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Thema: Panische Angst Magen/Darmspiegelung

  1. #21
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    Standard AW: Panische Angst Magen/Darmspiegelung

    ...
    Geändert von Mondsonne (17.10.2018 um 10:07 Uhr)
    Alles, was man in Worte fassen kann, kann man hinter sich lassen
    (Sokrates)

    Das, was manche gern Frustrationstoleranz nennen und positiv
    werten, ist oft nichts anderes als die Bereitschaft, sich abzustumpfen,
    überlasten und missbrauchen zu lassen, bis am Ende keine Zumutung
    mehr zu groß ist, um nicht ertragen zu werden.
    (Hans Kruppa)

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  3. #22
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    Standard AW: Panische Angst Magen/Darmspiegelung

    Ich habe jahrelang in einer gastro-enterologischen Praxis gearbeitet.

    Magen- und Darmspiegelungen sind ohne Vorgespräch gar nicht möglich.

    1. muss ein Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben werden, dass der Patient mit der Untersuchung einverstanden ist.

    2. wird vor der Untersuchung Blut abgenommen, um die Blutgerinnungswerte zu bestimmen.
    ( falls Polypen entfernt werden müssen).

    3. Muss am Tag vor der Untersuchung mit dem Abführen begonnen werden .

    Diese Vorkehrungen gelten für alle Patienten und nicht nur für Privatversicherte.

    Deshalb kann es nicht stimmen, was du schreibst.

    Jeder Patient hat das Recht zu entscheiden, ob er eine Schlafspritze möchte oder nicht.

    Wenn dir der kurze Schlaf solche Angst macht, dann kannst du die Untersuchungen ohne Betäubung machen lassen. Sie dauern unter Umständen nur länger, weil du nicht entspannt bist und sich Speiseröhre und Darmtrakt verkrampfen.

    Wie du Angst vorm Abführen haben kannst, erschliesst sich mir nicht.

    Du hast doch auch keine Angst, wenn du ganz normal zum Stuhlgang aufs Clo gehst. oder doch?

  4. #23
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    Standard AW: Panische Angst Magen/Darmspiegelung

    Zitat Zitat von Anonym Beitrag anzeigen
    Ich habe jahrelang in einer gastro-enterologischen Praxis gearbeitet.

    Magen- und Darmspiegelungen sind ohne Vorgespräch gar nicht möglich.

    1. muss ein Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben werden, dass der Patient mit der Untersuchung einverstanden ist.

    2. wird vor der Untersuchung Blut abgenommen, um die Blutgerinnungswerte zu bestimmen.
    ( falls Polypen entfernt werden müssen).

    3. Muss am Tag vor der Untersuchung mit dem Abführen begonnen werden .

    Diese Vorkehrungen gelten für alle Patienten und nicht nur für Privatversicherte.

    Deshalb kann es nicht stimmen, was du schreibst.

    Jeder Patient hat das Recht zu entscheiden, ob er eine Schlafspritze möchte oder nicht.

    Wenn dir der kurze Schlaf solche Angst macht, dann kannst du die Untersuchungen ohne Betäubung machen lassen. Sie dauern unter Umständen nur länger, weil du nicht entspannt bist und sich Speiseröhre und Darmtrakt verkrampfen.

    Wie du Angst vorm Abführen haben kannst, erschliesst sich mir nicht.

    Du hast doch auch keine Angst, wenn du ganz normal zum Stuhlgang aufs Clo gehst. oder doch?


    Also das ist z.B. meine größte Angst - das Abführen. Weil ich schon bei einem ganz sanften Abführmittel - habe schwere Verstopfung - unvorstellbare Schmerzen habe, so dass ich kaum Atmen kann, aber das ist sicher nicht bei jedem so. Bei mir wurden daher auch schon mal Darmspiegelungen ambulant abgelehnt, also nur stationär. Aber das nur nebenbei.
    Und so wie Anonym hier schrieb, ist das Abführen seine geringste Angst...
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  5. #24
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    Standard AW: Panische Angst Magen/Darmspiegelung

    Ich habe jahrelang in einer gastro-enterologischen Praxis gearbeitet.

    Magen- und Darmspiegelungen sind ohne Vorgespräch gar nicht möglich.

    1. muss ein Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben werden, dass der Patient mit der Untersuchung einverstanden ist.

    2. wird vor der Untersuchung Blut abgenommen, um die Blutgerinnungswerte zu bestimmen.
    ( falls Polypen entfernt werden müssen).

    3. Muss am Tag vor der Untersuchung mit dem Abführen begonnen werden .

    Diese Vorkehrungen gelten für alle Patienten und nicht nur für Privatversicherte.

    Deshalb kann es nicht stimmen, was du schreibst.
    Aha, kann also nicht stimmen: warst also dabei, hm?
    Bei der letzten Ärztin lief es so ab: Bin rein ins Beratungsszimmer, hab gesagt, ich hätte öfter Magenschmerzen und sie dann nur: "ja, dann machen wir ne Spiegelung, lassen sie sich einen Termin bei meiner Sprechstundenhilfe geben." Als ich dann sagte, ich hätte ziemlich Panik vor so einer Untersuchung kam nur: "Brauchen sie nicht, sie bekommen ne Schlafspritze, dann merken sie nix" und Tschüss. also sie hat sich meine Symptome garnicht genau angehört, sie hat mir auch nichts zum Ablauf der Untersuchung gesagt, nichts zu Alternativen (zB mit oder ohne Betäubung) nichts zu Risiken usw.
    Vermutlich würde es schon so laufen, wie Du gesagt hast: nämlich, dass ich am Tag der Untersuchung irgendeinen Wisch unterschreibe, auf dem ich mich einverstanden erklären muss und natürlich, den Arzt wie immer von jeder Haftung entbinden muss (und so kurz vor der Untersuchung hat man ja keine Zeit mehr, sich zu informieren). Und dann würden sie wohl auch gleich Blut abnehmen. Einen Fragebogen habe ich bereits ausgefüllt (was ja bei jedem Arzt der Fall ist). Und die Erklärung, wie ich das mit dem Abführen mache, würde ich wohl zwischen Tür und Angel von der Sprechstundenhilfe bekommen.

    Jedoch mal ehrlich: Gute und beruhigende Information sieht für mich anders aus: Nur weil ich einen Fragebogen ausgefüllt habe, eine Unterschrift gemacht habe, mir Blut abgenommen wurde und ich weiß, wie und wann ich das Abführzeugs trinken soll, bin ICH doch nicht besser informiert oder fühle mich vom Arzt ernst genommen. ich bin doch genauso schlau wie vorher!
    Klar halten sich Ärzte an die Vorschriften: aber so eine Schmalspurversion hat doch nichts mit Information und Beratung zu tun! Zumindest nimmt mir das meine Angst nicht

    Wie du Angst vorm Abführen haben kannst, erschliesst sich mir nicht.

    Du hast doch auch keine Angst, wenn du ganz normal zum Stuhlgang aufs Clo gehst. oder doch?
    Erstens mal habe ich vorm abführen ja garkeine solche Angst und zweitens ist dein Beitrag genau so ein Beispiel, wie ungeheuer sensibel mit den Ängsten der Patienten umgegangen wird.
    Genau so erlebe ich es in den Praxen auch und Du schreibst ja, Du hast Erfahrung: Man wird nicht ernst genommen, einen Fragebogen ausfüllen muss reichen, um sich gut informiert zu fühlen und wenn man Angst hat, soll man sich bitte nicht so haben.
    Genau das ist es ja, was mir Angst macht: Dass ich an Ärzte gerate, die so denken und die Bedenken des Patienten eher lächerlich finden.
    Ich kann nichts dafür, dass ich Angst habe, und wenn diese Angst so leicht zu unterdrücken wäre, dass ich mich nur mal ein bißchen zusammenreißen müsste und alles wäre in Butter, hätte ich die Untersuchung schon längst gemacht und müsste mich hier garnicht melden.
    Gerade Leute im medizinischen Bereich müssten eigentlich wissen, wie schwer es manchmal mit den Ängsten sein kann (aber gerade diese Leute wissen es offenbar nicht).

    Jedenfalls gäbe es wohl den ganzen Zweig psychologie nicht und niemand würde sich mit Ängsten rumschlagen, wenn eine Angst mit einem "Hab Dich nicht so" wegzuwischen wäre, oder?

    Jedenfalls ist das genau meine Angst: Dass ich an Ärzte gerate, die mich so wenig ernst nehmen, dass sie mir sagen: "Hab dich nicht so, Du hast ja auch keine Angst, dich auf den Pott zu setzen, oder?"
    Für mich ist das eben eine Aussage, die mir zeigt, dass ich dem Arzt nicht vertrauen kann: Wer mich nicht ernst nimmt, dem kann ich doch nicht so weit vertrauen, dass ich ihm erlaube, einen Schlauch in meinen Hals zu stecken, oder?
    Vielleicht sind andere Patienten da anders, aber ich muss dazu Vertrauen haben: Und leider habe ich bisher keinen Arzt gefunden, dem ich vertrauen kann.
    Vielleicht ist das generell ein Problem unserer Medizin: Du sollst da im Grunde einem Menschen vertrauen, der Dich nicht ernst nimmt. Vertrauen ist bei mir zumindest nur dann möglich, wenn ich merke, dedr Arzt hat auch Respekt vor mir. Solche Ärzte gibt zum Glück.
    Vielleicht kann man so meine Gefühle besser verstehen?

  6. #25
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    Standard AW: Panische Angst Magen/Darmspiegelung

    Liebe/r TE,

    ich kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen.

    Hast du denn ggf. jemanden der mit dir gehen könnte und dir während der Untersuchung lieb die Hand streichelt?

    Ich hatte auch eine Magenspiegelung und empfand diese als sehr unangenehm, hatte aber mit den Ärzten im Vorfeld abgeklärt, dass meine Mutter dabei sein durfte. Das hat mich unheimlich beruhigt und von den Würgemomenten abgelenkt. Sie hat mir gesagt dass ich ruhig durch die Nase atmen soll, mir die Hand gestreichelt und die Ärzte haben auch ständig den Vorgang kommentiert (jetzt sind wir da und da, jetzt ist es gleich fertig usw..)

    Da ich generell ein "Angstpatient" bin, hilft es mir tatsächlich eine vertraute Person an meiner Seite haben zu können (sofern möglich)

    Es macht nicht jeder Arzt, darum habe ich das im Vorfeld abgeklärt.

    Hier eine Seite wo alles (finde ich) gut erklärt ist: 21Fragen

    Wenn nicht zwingend eine Probe entnommen werden muss, könntest du auch zunächst das Magen Röntgen durchführen lassen. Vielleicht gibt diese Untersuchung ja schon Anhaltspunkte für eventuell weitere Maßnahmen oder eben auch keine

    Dir alles Liebe
    Pippi

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