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Thema: Die Leiden des jungen Nerds

  1. #1
    case
    Gast

    Standard Die Leiden des jungen Nerds

    Wo soll ich nur anfangen, das ist das erste Problem. Aber das löse ich selbst, ihr werdet sehen. Ich bin einsam und fühle mich deshalb auch einsam. Ich fühle mich nirgends erwünscht, und kann das auch z.T. nachvollziehen.

    Ich gehe seit einigen Jahren in Therapie bei einer Psychologin. Zur Zeit geh ich einmal die Woche. Trotzdem hoffe ich das ihr Leser auch etwas Zeit für mich habt und versucht mir zu helfen. Bin nicht ganz sicher was ich von euch erwarte, aber verstanden werden will ich auf jeden Fall. Vielleicht weil ich selbst so wenig versteh, dann müsst zumindest ihr mich genauestens verstehn.

    Der kritische Leser würde womöglich sagen das ich meinen Hilferuf romantisiere oder sogar poetisiere, weil ich versuche mich gewählt auszudrücken, obwohl mir auch das nur zum Teil gelingt. Das ist meine Art zu überleben. Gefühle können unheimlich stark sein, und unheimlich weh tun. Deshalb halte ich vorerst einen gewissen Sicherheitsabstand. Hab wohl erwähnt das ich mich einsam fühle. Einsam und verlassen. Keine Freunde. Das ist total uncool so zu fühlen, aber ich kann das nicht ändern. Doch ich kann, aber fühle mich total mutlos Dinge anzupacken. Ich habe einfach zuviel Angst und sehe den Weg zur Besserung als eine unüberwindbare Herrausforderung. Es stinkt Einsamkeit von mir, meine Art zu sein ist sehr darauf gedrillt die Gunst der anderen zu bekommen. Aber ich bin auch wie ein bodenloser Brunnen der nie genug bekommen kann. Irgendetwas ist grundlegend verkehrt mit mir. Ich bin anders als andere, das ist ja noch ok, doch ich fühle mich nicht wohl damit. Und ich kann nicht wie andere werden. Das will ich eigentlich auch garnicht. Ich will integriert werden in ihre Gesellschaft. Ein Gefühl der Zugehörigkeit bekommen. Irgendwo vermisst sein, und von jemanden geliebt werden. Und von vielen gemocht. Oder zumindest von einigen wenigen. Ich werde von einigen gemocht. Aber ich will mehr haben, das jemand wirklich in mich verliebt ist. Doch ich verstehe das es schwer ist sich in ein einsames Karma zu verlieben. Keine Frau will einen Mann haben der wenig Selbstsicherheit, Angst und Einsamkeit ausstrahlt. So bevor ich den Luxus einer Freundin geniesen kann muss ich erst Gesund werden. Vom Aussehen her bin ich ganz normal denke ich, wenn ich mir was hübsches anziehe haben ich durchaus Chancen in der Kneipe eine Frau zu charmieren. Doch leider ist Aussehen nicht alles. Oder zum Glück.

    Meine Eltern haben gewiss ihren Beitrag dazu geleistet das ich mich heute so fühle. Doch sie machten ja auch nur was sie für Richtig hielten. Der Grossteil meiner Familie gehört einer kleinen Sekte an, wo auch ich aufgewachsen bin. Habe mich als Jugendlicher von diesem religiösen Glauben abgewahnt, und wollte ein Leben ausserhalb dieser Gemeinschaft leben. Bin heute sehr kritisch gegenüber dieser Sekte, und empfinde den Kontakt zu meinen Eltern und Geschwistern nicht einfach.

    So ich geh jetzt besser ins Bett, Guten Morgen!

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  3. #2
    Eisfuchs
    Gast

    Standard AW: Die Leiden des jungen Nerds

    Hallo Case,

    das hört sich für mich an wie ein schlechtes Selbstbewußtsein. Du strebst nach Anerkennung. Sehe ich das richtig?

    Was willst du den mit deinem Thread erreichen? Willst du was ändern? Bist du unglücklich? Wie können wir dir helfen?

    Wieso ist das uncool so zu fühlen? Du bist doch ein Mensch und ein Mensch hat Gefühle, das ist doch in Ordnung.

    Wenn du keine Freunde hast und das möchtest, so kannst nur du selbst aktiv werden. Freunde finden ist sowieso schwer, aber du kannst dir erstmal einen Bekanntenkreis aufbauen wie über einen Verein oder sonstiges.... Mit der Zeit wirst du Freunde finden, aber das braucht Geduld....

    LG Vergissmeinnicht

  4. #3
    case
    Gast

    Standard AW: Die Leiden des jungen Nerds

    Ja mein Selbstbewusstsein ist irgendwie am Ende. Und ja das macht mich unglücklich. Weiss auch nicht genau was ich mit meinem Thread erreichen will, aber das du 'Vergissmeinnicht' geantwortet hast tat schon irgendwie gut.

    Hab andere Threads gelesen und verstehe das ich mich selbst beschäftigen muss. Irgendwo Mitglied werden. Muss nur irgendwas finden was zu mir passt. Aber was passt schon für einen Stubenhocker der gern liest, Musik hört und sich in seinen Computer vertieft. Also gewöhnlich sehr unsozial. Würde gern professionel fotographieren lernen, doch ich fühle mich so unwohl in grösseren Gruppen. Da wird die Diskrepanz zwischen mir und dehnen so deutlich.

    Es ist uncool so zu fühlen, weil es mich zu einem Schwächling macht. Woher bekommt man den die Kraft/ den Mut trotzdem sozial zu sein, wenn nicht wenigstens eine Person irgendwie weiss wie schwer es einem fällt? Dann muss die Kraft von innen kommen. Vielleicht liegt die Kraft in der Hoffnung. Aber Hoffnung über Dauer am Leben zu halten ist schwer.

  5. #4
    Eisfuchs
    Gast

    Standard AW: Die Leiden des jungen Nerds

    Hallo Case,

    es mag vielleicht von außen uncool sein, aber zu seinen Gefühlen stehen, das ist Stärke! Das ist sehr gut, dass du darüber sprichst. Und du weißt vor allem was dich bedrückt!

    Das was du schreibst kenne ich auch von mir selber. Ich bin auch eher ein Stubenhocker und mag Gruppen auch nicht. Aber ich beiße mich durch. Sobald ich all meinen Mut zusammengepackt habe, fass ich mir ans Herz und gehe unter Leute. Ich versuche soziale Kontakte zu üben. Ich weiß, das ist schwer aber ansonsten wirst du nur noch einsamer und unglücklicher. Versuch es doch mal, nur Mut! Steck mal deine Angst sagen wir mal in eine Kiste und mach einen Fotografiekurs, versuch`s!

    Eine Person kann nur sehr schwer nachvollziehen, wie schwer dir das fällt. Aber muss das den eine Person wissen? Du musst doch damit leben und dich durchbeißen...

    Google doch mal soziale Phobie, könnte zu dir passen. Kann dir da deine Therapeutin nicht helfen?

    LG Vergissmeinnicht

  6. #5
    case
    Gast

    Standard AW: Die Leiden des jungen Nerds

    Zitat Zitat von Vergissmeinnicht Beitrag anzeigen
    ... aber zu seinen Gefühlen stehen, das ist Stärke!
    Das ist wahr.

    Ich rede auch mit meiner Therapeutin über diese Probleme, und ich leide schon unter sozialer Phobie. Doch es hilft auch hier zu schreiben. Das wenn ich zu meinen Gefühlen stehe, das dies mich Stark macht. Oder man muss stark sein um sich seinen Gefühlen nähern zu können. Das gibt schon bisschen Selbstvertrauen zu wissen das man etwas Stärke hat.

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