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Thema: Depressionen/Zukunft

  1. #1
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    Standard Depressionen/Zukunft

    Guten Abend,
    ich versuche erstmal ein wenig über mich zu erzählen. Bin 26 Jahre alt.Ich leide seit ca. 7 Jahren an Depressionen und Angststörung (vermutlich auch schon länger und schon in der Kindheit nur man weiß als Kind nicht was das ist bis es dann richtig „ausgebrochen „ist).
    Auf jeden Fall habe ich sehr große Schwierigkeiten das Haus zu verlassen wahrscheinlich aufgrund von Trennungs- und Verlustängsten.
    Ich habe nun schon sehr sehr viel und oft über meine Sorgen und Probleme gesprochen. 2 Therapien gemacht. In der Seelsorge war ich auch lange. Und bin derzeit in der 3. Therapie. Ehrlich gesagt stellt sich mir die Frage wie Leute da geheilt werden. Es bringt mir nichts über meine Probleme zu sprechen oder Tipps zu bekommen von wegen immer trotzdem das machen wovor man Angst hat und Muskelentspannung. Das sind für mich nur kurzzeitige Hilfen aber langfristig bringt das alles irgendwie nichts bzw. Nicht viel. Mittlerweile weiß ich echt nicht wie man sich damit die Zukunft vorstellen soll. Besonders wenn ich eigentlich gerne ein normales Leben führen möchte, auch mal eine Familie gründen, aber wie soll ich mir das denn vorstellen?!

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  3. #2
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    Standard AW: Depressionen/Zukunft

    Hallo Bluestar,
    vielleicht solltest du dir das erstmal noch nicht vorstellen.
    Vielleicht solltest du dir erstmal vorstellen (können) dass du das Haus (allein) verlässt, einen Spaziergang machst, etwas in der Art.

    Du hast schon viel Therapie gemacht, hat es garnichts gebracht? Dann war es vielleicht nicht die richtige Therapie.
    Warst du ambulant oder auch schon in einer Klinik in Behandlung?
    Kannst du arbeiten? Bzw. wie verdienst du deinen Unterhalt?

    Ich kann verstehen, dass drüber reden dir nichts bringt, auch dass du ein normales Leben führen möchtest.
    Kennst du die Ursachen, die Auslöser der Probleme bei dir? Hat man das mit dir in der Therapie erarbeitet?

    "Heilung" ist ein langer Prozess, man ist nach einer Therapie nicht einfach "geheilt", das ist immer der Fehler, wenn Leute aus der psychosomatischen Klinik kommen, nach der Therapie, alle denken dann sie sind "geheilt", da kommt dann immer die Frage "Und, gehts dir jetzt wieder gut...?"
    Therapie ist aber nur der Anfang der Heilung, das ist ein langer Weg. Und den Weg geht man vielleicht ein Leben lang.

    Hattest du mal eine ambulante Betreuung? Die könnte regelmäßig mit dir das Haus verlassen und es so mit dir ganz lebenspraktisch einüben, vielleicht würde das helfen, für den Anfang?

    Vielleicht, wenn du sagst die Therapie bringt dir garnichts, brauchst du ja auch eine andere Therapieform, es gibt ja viele unterschiedliche.

  4. #3
    Moderator Avatar von Yannick
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    Standard AW: Depressionen/Zukunft

    Zitat Zitat von Bluestar21 Beitrag anzeigen
    Guten Abend,
    ich versuche erstmal ein wenig über mich zu erzählen. Bin 26 Jahre alt.Ich leide seit ca. 7 Jahren an Depressionen und Angststörung (vermutlich auch schon länger und schon in der Kindheit nur man weiß als Kind nicht was das ist bis es dann richtig „ausgebrochen „ist).
    Auf jeden Fall habe ich sehr große Schwierigkeiten das Haus zu verlassen wahrscheinlich aufgrund von Trennungs- und Verlustängsten.

    ...
    Hallo Bluestar,

    bis eine Depression als solche erkannt wird, kann schon eine Menge passiert sein.
    Du sprichst hier Deine Kindheit an. Hast Du konkrete Erinnerungen an einzelne
    Situationen? Wie war es, wenn Du zum Kindergarten gebracht wurdest oder später
    zur Schule gingst?

    Magst Du beschreiben, was Dir durch den Kopf geht, wenn Du heute im Begriff bist,
    das Haus zu verlassen? Wie geht es Dir, wenn Du an einem anderen Ort bist, bei-
    spielsweise im Urlaub?


    Musekentspannung, Sport, ein Buch lesen, Musik hören,... sind alles Hilfen, die ge-
    eignet sind, die aktuelle Situation zu überstehen und die Gedanken neu zu ordnen.
    Dabei wirst Du aber auch feststellen, dass die Situation, im Nachgang betrachtet,
    keinen Grund zur Besorgnis ergeben hat. So werden die Erinnerungen an andere
    Begebenheiten mit der Zeit verblassen. Das alles braucht aber seine Zeit. Manch-
    mal brauchen wir etwas Anlauf.
    Der Sinn des Wanderns ist es, unterwegs zu sein.

  5. #4
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    Standard AW: Depressionen/Zukunft

    Zitat Zitat von Bluestar21 Beitrag anzeigen
    Ich habe nun schon sehr sehr viel und oft über meine Sorgen und Probleme gesprochen. 2 Therapien gemacht. In der Seelsorge war ich auch lange. Und bin derzeit in der 3. Therapie. Ehrlich gesagt stellt sich mir die Frage wie Leute da geheilt werden. Es bringt mir nichts über meine Probleme zu sprechen oder Tipps zu bekommen von wegen immer trotzdem das machen wovor man Angst hat und Muskelentspannung. Das sind für mich nur kurzzeitige Hilfen aber langfristig bringt das alles irgendwie nichts bzw. Nicht viel.
    Das kenne ich sehr gut. Ich habe es inzwischen aufgegeben auf Hilfe von außen zu hoffen. Das wird (zumindest bei mir) nicht passieren.

    Zitat Zitat von Bluestar21 Beitrag anzeigen
    Mittlerweile weiß ich echt nicht wie man sich damit die Zukunft vorstellen soll. Besonders wenn ich eigentlich gerne ein normales Leben führen möchte, auch mal eine Familie gründen, aber wie soll ich mir das denn vorstellen?!
    Gute Frage. Mir ist es nicht mehr gelungen in die "Normalität" zurück zu finden. Ich kann lediglich versuchen über Ernährung, Verhalten und Sport die Symptome zu dämpfen.

    Ich drücke dir die Daumen das du es schaffst!

  6. #5
    Registriert Avatar von Sonnenbrille
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    Standard AW: Depressionen/Zukunft

    Auf die Gefahr hin dass ich jetzt einbischen Grenzen überschreite und belästige.

    Ich berichte im Folgenden von meiner persönlichen Erfahrung, das soll niemanden zu irgendwas zwingen

    Ängste und Depressionen sitzen ganz tief im Gehirn so aus meiner Sicht.

    Und ja sie beeinträchtigen das Leben. Ich habe noch dazu Schizophrenie, das heißt wenn ich erstmal flach liegen muss muss ich flach liegen, und dann wenn es mir wieder gut geht nach einpaar Tagen, habe ich natürlich erstmal eine Depression und sitze faul herum und rauche, weil die Krankheit mich jedes mal schockt. Ab und zu kommen noch Angstattacken hinzu wo ich hyperventiliere so völlig ohne Grund übrigens im Aussen.

    Ehrlich gesagt das einzige was mir hilft ist neben Versuchen regelmäßig Sport zu betreiben, weil es Glückshormone im Gehirn macht und unheimlich beruhigt wenn man sich ausreichend ausgepowert hat, ist auch regelmäßig beten und beichten im Gottesdienst.

    Gott ist eine reale Größe und wenn man nur genug "bettelt" wird das auch mit der Psyche besser(Edit: Ich schreibe hier meine persönliche Erfahrung. Ich meine damit dann natürlich auch ehrlich meine persönliche Erfahrung. Und nicht xy irgendwas anderes! Ich behaupte damit nicht das mit den Fingern schnippen jedes Leid und jede Krankheit von dieser Erde gefegt wird). Es gibt auch Versuche einen Gehirnteil nachzuweisen der mit Gott zu tun hat um es mal pseudowissenschaftlich zu versuchen.

    Stell Dir vor Du warst lange in einem Krankenhaus und ja du fühlst Dich "hospitalisiert". Wenn Du nach Hause kommst fühlst Du Dich nicht mehr selbständig genug im Alltag zu landen, Dich anzustrengen, den Haushalt zu schaffen, sich u.U. überhaupt zu bewegen oder intellektuell anzustrengen. Alles im Gehirn ist Training.

    Deswegen empfehle ich neben sehr sehr wichtigem Sport(!) auch sein spirituelles Gehirn zu fördern, weil es sonst degeneriert und der Stoffwechsel im Gehirn baden geht! Meditation mag auch eine Lösung sein ich habe es noch nicht so häufig ausprobiert, da für mich der Umweg über Gott schneller und effektiver ist. Aber ich werde mich auch bald der Meditation widmen. In Indien meditiert man glaube ich "zusammen mit Gott" also nicht gottlos. Hab das so gehört aber noch nicht näher in Erfahrung bringen können. Alles was den Stoffwechsel in Gang bringen könnte, selbst spirituelle Tätigkeiten, kann helfen.

    Das mag jetzt ungewöhnlich für Dich klingen, aber was hast Du zu verlieren? Die ersten Wochen können schwer sein, weil man voller Aberglauben und Ängsten ist, sich unbewußt von Gott abgelehnt fühlt usw... aber irgendwann kann die Gnade jeden erreichen und das subjektive Unglücksgefühl wechselt in schöne Stimmungen über mindestens Stundenweise pro Woche in sehr schöne Lebensmomente. Es wächst auch Kraft für neue Hobbies und mehr aktiv sein, fördert den Schlaf und verhindert zu starke Depressionen und Panikattacken. So ging es mir.

    Ich kann garnicht verstehen wie wenn man nicht down ist man nicht mal versucht sich an Gott zu wenden, weil mein Leidensdruck war dann definitiv so groß dass ich es getan habe(ohne Wissen ob Er existiert). Und es ist wurscht ob Du glaubst oder nicht, weil Gott hört Dich trotzdem. Du wirst u.U. nie "erfahren" oder genau wissen ob es die Gebete waren die geholfen haben. Alternativ wie gesagt Meditation und an seiner Atmung arbeiten. Auch ein meditatives Hobbie ist gut wie Malen/Kunst, vielelicht irgendwas was erdet psychisch neben Sport... z.B.
    Geändert von Sonnenbrille (08.12.2019 um 00:14 Uhr)
    Für alle fanatischen Christen in diesem Forum gilt: Ich bin ein Atheist. Was in mir verborgen ist weiß Gott und nicht Du und Dein Weltbild.

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