Internet Informationen finden... auch die Definition von PTBS ist im Internet zu finden - das ist halt alles viel Arbeit, aber du musst nicht "rechtssicher" argumentieren, wenn du dem Gutachten Schwächen nachweist, du musst einfach nur viel lesen und dann die wichtigsten Punkte des Gutachtens kritisieren... das ist noch lange nicht das Ende eures Verfahrens... Widerspruch, Klage, etc. - das dauert... und dann ist es gut, wenn du helfen willst - und gut, dass du es als Unbeteiligte tust, weil es sehr schmerzhaft sein kann zu lesen, wie zynisch manchmal formuliert wird - dass du dich einliest... von derselben Autorin, die den oben genannten Artikel geschrieben hat, gibt es auch noch weitere Informationen im Internet.

    LG
    Meli

  3. Für den Beitrag dankt: Silan

  4. #3
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    Standard AW: dringend Formulierungshilfe benötigt

    Hallo Meli,

    vielen dank für deinen Beitrag. Vielleicht habe ich das nicht ganz klar formuliert. Es war kein Gutachten nach Aktenlage. Der Gutachter war bei einem Hausbesuch.
    Und ja....ich helfe in diesem besonderen Fall gerne. Leider bin ich auch selbst betroffen. Ich habe mein OEG-Verfahren aber bereits hinter mich gebracht. Von da her ist mir die Materie nicht fremd.
    Nur inhaltlich würde ich mir halt gerne ein wenig Beistand wünschen. Es ist nun mal so wie du sagst. Eine ganze Menge Lesarbeit.....und Formulierarbeit.
    So viel Zeit würde vermutlich kein RA dieser Welt in eine solche Angelegenheit investieren. Es ist einfach grotesk wie dieser Medizinmann "geurteilt" hat.
    Fern von jedweder wissenschaftlichen Abhandlung bezüglich der Traumaspätfolgen bei Misshandlung in der Kindheit....

    lg

  5. #4
    chrismas
    Gast

    Standard AW: dringend Formulierungshilfe benötigt

    Da kannst du nichts formulieren.

    Das Problem hierbei ergibt sich von selbst. Wenn ein Mediziner sagt, Person XYZ hat dieses und jenes mit diesen und jenem Symptombild, dann kann nur ein anderer Mediziner das ganze abschwächen in welcher Form auch immer, wie es wohl hier geschehen ist.

    Die einzige Möglichkeit daher wäre ein Gegengutachten zu erstellen und damit den Widerspruch zu begründen und dafür ist man selbst ungeeignet, also muss entweder ein neutraler Mediziner nochmals eine Begutachtung im Auftrag der Antragstellerin durchführen oder aber du schreibst einfach nur:

    Ich lege Widerspruch ein, aufgrund der Ihnen vorliegenden ärztlichen Unterlagen, woraus hervorgeht, dass nicht vollumfassend zum Krankheitsbild etc pp im Gutachten Stellung genommen worden ist.

    Das wird wahrscheinlich dann wieder abgeschmettert werden, allerdings steht es einem frei, anschließend den Gerichtsweg einzuschlagen und hierbei kommt es dann mit Sicherheit dazu, dass sich die begutachtenden Mediziner an die "Gurgel" springen und da kommt es dann letztendlich nur darauf an, wem das Gericht mehr glauben schenkt.

  6. #5
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    Standard AW: dringend Formulierungshilfe benötigt

    Hallo,

    leider finde ich den Artikel "kein recht für Opfer" nicht. Hast du vielleicht einen Link.....
    Ich bin wohl zu Blond.....

    lg

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