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Thema: Depressionen zwecks Studium

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Depressionen zwecks Studium

    Hallo,

    melde mich hier nochmal zu Hilfe, da ich gerade einfach nicht mehr klar komme.

    Habe 2 misslungene Studien hinter mir, studiere momentan Maschinenbau.
    Das Studium spannt mich zeitlich komplett ein, habe keine Freizeit mehr, kann nicht mehr abschalten. Und laufen tut es auch nicht sehr gut.

    Meine "berufliche" Laufbahn hat mich jetzt mitlerweile in eine schwere Depression getrieben.
    Die Umzieherei in den letzten Jahren, der ganze Stress einen neuen Studienplatz zu finden usw.
    Mein Alltag am Gymnasium damals war auch die Hölle, habe diese Schule gehasst aber hab sie trotzdem durchgezogen.

    Und weshalb ? Weil ich einfach das Beste aus mir machen wollte.

    Und jetzt ? Stehe ich hier, bin mitte 20, habe seit ich 18 bin meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit nur in Schule und Studium gesteckt... und vor einigen Wochen kam jetzt der komplette Zusammenbruch.

    Habe seit einigen Wochen unerträgliche Panikattacken, und ein furchtbares Gefühl als hätte ich mein Leben ruiniert.
    Ich komme nicht mehr klar, bin seit 2 Wochen bei einem Psychotherapeuten und nehme zum Einen Diazepam zur Beruhigung und Escitalopram als Antidepressivum.

    Mir geht es zur Zeit so schlecht dass der kleinste Gedanke über mein Leben sich wie ein Stich ins Herz anfühlt.

    Die Erkenntnis: Ich hätte niemals studieren dürfen !
    Ich hätte nach der Schule eine Lehre machen sollen.

    Meine finanziellen Ängste sind unerträglich, habe das Gefühl ich würde feststecken.

    Ich kann nicht mehr... liege den ganzen Tag auf der Couch, muss immer wieder Diazepam nachnehmen um nicht vor psychischen Schmerzen zu schreien.

    Was soll ich noch machen ? Nicht mal mehr Tabletten helfen. Mein Zustand ist fast nicht mehr zu ertragen.

    Die genaue Erkrankung ist noch nicht diagnostiziert.
    Depressionen ? Burnout ? Man weiß es noch nicht.

    Wie soll meine Zukunft nur aussehen ?
    Ich habe keine Perspektiven mehr. Dass ich das Studium psychisch noch schaffen werde, davon gehe ich nicht aus.
    Und dass ich so viel Aufwand ins Studium gesteckt habe, zerreißt mich schon wieder innerlich.

    So viel Stress und Aufwand für nichts... unerträglich.
    Habe das Gefühl als würde ich da niemals wieder herauskommen.

    Was soll ich tun ?
    Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram ?

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  3. #2
    seele28
    Gast

    Standard AW: Depressionen zwecks Studium

    Was du tun sollst? Erst mal vom Diazepam weg kommen! Das sollte man im absolutem notfall nehmen, wenn sogar tavor nicht hilft. Man darf beruhigungsmittel nur zwei wochen nehmen, länger nicht, da sie stark abhängig machen. Wie lange nimmst du schon die tabletten? Und wie viel mg? So wie es sich anhört isst du die wie smarties. Der Psychische schmerz kann unerträglich sein, kenne ich zu genüge, aber kein grund haufenweise diazepam rein zu werfen. Du wirst noch süchtig von dem Zeug wenn du es schon nicht bist. Dann hast du nämlich ein noch viel größeres problem, und so ein entzug ist grausam, zumindest das was andere leute sagen. Wer hat dir diese tabletten überhaupt verschrieben? Und irgendwann helfen auch die stärksten tabletten nicht mehr, wenn man zu viel davon nimmt. Der körper gewöhnt sich nach einer zeit an das medikament, und braucht immer mehr und mehr. Das nennt man Sucht...und anscheinend brauchst du mehr, und es hilft dir nicht mehr.

    Daher sprich mit deine psychiater darüber(ich hoffe der hat dir diese medis auch verschrieben) und der soll mit dir das langsam runter schleichen. Zu beruhigungs gibs auch gute medis, die nicht süchtig machen. Ein antidepressiva hast du ja schon. Es gibt z.b. neuroleptika die beruhigen. Ich würde dir ernsthaft raten, das mit deinem behandelten arzt abzuklären.

    Und vielleicht ist studieren einfach nicht dein ding. Vielleicht einfach arbeiten? Du bist noch jung, du hast noch dein ganzes leben vor dir, werfe es nicht weg. Es wäre am besten wenn du mal eine berufliche reha machst, oder ein klinikaufenthalt, mit sozialpädagogen, die dich wieder aufpäppeln und dir helfen deine zukunft zu gestalten.

    Und eine Lehre kannst du immer noch machen...

  4. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: Depressionen zwecks Studium

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Und jetzt ? Stehe ich hier, bin mitte 20, habe seit ich 18 bin meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit nur in Schule und Studium gesteckt... und vor einigen Wochen kam jetzt der komplette Zusammenbruch.

    Die Erkenntnis: Ich hätte niemals studieren dürfen !
    Ich hätte nach der Schule eine Lehre machen sollen.

    Die genaue Erkrankung ist noch nicht diagnostiziert.
    Depressionen ? Burnout ? Man weiß es noch nicht.
    Hallo Gast,
    zwei Studiengänge abzubrechen und sich wieder neu orientieren, braucht Zeit, Geduld und Kraft. Ich finde das recht
    zielorientiert und auch sehr mutig. Daß nach der damit verstrichenen Zeit, die bestimmt nicht sinnlos war, nun ein
    "Durchhänger" da ist, ist verständlich. Leg ein Ruhesemester ein und schau, wie es Dir danach geht. Treff in dieser
    Situation keine Entscheidungen, wie es für Dich beruflich weitergehen soll. Das wird sich von alleine ergeben und
    weiterentwickeln, wenn Du ruhiger geworden bist. Daß Dir momentan in dieser Situation die Vorstellung, Dein Studium
    zu schaffen, recht zweifelhaft vorkommt, kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Momentan, so nehme ich das teilweise wahr, sind es eher negative Gedankengänge, die herunterziehen.
    Seh das, was Du geleistet hast, als positiv an und begegne dem mit Stolz, Zuversicht und Hoffnung. Find wieder innerlich Vertrauen zu Dir und lass Dich von negativen Gedankengängen nicht herunterziehen. Ich finde, zwei mal die berufliche
    Richtung zu wechseln ist kein Drama und zeigt eher, daß Du nicht bereit bist, einfach irgendwas berufliches zu machen
    so nach dem beruflichen Lebensmotto: Hauptsache, irgendwo findet sich ein Platz zum Arbeiten.

    Geh nach draußen, um wenigstens ein weniglich frische Luft zu bekommen und nicht nur im Zimmer zu hocken,
    um den eigenen Gedankengängen zu folgen.
    Versuch selber für Dich herauszufinden, was Dich ablenken kann und wo Dein Kopf freier wird. Es gibt jede Menge
    Infos dazu im Internet. Nutz Deine Zeit und google Dich dadurch.
    Es gibt u.a. Achtsamkeitsübungen Achtsamkeit: Kleine Schritte zur Entschleunigung - SPIEGEL ONLINE

    Manchmal im Leben erlebt der Mensch recht stressige Lebenssituationen. Unsere heutige Zeit ist so schnell-lebig und
    manchmal muß so vieles auf einmal verarbeitet werden. Und für Stress-situationen, wie es bei Dir zu sein scheint,
    gibt es nun mal Bewältigungsstrategien und danach kann der Mensch im Internet googeln.
    Wir haben Dank des Internets soviele Informationsmöglichkeiten, auch, was sie Bewältigung von Stress betrifft.

    Mach Dich auf die Suche, Deinen gesundheitlichen Stressbewältigungsweg zu finden. Es gibt auch die Möglichkeit einer
    Reha. Außerdem gibt es Online-Beratungsstellen z.B.Caritas. Bei dieser letztgenannten hast Du die Möglichkeit, Dir das
    eine oder andere von der Seele zu schreiben oder hier vorbeizuschauen.

    positives Denken: Optimismus als Überlebensstrategie
    Optimismus: Positive Gedanken können das Leben stärken - SPIEGEL ONLINE

    Du wirst das schaffen, ganz bestimmt.

    alles Liebe
    gaestin

  5. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Depressionen zwecks Studium

    Danke für die Antworten.

    Diazepam nehme ich seit ner guten Woche.
    Morgends und abends, denn da geht es mir am schlechtesten. Die Packung ist aufgebraucht, deshalb wird dieses Medikament jetzt auch abgesetzt.
    Wurde von meinem Hausarzt verschrieben.

    Das Escitalopram, hoffe ich, wird bald so langsam seine Wirkung zeigen, nehme dieses jetzt seit knapp 3 Wochen.


    Der Zusammenbruch kam kurz nach meinem 25. Geburtstag.
    Ich weiß nicht weshalb. Habe ab diesem Zeitpunkt immer öfter über mein bisheriges Leben nachgedacht.
    Immer öfter, bis es regelrecht zwanghaft wurde, Selbstschuldzuweisungen kamen hinzu, der Vorwurf, dass ich immernoch kein Geld verdiene usw.
    Auch hat mich dieses Studium bis jetzt wieder zeitlich so vereinnahmt, dass mein Leben in diesem Zeitraum komplett neben mir vorbei ging.
    Diese Summe, oder auch einzelne Dinge daran... haben mir aus irgendeinem Grund den Rest gegeben.
    Bin eines nachts dann schweißgebadet aufgewacht, musste kotzen und auf dem Weg zur Toilette bin ich zitternd zusammengebrochen. Das war der Zenit von dem Stress der sich über Wochen in mir aufgebaut hat.
    Seitdem bin ich ein Wrack, muss mich den ganzen Tag mit Beruhigungstabletten ruhig stellen.

    Mein Zustand ist morgends und abends am schlimmsten.
    Bekomme da eine Panikattacke nach der anderen. Es ist unerträglich. Ich kann keine Sekunde lang mehr über mein Leben nachdenken ohne fast durchzudrehen.

    Seit 3 Tagen bin ich sehr ruhig, ob das am Diazepam oder am Escitalopram liegt, weiß ich nicht.
    Jedoch kann ich reize wie Schall oder Licht nicht ertragen.
    Habe mich heute in ein abgedunkeltes Zimmer gelegt und den kompletten Tag durchgeschlafen.
    Hat wirklich gut getan. Momentan schau ich fern.

    Und nun ?!
    Ich werde mir noch diese Woche eine Auszeit nehmen und einfach nichts tun, einfach Ruhe.
    Vielleicht kann ich dann so langsam mal wieder über mein Leben nachdenken und wie es jetzt weitergehen soll.

    Ich habe so viel Zeit und Aufwand in meine Hochschulreife und in die Studien gesteckt, dachte damit , dass ich so das Beste aus mir mache und so langsam wird mir klar, dass das für mich evtl der völlig falsche Weg war.
    Dieser Gedanke ist schrecklich.
    Muss die nächste Zeit darüber nachdenken.

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