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Thema: Schizophrene Bekanntschaft, bedenklich?

  1. #11
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    Standard AW: Schizophrene Bekanntschaft, bedenklich?

    Zitat Zitat von Sarnade Beitrag anzeigen
    Und es tut einem - auch nach einem Rückzug - obendrein dauerhaft weh, weil man immer meint, nicht genug getan zu haben, bei gleichzeitigem Wissen, dass man besten Willen nicht noch mehr tun kann. Man leidet ja selbst darunter, wenn ein Angehöriger eine solche Krankheit hat und mangels Einsicht nicht behandelt werden kann. Ich hätte mir für meine Schwester auch ein schöneres Leben gewünscht.
    Kann ich verstehen, sehr sogar! War sie in den Jahren gar nicht bei einem Psychiater, oder schon, aber wollte nichts nehmen?
    Geh hin, allein, und heile alle Blinden,
    Damit du in der Zweifelsstunde siehst,
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  3. #12
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    Standard AW: Schizophrene Bekanntschaft, bedenklich?

    Zitat Zitat von JPreston Beitrag anzeigen
    Kann ich verstehen, sehr sogar! War sie in den Jahren gar nicht bei einem Psychiater, oder schon, aber wollte nichts nehmen?
    Sie ist nie bei einem Psychiater gewesen. Alle anderen sind verrückt - nur sie selbst nicht. Wie bei einem Geisterfahrer auf der Autobahn, der meint, alle anderen führen in die falsche Richtung.

    Ich habe auch mehrfach den Sozialpsychiatrischen Dienst aufmerksam gemacht (was vorher schon die beste Freundin meiner Schwester aus Besorgnis unabhängig von mir auch getan hatte). Bei einem Hausbesuch verstellte sich meine Schwester aber meisterhaft. Der Psychiater dort machte mir allerdings auch nicht gerade einen engagierten Eindruck. Der war schon älter und wahrscheinlich durch den jahrzehntelangen Umgang mit psychisch schwerkranken Menschen schon zum Zyniker geworden. Es kommt auch darauf an, an wen man da gerät.

    Ich bekam von Ärzten, Behördenmitarbeitern etc. immer wieder zu hören: "Solange sie sich nicht selbst oder andere akut und schwer gefährdet, kann man nichts gegen ihren Willen tun."
    Geändert von Sarnade (19.10.2019 um 14:58 Uhr)

  4. #13
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    Standard AW: Schizophrene Bekanntschaft, bedenklich?

    Zitat Zitat von Sarnade Beitrag anzeigen
    Sie ist nie bei einem Psychiater gewesen. Alle anderen sind verrückt - nur sie selbst nicht. Wie bei einem Geisterfahrer auf der Autobahn, der meint, alle anderen führen in die falsche Richtung.
    Kommt mir bekannt vor.. Schade! Man meint tatsächlich in der Psychose, dass die Welt ist verrückt, aber nicht man selbst. Es ist eine sehr tückische Krankheit, leider.
    Redet sie mir sich selber? Sieht sie "Dinge"? Oder wie äussert es sich konkrett bei ihr, wenn ich fragen darf.

    P.S Hoffentlich dürfen wir in einem fremden Thread hier disskutieren, sonst können wir auf PN umsteigen, wenn Du möchtest.
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  5. #14
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    Standard AW: Schizophrene Bekanntschaft, bedenklich?

    Zitat Zitat von JPreston Beitrag anzeigen
    Sieht sie "Dinge"? Oder wie äussert es sich konkrett bei ihr, wenn ich fragen darf.

    Sie führte teilweise Selbstgespräche, wirkte zeitweise "weggetreten" und interpretierte zufällige Begebenheiten und Beobachtungen so, als ob dies alles für sie inszeniert sei. Sie meinte damals, sie werde einem Test unterzogen und diverse Leute in unserer Stadt würden dabei mitmachen, sie zu testen. Wenn sie den Test bestehe, würde sie bei MENSA e.V. aufgenommen und ein Stipendium erhalten.

    Einmal waren mein damaliger Freund und ich mit ihr in einen Zoo gegangen, wo man für einen guten Zweck Lose kaufen und Kleinigkeiten gewinnen konnte. Der Erlös sollte dem Zoo zugute kommen. Meine Schwester behauptete aber, dies sei alles "Verarschung". Es wäre ihre Testaufgabe gewesen, die Lose während der nächsten heiligen Messe auf den Altar unserer Kirche zu legen, und sie machte mir Vorwürfe, warum ich ihr nicht rechtzeitig gesagt hätte, wann diese Messe sei. Auch behauptete sie, in der Tageszeitung seien geheime, verschlüsselte Botschaften mit weiteren Testaufgaben für sie enthalten, und zwar in Deutsch, aber auch in allen Fremdsprachen, in denen sie Kenntnisse hat (Englisch, Spanisch, Französisch und sogar Latein). Es durften keine Zeitungen mehr weggeworfen werden.

    Während eines Krankenhausaufenthalts unserer Mutter hatte sie der Tageszeitung die Botschaft entnommen: "Wenn du willst, bringen wir deine Mutter um." Da begab sie sich sofort zum Krankenhaus, machte einen Riesenaufstand und beschimpfte die Ärzte und das Pflegepersonal, wenn sie unserer Mutter auch nur ein Haar krümmen würden, dann passiere etwas. Zu unserer Mutter sagte sie: "Pack deine Sachen, du musst ganz schnell hier raus!" Außerdem behauptete sie, die (sympathische!) Bettnachbarin unserer Mutter sei keine Patientin, sondern nur zur Beobachtung meiner Schwester engagiert. Unter ihrem Krankenhausbett befinde sich ein Mikrophon. Außerdem behauptete meine Schwester, im Garten unseres damaligen Elternhauses laufe ein piependes Küken herum, was auch nicht stimmte. Etc. etc. .....
    Geändert von Sarnade (19.10.2019 um 15:05 Uhr)

  6. #15
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    Standard AW: Schizophrene Bekanntschaft, bedenklich?

    Zitat Zitat von Sarnade Beitrag anzeigen
    Sie führte teilweise Selbstgespräche, wirkte zeitweise "weggetreten" und interpretierte zufällige Begebenheiten und Beobachtungen so, als ob dies alles für sie inszeniert sei. Sie meinte damals, sie werde einem Test unterzogen und diverse Leute in unserer Stadt würden dabei mitmachen, sie zu testen. Wenn sie den Test bestehe, würde sie bei MENSA e.V. aufgenommen und ein Stiptendium erhalten.

    Einmal waren mein damaliger Freund und ich mit ihr in einen Zoo gegangen, wo man für einen guten Zweck Lose ziehen und Kleinigkeiten gewinnen konnte. Der Erlös sollte dem Zoo zugute kommen. Meine Schwester behauptete aber, dies sei alles "Verarschung". Es wäre ihre Testaufgabe gewesen, die Lose während der nächsten heiligen Messe auf den Altar unserer Kirche zu legen, und sie machte mir Vorwürfe, warum ich ihr nicht rechtzeitig gesagt hätte, wann diese Messe sei. Auch behauptete sie, in der Tageszeitung seien geheime, verschlüsselte Botschaften mit weiteren Testaufgaben für sie enthalten, und zwar in Deutsch, aber auch in allen Fremdsprachen, in denen sie gute Kenntnisse hatte (Englisch, Spanisch, Französisch und sogar Latein). Es durften keine Zeitungen mehr weggeworfen werden.

    Während eines Krankenhausaufenthalts unserer Mutter hatte sie der Tageszeitung die Botschaft entnommen: "Wenn du willst, bringen wir deine Mutter um." Da begab sie sich sofort zum Krankenhaus, machte einen Riesenaufstand und beschimpfte die Ärzte und das Pflegepersonal, wenn sie unserer Mutter auch nur ein Haar krümmen würden, dann passiere etwas. Zu unserer Mutter sagte sie: "Pack deine Sachen, du musst ganz schnell hier raus!" Außerdem behauptete sie, die (sympathische!) Bettnachbarin unserer Mutter sei keine Patienten, sondern nur zur Beobachtung meiner Schwester engagiert. Und ihrem Krankenhausbett befinde sich ein Mikrophon. Außerdem behauptete meine Schester, im Garten unseres damaligen Elternhauses laufe ein piependes Küken herum, was auch nicht stimmte. Etc. etc. .....
    Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
    Ohje, das klingt wirklich nach einer Paranoia und Verfolgungswahn.. Ich habe auch mir permanent eingebildet, die ganze Welt ist nur da um mich zu beobachten und zu verfolgen. Ich war überzeugt, dass überall in der Wohnung Kameras installiert waren, ich saß in der Badewanne und heulte, weil ich dachte- man beobachtet mich jetzt sicher und schämte mich und hatte Angst. Harmlose Kindergekicher- waren ntl. auf mich gerichtet! Wenn ich etwas in der Zeitung oder in dem Fern (hab deshalb es abgeschaft und höre keine Nachrichten mehr, um den trigger umzugehen) hörte oder las, war ich davon überzeugt, dass sind die Botschaften explizit auf mich gerichtet. Ich sah verstorbene Verwandte auf der Straße (Halluzinationen), nahm komische Gerüche war- die nicht da waren, fühlte mich fremd in meinem Körper.
    Zuerst fand ich das lustig- einen Agent oder was auch immer zu sein, der verfolgt und beobachtet wird, bis es anfing mir unglaubliche Angst zu machen. Bis hin, dass ich dachte schon tot zu sein und in der Hölle gelandet zu sein. Ich hatte täglich heftige Panikattacken beinah bis zum Ohnmacht. Psychotische Zustände, die ich keinem wünsche...

    Gott sei Dank ein Fünckchen Verstand gab es noch in mir, so ging ich zum Psychiater. Aber auch dann, dauerte es Jahre, ich hatte hin und her- mal Medis genommen, dann wieder aufgehört - und sofort Schub bekommen. Glaubte wieder ich sei gesund, und mit der Welt stimmt irgendwas nicht. Ich war in der Kirche, betete zu Gott, meinte seine Stimme zu hören, dass ich auf einer besonderen Mission auf der Erde bin und all solche Geschichten. Ich musste sehr lange Medikamente nehmen, bis ich mich einigermassen stabilisiert habe. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch Alkohol getrunken, um Ängste zu dämpfen, wie ich dachte. Nur, hat es eher eine Gegenwirkung, und hat alles nur schlimmer gemacht.
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  7. Für den Beitrag dankt: Sarnade

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