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Thema: Welche Partei werdet ihr vorraussichtlich wählen bei der kommenden Bundestagswahl ?

  1. #1696
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    Standard AW: Welche Partei werdet ihr vorraussichtlich wählen bei der kommenden Bundestagswahl

    Zitat Zitat von Andreas900 Beitrag anzeigen
    Ich habe am WE eine Reportage über Angela Merkel gesehen - die "unerwartete" oder so ähnlich.

    Merkel hat es geschafft ohne als Machtmensch zu wirken, eben dies zu sein.
    Sie greift nicht an, entscheidet vermeintlich nichts und hat scheinbar kein Programm, aber ihre Zermürbungstaktik gegen Gegner (innen- und außenpolitisch) ging meist auf.

    Ich mahne davor, Frau Merkel als unpolitische Kanzlerin des Nichtstuns ohne Programm dazustellen. Daran sind eine ganze Reihe meist männlicher Politiker gescheitert. Merkel ist extrem politisch und machtbewusst. Sie hat aber (böse gesprochen: vielleicht auch weil sie weiblich ist) es immer verstanden hinten rum zu agieren. Gift statt Schwert, Geduld statt Aktionismus.
    Doch ich würde Frau Merkel das unterstellen. Sie hat für die Bevölkerung nichts getan und alles nur schlimmer gemacht.

    Nein, dass soll kein Statement pro Merkel werden, aber ein Statement gegen die (m.E. dumme) Parole Merkel täte nichts. Als Merkel 2005 Kanzlerin wurde, war Deutschland, gelinde gesagt, ein Land am Abgrund. Nicht wegen Bürgerkriegsflüchtlingen, nicht wegen maroder Banken oder Griechenland. Sondern weil dieses Deutschland im Jahr 2005 selbst marode war. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,7 Prozent, fast 4,7 Millionen Menschen waren arbeitslos, so viele wie nie zuvor. Allein 2005 betrug das strukturelle Haushaltsdefizit 50 Milliarden Euro. Und heute? Trotz aller Krisen überhalten wir uns über die schwarze Null (nein nicht Merkel, den Haushalt meine ich )

    Glaubst du wirklich die Arbeitslosenzahl ist gesunken? Die Statistiken sind gefälscht und ich habe diesbezüglich eine interessante Doku gesehen wie die Politik diesbezüglich betrügt. Findest du Verschleierungen besser?

    Das größte Versäumnis ist, dass Merkels Politik viele Menschen wirtschaftlich und motivationstechnisch nicht mitgenommen hat. Beispiel Schulden: Im Bundesschnitt ist jeder zehnte Deutsche überschuldet. 38,6 Prozent der Überschuldeten in Berlin-Mitte haben keinen Berufsabschluss. 57 Prozent davon sind arbeitslos. 75,3 Prozent beziehen staatliche Transferleistungen, etliche davon verdienen so wenig, dass das Geld zum Leben nicht reicht. Und immer mehr ältere Menschen schlittern in die Schulden.

    Es gibt ähnlich wie in anderen Ländern wie den USA einfach viele Menschen, die auf der Strecke geblieben sind. Fast paradox gibt es aber auch viele, die diesen Umstand nur "gefühlt" erleben. Es gibt viele, denen es objektiv gut geht, sie haben ähnlich viel Einkommen wie früher, aber sie fühlen sich vergessen. Geld wird für Flüchtlinge ausgegeben oder die Regierung will die schwarze Null. Scheinbar gibt es Geld ohne Ende, aber wo ist das Mehr-Geld für mich?

    Das haben sich nicht befristete Jobs und so viel Leiharbeit. Die Rentner müssen auf die Straße und betteln gehen.


    Das hätte es unter Schröder oder Kohl nicht gegeben. Nicht weil diese unbedingt etwas anderes getan hätten (beide waren konservative Politiker ähnlich Merkel), aber beide hätten die selbe Politik anders verkauft. Sie haben auf den Tisch gehauen, gestritten und mit großen Worten die Öffentlichkeit gesucht. Merkel scheut Konflikte, sie stellt Dinge gerne als alternativlos dar. Das macht sie klug, denn sie weiß wie schwer es an einem Macho-Tisch ist.

    Na toll eine Politikerin die sich nicht kritisch positionieren kann und wenn sie es tut ist es nicht glaubwürdig. Na Bravo das haben wir gebraucht.


    Merkels Politik ist aber ungeachtet ihres Erfolges vor allem unbefriedigend. Es werden keine Schlachten geschlagen, sondern Gegner ausgehungert oder ignoriert. Merkels Politik aber als Stillstand zu bezeichnen hat etwas davon die Belagerung vor der eigenen Burg zu ignorieren... bis man verhungert ist

    Was denn für ein Erfolg? Das würde ich gerne wissen. Das Wort Stillstand ist doch passend, obwohl dieses Wort noch ziemlich nett ist.

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  3. #1697
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    Standard AW: Welche Partei werdet ihr vorraussichtlich wählen bei der kommenden Bundestagswahl

    Zitat Zitat von Kareena Beitrag anzeigen
    Nein glaube ich nicht. Da die Arbeit auf Freiwilligkeit beruht und die Güter werden gemeinsam produziert. Außerdem muss es keine Erwerbsarbeit mehr sein. Man kann sich auch bei Projekten engagieren.

    Man macht es ja meistens um Geld zu verdienen und ich will diesen Zwang abschaffen.
    Aha, und was bekomme ich dafür, "mich bei Projekten zu engagieren"? Nichts? Dann ist der Anreiz allerdings ziemlich gering, zumal Arbeit in der Regel keinen Spaß macht...
    Falls ich doch etwas bekomme, ist es wiederum "Erwerbsarbeit"...
    Zitat Zitat von Kareena Beitrag anzeigen
    "Du möchtest staatliche Sozialleistungen abschaffen? Ernsthaft?"
    Ich verdiene selber nicht viel. Glaubst du wirklich ich will die Armen verhungern lassen? Ich will es durch etwas anderes ersetzten.
    Durch was denn? Sollen die Leute betteln gehen?
    Wer sorgt denn für diese Menschen in einem anarchischen Deutschland, in dem es keine Sozialleistungen (BGE gehört auch dazu) mehr gibt?
    Zitat Zitat von Kareena Beitrag anzeigen
    "Es gibt hier keine Variante C: entweder ist etwas im Besitz des Staates oder im Besitz von Privatleuten.
    Was soll denn bitte die "dritte Form" sein, in deren Besitz der Rest übergeht, wenn wir deine Aussage "Weniger Privatiserung und gleichzeitig weniger Staat" als Grundlage nehmen..."
    Ich bin für ein Räteprinzip. Die Menschen sollen sich freiwillig organisieren um basisdemokratische Entscheidungen zu treffen.
    Das beantwortet die Frage nicht: Was soll die "dritte Form" sein, die weder Privat- noch Staatseigentum ist?
    Außerdem widerspricht deine Anarchie-Forderung deiner Basisdemokratie-Forderung.
    Basisdemokratie ist eine Staatsform, während Anarchie einen Staat ablehnt. Das passt nicht zusammen...

    Naja, letzlich läuft bei dir alles auf einen Punkt hinaus: du willst ein BGE.
    Das finde ich grundsätzlich nicht verkehrt, aber deine anarchistische Argumentation kann ich absolut nicht nachvollziehen.
    Wie soll es in einer Anarchie ein BGE geben bzw. warum sollte es dort keinen Arbeitszwang geben?
    Wer finanziert dich, wenn du nicht arbeitest und es keinen Staat gibt? Oder ist man dann auf das Wohlwollen seiner Kommune angewiesen? Quasi als Bettler...
    Das wäre genauso wie in der heutigen Gesellschaft: Niemand wird gezwungen zu arbeiten. Du kannst ja schließlich auch sterben gehen...

  4. #1698
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    Standard AW: Welche Partei werdet ihr vorraussichtlich wählen bei der kommenden Bundestagswahl

    Zitat Zitat von Kareena Beitrag anzeigen

    Was denn für ein Erfolg? Das würde ich gerne wissen. Das Wort Stillstand ist doch passend, obwohl dieses Wort noch ziemlich nett ist.
    Deutschland ist eines der wenigen Länder, das die Finanzkrise vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.
    Deutschland hat ein Haushaltsdefizit von 50 Milliarden € aufgeholt.
    Deutschland gilt heute als Motor Europas

    4 Grafiken, die zeigen, was Merkel aus Deutschland gemacht hat

    Natürlich kannst du ihr soziales Engagement kritisieren und ja die Arbeitslosenzahlen sehen schöner aus als sie sind. Merkel ist keine "Sozialkanzlerin", aber viele wollen eben auch keine Reformen.

    Die Deutschen legen ihr Geld lieber in Sparbüchern an, als Aktien zu kaufen. Sie schnallen sich im Auto an und gehen zur Darmkrebsvorsorge. Und deswegen wählen sie Merkel, weil sie keine Reformen, sondern konservative Politik macht, spart, Ruhe und Sicherheit darstellt. Das ist kein "Nichtstun", die Deutschen sind wie ihre Kanzlerin: Langweilig.

    Wer rechtskonservative Politik mag, für den macht Merkel viel richtig, langweilig, aber richtig.
    Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.
    Als Kind bin ich von einem Pony gefallen, was sagt mir das? ^^

  5. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

  6. #1699
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    Standard AW: Welche Partei werdet ihr vorraussichtlich wählen bei der kommenden Bundestagswahl

    Zitat Zitat von Marilla Beitrag anzeigen
    Die "BRD" gibt es nicht. Die gab es nur im DDR-Jargon.
    Zitat Zitat von Ondina Beitrag anzeigen
    Wie kommst du denn darauf?

    Das war keine Rhetorische Frage.
    Schade das du es vorziehst abzutauchen ich finde wer so eine steile These in den Raum wirft sollte auch in der Lage sein diese zu erklären. Leider hast du dich fürs Schweigen entschieden was dein gutes Recht ist dennoch, hätte mich deine Antwort darauf sehr interessiert.
    "Es ist schon alles gesagt, nur nicht von allen."
    Karl Valentin

    "Der Fisch stinkt immer vom Kopf her".
    Russisches Sprichwort

    " Erste Bürgerpflicht Ruhe bewahren"
    (Verfasser mir unbekannt)

  7. #1700
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    Standard AW: Welche Partei werdet ihr vorraussichtlich wählen bei der kommenden Bundestagswahl

    Zitat Zitat von Andreas900 Beitrag anzeigen
    Deutschland ist eines der wenigen Länder, das die Finanzkrise vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.
    Deutschland hat ein Haushaltsdefizit von 50 Milliarden € aufgeholt.
    Deutschland gilt heute als Motor Europas
    Die Finanzkrise hat den Amerikanern am meisten geschadet.

    4 Grafiken, die zeigen, was Merkel aus Deutschland gemacht hat

    Natürlich kannst du ihr soziales Engagement kritisieren und ja die Arbeitslosenzahlen sehen schöner aus als sie sind. Merkel ist keine "Sozialkanzlerin", aber viele wollen eben auch keine Reformen.

    Oder sie finden keine andere Alternative. Viele wählen die CDU aus Tradition. Das hat nichts mit der Leistung von Frau Merkel zu tun. Bei der SPD ist es übrigens nicht anders.

    Die Deutschen legen ihr Geld lieber in Sparbüchern an, als Aktien zu kaufen. Sie schnallen sich im Auto an und gehen zur Darmkrebsvorsorge. Und deswegen wählen sie Merkel, weil sie keine Reformen, sondern konservative Politik macht, spart, Ruhe und Sicherheit darstellt. Das ist kein "Nichtstun", die Deutschen sind wie ihre Kanzlerin: Langweilig.

    Mit langweilig hast du recht, aber es sind leider nur für die Deutschen gut die finanziell gut dastehen. Durch die wirtschaftsliberale Politik geht es nur denen gut.


    Wer rechtskonservative Politik mag, für den macht Merkel viel richtig, langweilig, aber richtig.

    Frau Merkel macht doch keine rechtskonservative Politik. Die gehen doch lieber zur AFD. Ich wäre froh, wenn die CDU wenigstens etwas konservativ wäre, dann hätte die Partei noch Werte die ihnen wichtig sind. Die Partei hat in meinen Augen nichts wofür es sich lohnt sie zu wählen. Familienpolitisch wurde auch nichts gemacht. Für mich ist die CDU nur wirtschaftsliberal und ansonsten ist da nichts.

    Aber dass muss natürlich jeder selber wissen.

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