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Thema: Meine Krankengeschichte - Eine einzige Katastrophe ...

  1. #1
    Rolli Racer 89
    Gast

    Standard Meine Krankengeschichte - Eine einzige Katastrophe ...

    Guten Tag an alle,

    ich bin neu hier im Forum, habe die letzten Tage nach einem Forum gesucht, in dem es mir Möglich ist, mich mal mit anderen Menschen auszutauschen.

    Erstmal zu meiner Person :

    Ich heisse Marcel und bin 21 Jahre alt.

    Ich war mein ganzes Leben lang gesund , hab meinen Realschulabschluss geschafft, und danach sofort eine Ausbildung als Rollladen und Jalousiebauer angefangen und auch erfolgreich absolviert.

    So, und danach fing der ganze Horror an.

    Es war 2 Wochen nach Ende meiner Ausbildung, ich bekam Rückenschmerzen, wie jeder andere auch erstmal zum Hausarzt gerannt, der verschrieb mir Tetrazepam. Dann war es auch schon wieder gut. Aber 2 Wochen später bekam ich erneut starke Rückenschmerzen , und die Schmerzen strahlten ins linke Bein aus.

    Ich bin dann zum Orthopäden gegangen, der behandelte mich erst mit Voltaren Resinat. Die schmerzen im Bein wurden immer stärker und er ließ ein Ct machen , und es kam raus das ich einen Bandscheibenvorfall hatte. Er meinte er will es erst mal die konservative Therapie probieren, also bekam ich 2 Monate jeden tag 2 spritzen in den Rücken und jeweils eine Infusion. Doch die probleme wurden nur schlechter.

    Dann überwies er mich zum Neurochirugen, der wollte mich dann sofort operieren, er gab mir einen Op termin für die kommende Woche schickte mich am gleichen Tag noch zum Anästhesisten, zum Narkosegespräch.

    Dann war es soweit, der Dienstag kam und ich wurde operiert, ich bin aufgewacht im Aufwachraum, doch meine Beschwerden waren immer noch da, ich hatte immer noch die starke Lähmung im Bein. So , am übernächsten Tag wurde ich nochmals operiert, wachte auf, und das gleiche wieder, der Arzt meinte sofort zu mir ich müsse nochmal operiert werden. Er sagte mir, das es ziemlich kompliziert bei mir sei , und er noch etwas machen müsse, weil noch krampfadern auf den Spinalkanal drücken würden usw. Ich wurde dann ein drittes Mal operiert , und zack , in der Narkose hatte ich einen Schlaganfall.

    Nun hatte ich die komplette linke Körperhälfte gelähmt ( Hemiparese) . Nach 1 Woche Krankenhaus wurde ich in Reha geschickt für 5 Wochen .

    Meinen Arm hab ich wieder hinbekommen, aber der Rest war immer noch in mitleidenschaft gezogen, selbst nach der Reha, mein linkes bein war vollständig gelähmt, keinerlei Bewegung, keine reflexe mehr, es war so als wäre es tod.

    Nach der Reha war ich 1 Woche zu Hause , und kam dann wieder ins Krankenhaus, weil ich bemerkt hatte, das mein Glied auch nicht mehr funktionierte. So , ein Neurologe kam, und machte seine Messungen, mehrere Mrt's , des schädels, der LWS usw. Er sagte immer wieder zu mir, das wird schon alles wieder, ich muss dazusagen, das ich wieder durch den neurochirugen im Krankenhaus lag, und er sich um meine behandlung kümmerte, und er und der neurologe arbeiteten zusammen.

    So, dann wieder aus dem krankenhaus raus, meine Eltern, hatten dann Kontakt mit Prof. Dr. Grönemeyers PrivatKlinik in Bochum aufgenommen.

    Einen Monat später hatte ich den ersten Untersuchungstermin, ich musste dableiben und wurde mehrere tage untersucht.
    Es kam heraus das der neurochirug, der mich 3 mal operierte ne Menge Mist veranstaltet hat, und mich so oft operiert hat, um den schaden wieder gutzumachen.

    Ich war froh diese Gewissheit zu haben,aber ich war auch psychisch am Ende, und kam wieder raus, ausserdem waren meine Eltetmn um einige tausend euro ärmer.

    Dann war ich erstmal zu Hause über ein paar Monate, hatte immer irre Schmerzen etc. machte Krankengymnastik etc.
    Dann im März kamn ich wieder ins krankenhaus, weil ich an Spondylodiszitis erkrankt bin, einer schlimmen Entzündung der Wirbelsäule. Mein Rücken war sehr stark angeschwolen, ich wurde mit starken Antibiotika behandelt etc... Lag sehr lange dort bis ich wieder raus durfte.

    Dann machte ich weiter meine krankengymnastik, ging zum Osteoathen, zur Schmerztherapie, Akkupunktur, physikalische Therapie, musste dann aber wieder ins Krankenhaus wegen der Spondylodiszits.

    Nun werde ich nochmal am Rücken operiert, meine lendenwirbelsäule wird versteift, zudem muss ich im September nochmal für 3 monate in Reha, in den Schwarzwald.

    Seit damals sitze ich im Rollstuhl, jetzt über 1 1/2 Jahre , ich bin erst 21 Jahre alt, kann nicht mehr arbeiten, sitze den ganzen tag zu Hause und nimm meine Medikamente.

    Gegen den Arzt der mich operierte, haben meine eltern und ich bei der Ärztekammer Klage eingereicht, mal sehen was das gibt, dauert bestimmt einige Jahre bis da was rauskommt.

    Zudem habe ich eine Umschulung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt mal schauen ob ich sie bekomme.

    Ich habe keine Lust den rest meines lebens im Rollstuhl zu verbringen, ich habe Depressionen deswegen, weil ich mich damit nicht abfinden kann.

    Ich nehme momentsn folgende Medikamente : Valoron N, Trans Tec Morphum Pflaster, Tranco Long, Venlafaxin, Clexane 0,2ml , Lyrica, Voltaren Resinat, und ein Antibiotika.

    Wenn ihr Lust habe könnte ihr mal was dazu schreiben.

    MFG ,

    Marcel

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  3. #2
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    Standard AW: Meine Krankengeschichte - Eine einzige Katastrophe ...

    Oh Mann, Marcel....
    Was soll ich dazu schreiben.
    Verdammte Scheisse.
    Danke, dass du so offen hier erzählst...
    Wie bist du denn sozial eingebunden, hast du Freunde, die für dich da sind ?

    LG,
    Violet
    The prince of darkness is a gentleman...

    Nemo enim potest personam diu ferre ||

  4. Für den Beitrag dankt: Nara

  5. #3
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    Standard AW: Meine Krankengeschichte - Eine einzige Katastrophe ...

    Einen Schönen Tag wünsch ich dir Rolli Racer 89
    ...oh verdamt deinen Eintrag lesen zu muessen hat mir emotionale Überwindung gekostet...
    zur HÖlle mit diesem Neurochirurgen!!! wie konnte er dir dass nur antuhn??!!
    Und auchnoch so Jung ...
    Mein herzlichstes Beildeid, Es ist gut dass du dich ausdrueckst nicht viele heatten die kraft es zu tuhn.

    Ich Frage:
    Was erwartest du von Den Menschen?
    Wie sieht Deine Zukunft aus?, wie sehen deine chancen auf einem neuanfang?


    Alles Liebe Und Cuttttte Besserung*
    lg SternenStaub*



  6. Für den Beitrag dankt:

  7. #4
    Rolli Racer 89
    Gast

    Standard AW: Meine Krankengeschichte - Eine einzige Katastrophe ...

    Erstmal danke an euch beide für eure Antworten

    Ich habe nicht mehr viele Freunde, es ist so, so viele Versprechen mir immer, das sie was mit mir machen wollen , doch wenn ich sie dann frage ob sie Zeit hätten, dann kommen immer iwelche ausreden, und darauf hab ich nach ner gewissen Zeit auch keine Lust mehr...

    Ich habe aber eine Freundin, mit der ich schon 4 Jahre zusammen bin, sie hat mich von Anfang an unterstützt, mich immer wieder aufgebaut wenn ich in ein Loch geffallen bin, und sie kümmert sich wirklich toll um mich

    Ja, wie sieht meine Zukunft aus ..., das ist ne schwierige Frage, ich kriege schon seit über nem jahr Krankengeld, leider nur 290 €, damit sind keine großen Sprünge drin, ich hoffe natürlich das die Rentenversicherung mir die Umschulung genehmigt, die wäre in einem Behindertenwerk, zum Industriekaufmann, dort kann ich ja auch mit meinem Rolli arbeiten.

    MFG

  8. #5
    Registriert Avatar von Micky
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    Standard Plan machen...langsam wieder Mut schöpfen...

    Wenn Du nur Krankengeld hast,stünde Dir aber noch Ergänzung zu?

    Sozi oder Grusi ? Hast Du Rentenantrag gestellt vorsorglich?

    Bekommst Du Pflegegeld--oder Hilfe durch einen Zivi?

    Es wäre wohl gut,wenn Du Dich noch in Foren Betroffener/Angehöriger kundig machen könntest--denn:

    Du hast gesetzliche ANSPRÜCHE auf Leistungen--auch für "Teilhabe am Leben"--> Begleiter für Fahrten,Kultur...

    Nur mit EINEM Menschen (Freundin) ist das nicht zu packen.

    Vielleicht nennst Du in etwa Deine Stadt...damit man Dir noch konkretere Tips geben kann.

    Gruß!
    Micky

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