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Thema: Streit: Psychische Erkrankungen-> Stigmatisierung und Schuldzuweisungen?

  1. #1
    Registriert Avatar von Todi
    Registriert seit
    16.05.2012
    Beiträge
    64
    Danke gesagt
    2
    Dank erhalten:   3

    Standard Streit: Psychische Erkrankungen-> Stigmatisierung und Schuldzuweisungen?

    Hallo,
    Geht es nur mir so, oder erlebt ihr auch oft in Konflikten Schuldzuweisungen und Stigmatisierungen, die von anderen mit euren psychischen Erkrankungen in Verbundenheit gebracht werden, und euch somit nicht mehr als klaren Menschen da stehen lassen?
    -
    Ich erlebe durch soetwas häufig Streits in denen darauf abgezielt wird, mir die Schuld zu geben, weil ich ja die ,Verrückte' sei und natürlich schuldig sein müsse.

    Es gibt auch einige unfaire Menschen, die meinen sie müssen umbedingt den Streit ,gewinnen', die benutzen meine Erkrankung als größtes Argument.
    -

    Ich versteh das nicht,
    ich reflektiere und hinterfrage alles was ich tue, ich gebe meine Fehler(wenn vorhanden) zu, und rede mit den Menschen auf Augenhöhe, ich weiß wie man mit Ich- und Du-Botschaften richtig kommuniziert usw.

    Ich erlebe soetwas manchmal und finde es echt unfair.
    ...Dass ich trtz allem auch noch Gefühle habe, scheint jeder zu vergessen.

    kennt ihr soetwas? es macht mich so wütend.

    Lg Todi

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  3. #2
    Lebensdeserteurin
    Gast

    Standard AW: Streit: Psychische Erkrankungen-> Stigmatisierung und Schuldzuweisungen?

    Hallo,

    nein, so etwas kenne ich fast gar nicht, was aber vielleicht auch an meinem Wesen liegen mag. (Beispiel: umso "verrückter" mein Gegenüber z.B. während eines Konfliktes spielt, umso ruhiger, gelassener und sachlicher werde ich meistens innerlich und äußerlich somit auch vernünftiger - was in der Regel eindeutig gesünder ist und auch wirkt, während mein Gegenüber mehr über sein Innenleben und die Konflikte mit sich selbst preisgibt, als ihm in dem Moment vermutlich lieb ist.)

    Würde ich das von dir Beschriebene erleben, könnte ich die Person, der anstatt einer solchen "Totschlagargumentation" nichts besseres einfällt, überhaupt nicht mehr ernst nehmen. Auch wäre ich mir darüber bewusst, dass die Person mich offenbar ebenfalls nicht ernst nimmt, weil sie im Falle des Falles nur zu besagtem Totschlagargument zu greifen weiß, anstatt sachlich und beim Thema zu bleiben. Das wäre mir zu primitiv und von solchen Menschen distanziere ich mich dann lieber.

  4. #3
    Eugenie
    Gast

    Standard AW: Streit: Psychische Erkrankungen-> Stigmatisierung und Schuldzuweisungen?

    Meine Schwester leidet auch an einer psychischen Krankheit, allerdings ohne sich dessen bewusst zu sein und sich behandeln zu lassen. Ich habe mich jahrelang intensiv mit dem Thema beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, dass andere Menschen das nicht tun. Wer "normal" zu sein glaubt, der fasst das Thema sehr häufig mit spitzen Fingern an und ist daher nicht gut informiert. Erst wenn jemand selbst oder ein naher Angehöriger psychisch erkrankt, ist er gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen. Meine entfernteren Verwandten haben auch zugesehen, dass sie mit dem Thema so wenig wie möglich zu tun hatten. Sie meldeten sich seltener bei mir, eher per E-Mail als telefonisch, und wenn bei den höchst seltenen Telefonaten doch einmal die Problematik Schwester aufs Tapet kam, wurde halt hastig das Thema gewechselt oder es kamen irgendwelche Phrasen, die in keiner Weise hilfreich waren. Oder obendrein taktlose Angebereien mit der eigenen, ach so intakten und glücklichen Familie.

    Nicht nur der psychisch Erkrankte wird stigmatisiert, sondern auch sein engstes soziales Umfeld.

    Großartiges Wissen über psychische Erkrankungen kannst du bei anderen Menschen kaum voraussetzen.
    Geändert von Eugenie (01.02.2017 um 06:36 Uhr)

  5. Für den Beitrag dankt:

  6. #4
    Käferin
    Gast

    Standard AW: Streit: Psychische Erkrankungen-> Stigmatisierung und Schuldzuweisungen?

    Das kommt vor, dass Menschen bei Meinungsverschiedenheiten einfach abwinken und sagen, "ach, der/die ist psychisch krank." Da muss man vorsichtig sein, das kann schnell zur gefährlichen Manipulation werden. Nicht jeder psychisch Kranke leidet automatisch unter Realitätsverlust!

    Kaum jemand ist bereit, sich mit psychischen Problemen anderer auseinander zu setzen. Das macht Arbeit und ist unangenehm, und das scheuen die Leute. Schwächen anderer werden gerne zum eigenen Vorteil ausgenutzt.

    Es auch allgemein schwer zu differenzieren, wo genau eine psychische Krankheit beginnt.

  7. #5
    Eugenie
    Gast

    Standard AW: Streit: Psychische Erkrankungen-> Stigmatisierung und Schuldzuweisungen?

    Zitat Zitat von Käferin Beitrag anzeigen
    Nicht jeder psychisch Kranke leidet automatisch unter Realitätsverlust!
    Genau, das ist nur bei Psychosen sehr häufig so. Und diese beginnen meist schleichend. Meine Schwester war als Kind und Jugendliche auch völlig normal, wirkte aufgeweckt und fröhlich, war sehr sprachbegabt (ist sie auch heute noch) und hatte etliche soziale Kontakte. Deutliche Anzeichen einer Psychose (ich vermute Schizophrenie) zeigte sie erst mit Mitte 30.

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