Guten Morgen

Ich versuche auf beide neuen Antworten zu antworten...

Wenn man allerdings am Punkt der Gleichgültigkeit angelangt ist kann man sich folgende Fragen stellen:
- hatte ich zu hohe Erwartungen?
- wenn ich in ihrer/seiner Situation gewesen wäre (bei all dem Stress), hätte ich es groß anders gemacht?
- bedeutet mir der Mensch immer noch so viel, dass ich die Freundschaft weiter pflegen möchte (auch unter der Voraussetzung, dass man sich trotzdem nur selten sieht)?

Es kommt natürlich trotzdem immer auf die Person an, aber manche lasse ich dann gehen weil es sich nicht lohnt, oder ich akzeptiere die neuen Umstände weil die Menschen mir etwas bedeuten.
Man sehnt sich auch oft nach "den guten alten Zeiten", die verändern sich aber leider meistens und kommen nicht mehr zurück.
Ich bin gerade an dem Punkt es zu akzeptieren und mich dann anderen Menschen zu widmen die sich auch nach mir erkundigen und wo ich das Gefühl habe dass sie gerne mit mir schreiben.

Ja ich bin wirklich eine Person die gerne an die "guten alten Zeiten" festhält und mit Veränderungen immer noch recht schwierig klar kommt.

Scheinbar waren meine Erwartungen zu hoch. Ich bin davon ausgegangen dass diese Freundschaft nichts erschüttern wird und man bis ins hohe Alter Freunde bleibt. Denn die Chemie hat gepasst und es gab auch nie einen Streit. Man konnte sich schonungslos die Meinungen sagen (mittlerweile irgendwie nicht mehr seitdem der Kontakt etwas einschläft und man sich so fremd vorkommt...)

Wäre ich in ihrer Situation würde ich es nicht anders machen. Es kommt aber auch hier auf die Menschen drauf an...man merkt schnell ob jemand Interesse zeigt oder eher über andere Dinge immer quatscht.
Denn ein einfaches "Wie geht es dir?" ist in 5 Sekunden geschrieben und so viel Zeit hat jeder. Die Ausrede dass man keine Zeit hat finde ich schlichtweg auch etwas lächerlich. Würde mir die Person sagen dass sie keine Lust hat zu schreiben dann hätte ich es leichter akzeptiert und wäre auch nicht beleidigt, weil ich zu meinen Freunden immer sage dass sie mir die Wahrheit sagen sollen, auch schonungslos.

Und ja dieser Mensch bedeutet mir sehr viel, dass ich die Freundschaft auch weiterhin pflegen möchte. Wenn man sich höchstens einmal im Monat sieht dann ist es so. Andere die ich kennengelernt habe und jahrelang Kontakt halte habe ich zum Beispiel noch nie gesehen.
Die Verbundenheit ist dennoch da und das offene Ohr auch.

Ich fühle mich mittlerweile nur etwas ersetzt, weil sie viel mit ihren Schulfreunden was macht und ich nicht mehr die erste Person bin die sie alles erzählt (neben ihrem Freund). Man schreibt nicht mehr so lustig und ausgelassen wie früher was ich sehr schade finde aber naja Menschen verändern sich...




ich denke, dass Freundschaften eher ein Nebenprodukt eines sinnvollen Lebens sind.

Ich würde mir an Deiner Stelle überlegen, was mir wichtig ist im Leben. Das könnte zB der Beruf sein. Und dann würde ich dieses "Oberziel" verfolgen. Meines Erachtens findet man dabei mehr oder weniger automatisch Freunde und Wegbegleiter.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist meines Erachtens echtes Interesse an den Mitmenschen und ihrem Wohlergehen. Also nicht Freunde suche, weil man alleine ist etc. sondern weil einem das Wohl der Mitmenschen wichtig ist.
Oberziele sind bei mir das Studium und meine Abnahme aktuell.
Ich würde für meine Freunde alles tun und bin immer da wenn einer mal ein offenes Ohr braucht. Frage auch oft nach was gerade so im Alltag los ist...Ich frage da nicht aus Höflichkeit sondern aus Interesse. Diese Menschen sind mir da genauso wichtig wie meine Familie und ich finde das Freunde zu einem sinnvollen Leben auch dazugehören.

Denn ich hatte wie bereits gesagt in meiner Jugend kaum Freunde. 3 Wenn es ganz hoch kommt und viel habe ich mit ihnen Privat auch nicht gemacht. Habe mich sehr viel alleine beschäftigt und war dennoch glücklich.

Seit der Oberstufe kamen auch mehr Freunde dazu aber auch da kann ich es an einer Hand abzählen. Mit Kameraden dazu dann an 2. Die Vorstellung dass es immer weniger wird und man am Ende niemanden mehr hat dem man seine Probleme erzählen kann oder einfach was unternehmen um den Kopf anzuschalten...sowas macht mir etwas Angst