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Thema: Abhängigkeit ist ein Fluch

  1. #1
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    Standard Abhängigkeit ist ein Fluch

    Guten Tag,

    In der Vergangenheit habe ich in diesem Forum viele meiner Probleme geäußert und ich bekam bisher immer eine Menge guter Ratschläge.
    Seit etwas einem halben Jahr habe ich nun meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben und im Oktober geht es endlich los. Für meinen Wunschberuf bin ich extra fast 400 Kilometer von der Heimat nach NRW gezogen und lebe hier in einer WG.

    Eigentlich ist alles gut. Nur plagen mich durch meine Art immer wieder Zweifel und Ängste, dass die Dinge nicht so laufen wie ich sie haben möchte.

    Mein Elternhaus war extrem Toxic, deshalb war es eines meiner größten Ziele von dort auszuziehen, damit ich nun endlich mein eigenes Leben führen kann. Meine Kleine Schwester, die einzige Person an der ich in dieser Familie wirklich hänge musste ich zurück lassen aber es sind schon erste Pläne am laufen um sie ebenfalls da raus zu holen.

    Die Verantwortung hängt hierbei komplett an mir da ich nicht nur mich selbst sondern auch meine Schwester „retten“ möchte.

    Ich habe über ein Jahr Therapie hinter mir und habe ein Jahr lang eine Maßnahme mit Psychologischer Begleitung gemacht.

    Dort habe ich auch eine Person kennen gelernt und um die Beziehung zu dieser Person soll es hier gehen. Wir beide haben uns in den Vergangenen Monaten gegenseitig aufgebaut und viele Veränderungen in unser beiden Leben bewirkt. Mir ist durch die Therapie auch bewusst geworden, dass ich für diese Person eine extrem tiefe Zuneigung entwickelt habe.

    „Du kannst auch deine Freunde lieben“ war ein Zitat meiner Therapeutin, weshalb es auch immer geklappt hat und eigentlich auch heute in der Richtung keine Probleme darstellt.

    Nur habe ich jetzt etwas über die vergangene Zeit festgestellt. Ich bin irgendwie abhängig von ihr geworden.
    Durch dieses gemeinsame Aufbauen habe ich sie unterbewusst zu meinem Sandsack der Negativität gemacht und wann immer ein Problem in meinem Leben aufkommt, gehe ich damit zu ihr.

    Freundschaften sollten niemals aus Abhängigkeit sondern immer nur aus dem Freien Willen entstehen. Klar sollte man sich gegenseitig helfen sich zu entwickeln (also es währe zumindest gut) aber das zählt ja nicht für die negativen Gefühle die man hat.

    Ich bin verwirrt was meinen Umgang mit meiner Negativität angeht. Ich möchte diese Freundin auf keinen Fall verlieren und genau jetzt manövriere ich mich zu genau diesem Ergebnis.

    Wenn ich Sie währe hätte ich schon längst einen Schlussstrich gezogen.

    Wohin mit meinen Problemen? Wem soll ich davon erzählen?

    Habt ihr Tipps für mich. Wie macht ihr das?
    Geändert von Kulturu (13.09.2019 um 13:03 Uhr)

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  3. #2
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    Standard AW: Abhängigkeit ist ein Fluch

    Mach doch mal ne andere Erfahrung...

    Und lass sie einfach weitergehen.

    Abhängigkeiten, sind ziemlich mit, das "Übelste" (was ich mir ohne Gewalteinwirkung, was natürlich viel übler wäre) so im Zwischenmenschlichen vorstellen kann.

    Braucht kein Mensch. Mach Dich lieber frei und unabhängig...

    Alles Gute
    Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.

  4. #3
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    Standard AW: Abhängigkeit ist ein Fluch



    Ich denke mal das Du,wie viele andere auch..eine Bezugsperson suchst/brauchst.
    Das hat nicht unbedingt mit Abhängigkeit zu tun. Natürlich möchte man diese nicht mehr missen.

    Deswegen ist es Wichtig, das " geben und nehmen" in Waage bleibt und muss ja nicht nur aus Negativen bestehen.

    Das heißt, das auch Du ihr soviel Vertrauen deinerseits Vermitteln solltest,das Sie mit ihren Problemen oder Gedanken,auch bei dir Gut aufgehoben ist.

    Auch wenn man nicht immer Antworten oder einen Rat hat,..so ist es doch ungemein Erleicherternd drüber zu Reden.
    Ich denke das macht eine gute Freundschaft aus,die sich mit der Zeit immer mehr Entwickeln könnte.
    Wichtig ist auch immer eine Freiwilligkeit.
    Ein Gespür dafür haben,wenn den anderen gerade mal nicht danach ist ein offenes Ohr zu haben und Rücksicht nehmen kann,ohne es auf sich selbst zu Beziehen.

    Das ist ein Lernprozess,deine Ängste schauen viel zu Weit voraus.

    Sehe das Positive mehr.
    Geändert von Schokoschnute (13.09.2019 um 13:42 Uhr)
    *** "Die Welt ist keine Welt des Seins,sondern des ständigen Werdens " ***

    ***Hoffnung ist ein Feuer um das man sich kümmern muss***

  5. Für den Beitrag dankt: Vitali

  6. #4
    Registriert Avatar von pete
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    Standard AW: Abhängigkeit ist ein Fluch

    Das Problembewußtsein hast du doch. Und dir ist auch gesagt worden, das du aus der einseitigen Abhängigkeit ein Geben und Nehmen machen solltest. Völlig richtig.
    Es ist überhaupt nicht schlimm - im Gegenteil - jemand zu haben, der für Sorgen ein Ohr hat. Nur mußt du das dann umgekehrt auch haben, und die Freundin auch ruhig mal ansprechen. Du kannst ihr ganz offen sagen, dass du es als zu einseitig und nicht gut empfindest, nur dein Herz bei ihr auszuschütten, und dass es eben ein Geben und Nehmen sein sollte, und du für ihre Sorgen ebenfalls ein Ohr hättest.

    Nun kennen wir deine Freundin ja nicht - es gibt in der Tat Menschen, die gut zuhören können, aber selber immer auf lustig und vergnügt machen, obwohl sie es gar nicht sind.

    Deshalb mein Rat: Redet ganz offen miteinander. Reden ist nicht immer Silber und Schweigen Gold, manchmal ist es genau umgekehrt.

    LG
    Pete
    Leben, und Leben lassen...

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