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Thema: Ziellos und Verwirrt

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    Standard Ziellos und Verwirrt

    Schönen Guten Tag alle zusammen. Ich bin vor kurzem (ungefähr 2 1/2 Monate) in eine neue
    größere Stadt gezogen und habe ein neues Studium begonnen. Meine Heimatstadt zu verlassen
    viel mir nicht besonders schwer, da meine meisten Kontakte dort über die Zeit eingeschlafen
    oder weggezogen sind und ich irgendwie nicht in der Lage war neue aufzubauen. Die einzigen
    Dinge die ich wirklich vermisse sind mein älterer Bruder (welcher gerade selber eine schwerige
    Phase durchmacht) und meine Mutter, die Aufgrund des Verhaltens meines Bruders ebenfalls leidet.
    Zur Zeit habe ich übergangsweise eine Wohnung. Obwohl ich sehr gerne in eine Wg ziehen würde
    muss ich sagen, dass ich auch gerne ein wenig Zeit alleine verbringe um über mich und die Welt
    nachzudenken. Und im grunde zieht sich dieses "zwischen 2 Stühlen sitzen" durch mein gesamtes Leben.
    Meinen Studiengang habe ich mit dem Ziel gewählt, etwas in dieser Welt zu verändern. Allerdings
    schaffe ich es bisher nicht die nötige Motvation zum lernen aufzubringen. "Freunde" habe ich
    bereits einige gefunden und war auch schon des öfteren wie man so schön sagt "auf party".
    Von "irgendwie schlecht gelaufen" bis "sehr geil" war bis jetzt alles dabei.
    Trotzdem fühle ich mich oft allein und kann zum Teil keine Motivation für irgendetwas aufbringen.
    Obwohl ich bisher schon viel mit meinen Studienkollegen lachen/unternehemen konnte habe ich doch öfter
    das Gefühl irgendwie nicht richtig dazu zu gehören oder sehr verschieden von ihnen zu sein.
    Immer wenn ich diesen Eindruck bekomme fehlen mir auch die Worte bzw. Gesprächsthemen und ich
    frage mich dann ob es an mir oder an ihnen liegt, dass ich mich nicht wohl fühle. Da
    es den anderen offensichtlich nicht so geht wohl ehr an mir... . Wenn ich länger mit einem
    bereits bekannten allein bin (z.b. längere Bus oder Bahnfahrt) gehen mir auch häufig die
    Gesprächsthemen aus wobei das Anfangs noch einfacher war. Letztendlich komme ich also irgendwie
    nicht über die "gute Bekannter Schwelle" hinüber hin zu einem echten Freund.
    Ich denke daraus resultiert auch das ungute Gefühl, dass sich diese, bereits geschlossenen Bekanntschaften, wieder im Sande verlaufen könnten. Um diese Unsicherheiten zu überspielen, gebe ich mich dann meist wahnsinnig
    entspannt oder "verpeilt" was dem Gesprächsfluss allerdings nur selten und wenn dann wenig
    Vortrieb gibt. Wie genau das auf die anderen wirkt kann ich nicht so genau sagen. Zumal ich
    von Zeit zu Zeit auch das Gefühl habe, mein Gegenüber kann in meinem Gesicht/Schwingungen meine
    Gefühlswelt/Gedanken lesen. Das klingt vielleicht ein wenig verrückt aber ich kann es nicht besser
    beschreiben.
    Zu meiner Person solltet ihr wissen, dass ich eine teils bewegte Vergangenheit
    habe und auch dem gelegentlichen Drogenkonsum (meist größere Pausen von mehreren Wochen)
    nicht abgeneigt bin. Dennoch habe ich vor jedem mal wieder Respekt bis hin zu leichter Angst.
    Solange bis die jeweilige Droge wirkt... . Oft erscheint mir das Leben auch sehr langweilig,
    was möglicherweise daran liegt, dass ich weiss was man erleben könnte wenn man sich von allen
    Ängsten befreien würde. Vor physischem schaden habe ich generell recht wenig Angst bzw.
    es fällt mir nicht besonders schwer diese zu überwinden. Bei der Angst vor Zurückweisung
    sieht das allerdings anders aus. Was mir im besonderen Maße in meinem Leben fehlt ist eine
    Beziehung. Meine letzte ist bereits 5 Jahre her und ich hatte seit dem keine Großartige
    Gefühlsbindung mehr zu einem Mädchen. Dabei steht für mich der sexuelle Kontakt
    im Hintergrund. Viel mehr vermisse ich jemanden mit dem ich auf einer "Wellenlänge"
    bin. Oder besser gesagt jemandem mit dem ich mein Leben teilen und etwas erleben kann (so wie
    wahrscheinlich jeder). Gennerell bin ich allerdings nicht besonders romantisch veranlagt.
    Ausgewalzte Liebessscenen in Filmen gehen mir ehr auf die Nerven. Und auch bei meiner damaligen
    Freundin (fast 3 Jahre Beziehung) rief es in mir immer eine Art Abneigung oder besser gesagt
    "dumm vorkommen Gefühl" hervor wenn es ans Turteln ging. Was natürlich nicht bedeutet das
    ich es nicht gemacht hätte. Eine meiner besseren Eigenschaften ist die Großzügigkeit.
    Da ich bereits sehr selbstlose Menschen getroffen habe und diese mich sehr beeindruckten
    eifere ich diesem Ideal nach. Und ich tue das auch gerne. Dennoch bin ich sehr darauf bedacht
    nicht so zu wirken als wollte ich mir Freunde kaufen oder Ausgenutzt zu werden. Wobei ich auch
    nicht genau sagen kann ob ich es merken würde wenn es denn so aufgefasst würde. Im allgemeinen
    versuche ich ständig das Feedback auf meine Person zu erkennen und zu interpretieren, allerdings
    bin ich mir absolut unsicher ob ich das auch richtig tue. Was wohl wiederum zu einem sehr großen
    Teil zu meiner allgemeinen Verunsicherung/Verwirrtheit beiträgt. Am meisten stört mich die
    scheinbar vorranschreitende Oberflächlichkeit der Gesellschaft. Woran meiner Meinung nach
    Facebook/Soziale Netzwerke und das Fernsehn einen Entscheidenden Anteil haben. Aus diesem Grund besitze ich
    beides nicht, was mich allerdings auch wieder ein Stück weit von meinen Mitmenschen isoliert.
    Vor allem was die Partnersuche oder das kurzfristig entschiedene Treffen mit Bekannten angeht
    ist ein Facebook account wohl sehr hilfreich... . Wie gesagt besteht mein Problem also darin
    irgendwie keine klare Richtung finden zu können. Ich komme mir Verloren und von Problemen/Möglichkeiten erschlagen vor
    Wie kann ich meine Hemmungen gegenüber anderen komplett abbauen?
    Wie kann ich Bekannte/Kollegen zu Freunden machen? Geht es vielleicht den meisten anderen auch so?
    Wie kann ich andere Menschen besser "lesen/verstehen/interpretieren". Mir ist vollkommen bewusst
    das es viele Menschen mit erheblich schwerwiegenderen Problemen gibt. Dennoch wäre ich sehr
    dankbar für Rat/persönliche Erfahrungen/Antworten oder Analyse (soweit wie mit diesen wenigen Angaben
    zu meiner Person möglich)

    Liebe Grüße und danke im Vorraus

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  3. #2
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    Standard AW: Ziellos und Verwirrt

    Hallo,

    erstmal bist Du nicht verrückt,Du bist Du.Jedes Lebewesen ist anders.

    Ein Freund von mir meinte mal zu mir,Du kannst 1000 Bekannte haben oder auch gute Bekannte,richtige Freunde hat man in der Regel nur wenige.Denn Freunde sind immer da wo sich die Bekannten gerne dann doch mal aus dem Staube machen.

    Sei einfach Du selbst,versuche nicht wer anders zu sein.Versuche nicht jemand zu sein der Du nicht bist,denn das geht sehr oft schief.
    Hemmungen kannst Du nur abbauen wenn Du an Dir arbeitest.Nur einige Hemmungen schützen Dich auch.

    Zu Freunde machen ?Man kann nur Freunde werden,machen kann man die denke ich nicht.Man kann sie nicht erschaffen,man darf sie nur gewinnen.Dafür mußt Du aber Du selbst sein.

    Mach doch mal einen Aushang dort wo Du studierst.Das Du in eine WG unter gleichgesinnte willst.

    Oder schalte eine Anzeige im Netz,dort könntest Du auch fündig werden.
    Vielleicht noch mit Interessenschwerpunkte die Dir gefallen.Dann hast Du vielleicht auch eine zusätzliche gute Basis.

    Gruss
    Serafina

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