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Thema: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schlecht

  1. #41
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    Standard AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

    Zitat Zitat von Niele255 Beitrag anzeigen
    Thema Urlaub: Griechenland und Teneriffa geht 1x im Jahr, die anderen fliegen auf die Seychellen, nach Panama, USA Rundreise etc...
    ich finde es eher traurig, dass du dich nicht mal freuen kannst das du einmal groß urlaub machen kannst.

    [QUOTEThema Haus: wie soll das gehen? Wenn ich einen Kredit überhaupt bekäme müsste ich wahrscheinlich Zinsen bis nach meinem Tod bezahlen, da ich keine hohen Raten stemmen kann.

    Die anderen wohnen teilweise mehr oder weniger kostenlos in einer Eigentumswohnung der Eltern oder haben von denen eine Finanzspritze fürs Eigenheim bekommen UND verdienen dabei aber noch gut

    Für all das habe ich mir leider die falschen Eltern rausgesucht.
    Ich kann nicht 1000 EUR oder mehr im Monat zurücklegen wie die anderen...[/QUOTE]

    da waren deine freunde sogar ehrlich. die haben das auch nicht aus eigener kraft geschafft.
    alle normalen gehen den üblichen weg.

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  3. #42
    kasiopaja
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    Standard AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

    @TE

    Das Problem ist dass Du das nicht hast, was die ausmacht, die Du beneidest:

    Risikobereitschaft
    Mut auch was neues anzufangen
    Bereitschaft zum größeren Aufwand z. B. Weiterbildung / Jobwechsel / Stellenwechsel

    Das ist alles kein Problem. Nur darf man nicht neidisch auf die schielen, die es gemacht haben, weil man es selbst nicht tun will, sondern muss sich eingestehen, dass man das alles nicht tun will und zufrieden sein mit dem , wie es ist.

    Du verzweifelst nicht an dem Neid an den Besitztümern und den Reisen , sondern an den Eigenschaften und der eigenen Verzagtheit.

  4. Für den Beitrag danken: -sofia-, Insta, lilawelt

  5. #43
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    Standard AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

    So, ich hab mir jetzt mal alle Antworten durchgelesen. Hatte am Anfang ja schon einen Kommentar abgegeben zum dem Thema
    Dass der/die TE ein Problem mit Selbstbewusstsein und Neid hat, dürfte klar sein. Er/Sie sagt das ja auch selber. Und damit steht er/sie natürlich nicht alleine, das geht vielen hier so - mich eingeschlossen. Es kann einen wirklich sehr belasten und es gelingt einem auch nur sehr begrenzt, das abzustellen.
    Ich will aber mal auf etwas anderes hinaus, was hier eigentlich gar nicht von den Antwortenden aufgegriffen wurde: eine Ungerechtigkeit, die in unserer Gesellschaft immer größer wird und die es vielen mit geringerem Selbstbewusstsein dann auch noch zusätzlich schwer macht. Da sind zum einen die hellen Köpfe, die lange studieren, viel Wissen haben und eigentlich top sind in ihrem Bereich. Und wo landen viele davon? In einem verstaubten Büro, wo sie für lächerliche Gehälter befristet arbeiten. Siehe Uni Mitarbeiter z .B. Und dann auf der anderen Seite die Schnelldurchstarter: kurzes Studium oder Ausbildung, wenig in der Birne, aber eben Vitamin B. Von diesen Leuten habe ich in meinem Bekanntenkreis einige, und die stehen mit ca. 25 schon rundum abgesichert da. Während die hellen Köpfe, die ich kenne, zum größten Teil heftig unterbezahlt in befristeten Jobs hängen. Und dann die Leute, die erben. Mindestens jeder dritte, den ich kenne, hat in den letzten Jahren was von einem verstorbenen Familienmitglied geerbt. Und der Witz ist: das sind alles Leute, die ein Erbe gar nicht nötig haben, weil sie von Haus aus sowieso schon Asche haben und ihren guten Job obendrauf. Und nein, es sind eben keine Einzelfälle. Es häuft sich auch. Ganz persönlich habe ich momentan folgenden Fall im Freundeskreis: ein guter Freund, zehn Jahre jünger, grade fertig studiert. Bombenjob, unbefristet, gleich auf Anhieb eingestellt zu mega Konditionen, von denen ich dachte, die gäbs gar nicht. Ich dagegen...naja ich spare euch die Details. In der Realität sieht das dann so aus: Wir verstehen uns (bis jetzt) sehr gut, unternehmen oft was zusammen. Er prahlt ganz sicher nicht mit seinem Job und seinem Einkommen, aber während er große Pläne macht und mal in die USA reisen will, fehlt mir das Geld, mitzukommen. Obwohl wir immer mal zusammen dahin wollten. Und Kanaren sind bei mir, als Ersatz für USA, auch nicht drin. Zumindest vorläufig nicht. Und er will mal in eine gutes Steakhaus, ein Essen für 25-30 Euro ist da nix besonderes. Kann ich leider auch nicht mitgehn. Und mal ein Wochenende in ein schönes Hotel in Berlin - das geht nur, wenns nen günstiges ist und ich an anderer Stelle spare. Spätestens jetzt merkt doch jeder hier, woher mein Frust bzw. der Frust der "weniger Erfolgreichen" kommt. Das Leben ist nur mal teuer und es ist eben nicht jeder so ein Lebenskünstler, dass er mit einer 30qm Wohnung und einem selbstgepflückten Salat von der Wiese nebenan glücklich ist. Zumindest der Freundschaft wegen will man doch zusammen was unternehmen, was nun mal oft einiges an Geld kostet. Und wenn der eine das locker hat, der andere aber nicht? Dann kann man zusammen nicht los. Oder einigt sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Aber wie lange macht das der Erfolgreiche, der die Kohle hat, mit? Die Frage wird wohl in meinem Fall die Zukunft beantworten, ich weiss es selber nicht. Bin aber mehr als pessimistisch.

  6. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Schokoschnute

  7. #44
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    Standard AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

    @ kasiopeja
    es geht aus meiner Sicht nicht nur darum ob man es tun WILL sondern auch ob man es tun KANN.

    Nicht jeder hat dieselben Voraussetzungen, und wie sich beim Einen oder Anderen herausstellt, war er von vornherein durch irgendwelche Umstände begünstigt, siehe die Beispiele die Nevis aufzählt.

    Weiterhin ist es heute in der Tat ein großes Risiko einen unbefristeten Job zu kündigen um etwas anderes Ungewisses anzufangen. Natürlich könnte man mit aller Gewalt versuchen "hochzukommen", doch nicht jeder ist so stark oder "fähig".

    Nevis schreibt im Grunde auch das was ich bei solchen Freundschaften problematisch sehe. Auch ich sehe mich manchmal genötigt Dinge mitzumachen die mich finanziell momentan eher belasten würden. Natürlich ist es ein Schamgefühl für zu sagen dass es bei mir grade nicht drin ist.

    Ein ehemaliger Freund von mir wohnte einst in einer kleinen beengten Wohnung. Mehr oder weniger durch Glück bekam er in seiner Firma diese typische Position, in der man sich keinen Ast herausreist und dafür sehr gut verdient.
    Dort lernte er auch seine Freundin kennen, deren Vater was Besseres bei Daimler war. Kurzerhand zog er zu ihr, Vati baute selbstverständlich gleich 2 große Wohnungen in seinem Haus für sie aus. Heißt Null Miete zahlen und vermutlich 4000 EUR oder mehr im Monat zur freien Verfügung. Von da an hoben sie für meine Begriffe ab. Handtaschen für 1000 EUR, nur noch 5-Sterne Hotels und insgesamt eben nur noch Status hier Status da zeigen. Ich habe dann irgendwann auch mit ihm gebrochen weil wir auf der Ebene keine Gemeinsamkeiten mehr hatten - oder eben weil ich schlicht nicht mehr damit klar kam, der ewige "Zweite" zu sein.

    Ja, im Grunde ist es oft ungerecht, und manche kennen es gar nicht dass es am Monatsende schonmal knapp wird, bzw. ein Leben mit diversen "Standards" nicht ohne weiteres möglich ist.

    Wenn man nun zu denen gehört die eher kein Glück hatten in die richtige "Spur" zu kommen, man aber um sich herum nur "Überflieger" sieht, darf man sich dann nicht zurecht fragen was bei einem selbst falsch gelaufen ist und den Mut verlieren?

    Dabei möchte ich nochmal Nevis zitieren:

    "Versuche, daran etwas zu ändern, scheitern oft. Vielleicht auch deshalb, weil den Benachteiligten auch die psychische Stärke irgendwann fehlt. Wer immer der Kleine bleibt und sieht, wie andere an ihm vorbeiziehen, der braucht schon viel Kraft und Selbstvertrauen - aber das hat eben nicht jeder und lässt sich nicht herbeizaubern. Ein Stück weit sind wir hier auch Opfer unserer Gene und der Kindheit/Erziehung."

    Genau so sehe ich das auch. Mir fehlt die psychische Stärke und übers Knie brechen lässt sich erst gar nichts. Ich weiß dass ich im Endeffekt nichts ändern kann bzw. einfach nicht in diese Sphären kommen werde. Dafür fehlt und fehlte mir einfach die bestimmte Mischung aus Glück, richtigem Zeitpunkt, Fähigkeit, Unterstützung der Eltern und die richtige Firma.

    Dies aber zu akzeptieren fällt eben ungemein schwer und ich laufe Gefahr es mir mit anderen aufgrund meiner eigenen Unzufreidenheit zu verscherzen. Ich merke ja selbst dass ich immer unzufriedener und missgünstiger werde. Das äußerst sich teilweise auch in einem gesteigerten Aggressionspotential sobald ich irgendetwas als "ungerecht" empfinde und wobei ich benachteiligt bin. Da kann jemand der sich irgendwo vordrängelt der Auslöser sein dass ich kurz vorm Ausrasten bin, weil ich eben innerlich gegen diesen ständigen Konflikt in mir ankämpfe.

    Manchmal denke ich mir es ist etwas wie beim Fussball oder bei Musikern: es gibt so viele Talente oder verborgene Potentiale, die aber aus unterschiedlichsten Gründen nie richtig ausgeschöpft werden können, weil sie nicht die richtigen Leute kennenlernen oder selbst einfach die richtige Türe nicht finden. Es ist wie ein Makel der einen ständig begleitet, anders kann ich das Gefühl nicht beschreiben.

    Jeden Abend gehe ich damit ins Bett.
    Geändert von Niele255 (11.07.2018 um 23:58 Uhr)

  8. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, lilawelt, Schokoschnute

  9. #45
    Registriert Avatar von -sofia-
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    Standard AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

    Wohl jeder ist schon ab und an mal neidisch.

    Aber dein Neid auf deine Freunde nimmt schon krankhafte Ausmaße an. Neid und Missgunst ist dein ständiger Begleiter.

    Du würdest dir sogar schadenfroh die Hände reiben, wenn dein Freundeskreis plötzlich von Armut betroffen wird.

    Du suhlst dich in Selbstmitleid, weil du nicht mithalten kannst. Sogar deinen Eltern gibst du die Schuld, weil du nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren bist.

    Du siehst nur eine Seite der Medaille.

    Anstatt mit dem zufrieden zu sein, was du hast, lässt du dich vom Neid zerfressen.

    Such dir einen Bekanntenkreis, der aus Otto-Normal-Verbrauchern besteht.
    Davon gibt es genügend.

    Wenn du mit dem Reichtum anderer nicht umgehen kannst und sich nur Frustation, Aggression und Missgunst bei dir breitmacht, dann scheinen diese gehobenen Kreise einen schlechten Einfluß auf dich zu haben.

  10. Für den Beitrag danken: Insta, Zitronentorte

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