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Thema: Freundin wollte sich umbringen.

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Freundin wollte sich umbringen.

    Ich muss hier eine etwas längere Geschichte loswerden die mir schwer im Magen liegt. Ich (18) bin männlich und mit meiner Freundin (18) seit 3 Jahren zusammen. Ich wusste nicht viel über ihre Vergangenheit, nur dass sie viel in heimen und pflegefamilien war. Sie wollte nie darüber reden. Sie sagte es sei nicht der Rede wert. Sie wusste nie wer ihre richtigen eltern waren. Als sie 3 Jahre alt war, haben sie sie ins Heim gegeben. Sie wohnt jetzt bei mir und meinen eltern. Also in der Mietwohnung meiner Eltern. Da können wir gratis wohnen bis wir uns eine eigene Wohnung mieten können. Vor zwei Wochen hat sie alles gegeben um ihre eltern zu finden. Schliesslich hat sie es mit viel mühe geschafft ihre Mutter ausfindig zu machen. Sie fuhr am nächsten Tag sofort zu ihr. Es waren etwa zwei stunden autofahrt. Sie wollte lieber alleine gehen. Aber als sie nach hause kam war sie nur noch am weinen. Sie sagte ihre mutter sagte ihr, dass ihr vater seit sie 3 ist tot ist. Sie wollte sie nie haben sondern hat sie nur zuliebe ihres Vaters behalten. Aber als er dann an einem Unfall starb war es ein Grund sie ins heim zu geben. Sie sei nur ein grosser fehler gewesen. Das machte sie sehr fertig. Sie weinte nur noch. Und gestern Abend kam ich von der Arbeit nach Hause und sah meine Freundin auf dem Boden liegen. Ich versuchte sie zu bewusstsein zu bringen und sah ein Fläschen mit schlaftabletten am Boden. Ich rief sofort den Krankenwagen. Ich krankenhaus stellten sie eine überdosis schlaftabletten fest, und mussten ihr den Magen auspumpen. Noch am selben Abend sprach ein Arzt mit ihr und fragte sie warum sie sich umbringen wollte. Währendessen missten wir draussen warten. Der Arzt kam raus und bat uns in ein anderes zimmer. Er sagte, meine Freundin habe ihn von der schweigepflicht "befreit" und darf alles mir und meinen Eltern sagen. Er erzählte sie wurde als Kind, als sie 5 war adoptiert. Sie freute sich sehr darüber was aber schnell zum Horror wurde. Sie wurde von ihnen geschlagen. Von ihrem Adoptivvater sogar drei jahre Lang mehrmals in der woche vergewaltigt. Nch den Drei Jahren wollten die adoptiveltern sie nicht mehr und gaben sie in ein heim. Sie kam von pflegefamilie zu pflegefamilie und von heim zu heim. Sie fing mit 13 an sich zu ritzen was sie aber mit 15 (als sie hierher kam) aufhörte, In zwei anderen familien wurde sie ebenfalls geschlagen und traute sich nicht sich zu wehren. Sie fand nie richtig freunde und wurde oft gemobbt. Hier fand sie das allererste mal anschluss und wurde nicht die ganze zeit runtergemacht und gemobbt. Als sie das mit ihrem vater und sie sache mit ihrer mutter erfuhr konnte sie nicht mehr und wollte nicht mehr weiterleben. Sie hat die vergewaltigunngen, die schläge alles verdrängt und nie jemandem erzählt. Das alles hat mich und meine eltern sehr erschüttert. Wir konnten zu ihr. Aber kaum sin wir in ihr zimmer gekommen liefen bei ihr schon die tränen. Sie wollte/ konnte mir nicht in die augen schauen. Meine eltern gingen raus und ich fragte sie warum sie nichts gesagt hat und hab sie in den arm genommen. Sie sagt sie hatte angst ich würde sie anders ansehen und mich nicht mehr so behandeln wie vorher. Sie hatte einfach nur angst. Ich verstehe es ja, aber soetwas sollt man doch sagen. Ich tröstete sie. Und nach 15 minuten mussten wir gehen, da die besuchszeit vorbei war. Jetzt muss sie für drei monate in eine psychiatrische klinik. Am anfang wollte sie nicht aber sie sah ein wie mich das belastet. Jetzt gerade ist sie noch im Krankenhaus, muss aber dann direkt in die klinik. Mich belastet die ganze sehr un weiss nicht was ich tun soll. Irgendwie weiss ich nciht wie ich damit umgehen soll, mit ihr umgehen soll. Normal wie sonst? Ih weiss einfach nciht was ich tun soll. Ich finde es gut, dass sie jetzt in behandlung geht, damit sie die ganze sache verarbeiten kann. Aber ich weiss ncit was ich tun soll. Was würdet ihr an meiner stelle tun???

  2. #2
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    Standard AW: Freundin wollte sich umbringen.

    Es kommt oft vor das sich Vergewaltigungsopfer selbst die Schuld geben. Sie meinen, sie wären an ihrem Schicksal selbst Schuld. So ähnlich wird es deiner Freundin auch gehen. Sie schämt sich für das was ihr passiert ist. Du kannst jetzt nichts weiter tun als für sie dasein. Bedränge sie auch nicht, das sie was erzählen soll. Die Therapie ist eine Chance auf ein besseres Leben. Viel Kraft und Mut wünsch ich euch beiden.

  3. #3
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    Standard AW: Freundin wollte sich umbringen.

    du solltest sie normal behandeln. as du tun kannst? für sie da sein, ihr auch das gefühl geben. wenn sie reden will dann kann sie das tun, aber du darfst sie nicht bedrängen reden zu wollen. zeig ihr das sie für dich die wichtigste person ist. mehr kannst du nicht machen. nur da sein und zuhören.

  4. #4
    Meli-2009
    Gast

    Standard AW: Freundin wollte sich umbringen.

    Es gibt eine Beratungsstelle für "Angehörige von Psychisch Kranken", die gibt es bundesweit... und da könntest du vielleicht auch mal dich beraten lassen.

    Dann gibt es noch ein ganz tolles Buch, das einem gut erklärt, was Missbrauchsopfer auf dem Heilungsweg alles erleben: Wayne Kritsberg: die unsichtbare Wunde - das Buch ist vergriffen, allerdings ist es über die Fernleihe deiner örtlichen Stadtbücherei ausleihbar.

    Auch, wenn deine Freundin es nicht so sehen wird, im Grunde geht es ab jetzt aufwärts!!!

    Alles Gute!
    Meli

  5. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: Freundin wollte sich umbringen.

    Erstmal Respekt dafür, dass du für deine Freundin da bist in dieser schwierigen Zeit!!
    Natürlich wäre es - für SIE - das Schönste und Beste, wenn du auch weiterhin die Kraft, die Geduld und auch den Mut aufbringen könntest um an ihrer Seite zu sein und diesen harten Wegabschnitt mit ihr gemeinsam durchzustehen...
    Aber das musst du selber auch ein bisschen "erspüren" und vor allem musst du im Notfall, wenn du merkst, dass dir einfach alles zu viel wird und du das nicht mehr verkraftest die Notbremse ziehen...
    Das soll nicht heissen, dass du sie dann einfach fallen lassen sollst - aber bis zu einem bestimmten Punkt musst du dich selber auch ein wenig schützen und auf dich und deine eigene Psyche Acht geben!

    Sei ehrlich: Wie siehst du das denn selber - denkst du, dass du die Kraft aufbringen kannst um das alles mit ihr durchzustehen?
    Willst du diesen steinigen Weg denn überhaupt mit ihr gehen?
    Liebst du sie, ist sie dir wichtig, kannst du dir eine gemeinsame Zukunft vorstellen?
    Falls du diese Fragen mit JA beantworten kannst dann lohnt es sich sicher, dass ihr gemeinsam kämpft!
    Für eine gute gemeinsame Zukunft...
    Du kannst deiner Freundin extrem helfen allein schon dadurch, dass du für sie da bist... An ihrer Seite bist und ihr den Rücken stärkst - und sie das spüren lässt und es ihr auch sagst!!!
    Das ist sehr oft heilsamer als alle Therapien und Medikamente...

    Der Vorschlag, dass du eine Selbsthilfegruppe besuchst oder dir professionelle Unterstützung suchst finde ich eigentlich gut!
    Es kann unter Umständen auch sein, dass deine Freundin - wider Erwarten - ganz plötzlich das grosse Bedürfnis verspürt über ihre Vergangenheit sehr detailliert zu sprechen...
    Dass sie von ihren Emotionen überwältigt wird und das einfach alles "raus" muss.
    Das kann für den Betroffenen enorm wichtig und heilsam sein - aber für den Zuhörer unter Umständen halt auch eine Überforderung, im Extremfall sogar eine grosse Belastung...
    Ihr müsst diese grosse Last nicht alleine tragen - dafür gibt es Menschen die euch helfen können!
    Ich denke dieser Klinikaufenthalt wird schon viel verändern für sie... Und kann eine grosse Chance sein das alles aufzuarbeiten!

    Ich rate dir, einfach nur für sie da zu sein und ihr das auch immer wieder so zu sagen.
    Ihr diese Sicherheit, diese Geborgenheit und vor allem diese Liebe zu vermitteln!
    Vorausgesetzt, du fühlst dich dazu im Stande und gefestigt genug, um ihr Rückhalt sein zu können...

    Ich wünsche euch alles Gute!

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