Anzeige
Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Zwanghafte Angst vor der Angst und Panikattacken

  1. #1
    Francis160
    Gast

    Standard Zwanghafte Angst vor der Angst und Panikattacken

    Hallo,

    seit einem halben Jahr befinde ich mich nun in einem dauerhaften Angstzustand. Es fing an mit Schlaflosigkeit und es entstand daraus eine große Angst vor dem ins Bett gehen. Zeitweise war es so schlimm, dass ich nichts mehr essen konnte sehr viel an Gewicht verlor. SEither komme ich nicht mehr zur Ruhe. Egal wo ich bin. Die Angst begleitet mich überall hin. Ich kann an nichts anderes mehr denken und habe das Gefühl verrückt zu werden.
    Als es anfing habe ich es mit Meditation etc. probiert, das hatte früher auch immer ganz gut geklappt. Aber seither funktioniert scheinbar garnichts mehr. Ich habe Medikamente genommen, war in einer Klinik und trotzdem fühle ich mich noch immer so hilflos und verzweifelt. Nachts kann ich kaum schlafen, sobald ich aufwache (wenn ich dann doch mal eingeschlafen bin) bekomme ich sofort Panikattacken. Diese kommen dann im Minutenrhythmus und wollen garnicht mehr aufhören.
    Seit es mir so geht, bin ich nicht mehr ich selbst. ICh war immer ein lebenslustiger, fröhlicher Mensch. Nun habe ich aber schon fast die Hoffnung verloren. Ich bin einfach nur noch verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Ich habe mir unzählige Bücher gekauft, mache Sport, versuche mich abzulenken aber es hilft alles nicht. Ich habe einfach zu nichts mehr Lust und keine Freude mehr. Kennt jemand solch eine Situation? Und kann mir vielleicht jemand weiter helfen? Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll.

  2. Anzeige

  3. #2
    Registriert Avatar von CHOcell
    Registriert seit
    18.01.2013
    Beiträge
    1.494
    Danke gesagt
    772
    Dank erhalten:   824

    Standard AW: Zwanghafte Angst vor der Angst und Panikattacken

    Hallo Francis,

    Bist du denn noch in Behandlung? Und hast du in deiner Behandlungsgeschichte schonmal eine psychosomatische Behandlung bekommen?
    Ich habe Angstpatienten kennengelernt, und es ist ein harter Weg mit der Angst leben zu lernen, und die Angst so zu akzeptieren, daß sie ihre Daseinsberechtigung verliert. Und es ist unglaublich hilfreich dabei die helfende Hand zu haben.

    Ansonsten fällt es mir übers Forum schwer dir da konkrete Hilfestellung zu geben, da die Angst ja nur ein Überbegriff für so viele verschiedene Facetten ist. Das einzige was ich dir sagen möchte ist: Hab keine Angst vor der Angst, denn die Angst ist dein Freund und will dir eigentlich nur helfen, übertreibt es leider im Moment ein bißchen...
    _____________________________________________________________

    Du weißt nicht, wie schwer die Last ist, die du nicht trägst.


    Manchmal braucht das Herz etwas mehr Zeit, um zu akzeptieren, was der Verstand längst weiß.

  4. #3
    Registriert
    Registriert seit
    19.12.2016
    Beiträge
    20
    Danke gesagt
    16
    Dank erhalten:   9

    Standard AW: Zwanghafte Angst vor der Angst und Panikattacken

    Hallo Francis,

    bist du in Behandlung?
    Ich bekomme unter gewissen Umständen Panikattaken und wusste lange nicht warum. Bei mir wird es ausgelöst durch das Gefühl der Hilflosigkeit. Es klingt für Außenstehende unvorstellbar, dass man Angst vor gewissen Situationen hat. Doch meist steckt dahinter ein Vorfall oder wie bei mir meine Kindheit die uns Angst macht.

    Wenn man einmal in diesen Kreislauf ist kommt man nur schwer wieder raus. Meist die Angst vor einen erneuten Anfall löst den nächsten aus.

    Ich probiere seit 2 Jahren alles von Hypnosetherapie über Medikamente bis zu Homöopathie habe ich so einiges hinter mir, aber nichts hat wirklich geholfen.
    Durch mein ewiges Verdrängen hat sich alles nur noch mehr verschlimmert. Komischerweise hilft es mir Situationen zu analysieren und mir klarzumachen was dahinter steckt. Wenn ich merke, dass ich eine Panikattake bekomme gehe ich spazieren und atme dabei tief ein und aus und versuche den Kopf frei zubekommen. Oft reichen 10 Minuten aber manchmal dauert es auch 2 Stunden, je nachdem wie schnell ich aus der Situation kam.

    Ich kenne jemanden, der Hochsensibel ist und besonders leidet und lange nicht verstand warum er diese Attaken hat. Seit er mehr über sich weiß hat er diese gut in Griff.
    Im Zentrum von Angst steht oftmals die Furcht vor Veränderungen, die Angst Kontrolle zu verlieren und das Bedürfnis nach Sicherheit. In letzter Instanz will uns die Angst vor dem Tod bewahren, denn sie ist unser großer Beschützer und es ist ihre Aufgabe bei Bedrohungen Großalarm zu schlagen. Manchmal ist die Angst jedoch bei hochsensiblen/hochsensitiven Menschen (HSM) übereifrig und nimmt ihre Aufgabe so erst, dass so gut wie alles Alarm auslöst.

    Meiner Erfahrung nach hilft es einen wenn man weiß, warum, was und weshalb eine Attake ausgelöst wird. Leider kann ich dir damit nicht wirklich helfen auch wenn ich es sehr gern täte.
    Falls du noch Fragen hast, dann melde dich einfach.

    Liebe Grüße
    Johanna

  5. Für den Beitrag dankt: Mathea

  6. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Zwanghafte Angst vor der Angst und Panikattacken

    Ich leide seid Jahren unter Panikattacken und diffusen Angstzuständen aber ich habe gelernt mit dem zuleben oder dies zu verbessern.

    Wenn ich eine Panikattacke in bestimmten Situationen bekomme bleibe ich in dieser Situation drin die Panikattacke ebbt dann ab.

    Bestes Beispiel Weihnachtsmarkt viele Menschen lösen bei mir eine Panikattacke aus mein erster Impuls War Flucht aber ich weigerte mich diesen Impuls nachzugehen und blieb an meinen Partner festgehalten in dieser Situation nach 20 min. mit Übelkeit dem Gefühl ein Elefant Sitz auf meiner Brust und dem Schwindel ging es wieder und die Panik ebbte ab.

    Ein anderes Beispiel wäre Einkaufen

    Da ich essgestört bin bekomme ich beim Blick auf die meisten Lebensmittel Angaben Panikattacken da zu viele Kcal ich muss immoment lernen Schokolade zu genießen und keine Angst haben vor den Kcal als Folge dessen esse ich nur Schokolade mit 90% Kakao da dieser so gut wie naturbelassen ist ingegensatz zu der Milchschkoko oder Marzipanschokolade oder anderen schokoladenarten.

    Wenn dann diese Panik in mir hochsteigt halte ich es aus mir wird heiß schwindlig ich bekomme keine Luft dass ist aber nur ein vorübergehender Zustand der sich nach max. 30 Minuten bessert erfordert aber auch harte Arbeit wenn du vielleicht am Anfang 5 Minuten aushälst und dabei tief ein und aus Atmest es zumindest probierst bekommt man dass auch in den Griff.


    Und wichtig wäre noch sich die Ursachen vorzuhalten oder herauszufinden.

    Wieso bekommt man in der Situation eine Panikattacke ?

    Welche Bedürfnisse wollen erfüllt werden?

    Was hilft um dies Auszuhalten ?
    ( was dabei hilft ist individuell verschieden muss du testen)

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Angst/Panikattacken/Stress
    Von LillyH im Forum Gesundheit
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 02.09.2013, 16:27
  2. Cyberchondrie, Angst und Panikattacken
    Von Blickwinkel im Forum Ich
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.07.2013, 17:40
  3. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 09.01.2012, 13:30
  4. Ablenkungstaktiken bei Angst/Panikattacken
    Von tulpe im Forum Gesundheit
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 29.11.2011, 11:24
  5. Angst- und Panikattacken...
    Von PlanetOfIce im Forum Therapie
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 23.02.2010, 06:31

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige