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Thema: Stern - Artikel zu unserem Gesundheitssystem

  1. #6
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    Standard AW: Stern - Artikel zu unserem Gesundheitssystem

    Bei meinem wirklich netten Hausarzt habe ich inzwischen festgestelt, dass ich diejenige bin, die auf bestimmte Symptome aufmerksam macht, die begleitende Untersuchungen bei Fachärzten anfordert usw. Wenn ich will, bekomme ich eine ganze Menge, von ihm aus kommt erstmal nicht viel, er ist schlichtweg nicht mehr wirklich interessiert.

    Das war noch vor Jahrzehnten anders, ich bin schon seit Jahrzehnten bei ihm. Leider weiß ich, dass Menschen, die bei ihm bzw. seinem Kollegen (Gemeinschaftspraxis) in Behandlung waren, nicht so ernst genommen wurden mit ihren Beschwerden. Sie hatten sich zufrieden gegeben und abgewartet, haben keinen anderen Arzt mehr aufgesucht. Tja, erst starb mein EX-Freund, ein paar Jahre später sein Sohn. Hatte sicher auch mit ihnen selber zu tun. Jeder Mensch sollte auf sich selbst achten, wenn die Symptome so stark werden, sich woanders Hilfe suchen.

    Verrückt, ich bin immmer noch in dieser Praxis, aber informiere mich sehr. Ich fordere bei bestimmten Problemen auch Facharztuntersuchungen, bekomme auch ohne weiteres die Überweisungen. Aber ist das wirklich so, dass man im Grunde sein eigener Arzt sein muss? Muss man wirklich so kompetent sein, und immer selbst wissen, was das Richtige ist?

    Ich finde das inzwischen gruselig.

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  3. #7
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    Standard AW: Stern - Artikel zu unserem Gesundheitssystem

    Ist auch wirklich irgendwie verrückt,

    ich hatte versucht, den Hausarzt zu wechseln. Da wurde mir dann erstmal gesagt, dass ich für bestimmte Blutuntersuchen selbst bezahlen müsste usw. In meinem Fall, wenn man sich wirklich konkret mit mir beschäftigt hätte, wäre die Selsbtbezahlung nicht nötig gewesen. Ich habe etliche Krankheiten und nehme Medikamente, die auch andere Blutuntersuchungen berücksichtigen würden. Außerdem wirkte der Arzt äußerst gestresst.

    Bin dann zurück zu meinem alten Hausarzt. Ich denke, der, bzw. sein Kollege sind wirklich nicht schlecht. Aber, wie gesagt, es geht inzwischen ums Zeitmanagement. Das Gespräch mit dem Patienten wird äußerst kurz gehalten, im Gegensatz zu früher. Wenn ein Patient nicht wirklich auf seine Beschwerden vehement hinweist, hat er verloren.

    Wie kann es sein, dass mein Ex-Freund etliche Kilos abgenommen hat, gesagt hat, er hat Ekel vor Fleisch (er, der vorher immer Fleisch liebte) usw, dass der Arzt sagte, freuen sie sich doch, dass sie abgenommen haben?

    Wie kann es sein, dass sein Sohn kurz vor seinem Tod mit seinem ewigen Husten zu ihm kam, bzw. zu seinem Kollegen, und der sagte, das ist nichts schlimmes, für Lungenkrebs sind sie viel zu jung.

    Beide starben, beim ersten, weiß niemand bis heute, woran (er wurde 67), sein Sohn starb mit 37 an Lungenkrebs.

    Beide waren keine Arztgänger, beide konnten sich nicht wirklich mitteilen, was ihre Symptome betraf, und sie konnen nicht wirlich für sich selbst sorgen. Sie hatten sich nicht informiert per Intenet, was ihre Symptome bedeuten könnten usw.

  4. #8
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    Standard AW: Stern - Artikel zu unserem Gesundheitssystem

    Ich verstehe nicht, warum Leute sich auf "unnötige Eingriffe" überhaupt einlassen. In Internet- und Smartphonezeiten dürfte es doch nicht mehr unmöglich sein, sich vorher erst mal über Alternativen zu informieren und sich vom Haus- oder Klinikarzt nicht jeden Schwachsinn erzählen zu lassen, oder?
    naja, wie soll man das beurteilen? Und vor allem: Manchmal merkt man ja garnicht wirklich, was unnötig ist, weil gewisse Dinge einfach routinemässig gemacht werden, weil es Geld bringt.
    ZB: geh mal mit Magenproblemen zum Arzt: Der hört sich garnicht an, was Du zu sagen hast, sondern macht erstmal ne Magenspiegelung und DANN redet er mit Dir. Nötig? Kann doch keiner beurteilen. Bei manchen ist es sicher nötig, bei anderen nicht, jedoch wird danach offenbar garnicht mehr gefragt. Es wird einfach gemacht.
    Und so ist es mit vielen Dingen.
    Da hilft einem auch kein Internetwissen: Damit wird man beim Arzt eh nicht ernst genommen...

  5. #9
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    Standard AW: Stern - Artikel zu unserem Gesundheitssystem

    Oder meine Symptome vor meiner Op meines Gebärmutterschleimhautkrebses. Alles wahrscheinlich nur psychisch.

    Allerdings war dann die nächste Blutung so massiv, dass ich darauf bestand, dass etwas passiert, in dem Fall eine Ausschabung, die den Krebs feststellte.

    Nicht ernst genommen worden vorher von der Ärztin. Hier geht es zwar wahrscheinlich mehr um unnötige Operationen. Aber igendwie hat das doch etwas gemeinsames. Entweder von Ärzten nicht ernst genommen, oder es werden OPs vorgeschlagen, die nicht nötig sind. Hm, was soll der normale Mensch denn damit machen?

  6. #10
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    Standard AW: Stern - Artikel zu unserem Gesundheitssystem

    Aber ist das wirklich so, dass man im Grunde sein eigener Arzt sein muss? Muss man wirklich so kompetent sein, und immer selbst wissen, was das Richtige ist?

    Ich finde das inzwischen gruselig.
    Ja das ist gruslig, aber ja: Inzwischen ist das so. Ich höre das immer wieder, dass sich Ärzte null Mühe machen, den ganzen Patienten zu betrachten, wo unsereins schon sagt: HEY, da MUSS ein Zusammenhang bestehen. Aber der Arzt sieht oft nur SEINE Fachrichtung und der recht interessiert ihn nicht: Dass der patient aber eben ein ganzes ist und nur weil der Arzt Herzspezialist ist und nicht Lungenfacharzt, gehört die Lunge halt doch zum Patienten.

    Immer wieder höre ich, dass Patienten gesagt wird, das was sie beschreiben "könne nicht sein".
    Meinem Schwiegervater hätten sie kürzlich fast das bein abnehmen müssen, weil sich das Knie nach einer Op entzündet hat: Er hat das immer wieder gesagt: Da stimmt was nicht: Antwort: Kann nicht sein! Und irgendwann war dann die Panik groß weil: upppssss es konnte ja doch sein. (zum Glück konnte man das Bein noch retten, aber es war echt 5 vor 12)

    Habe neulich selber was "lustiges" erlebt: Hab seit Wochen Nervenschmerzen in einem Finger und mein hausarzt hat mich zum Neurologen geschickt, um die Nerven zu prüfen. Die Antwort des Neurologen: Da können keine Schmerzen sein, denn da wäre kein Nerv. Halloooo? Das will ich doch mal HOFFEN, dass ich einen Nerv im Finger hab. Wäre mir ganz neu, dass es Finger ohne Nerven gibt.

    Aber wenn man da nicht drauf besteht und ggf bei Ärzten nicht locker lässt und sozusagen sein eigener Arzt ist, hat man echt verloren...

  7. Für den Beitrag danken: Bob73, Surrender

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