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Thema: Keine Freunde, ist das normal?

  1. #1
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    Standard Keine Freunde, ist das normal?

    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so kompliziert und lange ist es her, dass ich mal richtig das gefühl hatte, eine richtige freundschaft zu haben bzw. zu fühlen.

    zu mir selbst; ich bin w19, mache mein fachabitur und wohne in einer sehr kleinen stadt. so klein, man könne sagen es sei ein dorf und jeder kennt jeden.

    ich hatte mein leben lang IMMER kontakt zu jemandem. immer hatte ich eine freundin, mit der ich reden oder was verbringen konnte. nur leider nicht immer die selbe freundin. meine freundschaften hielten mein leben lang immer nur um höchstens 4 jahre und endeten dann in einem streit oder an mir selbst, da ich mich zurückzog und den kontakt brach, da ich das gefühl hatte, betrogen zu werden (durch freundschaften anderer die schlechtes von mir hielten zb.). ich hatte tatsächlich immer das glück, schnell eine freundschaft mit jemand anderem zu bauen.. meine höchste zahl der freundschaften die ich halten konnte waren sage und schreibe 3 personen auf einem mal, doch auch die habe ich schon verloren, dadurch, dass ich eben (und die zeit) vieles änderten und die kontakte sich in luft auflösten.

    zu meiner person selbst, ich kann sehr selbstständig und erwachsen rüberkommen, kann mich aber auch wie eine siebenjährige über jeden quatsch tot lachen. ich habe zu vielem eine andere meinung als die mehrheit und sehe dinge nicht gleich schlecht oder kritisch, wie andere, wenn es zb. um den tot geht (nur ein beispiel, es könnte auch um hasen, pflanzen oder autos gehen).

    ich habe seit ungefähr 4 monaten das letzte mal richtigen kontakt mit meiner letzten freundin gehabt. die letzte, mit der ich mich wirklich gut verstand. wir kannten uns tatsächlich schon mit 10 jahren, als wir zusamme in die fünfte klasse eingestuft worden sind, verloren aber durch kindische streitereien den kontakt und fanden diesen wieder letztes jahr im sommer. wenn man die zeit also ausrechnet, hatten wir also echt nicht lange kontakt, aber dafür sehr intensiven und wir trafen uns wie blöde tag und nacht, redeten über alles und fuhren in jede nächste stadt um nachts zu spazieren. - es mag klingen, als würde ich über sie trauern und diese zeit vermissen, und das tue ich sogar sehr, denn nach ihr, gab und gibt es niemanden mehr, mit dem ich diese momente teilen kann (oder überhaupt, mit dem ich mich treffen kann, um auch mal ausserhaus zu gehen)

    der kontakt brach ab, da ich vor einer kleinen(wenn auch zu der zeit großen) lebenswendung stand, paar tage zuvor, und dringend jemanden zum reden brauchte. komischerweise bekam ich einen extremen anfall und musste derart weinen, wie lang nicht mehr zuvor. ich fragte sie also nach einem offenen ohr und sie antwortete nicht, dabei rief ich sie oft an und hoffte echt auf eine antwort. ich hatte das verlangen, abgelenkt und getröstet zu werden. so, wie freunde das eben so machen, aber es kam nichts. später am abend bekam ich nur die antwort ''Sorry, ich habe geschlafen und kann jetzt nicht, ich fahr gleich zu meinem freund''.

    Und das war's.
    ich war so extrem enttäuscht und verletzt. ich wusste gar nicht, wie ein mensch sich so desinteressiert stellen kann, obwohl man sich das halbe leben ausgetauscht hat.
    (drei tage später hatte sie mir die selbe nachricht geschickt, ihr ginge es schlecht und sie bräuchte jemanden zum reden; ich schrieb ihr eine ausführliche nachricht, dass es mich tage zuvor sehr gekränkt hat; keine antwort mehr.)
    und ja, das war's eben.
    seitdem bin ich wirklich sehr alleine. einsam, und das, obwohl ich einen freund habe? wir führen seit einem jahr eine sehr gesunde und stabile beziehung. seine freunde habe ich erst vor 'kurzem' kennengelernt. alles nur männliche junge männer, die eben gerne alle zusammen zeit verbringen. da findet sich eben auch nicht mal so anschluss, um freunde zu werden. ich persönlich bin und fühle mich auch sehr unter frauen wohl, ich habe eher das gefühl, dass sich frauen einfach viel eher verstehen können.

    neben meinem freund gibt es dann noch meine mutter, ihren freund, den ich wie meinen eigenen vater ansehe und 2 klassenkameradinnen, mit denen ich mich gut über die schule austauschen kann, aber leider auch nicht mehr. von beiden höre ich nur in der schule was und sobald schulschluss ist, ist auch schluss mit der '''Freundschaft''', ich betone es mal in sehr starken anführungszeichen..

    ...
    zwischen dem ganzen geschreibe und herzausgeschütte, fühle ich mich zwar befreit und dennoch so extrem einsam.
    ich bin sehr introvertiert und kann/will nicht in vereinen sportlich aktiv sein um bekanntschaften zu sammeln, kann/will nicht in kursen oder AG's in der schule mitmachen, da ich in der schule mit anderen schülern sehr schlecht kontakt aufbauen kann, da ich mich dann total bescheuert fühle. kennt das einer? man versucht sich der person zu nähern mit der hoffnung, eine freundschaft aufzubauen, dabei hat die person wahrscheinlich schon seine handvoll besten freunde und braucht nicht jemanden, der sich noch da mit reinzwengt? ich trage dieses gefühl ständig in mir und mich zieht es zu boden und ich schäme mich, dass ich (und ich hoffe es merkt keiner) keine freunde habe und nie auf sozialen medien wie andere es gerne tun, teilen kann, wie ich hier und da mal ausgehe, was esse oder einfach mit freunden mal eine kippe rauche. nichts der sachen ist mir möglich, da ich täglich alleine im haus sitze und musik höre und meine serie schaue. wochenends dann mal bei meinem freund aber wir verbringen unsere zeit gern zu zweit. seine freunde treffe ich selten und selten bin ich mal dabei. auch bei geburtstagen seiner freunde werde ich nicht erwähnt und eingeladen. aber das ist normal, ich werde nie eingeladen zu irgendwas, auch wenn es leute sind, die ich von der schule aus her kenne. mein leben sieht also sehr trocken und langweilig aus und mich zerreisst es innerlich tag für tag in kleinere stücke und ich frage mich immer mehr, ob es nicht einfach an mir liegt, ob ich es einfach so akzeptieren muss; so lernen muss zu leben? aber dann gibt es tage wie diese und ich melde mich auf dieser plattform an und hoffe auf antworten von menschen, die leben und atmen und mir aufmerksamkeit schenken, wenn auch nur eine kleine, und meine belastung fühlen und verstehen, sodass ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, die leidet.

  2. Für den Beitrag dankt:

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  4. #2
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    Standard AW: Keine Freunde, ist das normal?

    Keine Freunde zu haben ist ungewöhnlich, aber nicht unnormal. Ich habe auch schon seit Jahren keine mehr. Mir fehlt jedoch nichts, deswegen schließe ich auch keine Freundschaften mehr.

    ich bin sehr introvertiert und kann/will nicht in vereinen sportlich aktiv sein um bekanntschaften zu sammeln, kann/will nicht in kursen oder AG's in der schule mitmachen, da ich in der schule mit anderen schülern sehr schlecht kontakt aufbauen kann, da ich mich dann total bescheuert fühle. kennt das einer?
    Ja, ich war auch mal sehr schüchtern. Da gibt es aber ein einfaches Mittel dagegen: Über den eigenen Schatten springen und immer wieder auf Leute zugehen. So habe ich meine schüchterne Art abgelegt.

    ich trage dieses gefühl ständig in mir und mich zieht es zu boden und ich schäme mich, dass ich (und ich hoffe es merkt keiner) keine freunde habe und nie auf sozialen medien wie andere es gerne tun, teilen kann, wie ich hier und da mal ausgehe, was esse oder einfach mit freunden mal eine kippe rauche.
    Wozu willst du deine Aktivitäten mit Freunden auf sozialen Medien teilen? Wem soll das interessieren?
    Und was das Rauchen betrifft: Das ist eh ungesund. Lass es lieber.

    mein leben sieht also sehr trocken und langweilig aus und mich zerreisst es innerlich tag für tag in kleinere stücke und ich frage mich immer mehr, ob es nicht einfach an mir liegt, ob ich es einfach so akzeptieren muss; so lernen muss zu leben?
    Du musst nicht so leben. Doch dafür müsstest du etwas ändern. Das Hauptproblem dürfte sein, dass es dir schwer fällt auf andere zuzugehen. Wie du das ändern kannst, habe ich ja oben bereits beschrieben.

  5. #3
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    Standard AW: Keine Freunde, ist das normal?

    Zitat Blaumeise: "Keine Freunde zu haben ist ungewöhnlich, aber nicht unnormal. Ich habe auch schon seit Jahren keine mehr. Mir fehlt jedoch nichts, deswegen schließe ich auch keine Freundschaften mehr."

    Das sehe ich ganz ähnlich.
    Geändert von Paletti (13.11.2019 um 14:51 Uhr)

  6. Für den Beitrag dankt:

  7. #4
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    Standard AW: Keine Freunde, ist das normal?

    Was ich schreibe, ist nicht unbedingt das, was du gerne hören möchtest.

    Vielleicht bist du zu anstrengend in Freundschaften?
    Ich glaube, du erwartest zu viel von Freunden.
    Dein Einfordern von Aufmerksamkeit und Zuwendung stelle ich mir extrem anstrengend vor. Menschen haben meist ein ausgefülltes Leben außerhalb dieser Freundschaft, auch andere Freundschaften. Nicht immer können und wollen sie dann springen, wie du es gerade willst und brauchst.
    Es klang für mich nach etwas viel Drama. Da kann man schon mal genervt einen Bogen darum herum machen.

    Wie ist das denn umgekehrt? Wollte einer deiner Freunde, dass du im gleichen Maß wegen Kleinigkeiten zur Verfügung stehst, hat das eingefordert und du bist dem sofort nachgekommen?

    Für mich wärst du zu klammernd, einvernehmend, erdrückend. Energie raubend.
    Und ich würde auf Distanz gehen.

    Ein Freund ist nicht dazu da, Lücken in deinem Leben auszufüllen.
    Du trauerst nicht um die Person selbst, die nicht mehr in deinem Leben ist, sondern darum, dass niemand mehr da ist, deine Bedürfnisse zu erfüllen.
    Als ich das in deinem Text gelesen habe, dachte ich: "Wow, das klingt nicht, als könnte ha420ze ein guter Freund sein."

    Du schreibst selbst, dass jede Freundschaft wegen Streit bzw. dir selbst zerbrach.
    Auch diese letzte Freundschaft ging deshalb zu Bruch.
    Weil deine Freundin 1 x (!) nicht sofort bei Fuß stand.
    Findest du das nicht selbst etwas heftig?

    Aus dieser fordernden Rolle hast du dich nun direkt in die Opferrolle gestürzt.
    Was du im Gegensatz zu anderen alles nicht hast und nicht tun kannst.

    Also wenn du dir die Frage stellst, ob es an dir liegt, lautet die Antwort vermutlich: ja.
    Aber: auch dein Gegenüber hat daran Anteile. Es liegt also nicht nur an dir. Aber dein Anteil dürfte nicht klein sein.

    Ob du dich damit abfinden oder etwas verändern willst, musst du entscheiden.


    https://www.google.com/amp/s/univers...szuwerden/amp/


    https://zeitzuleben.de/uber-freundsc...t-mehr-guttun/


    Mir geht es übrigens wie den Vorschreibern. Ich habe keine Energie für Freundschaften und keine Lust mehr dazu. Mir fehlt das in der Regel auch nicht. Seltene Ausnahmen gibt es.

  8. Für den Beitrag dankt: DuDoWest

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