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Thema: Opferentschädigung - Anspruch auf Heilbehandlung

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Opferentschädigung - Anspruch auf Heilbehandlung

    Hallo, ich bin mit 60% GDS als Opfer anerkannt, beziehe schädigungsbedingt eine unbefristete EM Rente und bekomme BSA. Aktuell benötige ich dringend eine Trauma Psychotherapie, die ich momentan als Selbstzahler auch schon begonnen habe. Selbstzahler deswegen, da diese Traumaspezialistin Ihre Kassenärztliche Zulassung abgegeben hat, weil sie nur noch privat abrechnet. Ich habe versucht über meine KK eine ausservertraglliche Kostenübernahme zu bekommen und habe alles vorgelegt, was die KK dazu benötigte:

    - Dringleichkeitsbescheinigung Psychiater
    - Nachweislich drei Absagen von Therapeuten mit einer Kassenzulassung
    - Antrag meiner jetzigen Therapeutin

    Nun hat der Medizinische Dienst der Krankenkassen entschieden, dass eine medizinische Notwendigkeit bei mir nicht vorliegt, um eine ausservertragliche Psychotherapie zu bewilligen.

    Das ist in meinem Fall natürlich ein schlechter Witz, weil meine PTBS so ausgeprägt ist, dass mir meine oben beschriebenen Rechte alle zugesprochen wurden.

    Nun stellt sich für mich die Frage, ob ich in meinem Fall als anerkanntes Opfer mit 60% GDS nicht Anspruch auf HeilbehandLung habe und das Versorgungsamt dafür zuständig ist. Der abgelehnte Antrag wurde nur über meine KK bearbeitet, mein Staus als anerkantes Opfer wurde in meinem Fall gar nicht berücksichtigt, bzw habe ich im Antrag auch gar nicht erwähnt, da es ja nicht über das Versorgungsamt gelaufen ist. Es war also ein 0815 Antrag, den jeder Versicherte ohne OEG Anerkennung stellen kann und deswegen ist er auch wahrscheinlich abgelehnt worden mit der Begründung "medizinisch keine Notwendigkeit".

    Meine Frage:

    Wenn kassenärtzliche Therapeuten mir aktuell keinen Platz anbieten können, habe ich in meinem Fall dann nicht Anspruch auf einen Therapeuten der privat abrechnet, da das Versorgungsamt fùr meine Heilbehandlung zuständig ist?

    Wie ist die gesetztliche Lage, kennt sich jemand da aus?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Gruss
    Tom

  2. #2
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    Standard AW: Opferentschädigung - Anspruch auf Heilbehandlung

    Hallo Tom,

    Anträge welcher Art auch immer werden im deutschen Sozialsystem erst einmal abgelehnt. Das ist meine Erfahrung. Allein dadurch spart der Staat sich Geld, da viele nicht den Mut haben, Widerspruch einzulegen. Die meisten wissen auch gar nicht wissen, dass sie das können.

    Also erst einmal gehe in den Widerspruch.

    Dann habe ich noch zwei Stellen, die dich beraten können.

    Startseite*

    Sozialverband VdK Deutschland - Willkommen beim Sozialverband VdK


    Erstere ist kostenlos, dafür ist es aber auch wirklich nur eine Beratung. Zweitere kostet eine Mitgliedsgebühr je nach Bundesland zwischen 30 und 50 Euro im viertel Jahr. Da bekommst du aber auch konkret Hilfe. So füllt man mit dir einen Antrag aus oder du bekommst die Beratung von einem Rechtsanwalt des Hauses.


    Tuesday

  3. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: Opferentschädigung - Anspruch auf Heilbehandlung

    Hallo Tom,

    meine Therapie wird vom Versorgungsamt finanziert, allerdings bin ich bei einer kassenärztlichen Therapeutin.

    Aber das Versorgungsamt übernimmt auf jeden Fall mehr an Leistungen, als die Krankenkasse. So zahlt das Versorgungsamt jetzt z.B. bei mir in der Zeit die Therapie, in der die Krankenkasse nicht zahlt. Also in der zweijährigen Pause, in der die Krankenkasse nach Ausschöpfen der Höchststundenanzahl nicht zahlt.

    Ein Antrag auf Therapiekostenübernahme musst du direkt beim Versorgungsamt stellen. Wenn du den Antrag bei der Krankenkasse stellst, wird auch nur nach kassenärztlichen Richtlinien entschieden.

    Ich weiß allerdings nicht, wie es bei Therapeuten ohne kassenärztliche Zulassung aussieht, aber ich würde es auf jeden Fall mit einem Antrag beim Versorgungsamt versuchen.

    Bin auch mit 60% GdS anerkannt und habe seit kurzem auch meinen BSA und Ausgleichsrente durch, bin auch berentet, aber befristet.

    LG - B.

  4. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Opferentschädigung - Anspruch auf Heilbehandlung

    Hallo B,

    danke für die Antwort. Das ist doch schon mal eine Aussage. Bisher ist mein gesamter Antrag nur über die KK gelaufen und der wurde natürlich gnadenlos abgeschmettert, da es sich wie schon erwähnt um eine Therapeutin handelt, die nur noch privat abrechnet. Ich denke, dass ich mit meiner OEG Anerkennung und der Dringlichkeit gute Chancen haben müsste, das die Kosten vom Versorgungsamt übernehmen werden. Ich denke, dass ich mich nun direkt an das Versorgungsamt mit der KK Ablehung wende...

  5. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: Opferentschädigung - Anspruch auf Heilbehandlung

    Hallo Tom,

    jetzt wo du sagst, dass du dich mit der Ablehnung der KK direkt an das Versorgungsamt wenden möchtest, fällt mir auch ein, dass meine Therapeutin gesagt hat, dass das Versorgungsamt beim Antrag auf Therapiekostenübernahme auch erst einen ablehnenden Bescheid der Krankenkasse haben wollte - es also eine erste Voraussetzung ist, dass die KK die Kosten nicht übernimmt.
    (Meine grauen Zellen, brauchen wohl manchmal etwas länger oder brauchen schon mal nen Stups ;-) )

    Du bist also auf dem richtigen Weg. Ich drücke dir die Daumen!

    LG - B.

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