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Thema: Zum Umgang mit Zwangsgedanken

  1. #1
    Ardente
    Gast

    Standard Zum Umgang mit Zwangsgedanken

    Manche Gedanken an unangenehme bis schreckliche Erlebnisse kommen immer wieder: zwanghaft.
    Sie müssen nicht einmal etwas beinhalten, das einen selbst betraf.
    Aber man hat es miterlebt - quälerisch.

    Du lenkst dich ab. Die Bilder im Kopf verschwinden.

    Aber nicht immer kann man sich ablenken.
    Zum Beispiel vor dem Einschlafen im Bett.
    Man versucht, woandershin zu denken. Aber *zwanghaft* kommt alles immer wieder zurück. Es hindert dich am Einschlafen - eine Weile.

    Am Morgen sind die Bilder nur selten wieder da, weil man vieles zu planen und zu erledigen hat, das Konzentration erfordert.

    Aber in der nächsten oder übernächsten Ruhepause - oder vielleicht erst nach Stunden oder Tagen ...??
    Sie verschwinden nie ganz - und beunruhigen einen jedesmal aufs Neue.

    *
    Wie geht Ihr mit so etwas um?

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  3. #2
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    Standard AW: Zum Umgang mit Zwangsgedanken

    Es kann nur das wiederkommen, was noch nicht verarbeitet wurde.
    Hier ist es hilfreich sich solange damit auseinander zu setzen, bis man für sich innerlich einen Abschluß gefunden hat.
    Solange man nicht abschließt bleibt die Tür offen.
    Für eine Verbindung braucht es mehr als eine Hand
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    Sex sollte nur der körperliche Ausdruck von Gefühlen sein,
    die im Herzen toben
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    Deutschland ist an dem Tag gestorben, als man den Kindern ihre Zukunft nahm
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  4. #3
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    Standard AW: Zum Umgang mit Zwangsgedanken

    Zitat Zitat von Petra47137 Beitrag anzeigen
    Es kann nur das wiederkommen, was noch nicht verarbeitet wurde.
    Hier ist es hilfreich sich solange damit auseinander zu setzen, bis man für sich innerlich einen Abschluß gefunden hat.
    Solange man nicht abschließt bleibt die Tür offen.
    Der Abschluss kann auch gar nichts mit dem Inhalt der Gedanken selbst zu tun haben.
    Ich hatte 2 oder 3 solcher Gedanken an meine Kindheit, die immer wieder kamen.
    Zum Glück nicht ständig - aber so alle paar Wochen bis Monate.
    Sie waren auch nicht wirklich quälend - aber immer sehr unangnehm.

    Irgendwann kamen die Gedanken wieder - aber ich fühlte nichts unangenehmes mehr dabei.
    Heute kommen sie von allein nie mehr, aber wenn ich selbst daran zurückdenke, fühle ich auch nichts mehr dabei.

    Was passiert war ist, dass ich selbstbewusster wurde und mir die Situationen in den Gedanken egal wurden.
    Ich kann es heute ertragen, bzw. aushalten - früher nicht.
    D.h. ich habe diesen Teil von mir integriert - es ist halt passiert und gehört zu meinem Leben - wie vieles andere
    unangenehme auch.

    Das Thema und die Ursachen sind aber bei jedem sicherlich anderes, deshalb kann man schwer einen allgemeinen Rat geben. Aber der Versuch zu verstehen, warum einen etwas quält, ist sicherlich hilfreich.

    Manchmal erledigt es sich durch Zufall - wenn sich Dinge in einem verbessern, man aufarbeitet und reflektiert - wie bei mir.
    Denn mir war damals gar nicht bewusst, warum das für mich so unangenehm war - und allein mit Nachdenken wäre ich auch nicht darauf gekommen. Und selbst wenn, hätte ich nicht gewusst wie ich das ändern sollte.
    Es war sozusagen nur ein Nebeneffekt eines grundsätzlichen Themas in meinem Leben.

    Akute Zwangsgedanken dagegen die regelmäßig auftauchten bin ich in einer Krise (ich hatte es nur einmal) dadurch losgeworden, dass ich mich mit aller Kraft jedes Mal gezwungen habe nicht weiter daran zu denken und mich mit anderem abzulenken. Das hat funktioniert.
    Auch da habe ich das Thema auf viel grundsätzlicherer Ebene bearbeitet später.
    Also eine Auseinandersetzung mit meinen Einstellungen und Gefühlen selbst.

    Was mir dabei geholfen hat, war auch etwas wütend darauf zu sein, dass mich das so beschäftigt hat.
    Das hat mir viel Kraft gegeben es erstmal zu ertragen und mich gegen diese Gedanken zu stemmen - bis es dann ganz langsam ausgeklungen ist.
    Heute kann ich auch ohne negative Gefühle daran zurückdenken - von alleine kommt es aber auch nicht mehr hoch.
    "Wir sind nicht auf der Welt um so zu sein, wie Irgendjemand uns haben möchte."

  5. Für den Beitrag dankt: Grudge

  6. #4
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    Standard AW: Zum Umgang mit Zwangsgedanken

    Zitat Zitat von Kauz Beitrag anzeigen
    Was passiert war ist, dass ich selbstbewusster wurde und mir die Situationen in den Gedanken egal wurden.
    Ich kann es heute ertragen, bzw. aushalten - früher nicht.
    D.h. ich habe diesen Teil von mir integriert - es ist halt passiert und gehört zu meinem Leben - wie vieles andere
    unangenehme auch.
    Zum Älterwerden gehört auch die Akzeptanz der Vergangenheit bzw des Unabänderbaren, weil es keine Wesentliche Rolle im Heute und Morgen einnimmt. Es ist vorbei.
    Allgemein findet die Verarbeitung bereits im Weitergehen statt, weil das Neue diesen Platz braucht und einnimmt.
    Trotz allem bleiben dunkle Ecken, die ab und an, wie mit einem diffusen Strahl einer Taschenlampe beleuchtet werden.
    Dann werden die Gedanken an diese Augenblicke aktiviert - allerdings hat sich inzwischen unser Blickwinkel geändert, denn wir sind nicht mehr der Mensch von damals und es fällt leichter vom jetzigen Standpunkt aus, wenn notwendig, alles noch einmal neu zu beleuchten und auszuleuchten.
    Für eine Verbindung braucht es mehr als eine Hand
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    die im Herzen toben
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  7. Für den Beitrag dankt: leahcim

  8. #5
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    Standard AW: Zum Umgang mit Zwangsgedanken

    ---
    Geändert von Kauz (15.03.2019 um 09:12 Uhr) Grund: Kann gelöscht werden, passte nicht so gut zum Thema.
    "Wir sind nicht auf der Welt um so zu sein, wie Irgendjemand uns haben möchte."

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