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Thema: Angst vor Krankheit

  1. #1
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    Standard Angst vor Krankheit

    Hallo ihr Lieben.
    Ich kann an diesem Punkt schonmal sagen das es ein langer Beitrag wird und bedanke mich jetzt schon einmal fürs lesen.

    Alles fing vor etwa 4 Wochen an als mein Partner wegen unterschiedlichem beim Arzt war. Schon seit dem ich ihn kenne ( fast 5 jahre ) plagen ihn Beschwerden und nun hat er sich die Zeit genommen dem auf den Grund zu gehen.
    Zum Verständnis er ist nicht gegangen weil sich seine Symptome verschlechtert hätten sondern einfach weil es zeitlich passte.
    Seine Symptome waren Kopfschmerzen die bei Kälte auftreten, also wenn der Kopf kalt wird, schmerzhaftes gelegentliches einschlafen seines linken Arms, schwache Finger und Beine, Taube Zehenkuppen, abgeschlagenheit und Untergewicht ( fast 20 Kilo, isst aber wie ein Weltmeister)

    Der Arzt veranlasste ein Mrt vom Kopf. Schon dort bemerkte ich wie sich die Panik in mir breit machte. Bis zu dem Termin waren es zu dem Zeitpunkt noch gut 3 Wochen und ich konnte meine Angst ganz gut verdrängen.

    Ich habe ihn zu dem Termin begleitet und seit dem steht mein Leben ein bisschen mehr als nur Kopf.
    Während er in dem Gerät lag wartete ich im wartebereich und spürte ich wie ich anfing richtig Panisch zu werden. Ich musste die Praxis verlassen weil ich das Gefühl hatte keine Luft mehr zu kriegen.
    Kurz bevor er fertig war nahm ich wieder im wartebereich Platz. Wir wurden dann ohne nachgespräch mit einer Cd mit den Aufnahmen und dem Versprechen die Befunde noch am selben Tag zum Hausarzt zu schicken entlassen. An dem Abend hatte ich bereits einen Kleinen Nervenzusammenbruch und den ersten Alptraum.

    Am nächsten morgen sollte Blutabgenommen und die Befunde besprochen werden. Die Befunde waren aber noch nicht da , somit bekam er für Donnerstag einen Termin um beides zusammen zu besprechen. Bis zu dem Zeitpunkt war ich gefühlt schon ganz Unten. Ich Funktionierte nur noch.

    Donnerstag Abend kam er dann mit den Ergebnissen: Blut Perfekt , MRT zeigt herdbefunde.
    Der Arzt selbst wollte nichts dazu sagen. Er überwies uns zum Neurologen und zum Kardiologen. Er erklärte wohl nicht viel und den Befund selbst zu übersetzen war einfach nicht möglich. Er war viel zu schwammig geschrieben als jemals zufrieden damit zu sein was man sich da zurecht übersetzte. Etwas von einer Störung der Blut Hirn Schranke und etwas von Entzündungen stand drin. Wie schon gesagt der Arzt wollte nichts sagen, mein Freund las aber in der Elektronischen Akte auf dem Pc, dass MS und ein Herzfehler als versachtsdiagnosen gestellt wurden. So wurde er entlassen. Und ab hier ging es mir richtig schlecht , Gedanken spiralen, panikattaken, ich behielt mein essen nicht mehr drinn, schrie im Schlaf, alles war wie in eine Blase gepackt die mich vom Rest der Welt abgeschirmte. Ich spürte weder mich noch meinen Körper.

    Ich leide schon ewig unter verlusstängsten aber das war selbst mir neu . In der Vergangenheit habe ich mir schon öfter darüber Gedanken gemacht mit meinen Ängsten mal einen Facharzt aufzusuchen. Irgendwie hielt ich es nicht wirklich für nötig gerade da ich im Alltag mäßig bis gut damit zu Recht komme und es erst schwierig wird wenn es "akut" wird.

    Lange Rede kurzer Sinn: gestern habe ich meinen Arzt um eine Überweisung zum Psychologen gebeten und heute einen Termin in ca. 6 wochen bekommen . Ich habe wahnsinnig Angst davor das sie mich nicht ernst nimmt , das sie nicht versteht das es mir keinen , wirklich keinen Spaß macht so rumzulaufen, davor das sie es als lapalie oder wie die Psychologin aus meiner Therapie vor einigen Jahren alles auf die " Aufmerksamkeit " schiebt. Ich habe Angst davor das sie doof über mich denkt oder mir nicht helfen kann. Und ich habe Angst davor vor ihr in Tränen auszubrechen, ich bin wahnsinnig nah am Wasser gebaut und es braucht nicht viel um mich aus der Fassung zu bringen. Ich möchte nur das ich nicht so eine Angst um meinen Patner und andere Liebe Menschen hab.

    Etwas das ich zu dem Zeitpunkt gestern nicht wusste war, das der Neurologe meinen Freund bereits gestern kurzfristig zu sich gebeten hat um endlich diesen Befund vernünftig mit ihm zu besprechen. Bei den Herden handelt sich es sich um "Fleckchen" die neurologisch unauffällig sind. Nach den Symptomen her schließt er eine MS fast aus und generell denkt er das es nichts Neurologisches ist. Er hat ein MRT der HWS angeordnet und meinen Freund gesagt das er sich mal Gedanken über eine Lumbalpunktion machen soll.
    Das hört sich zwar erstmal nicht schlecht an , aber mein Kopf rattert weiter, die Diagnose-Maschienerie läuft weiter und ich ertrage es nicht mehr.
    Ich sehe mich schon fast mit meinem Freund in der Onkologie sitzen und kann mich kaum beruhigen.

    Wie überbrücke ich die Zeit bloß bis endlich fest steht was meinem Freund fehlt. Und wie werde ich dann damit fertig.

    Danke das du dir bis hier hin die Zeit zum lesen genommen hast . Ich würde mich über ein paar Anregungen und vorallem über Erfahrungen mit Psychologen freuen.

    LG Minni

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  3. #2
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    Standard AW: Angst vor Krankheit

    Hi Minni145,

    mit dieser Angst bist du nicht alleine. Das wird auch von den Psychologen ernst genommen.

    Deinem Partner kann ich die Lumbalpunktion anraten. Nur diese schaft Klarheit, nicht nur wegen der MS Möglichkeit.
    Das ist zwar sehr unangenehm, aber die quälende Ungewissheit ist vorbei. Für alle.


    Alles Gute
    abendtau
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  4. #3
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    Standard AW: Angst vor Krankheit

    Hallo °°°abendtau°°°

    Danke für deine Antwort. Er hat auf jeden Fall vor die Untersuchung machen zu lassen. Ist eine Lumbalpunktion den wirklich so Bildgebend das es mit der Ungewissheit bald vorbei sein könnte? Der Neurologe schien sie nicht für unbedingt nötig zu halten, sondern wollte meinem Freund da Bedenkzeit für geben , sonst hätte mein Freund die Einwilligung längst unterschrieben ( gibt sie morgen ab )

  5. #4
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    Standard AW: Angst vor Krankheit

    Zitat Zitat von Minni145 Beitrag anzeigen
    Hallo °°°abendtau°°°

    Danke für deine Antwort. Er hat auf jeden Fall vor die Untersuchung machen zu lassen. Ist eine Lumbalpunktion den wirklich so Bildgebend das es mit der Ungewissheit bald vorbei sein könnte? Der Neurologe schien sie nicht für unbedingt nötig zu halten, sondern wollte meinem Freund da Bedenkzeit für geben , sonst hätte mein Freund die Einwilligung längst unterschrieben ( gibt sie morgen ab )
    Das Nervenwasser wird gebraucht, um eine abgesicherte Diagnose stellen zu können. Nur MRT reicht hierbei nicht.
    Ich war froh drüber, denn damit hatte das "Kind" endlich einen Namen. Und erst dann konnte man was tun.

    Ich würde schon sagen, dass seine Symptomatik der meinen sehr ähnlich ist. Daher verstehe ich nicht, warum der Arzt zögert. Der Verdachtsmoment (Blut/Hirnschranke) durch das MRT - ist für mich als Laie und MSler ausreichend genug.
    Etwas von einer Störung der Blut Hirn Schranke und etwas von Entzündungen stand drin.
    Er kann sich auch eine zweite Meinung bei einem anderen Neuro einholen. Er solle sich dafür die CD geben lassen, wo die MRT Bilder drauf sind. Kann sein das das 10€ kostet.
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  6. #5
    xEclipse
    Gast

    Standard AW: Angst vor Krankheit

    Ich halte die Untersuchung auch für sinnvoll.

    Und - damit will ich dir keine Angst machen, sondern meine das im Sinne deines Partners - mit sowas:

    Zitat Zitat von Minni145 Beitrag anzeigen
    Bei den Herden handelt sich es sich um "Fleckchen" die neurologisch unauffällig sind. Nach den Symptomen her schließt er eine MS fast aus und generell denkt er das es nichts Neurologisches ist.
    ...bei anhaltender Symptomatik, auch nicht zu schnell "zufrieden" geben und ggf. bei Zweifel immer eine weitere Meinung einholen. Schreibe das, weil meine Mutter Jahre lang immer zu hören bekam, Bandscheibe, HWS. Es gab auch Herde im MRT-Bild (weiße Flecken). Trotzdem hat es ewig gedauert bis dann mit der endlich richtigen Behandlung begonnen werden konnte. Mich macht das rückblickend schon wütend, auch wenn ich weiß, dass früher MS in den Gedanken der Menschen noch nicht so existent war wie es mittlerweile der Fall ist, aber trotzdem.

    Dass du einen Termin beim Psychologen ausgemacht hast, finde ich auch schon mal klasse und man wird dich da sicher ernst nehmen, ausgeprägte Verlustängste sind auf jeden Fall therapiewürdig.

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