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Thema: Bienen...

  1. #16
    Registriert Avatar von Kauz
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    Standard AW: Bienen...

    Zitat Zitat von Andreas900 Beitrag anzeigen
    ...
    Mir geht das fachlich zu sehr in die Tiefe - und ich bin kein Ökologie-Experte.
    Ich denke aber auch, es geht hier mehr um eine grundsätzliche Weltsicht - nicht so sehr um einzelne Probleme (Details).

    Wenn das Dein Glaube ist wovon Du sprichst, dann bitte lebe danach - und mit den Sorgen darum
    Ich tue es dennoch nicht, denn ich habe einen anderen Glauben, dass die Wissenschaft Probleme lösen kann und es Alternativen gibt.
    Deswegen habe ich da auch keine großen Sorgen - weder wegen dem Bienensterben (dass es auch in den USA und Europa schon lange gibt - seltsamerweise ohne dass ich bisher Blüten selbst bestäuben muss), noch dem Klimawandel oder der CO2 Belastung.

    Klimawandel hat es immer gegeben - sogar Eiszeiten, der CO2 Gehalt der Luft beträgt gerade mal 0,038%.
    Ich bin mir nicht so sicher, ob ein leichtes auf oder ab da an den hinteren Stellen hinter dem Komma wirklich einen so großen Unterschied machen.
    Ja, Algen sorgen für etwa 50% des Sauerstoffs in der Luft (nach dem was ich eben auf GEO gelesen habe) - den Rest erzeugen Bäume und Pflanzen.
    Dann könnten wir doch auch mal schauen wie oder wo wir Algen produktiver/nutzbarer machen - wenn wir dafür Bäume roden und Pflanzen entfernen.
    Meine Aussage dass Algen einen höheren Anteil hätten war eine Fehlinformation - es ändert aber an meiner Sichtweise nichts grundlegendes.

    Mir machen chemische Umweltgifte z.B. mehr Sorgen als all das oben genannte - und auch dafür werden wir hoffentlich Lösungen finden.
    Es gibt schon Bakterien, die verunreinigte Seen in Trinkwasserqualität wandeln können - nur ist das eben noch sehr kostspielig und wird nur zu Forschungszwecken gemacht. In der Zukunft kann das günstiger sein.
    In Japan züchtet man Gemüse in Hochhäusern - in gestapelten Gewächsbecken, vollautomatisiert.
    Nur Licht, Wasser und Dünger sind nötig. Es ist aber sehr teuer und lohnt sich bisher nur für den Markt dort.
    Viele andere Konzepte gibt es - Insektenzucht als Eiweißlieferanten statt Tierhaltung (Fleischproduktion), künstlich gezüchtetes Fleisch aus Stammzellen (noch zu teuer für "Serienproduktion", aber funktioniert angeblich).

    Ich hoffe Du verstehst meine Denkweise jetzt etwas besser - ich halte Lösungen einfach für sehr wahrscheinlich und bin optimistisch.
    Im alten Rom (wenn ich mich recht erinnere) haben Sie aus Bechern mit Blei getrunken.
    Heute wissen wir, dass das nicht gesund war und Folgen hatte.
    Was uns heute alles noch so schadet, dass werden Wissenschaftler vermutlich erst in 100 Jahren genau wissen.
    Aber es wird die Entwicklung der Menschheit insgesamt nicht stoppen und man wird für all die Ökologischen Probleme auch Lösungen finden - da bin ich mir sicher.
    Nur wird es bis dahin auch wieder viele neue Probleme geben - aber das gehört eben auch zum Fortschritt.

    Man kann das so sehen:
    "Wir müssen das alles jetzt so erhalten wie es ist (Natur), uns sofort gegen Bienensterben und Klimaerwärmung einsetzen, sonst gibt es bald eine Katastrophe."
    oder so:
    "Kommt Zeit, kommt Rat - aber es wird schon weitergehen, wie es immer war. Die Welt aber wird sich verändern."


    Ergänzung:
    Was ich nach meinem Gefühl allerdings zugeben muss, da ich ja nun auch langsam älter werde ist, dass der Fortschritt teilweise etwas zu schnell kommt. In der Medizin mag das sicherlich noch vorteilhaft sein, in anderen technischen Bereichen denke ich ist es gerade für ältere Leute schwer noch mitzukommen und diese werden bei der rasanten Entwicklung übersehen.

    Also wenn es da mal etwas langsamer zugehen würde, dann käme mir das nicht ungelegen
    Ich glaube auch, dass es eher diese schnellen Veränderungen sind, die Menschen überfordern und größere Sorgen macht. Es ist alles so schwer abschätzbar was auf einen zukommt, wie sich alles weiterentwickelt. Ich versuche es für einen längeren Zeitraum dennoch optimistisch zu sehen - auch wenn mir vieles aktuell nicht gefällt.
    Geändert von Kauz (22.03.2019 um 01:18 Uhr) Grund: Ergänzung
    "Wir sind nicht auf der Welt um so zu sein, wie Irgendjemand uns haben möchte."

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  3. #17
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    Standard AW: Bienen...

    Agrarministerin Klöckner hat 18 neue Ackergifte zugelassen, die unsere Bienen töten. Das Veto von Umweltministerin Schulze überging sie einfach – ein klarer Rechtsbruch! Über Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, müssen wir jetzt schnell sein.

    Sehr geehrte Julia Klöckner,

    vergangenes Jahr haben Sie erklärt: „Was der Biene schadet, muss vom Markt.“ Doch jetzt haben Sie zusammen mit dem Verbraucherschutzamt 18 Ackergifte zugelassen. Dabei hat das Umweltbundesamt völlig zu Recht Veto eingelegt: Wirkstoffe wie Glyphosat oder Cyantraniliprol schädigen die Artenvielfalt, töten Insekten und zerstören unsere Umwelt.

    Ich fordere Sie auf: Lösen Sie endlich Ihr Bienenschutz-Versprechen ein und genehmigen Sie keine weiteren Bienengifte. Verlängern Sie zudem keine Zulassungen von Ackergiften, die das Artensterben beschleunigen!

    https://aktion.campact.de/bienengift...ner+teilnehmen


    Kann man die nicht alle entfernen und durch Mitarbeiter austauschen die etwas von ihrem Job verstehen. Ich hab keine Lust mehr Inkompetenz mit meine Steuern zu finanzieren.
    Religion ist irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch.
    (Richard Dawkins)

    Wer Heute noch ernsthaft Homosexualität ablehnt, hat sicher auch ein Problem damit flüssig bis 100 zu zählen.
    (Cordula Stratman)

    Ich werde lieber für das gehasst, was ich bin, als für das geliebt zu werden, was ich nicht bin.
    (Kurt Cobain)

  4. Für den Beitrag danken: Andreas900, beihempelsuntermsofa, ~scum~

  5. #18
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    Standard AW: Bienen...

    Zitat Zitat von Kauz Beitrag anzeigen
    Mir geht das fachlich zu sehr in die Tiefe - und ich bin kein Ökologie-Experte.
    Ich denke aber auch, es geht hier mehr um eine grundsätzliche Weltsicht - nicht so sehr um einzelne Probleme (Details).

    Wenn das Dein Glaube ist wovon Du sprichst, dann bitte lebe danach - und mit den Sorgen darum
    Ich tue es dennoch nicht, denn ich habe einen anderen Glauben, dass die Wissenschaft Probleme lösen kann und es Alternativen gibt.
    Es geht nicht um "Glauben".
    Bäumen zb binden CO2. Das ist kein Glaube, sondern wissenschaftliche Tatsache.

    Ich finde deine Sichtweise einfach naiv. Du sagst in köllscher Manier "bisher ist ja alles noch gut gegangen".

    Das stimmt nicht. Durch Gifte und intensiver Bewirtschaftung sind die Nährstoffe in unseren Böden bereits extrem zurück gegangen. Das Gemüse, was du heute ist, hat nicht mehr den Nährstoffgehalt wie vor 50 Jahren - auch das wissenschaftliche Tatsache. Das sagst du ja auch selber durchaus zu Recht. Chemische Umweltgifte machen dir und mir zurecht Sorgen. Aber es hängt ja zusammen. Warum wird die Umwelt denn belastet und Bienen sterben? Einer von mehreren Gründen ist der Einsatz von diversen Umweltgiften.

    Die Konzentration an Giften in unserer Ernährung ist erheblich gestiegen. Viele Krankheiten sind auf diese immer schlechtere Ernährung zurückzuführen.

    Und das ist die "gute" Nachricht! Die schlechte ist, dass es schlimmer wird und Bienen weiter sterben.


    Zitat Zitat von Kauz Beitrag anzeigen
    Mir machen chemische Umweltgifte z.B. mehr Sorgen als all das oben genannte - und auch dafür werden wir hoffentlich Lösungen finden.
    Es gibt schon Bakterien, die verunreinigte Seen in Trinkwasserqualität wandeln können - nur ist das eben noch sehr kostspielig und wird nur zu Forschungszwecken gemacht. In der Zukunft kann das günstiger sein.
    In Japan züchtet man Gemüse in Hochhäusern - in gestapelten Gewächsbecken, vollautomatisiert.
    Nur Licht, Wasser und Dünger sind nötig. Es ist aber sehr teuer und lohnt sich bisher nur für den Markt dort.
    Viele andere Konzepte gibt es - Insektenzucht als Eiweißlieferanten statt Tierhaltung (Fleischproduktion), künstlich gezüchtetes Fleisch aus Stammzellen (noch zu teuer für "Serienproduktion", aber funktioniert angeblich).

    Ich hoffe Du verstehst meine Denkweise jetzt etwas besser - ich halte Lösungen einfach für sehr wahrscheinlich und bin optimistisch.
    Optimismus finde ich super. Hier muss ich aber mal doch den Begriff "Glauben" anbringen: Ich glaube, der Mensch überschätzt sich. Die Natur ist besser als es manch einer eingestehen will. Immer noch wundern sich Wissenschafter und versuchen die Natur nach zu ahmen. Selbst vermeintlich simpelste Bewegungsabläufe wie das Laufen können Roboter nur mühsam bewältigen.
    Ja irgendwann ... wenn man nur genug Geld investiert.... wird irgendwie eine Lösung gefunden, zumindest für die Menschen, die es sich leisten können.....vielleicht. Aber wozu? Warum erst alles kaputt machen um dann Bakterien züchten zu müssen, die wieder was reparieren?
    Das Problem ist doch die Gier des Menschen. Die sorgt heute dafür, dass Menschen die Natur zerstören um mehr Profit zu machen. Dein Optimismus in Ehren, aber selbst WENN alles repariert werden kann, wette ich mit dir, dass alleine weil das teuer ist, dies nur für die Reichen der Welt geschehen wird.
    Ich sehe die Welt dann eher in zwei Welten geteilt. Jene, die sich in befestigte geschützte Städte flüchten, mit Kuppelbauten als Schutz vor Strahlung, Dämmen als Schutz vor Hochwasser und viel teurer Technologie und dem Rest der Menschheit, dem es dann noch dreckiger geht als heute.

    Natur gehört allen. Die Erde gehört allen. Welches Recht hat irgendjemand die Natur zu schädigen? Selbst wenn er sagt "naja vielleicht können wir es ja wieder reparieren".
    Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.
    Als Kind bin ich von einem Pony gefallen, was sagt mir das? ^^

  6. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Kantorka, Yannick, ~scum~

  7. #19
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    Standard AW: Bienen...

    Na ja, platter Spruch, aber dann wiederum auch so wahr:

    Geld regiert die Welt
    Die Menschen, die es in dieser Welt zu etwas bringen, sind die Menschen, die nach den Umständen suchen, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden, sie erschaffen.

  8. Für den Beitrag danken: Andreas900, beihempelsuntermsofa, Kantorka, ~scum~

  9. #20
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    Standard AW: Bienen...

    Zitat Zitat von Andreas900 Beitrag anzeigen
    ...
    Das klingt fast so, als wären wir bereits vom Aussterben bedroht.

    Der Wohlstand weltweit wächst, die Geburtenraten sinken dadurch fast weltweit -
    was eines Tages vermutlich viele Probleme entschärfen könnte.
    Das soziale Minimum der Ärmsten der Armen wird stetig leicht angehoben, die Versorgung mit
    Wasser, Nahrung, Medizin und Bildung immer mehr Menschen zugänglich.

    Sicherlich wird es lokal begrenzt immer wieder Umweltkatastrophen geben und natürlich sind wir einer Unmenge an Umweltgiften ausgesetzt. Dennoch sehe ich die Zukunft nicht so schwarz.
    Wir haben durch viele dieser ökologischen "Fehler" erst diesen immensen Fortschritt und Wohlstand geschafft.
    Ohne Atomkraft würden wir hier heute nicht schreiben, sondern uns vielleicht mal wieder in einem Krieg um Energie-Ressourcen mit direkten Nachbarländern befinden.

    Dass es viele ökologische Probleme gibt und sehr viele Menschen und Tiere darunter in verschiedensten Weisen leiden, habe ich nie geleugnet - aber ich halte sie nicht für so katastrophal wie manch anderer.
    Es hat Gründe warum die Menschheit zahlenmäßig expandiert - und meiner Meinung nach auch jeder Mensch das Recht hat für sein Überleben zu streiten und in Würde und einem minimalem Wohlstand zu leben.
    Auch wenn dadurch Natur zerstört wird.

    Auch halte ich es für sehr problematisch, Nationen die gerade erst in einen ähnlichen Wohlstand übergehenden, wie den, den wir bereits lange haben, und die unsere ökologischen Fehler teilweise wiederholen, dafür zu kritisieren.
    Denn die sehen ja trotz all unserer Probleme, dass wir im Überfluss leben - was diese selbstverständlich auch wollen.

    Du wirst also damit leben müssen, dass die Umweltzerstörung und -Belastung weltweit erst einmal noch weiter zunimmt.
    So, wie immer mehr Atomkraftwerke weltweit gebaut werden und wie Vegetarier und Veganer damit leben werden müssen, dass noch viel, viel mehr Massentierhaltung betrieben werden wird, weil jetzt erst einige große Nationen mit dem regelmäßigen Fleischkonsum beginnen.

    Keine Moralapostelei, kein erhobener Zeigefinger, kein gut gemeinter Rat, kein Appell an das Umweltbewusstsein und kein Öko-Aktivismus wird das vermutlich grundlegend ändern. Jedenfalls nicht solange keine globale Katastrophe eintritt, bei der plötzlich Millionen in kurzer Zeit sterben oder unsere durchschnittliche Lebenserwartung drastisch sinkt - so dass die Menschen weltweit wirklich Angst bekommen und Veränderungen einfordern.
    Nur die Wissenschaft kann das ansonsten leisten Dinge nach und nach zu verbessern.
    Nämlich immer dann, wenn ökologischere, gesündere oder humanere Alternativen günstiger und/oder für die Menschen nützlicher werden.

    Deine berechtigten Sorgen in allen Ehren - aber es sind nicht die meinen.
    Ich habe versucht Dir eine andere, positivere Sichtweise auf die Welt zu vermitteln.
    Du möchtest diese nicht - das ist OK.
    Aber wie Du Dir die Zukunft vorstellst, liegt eben doch nur in Deinem Glauben.
    Und diesen teile ich auf gar keinen Fall mit Dir - da würde ich ja jeden Tag unglücklich sein.
    "Wir sind nicht auf der Welt um so zu sein, wie Irgendjemand uns haben möchte."

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